Mario Party 8
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 07.10.2007
Der Jahrmarkt der Sterne ist eröffnet
Als Jahrmarkt kann man Mario Party mittlerweile auch bezeichnen, denn seit 1999 erschien fast jährlich ein neuer Ableger der Reihe, sodass wir jetzt auf der Wii schon den achten Teil in Empfang nehmen dürfen. Und auch hier heißt es wieder, sich in zahlreichen Minispielen zu bewähren, um seine Kontrahenten auf den sechs Spielbrettern hinter sich zu lassen.
Mario Party ähnelt nämlich fast einem gewöhnlichen Brettspiel, wären da nicht die besonderen Extras und Minispiele zwischen den Runden. Vier Spieler wählen jeweils einen von 14 verschiedenen Nintendo-Charakteren, alle aus den Mario-Spielen bekannt, und stürzen sich ins Getummel. Gespielt wird wie bereits gesagt auf Spielbrettern, welche jedoch nichts mehr mit einem Mensch-ärgere-dich-nicht gemein haben. In „Gumbas Südseesteg“ läuft man über eine hübsche Strandpromenade und darf auch mal auf einem Delphin reiten, um schneller voranzukommen. „König Buu Huus Horrorhof“ besteht hingegen aus 12 Plattformen, welche regelmäßig ihre Formation ändern, fast wie in „Das verrückte Labyrinth“. Monopoly-Flair kommt hingegen im Spielbrett „Koopas Stadt der Mogule“ auf, in welchem man Münzen in Hotels investieren muss, um an die begehrten Sterne zu kommen. Abwechslung ist also geboten, dennoch wäre es wünschenswert gewesen das ein oder andere klassischere Spielbrett in Mario Party 8 wiederzufinden.
Mario Party 8 ist natürlich hauptsächlich ein Multiplayer-Spiel. Das Spielen gegen CPU-Gegner ist sehr eintönig und zieht sich lange hin, da die Spielzüge des Computers nicht abgebrochen werden können. Ziel eines Spiels in Mario Party ist es, so viele Sterne wie möglich zu sammeln, um so zum Superstar gekrönt zu werden. Sterne lassen sich auf verschiedene Weisen sammeln: Auf jedem Spielbrett sind sie verteilt, für manche muss man Münzen ausgeben, andere bekommt man geschenkt und andere kann man von seinen Mitspielern stehlen. Bonussterne, etwa für den Spieler, der den längsten Weg zurückgelegt hat, machen es zum Schluss nochmal extra spannend.
Gespielt wird reihum, also jeder Spieler würfelt und macht seinen Zug. Anschließend startet eines von zahlreichen Minispielen, in welchem der Sieger 10 Münzen gewinnt. Die Minispiele machen Mario Party auch erst zu dem was es ist. Das Spielbrett allein wäre da ziemlich langweilig. Viele der Minispiele unterstützen die besonderen Funktionen der Wii-Remote und werden etwa durch das Pointen oder Bewegung gesteuert. So meißelt man durch Zeigen auf einen Stein Muster, springt durch Hochziehen der Wii-Remote, um beim Seilchenspringen nicht zu verlieren, lenkt in „Mario Kart“ durch Neigen der Wii-Remote oder balanciert auf einem dünnen Seil. Aber auch normale Steuerungen sind in einigen Spielen vorhanden, in denen man seine Spielfigur zum Beispiel mit dem Steuerkreuz lenkt während man mit Taste 2 springt.
Die Minispiele sind wiederum in verschiedene Kategorien eingeteilt. So gibt es welche, in denen vier Spieler gegeneinander antreten, aber auch 1 vs. 3 oder 2 vs. 2 Partien. Was für ein Spiel gespielt wird hängt damit zusammen, auf was für Feldern die Spielfiguren stehen. Stehen alle auf roten Feldern, welche dem Spieler drei Münzen abziehen oder auf blauen Feldern, welche drei zusätzliche Münzen bringen, startet nach der Runde ein jeder gegen jeden Spiel. Steht aber zum Beispiel nur ein Spieler auf einem roten Feld, die anderen aber auf einem blauen, startet ein 3 gegen 1 Spiel. Unter besonderen Umständen sind auch Duelle zwischen zwei Spielern möglich, wenn man auf den Spielbrettern auf entsprechenden Feldern landet oder man ein entsprechendes Item einsetzt.
Bonbons, die das Leben versüßen
Bonbons spielen in Mario Party 8 eine große Rolle, da sie den Spielverlauf für die Spieler positiv beeinflussen können. Gegen einige Münzen oder als Geschenk erhalten, kann man sie vor seinem eigenen Zug einsetzen. Dabei hat man die Auswahl zwischen 14 verschiedenen Bonbons. Einige erlauben es, zwei oder gar dreimal hintereinander zu würfeln und andere Rauben den Gegenspielern Münzen oder Sterne. Ein Bonbon verwandelt den Spieler sogar in einen großen Ball, der die Gegner überrollt und ihnen Münzen klaut. In einigen Fällen kommt dabei das Rummelrad zum Einsatz mit dessen Hilfe entschieden wird, welchem anderen Spieler zum Beispiel Münzen geklaut werden sollen. Auf diesem Rad sind die anderen Spieler abgebildet und ein Pfeilwurf durch Schwingen der Wii-Remote entscheidet dann über den Ausgang.
Die Länge eines Spiels geht von 10 bis 50 Runden. Je mehr menschliche Spieler dabei sind, desto mehr Spielrunden sind zu empfehlen, da so die nervigen langsamen Züge der CPU-Gegner wegfallen. Ansonsten kann man für ein 10-Rundenspiel schon eine Stunde Zeit einrechnen, was sich nur mit CPU-Gegnern ziemlich hinzieht.
Da das Spiel aber kein reines Multiplayer-Spiel ist, muss natürlich auch für den Einzelspieler ein gewisser Teil vorhanden sein. Der Einzelspieler-Modus ist im Prinzip aber wie der Multiplayer, es fallen aber die Minispiele nach jeder Runde weg. Gespielt wird nur gegen einen CPU-Gegner und Ziel ist es, eine gewisse Anzahl an Sternen zu sammeln, eine Begrenzung der Runden gibt es dabei nicht. Auch Duelle finden wie gesagt nicht nach jeder Runde statt, sondern nur, wenn man auf einem der VS-Felder landet. Je nach Spielbrett gibt es auch ein anderes Ziel, auf „Bowsers Stahlstern“ besitzen beide Spielfiguren zum Beispiel gleich zu Beginn einen Stern und Ziel ist es, diesen mit Hilfe von Bonbons zu stehlen. Kurzzeitig mag das zwar unterhalten, aber auf Dauer ist der Multiplayer-Modus natürlich interessanter.
Einen kleinen Bonus stellen zusätzliche Minispiele dar. Diese können mit den Party-Karten gekauft werden, weöche man nach dem Spielen erhält. In diesen Zusatzspielen kommen auch die eigenen Miis zum Einsatz, so darf man auch hier wie in Wii Sports mit Mario und Co. Bowlen gehen, eine Runde Tischtennis spielen oder einen Kart Racer fahren. Die Spiele haben natürlich einen etwas größeren Umfang als die normalen Minispiele und sind daher mal eine nette Abwechslung.
Technisch mau...
Technisch kann Mario Party 8 leider nicht richtig überzeugen. Während die Menüs noch in 16:9 gehalten sind, zieren während der Minispiele und auf dem Spielbrett bunte Balken den Bildschirmrand, was Besitzer eines Breitbild-TVs nicht gerade freuen dürfte. Auch sonst hat sich im Vergleich zu Mario Party 7 bis auf einige Details wenig getan. Mario Party ist und bleibt eben ein Party-Spiel. welches nicht viel aufs Äußere setzt, was es auch nicht muss. Knallbunte Spielbretter reichen da fast schon. Im Vergleich zu anderen Wii-Titeln kann auch die Steuerung in den meisten Fällen überzeugen und funktioniert recht gut, sodass auch Einsteiger keine Probleme haben sollten.
Als Jahrmarkt kann man Mario Party mittlerweile auch bezeichnen, denn seit 1999 erschien fast jährlich ein neuer Ableger der Reihe, sodass wir jetzt auf der Wii schon den achten Teil in Empfang nehmen dürfen. Und auch hier heißt es wieder, sich in zahlreichen Minispielen zu bewähren, um seine Kontrahenten auf den sechs Spielbrettern hinter sich zu lassen.
Mario Party ähnelt nämlich fast einem gewöhnlichen Brettspiel, wären da nicht die besonderen Extras und Minispiele zwischen den Runden. Vier Spieler wählen jeweils einen von 14 verschiedenen Nintendo-Charakteren, alle aus den Mario-Spielen bekannt, und stürzen sich ins Getummel. Gespielt wird wie bereits gesagt auf Spielbrettern, welche jedoch nichts mehr mit einem Mensch-ärgere-dich-nicht gemein haben. In „Gumbas Südseesteg“ läuft man über eine hübsche Strandpromenade und darf auch mal auf einem Delphin reiten, um schneller voranzukommen. „König Buu Huus Horrorhof“ besteht hingegen aus 12 Plattformen, welche regelmäßig ihre Formation ändern, fast wie in „Das verrückte Labyrinth“. Monopoly-Flair kommt hingegen im Spielbrett „Koopas Stadt der Mogule“ auf, in welchem man Münzen in Hotels investieren muss, um an die begehrten Sterne zu kommen. Abwechslung ist also geboten, dennoch wäre es wünschenswert gewesen das ein oder andere klassischere Spielbrett in Mario Party 8 wiederzufinden.
Mario Party 8 ist natürlich hauptsächlich ein Multiplayer-Spiel. Das Spielen gegen CPU-Gegner ist sehr eintönig und zieht sich lange hin, da die Spielzüge des Computers nicht abgebrochen werden können. Ziel eines Spiels in Mario Party ist es, so viele Sterne wie möglich zu sammeln, um so zum Superstar gekrönt zu werden. Sterne lassen sich auf verschiedene Weisen sammeln: Auf jedem Spielbrett sind sie verteilt, für manche muss man Münzen ausgeben, andere bekommt man geschenkt und andere kann man von seinen Mitspielern stehlen. Bonussterne, etwa für den Spieler, der den längsten Weg zurückgelegt hat, machen es zum Schluss nochmal extra spannend.
Gespielt wird reihum, also jeder Spieler würfelt und macht seinen Zug. Anschließend startet eines von zahlreichen Minispielen, in welchem der Sieger 10 Münzen gewinnt. Die Minispiele machen Mario Party auch erst zu dem was es ist. Das Spielbrett allein wäre da ziemlich langweilig. Viele der Minispiele unterstützen die besonderen Funktionen der Wii-Remote und werden etwa durch das Pointen oder Bewegung gesteuert. So meißelt man durch Zeigen auf einen Stein Muster, springt durch Hochziehen der Wii-Remote, um beim Seilchenspringen nicht zu verlieren, lenkt in „Mario Kart“ durch Neigen der Wii-Remote oder balanciert auf einem dünnen Seil. Aber auch normale Steuerungen sind in einigen Spielen vorhanden, in denen man seine Spielfigur zum Beispiel mit dem Steuerkreuz lenkt während man mit Taste 2 springt.
Die Minispiele sind wiederum in verschiedene Kategorien eingeteilt. So gibt es welche, in denen vier Spieler gegeneinander antreten, aber auch 1 vs. 3 oder 2 vs. 2 Partien. Was für ein Spiel gespielt wird hängt damit zusammen, auf was für Feldern die Spielfiguren stehen. Stehen alle auf roten Feldern, welche dem Spieler drei Münzen abziehen oder auf blauen Feldern, welche drei zusätzliche Münzen bringen, startet nach der Runde ein jeder gegen jeden Spiel. Steht aber zum Beispiel nur ein Spieler auf einem roten Feld, die anderen aber auf einem blauen, startet ein 3 gegen 1 Spiel. Unter besonderen Umständen sind auch Duelle zwischen zwei Spielern möglich, wenn man auf den Spielbrettern auf entsprechenden Feldern landet oder man ein entsprechendes Item einsetzt.
Bonbons, die das Leben versüßen
Bonbons spielen in Mario Party 8 eine große Rolle, da sie den Spielverlauf für die Spieler positiv beeinflussen können. Gegen einige Münzen oder als Geschenk erhalten, kann man sie vor seinem eigenen Zug einsetzen. Dabei hat man die Auswahl zwischen 14 verschiedenen Bonbons. Einige erlauben es, zwei oder gar dreimal hintereinander zu würfeln und andere Rauben den Gegenspielern Münzen oder Sterne. Ein Bonbon verwandelt den Spieler sogar in einen großen Ball, der die Gegner überrollt und ihnen Münzen klaut. In einigen Fällen kommt dabei das Rummelrad zum Einsatz mit dessen Hilfe entschieden wird, welchem anderen Spieler zum Beispiel Münzen geklaut werden sollen. Auf diesem Rad sind die anderen Spieler abgebildet und ein Pfeilwurf durch Schwingen der Wii-Remote entscheidet dann über den Ausgang.
Die Länge eines Spiels geht von 10 bis 50 Runden. Je mehr menschliche Spieler dabei sind, desto mehr Spielrunden sind zu empfehlen, da so die nervigen langsamen Züge der CPU-Gegner wegfallen. Ansonsten kann man für ein 10-Rundenspiel schon eine Stunde Zeit einrechnen, was sich nur mit CPU-Gegnern ziemlich hinzieht.
Da das Spiel aber kein reines Multiplayer-Spiel ist, muss natürlich auch für den Einzelspieler ein gewisser Teil vorhanden sein. Der Einzelspieler-Modus ist im Prinzip aber wie der Multiplayer, es fallen aber die Minispiele nach jeder Runde weg. Gespielt wird nur gegen einen CPU-Gegner und Ziel ist es, eine gewisse Anzahl an Sternen zu sammeln, eine Begrenzung der Runden gibt es dabei nicht. Auch Duelle finden wie gesagt nicht nach jeder Runde statt, sondern nur, wenn man auf einem der VS-Felder landet. Je nach Spielbrett gibt es auch ein anderes Ziel, auf „Bowsers Stahlstern“ besitzen beide Spielfiguren zum Beispiel gleich zu Beginn einen Stern und Ziel ist es, diesen mit Hilfe von Bonbons zu stehlen. Kurzzeitig mag das zwar unterhalten, aber auf Dauer ist der Multiplayer-Modus natürlich interessanter.
Einen kleinen Bonus stellen zusätzliche Minispiele dar. Diese können mit den Party-Karten gekauft werden, weöche man nach dem Spielen erhält. In diesen Zusatzspielen kommen auch die eigenen Miis zum Einsatz, so darf man auch hier wie in Wii Sports mit Mario und Co. Bowlen gehen, eine Runde Tischtennis spielen oder einen Kart Racer fahren. Die Spiele haben natürlich einen etwas größeren Umfang als die normalen Minispiele und sind daher mal eine nette Abwechslung.
Technisch mau...
Technisch kann Mario Party 8 leider nicht richtig überzeugen. Während die Menüs noch in 16:9 gehalten sind, zieren während der Minispiele und auf dem Spielbrett bunte Balken den Bildschirmrand, was Besitzer eines Breitbild-TVs nicht gerade freuen dürfte. Auch sonst hat sich im Vergleich zu Mario Party 7 bis auf einige Details wenig getan. Mario Party ist und bleibt eben ein Party-Spiel. welches nicht viel aufs Äußere setzt, was es auch nicht muss. Knallbunte Spielbretter reichen da fast schon. Im Vergleich zu anderen Wii-Titeln kann auch die Steuerung in den meisten Fällen überzeugen und funktioniert recht gut, sodass auch Einsteiger keine Probleme haben sollten.
Heiko Ellinger meint...
Wer mehrere Wii-Remotes besitzt und nicht nur allein vorm TV sitzt, darf sich mal an Mario Party rantasten. Einzelspieler sollten jedoch gleich die Finger davon lassen, denn nur im Multiplayer kann das Spiel überzeugen. Wer darüber noch über die technischen Mängel hinwegsehen kann, wird sicher viel Spaß mit dem Titel haben.
Wer mehrere Wii-Remotes besitzt und nicht nur allein vorm TV sitzt, darf sich mal an Mario Party rantasten. Einzelspieler sollten jedoch gleich die Finger davon lassen, denn nur im Multiplayer kann das Spiel überzeugen. Wer darüber noch über die technischen Mängel hinwegsehen kann, wird sicher viel Spaß mit dem Titel haben.

GRAFIK
Kein Grafikhighlight, witzige Details sorgen aber für die passende Atmosphäre.
Kein Grafikhighlight, witzige Details sorgen aber für die passende Atmosphäre.

SOUND
Typische Sounds aller Charaktere.
Typische Sounds aller Charaktere.

BEDIENUNG
Die simplen Minispiele werden alle gut erklärt. Die Wii-Mote darf ab und an mal geschüttelt werden.
Die simplen Minispiele werden alle gut erklärt. Die Wii-Mote darf ab und an mal geschüttelt werden.

UMFANG
Nichts für Solisten - der Einzelspieler-Part ist dürftig wie immer, dafür geht zu mehreren Spielern die Post ab.
Nichts für Solisten - der Einzelspieler-Part ist dürftig wie immer, dafür geht zu mehreren Spielern die Post ab.
SPIELSPASS
Nach wie vor eine absolute Mehrspieler-Granate!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Nach wie vor eine absolute Mehrspieler-Granate!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel