Freshly-Picked Tingles Rosy Rupeeland
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 03.10.2007
Der Weg ins Rubinland
Tingle ist wohl die bizarrste Gestalt, die die The Legend of Zelda-Serie je hervorgebracht hat. Bekannt ist er vor allem für seine schlechten Manieren und natürlich für seine Geldgier. Doch wie wurde der grüne Sonderling eigentlich so, wie er heute ist? Dank Tingle´s Rosy Rupeeland dürfen wir dieses Geheimnis nun lüften und betreten dabei eine merkwürdige Welt, in der Rubine einen unermesslich hohen Stellenwert einnehmen.
Tingle ist ein eigentlich ganz normaler 35-jähriger Mann, der sein einsames Dasein in einem kleinen Haus fristet. Schwung in sein langweiliges Leben kommt aber, als ihn eine geheimnisvolle Stimme zur nah gelegenen Quelle lockt. Dort erscheint ihm der Rubin-Opa, der von dem wunderbaren Rubinland voller Spaß erzählt. Um dort hinzulangen müssen nur viele Rubine gesammelt und in die Quelle geworfen werden. Ganz besessen von diesem wunderbaren Ort nimmt unser Held diese Aufgabe gerne an und lässt sich von dem Rubin-Opa in den grün gekleideten Tingle verwandeln, der in die Welt zieht, um möglichst viele Rubine zu ergattern.
So seltsam wie dieses Abenteuer schon anfängt, geht es auch weiter. Im Verlauf seiner Reise wird Tingle nämlich viele seltsame Gestalten treffen und so manchen sonderbaren Ort aufsuchen. Die Spielwelt eröffnet sich ihm allerdings erst nach und nach, was abhängig von seinen gesammelten Rubinen ist. Sobald er nämlich eine bestimmte Anzahl von ihnen in die Quelle geworfen hat, wächst diese zu einem Turm heran. Dank eines Sprungbretts kann Tingle dann von dort oben andere Länder und Kontinente voller neuer Abenteuer erreichen. Umso mehr Rubine er in die Quelle wirft, desto höher wächst der Turm, was ihm immer entferntere Orte zugänglich macht. Am Ende winkt natürlich der Eintritt in das Rubinland, aber das ist ein langer Weg.
Knallhartes Feilschen
Tingles Geldgier beruht aber nicht nur au den Wunsch ins Rubinland zu kommen, sondern wurde sicherlich auch von der Gesellschaft geprägt. In dieser Welt ist nämlich jeder Mensch ganz besessen von Rubinen und verlangt für so ziemlich jede Hilfe und jede Information eine Bezahlung. Daher ist ein wichtiges Element des Spiels auch das Feilschen, bei dem Tingle den anderen Charakteren für ihre entsprechenden Leistungen Rubine anbietet, die je nach Betrag seinem Wunsch nachkommen oder eben nicht. Manchmal hat der Grünling sogar nur ein einziges Mal die Chance mit einem Charakter zu Feilschen, sodass ihm bei einem Misserfolg eine Information oder eine Hilfestellung entgeht.
Das Konzept des Spiels ist somit sehr ungewöhnlich und fühlt sich richtig frisch an. Leider kann das Feilschen aber auch sehr frustrierend sein, da Tingle von den Charakteren keinerlei Informationen darüber erhält, an was für eine Bezahlung sie eigentlich denken. Somit lassen sich Geschäfte oft nur nach dem Trial&Error-Prinzip abwickeln, was vor allem deswegen ärgerlich ist, weil Tingle bei Misserfolgen die gebotenen Rubine in der Regel nicht einmal zurückerhält. Besonders gravierend fällt das Ganze natürlich aus, wenn der Sonderling nur ein einziges Mal die Chance zum Verhandeln hat und das Geschäft dann platzt. Das Feilschen ist somit zwar eine frische und interessante Idee, hätte aber sicherlich geschickter umgesetzt werden können.
Ein Leben für das Geld
Aber das Ausgeben des Geldes stellt eh nur eine Seite des Spiels dar. Schließlich müssen auf der anderen die Rubine ja erst einmal in eure Tasche wandern. Auf der Suche nach den Kostbarkeiten muss Tingle die Spielwelt erforschen und dabei Möglichkeiten zum Geldverdienen entdecken. Schnelles Geld lässt sich z.B. durch Waren machen. Tingle kann Früchte pflücken, Maschinen betätigen oder auch Löcher graben, um so manch interessanten Gegenstand zu entdecken, der sich in der Stadt dann teuer verkaufen lässt. Bei Lebensmitteln ist es darüber hinaus ratsam in Tingles Haus mal den Kochtopf anzuwerfen und das eine oder andere Rezept auszuprobieren. Für ein gelungenes Endprodukt winkt nämlich ein Vielfaches der Rubine, die er für die einzelnen Zutaten bekommen hätte.
Das Erforschen macht viel Spaß, vor allem wenn es Tingle in Dungeons führt. Diese erinnern ein bisschen an die Zelda-Wurzeln, sind aber etwas einfacher gestrickt und halten auch keine Items für Tingle bereit. Dennoch macht es Spaß hier das eine oder andere Rätsel zu lösen, bei denen meist auch der Einsatz von Rubinen gefragt ist. Am Ende jedes Tempels erwarten den Grünling dann sogar Bossgegner, die mit besonderen Herangehensweisen besiegt werden müssen. Tipps dazu erhält Tingle stets von seiner etwas mürrischen Feen-Assistentin Pingle. Diese Kämpfe sind sehr abwechslungsreich ausgefallen und bilden eigentlich die Höhepunkte des Spiels.
Neben den riesigen Bossgegnern warten in den und außerhalb der Dungeons natürlich auch jede Menge kleine Feinde, die es zu bekämpfen gilt. Für diese Aufgaben kann Tingle, natürlich durch Feilschen, sogar einen Leibwächter engagieren. Dieser kann dann ganz allein auf die Widersacher gehetzt werden oder Seite an Seite mit dem etwas schwächlichen Tingle kämpfen. Statt Lebensenergie verliert der Grünling dabei Rubine, sodass ein leerer Geldbeutel für Ihn den Tod bedeutet.
Besonders viel Spaß machen die Kämpfe gegen die kleinen Gegner allerdings leider nicht. Das liegt an dem blödsinnig einfachen Kampfsystem, das dem Spieler gar keine Freiheiten lässt. Sobald Tingle oder sein Leibwächter einen Feind berühren beginnt nämlich eine Rangelei, die für Euch nur als Staubwolke zu sehen ist. Nun könnt Ihr eigentlich nicht viel mehr machen, als diese Wolke immer wieder anzutippen, um Tingle bei seinem Kampf zu unterstützen. Der Spieler bleibt bei den Kämpfen also relativ passiv und wird sich dabei auf Dauer etwas gelangweilt fühlen.
Reise durch eine bizarre Welt
Die Steuerung des Spiels ist kinderleicht ausgefallen und ermöglicht eine intuitive Kontrolle über das Geschehen. Tingle wird mit dem Steuerkreuz oder, zur Freude aller Linkshänder, auch mit den Knöpfen bewegt, während alle Interaktionen über den Touchscreen ablaufen. Egal ob Sammeln, Bewegen oder Reden – all diese Aktionen laufen mit dem einfachen Berühren des gewünschten Gegenstandes oder der betreffenden Person ab. Auch beim Feilschen kann der Betrag bequem eingetippt werden, während der Stylus in Tingles Haus dazu dient den Kochtopf oder Geräte zu bedienen. Das Haus ist übrigens auch der einzige Speicherpunkt in dem Spiel, was mit der Zeit ein bisschen lästig werden kann.
Während Ihr Tingle bei seiner verrückten Reise aus der Vogelperspektive beobachtet, werdet Ihr Euch immer wieder an dem bizarren Design des Spiels erfreuen, das vor allem bei den Charakteren sehr lustige Formen annehmen kann. Während das Design begeistern kann ist die eigentliche Grafik aber recht einfach ausgefallen. Sie ist zwar passend farbenfroh, erinnert aber mehr an den Game Boy Advance, als an den Nintendo DS. Das gleiche gilt auch für die musikalische Untermalung, die sich eher unauffällig im Hintergrund hält. So mancher Spieler wird sich aber darüber freuen, dass einige Soundeffekte aus der Zelda-Serie auch hier Verwendung finden, was wieder von Tingles Herkunft zeugt.
Tingle ist wohl die bizarrste Gestalt, die die The Legend of Zelda-Serie je hervorgebracht hat. Bekannt ist er vor allem für seine schlechten Manieren und natürlich für seine Geldgier. Doch wie wurde der grüne Sonderling eigentlich so, wie er heute ist? Dank Tingle´s Rosy Rupeeland dürfen wir dieses Geheimnis nun lüften und betreten dabei eine merkwürdige Welt, in der Rubine einen unermesslich hohen Stellenwert einnehmen.
Tingle ist ein eigentlich ganz normaler 35-jähriger Mann, der sein einsames Dasein in einem kleinen Haus fristet. Schwung in sein langweiliges Leben kommt aber, als ihn eine geheimnisvolle Stimme zur nah gelegenen Quelle lockt. Dort erscheint ihm der Rubin-Opa, der von dem wunderbaren Rubinland voller Spaß erzählt. Um dort hinzulangen müssen nur viele Rubine gesammelt und in die Quelle geworfen werden. Ganz besessen von diesem wunderbaren Ort nimmt unser Held diese Aufgabe gerne an und lässt sich von dem Rubin-Opa in den grün gekleideten Tingle verwandeln, der in die Welt zieht, um möglichst viele Rubine zu ergattern.
So seltsam wie dieses Abenteuer schon anfängt, geht es auch weiter. Im Verlauf seiner Reise wird Tingle nämlich viele seltsame Gestalten treffen und so manchen sonderbaren Ort aufsuchen. Die Spielwelt eröffnet sich ihm allerdings erst nach und nach, was abhängig von seinen gesammelten Rubinen ist. Sobald er nämlich eine bestimmte Anzahl von ihnen in die Quelle geworfen hat, wächst diese zu einem Turm heran. Dank eines Sprungbretts kann Tingle dann von dort oben andere Länder und Kontinente voller neuer Abenteuer erreichen. Umso mehr Rubine er in die Quelle wirft, desto höher wächst der Turm, was ihm immer entferntere Orte zugänglich macht. Am Ende winkt natürlich der Eintritt in das Rubinland, aber das ist ein langer Weg.
Knallhartes Feilschen
Tingles Geldgier beruht aber nicht nur au den Wunsch ins Rubinland zu kommen, sondern wurde sicherlich auch von der Gesellschaft geprägt. In dieser Welt ist nämlich jeder Mensch ganz besessen von Rubinen und verlangt für so ziemlich jede Hilfe und jede Information eine Bezahlung. Daher ist ein wichtiges Element des Spiels auch das Feilschen, bei dem Tingle den anderen Charakteren für ihre entsprechenden Leistungen Rubine anbietet, die je nach Betrag seinem Wunsch nachkommen oder eben nicht. Manchmal hat der Grünling sogar nur ein einziges Mal die Chance mit einem Charakter zu Feilschen, sodass ihm bei einem Misserfolg eine Information oder eine Hilfestellung entgeht.
Das Konzept des Spiels ist somit sehr ungewöhnlich und fühlt sich richtig frisch an. Leider kann das Feilschen aber auch sehr frustrierend sein, da Tingle von den Charakteren keinerlei Informationen darüber erhält, an was für eine Bezahlung sie eigentlich denken. Somit lassen sich Geschäfte oft nur nach dem Trial&Error-Prinzip abwickeln, was vor allem deswegen ärgerlich ist, weil Tingle bei Misserfolgen die gebotenen Rubine in der Regel nicht einmal zurückerhält. Besonders gravierend fällt das Ganze natürlich aus, wenn der Sonderling nur ein einziges Mal die Chance zum Verhandeln hat und das Geschäft dann platzt. Das Feilschen ist somit zwar eine frische und interessante Idee, hätte aber sicherlich geschickter umgesetzt werden können.
Ein Leben für das Geld
Aber das Ausgeben des Geldes stellt eh nur eine Seite des Spiels dar. Schließlich müssen auf der anderen die Rubine ja erst einmal in eure Tasche wandern. Auf der Suche nach den Kostbarkeiten muss Tingle die Spielwelt erforschen und dabei Möglichkeiten zum Geldverdienen entdecken. Schnelles Geld lässt sich z.B. durch Waren machen. Tingle kann Früchte pflücken, Maschinen betätigen oder auch Löcher graben, um so manch interessanten Gegenstand zu entdecken, der sich in der Stadt dann teuer verkaufen lässt. Bei Lebensmitteln ist es darüber hinaus ratsam in Tingles Haus mal den Kochtopf anzuwerfen und das eine oder andere Rezept auszuprobieren. Für ein gelungenes Endprodukt winkt nämlich ein Vielfaches der Rubine, die er für die einzelnen Zutaten bekommen hätte.
Das Erforschen macht viel Spaß, vor allem wenn es Tingle in Dungeons führt. Diese erinnern ein bisschen an die Zelda-Wurzeln, sind aber etwas einfacher gestrickt und halten auch keine Items für Tingle bereit. Dennoch macht es Spaß hier das eine oder andere Rätsel zu lösen, bei denen meist auch der Einsatz von Rubinen gefragt ist. Am Ende jedes Tempels erwarten den Grünling dann sogar Bossgegner, die mit besonderen Herangehensweisen besiegt werden müssen. Tipps dazu erhält Tingle stets von seiner etwas mürrischen Feen-Assistentin Pingle. Diese Kämpfe sind sehr abwechslungsreich ausgefallen und bilden eigentlich die Höhepunkte des Spiels.
Neben den riesigen Bossgegnern warten in den und außerhalb der Dungeons natürlich auch jede Menge kleine Feinde, die es zu bekämpfen gilt. Für diese Aufgaben kann Tingle, natürlich durch Feilschen, sogar einen Leibwächter engagieren. Dieser kann dann ganz allein auf die Widersacher gehetzt werden oder Seite an Seite mit dem etwas schwächlichen Tingle kämpfen. Statt Lebensenergie verliert der Grünling dabei Rubine, sodass ein leerer Geldbeutel für Ihn den Tod bedeutet.
Besonders viel Spaß machen die Kämpfe gegen die kleinen Gegner allerdings leider nicht. Das liegt an dem blödsinnig einfachen Kampfsystem, das dem Spieler gar keine Freiheiten lässt. Sobald Tingle oder sein Leibwächter einen Feind berühren beginnt nämlich eine Rangelei, die für Euch nur als Staubwolke zu sehen ist. Nun könnt Ihr eigentlich nicht viel mehr machen, als diese Wolke immer wieder anzutippen, um Tingle bei seinem Kampf zu unterstützen. Der Spieler bleibt bei den Kämpfen also relativ passiv und wird sich dabei auf Dauer etwas gelangweilt fühlen.
Reise durch eine bizarre Welt
Die Steuerung des Spiels ist kinderleicht ausgefallen und ermöglicht eine intuitive Kontrolle über das Geschehen. Tingle wird mit dem Steuerkreuz oder, zur Freude aller Linkshänder, auch mit den Knöpfen bewegt, während alle Interaktionen über den Touchscreen ablaufen. Egal ob Sammeln, Bewegen oder Reden – all diese Aktionen laufen mit dem einfachen Berühren des gewünschten Gegenstandes oder der betreffenden Person ab. Auch beim Feilschen kann der Betrag bequem eingetippt werden, während der Stylus in Tingles Haus dazu dient den Kochtopf oder Geräte zu bedienen. Das Haus ist übrigens auch der einzige Speicherpunkt in dem Spiel, was mit der Zeit ein bisschen lästig werden kann.
Während Ihr Tingle bei seiner verrückten Reise aus der Vogelperspektive beobachtet, werdet Ihr Euch immer wieder an dem bizarren Design des Spiels erfreuen, das vor allem bei den Charakteren sehr lustige Formen annehmen kann. Während das Design begeistern kann ist die eigentliche Grafik aber recht einfach ausgefallen. Sie ist zwar passend farbenfroh, erinnert aber mehr an den Game Boy Advance, als an den Nintendo DS. Das gleiche gilt auch für die musikalische Untermalung, die sich eher unauffällig im Hintergrund hält. So mancher Spieler wird sich aber darüber freuen, dass einige Soundeffekte aus der Zelda-Serie auch hier Verwendung finden, was wieder von Tingles Herkunft zeugt.
Sascha Geldermann meint...
Tingles erstes Abenteuer ist ein bizarres Spielerlebnis mit Höhen und Tiefen. Das Erforschen der Spielwelt und die Bosskämpfe sorgen für viel Spaß, der durch das manchmal frustrierende Feilschen und das viel zu einfache Kampfsystem aber auch immer wieder getrübt wird. Unterm Strich ist Freshly-Picked Tingle's Rosy Rupeeland auf jeden Fall ein gutes Action-Adventure.
Tingles erstes Abenteuer ist ein bizarres Spielerlebnis mit Höhen und Tiefen. Das Erforschen der Spielwelt und die Bosskämpfe sorgen für viel Spaß, der durch das manchmal frustrierende Feilschen und das viel zu einfache Kampfsystem aber auch immer wieder getrübt wird. Unterm Strich ist Freshly-Picked Tingle's Rosy Rupeeland auf jeden Fall ein gutes Action-Adventure.

GRAFIK
Das Design ist zwar einfach, aber herrlich bizarr.
Das Design ist zwar einfach, aber herrlich bizarr.

SOUND
Die bekannten Zelda-Sounds erfreuen Fan-Herzen, während die Musik zu unscheinbar ist.
Die bekannten Zelda-Sounds erfreuen Fan-Herzen, während die Musik zu unscheinbar ist.

BEDIENUNG
Die Bedienbarkeit ist ausgezeichnet.
Die Bedienbarkeit ist ausgezeichnet.

UMFANG
Ein langes Abenteuer wartet auf Tingle-Fans.
Ein langes Abenteuer wartet auf Tingle-Fans.
SPIELSPASS
Herrlich bizarr und voller Ideen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Herrlich bizarr und voller Ideen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel