Alien Syndrome
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 16.09.2007
Aileen VS. Alien
1987 schickte Sega die Videospieler dieser Welt in den Kampf gegen eine Bedrohung aus dem All, die Alien Syndrome genannt wurde. Während in unserer Welt seitdem 20 Jahre vergangen sind, liegen diese Ereignisse im Universum des Spiels schon ein ganzes Jahrhundert zurück. Nun erwacht der Schrecken erneut und versucht die Menschheit einmal mehr die Menschheit auszulöschen. Ob das Alien Syndrome jetzt noch aufgehalten werden kann?
In dem Nachfolger des Klassikers schlüpft Ihr in die Haut des Earth Command Lieutenants Aileen Harding. Sie lebt in einem Jahrhundert, in dem die Menschheit sich friedlich entwickeln und dabei in die Tiefen des Weltalls vordringen konnte. Nichts scheint den Frieden trüben zu können, als die Geschichte eine plötzliche und auch ziemlich einfallslose Wendung bekommt. Wie in so vielen Science-Fiction-Szenarien erforscht nämlich auch Aileen eine verlassene Weltraumstation und muss dabei nicht wirklich überraschend feststellen, dass diese von bösartigen Aliens bevölkert wird. Zum Glück hat die Heldin aber durchschlagende Waffen und reichlich Munition dabei, sodass die außerirdischen Monster nicht mehr viel zu Lachen haben.
Bevor Ihr den Aliens an den Kragen dürft, müsst Ihr allerdings erst einmal eine Charakterklasse festlegen. Ob Ihr Aileen nun zur Feuerwanze, zum Panzerfahrer oder zum Scharfschützen macht hat kaum optische Auswirkungen. Lediglich der Anzug der Heldin bekommt eine andere Farbe. Abgesehen davon wirkt sich die Entscheidung aber auch auf die Attribute Stärke, Geschick, Präzision und Ausdauer aus, die im Spielverlauf weiter verbessert werden dürfen. Das Gameplay verändert eure Entscheidung aber nicht wirklich. In jedem Fall werdet Ihr nämlich durch die Raumstation rennen und auf alles schießen, was sich bewegt.
Dauerfeuer im All
Abwechslung wird bei dem Ausflug ins All eigentlich nicht geboten. Das spiegelt sich schon im absolut monotonen Leveldesign wieder. Die sterilen Räume sehen alle gleich aus, sodass einzig und allein die Karte eine Verirrung verhindert. Aber auch die Spielmechanik zeigt in den ersten Minuten bereits alles, was sie bis zum Ende zu bieten hat. Unzählige außerirdische Kreaturen stellen sich Euch in den Weg und müssen durch Dauerbeschuss in die intergalaktischen Jagdgründe geschickt werden. Die einzige Abwechslung dazu bieten riesige Bossgegner und belanglose Rätsel, bei denen zumeist das Finden einer Schlüsselkarte gefordert wird. Schon nach wenigen Minuten kommt der Wunsch nach Abwechslung auf, der von dem Spiel aber leider nicht erhört wird.
Zumindest bietet das Spiel aber Dauer-Action, was am Anfang noch einen kleinen Anreiz zum Weiterspielen darstellt. Durch die Horden von Gegnern habt Ihr immerzu alle Hände voll zu tun, wobei Ihr Euch auf die Steuerung problemlos verlassen könnt. Grundlegende Angriffe laufen per Knopfdruck ab, während für effektive Attacken die Wii-Remote geschwungen wird, die auch zum Zielen dient. Das ganze läuft erstaunlich präzise ab und ermöglicht eine intuitive Kontrolle über Aileen, die mit dem Control Stick durch die Raumstation manövriert wird. Nur die Kontrolle der Kamera durch Drehen der Nunchuck-Erweiterung ist etwas ungenau ausgefallen, was bei der eh ungünstigen Vogelperspektive leider gelegentlich zu Sicht-Problemen führt.
Alien Syndrome ist nicht nur ein einfacher Shooter, sondern bietet auch einige Rollenspielelemente. So gewinnt Aileen durch das Besiegen der Gegner Erfahrungspunkte, die ihren Attributen zu Gute kommen. Vorteile erhält Aileen aber auch durch einen Robotergefährten, der SCARAB genannt wird und sie begleitet. Dieser kann aus gesammelten Materialien neue Gegenstände herstellen, die unter anderem die Feuerrate der Waffen erhöhen oder für eine langsame Heilung sorgen. Mit der Zeit lassen sich auch ganz neue Waffen und stärkere Rüstungen finden, womit Aileen eine immer größere Bedrohung für die fiesen Aliens wird.
Zukunfts-Szenario in Vergangenheits-Grafik
Schnell werden die Außerirdischen merken, das es nur eine Sache gibt, die gefährlicher ist als eine Aileen: nämlich vier Aileens. Möglich gemacht wird das nicht durch Klon-Technik, sondern durch den kooperativen Mehrspieler-Modus. Zusammen mit drei Mitspielern lässt sich die gesamte Mission so auch gemeinsam absolvieren. Das macht zwar ein bisschen mehr Spaß, als der Solo-Trip, die starke Monotonie sorgt aber auch dabei für Langeweile und verhindert lange Multiplayer-Sessions.
Atmosphäre wird bei diesem Spiel kaum erzeugt, was hauptsächlich die schwache Technik zu verschulden hat. Die Grafik ist absolut unansehnlich, was bei dem monotonen Leveldesign anfängt, mit den groben Charaktermodellen weitergeht und irgendwo bei enttäuschenden Lichteffekten endet. Damit gehört der Titel zu den unansehnlichsten Spielen, die der Wii bisher zu bieten hat. Der schlechte Eindruck wird durch die Zwischensequenzen noch weiter verstärkt. Diese bestehen nämlich aus gezeichneten Standbildern, die genauso wenig Stimmung erzeugen, wie die unscheinbare Musik, die ständig von wenig überzeugenden Soundeffekten übertönt wird. Einzig und allein die englische Synchronisation ist positiv zu vermerken. Die gute Leistung der Sprecher vermag es aber leider auch nicht, die ansonsten katastrophale Technik noch zu retten.
1987 schickte Sega die Videospieler dieser Welt in den Kampf gegen eine Bedrohung aus dem All, die Alien Syndrome genannt wurde. Während in unserer Welt seitdem 20 Jahre vergangen sind, liegen diese Ereignisse im Universum des Spiels schon ein ganzes Jahrhundert zurück. Nun erwacht der Schrecken erneut und versucht die Menschheit einmal mehr die Menschheit auszulöschen. Ob das Alien Syndrome jetzt noch aufgehalten werden kann?
In dem Nachfolger des Klassikers schlüpft Ihr in die Haut des Earth Command Lieutenants Aileen Harding. Sie lebt in einem Jahrhundert, in dem die Menschheit sich friedlich entwickeln und dabei in die Tiefen des Weltalls vordringen konnte. Nichts scheint den Frieden trüben zu können, als die Geschichte eine plötzliche und auch ziemlich einfallslose Wendung bekommt. Wie in so vielen Science-Fiction-Szenarien erforscht nämlich auch Aileen eine verlassene Weltraumstation und muss dabei nicht wirklich überraschend feststellen, dass diese von bösartigen Aliens bevölkert wird. Zum Glück hat die Heldin aber durchschlagende Waffen und reichlich Munition dabei, sodass die außerirdischen Monster nicht mehr viel zu Lachen haben.
Bevor Ihr den Aliens an den Kragen dürft, müsst Ihr allerdings erst einmal eine Charakterklasse festlegen. Ob Ihr Aileen nun zur Feuerwanze, zum Panzerfahrer oder zum Scharfschützen macht hat kaum optische Auswirkungen. Lediglich der Anzug der Heldin bekommt eine andere Farbe. Abgesehen davon wirkt sich die Entscheidung aber auch auf die Attribute Stärke, Geschick, Präzision und Ausdauer aus, die im Spielverlauf weiter verbessert werden dürfen. Das Gameplay verändert eure Entscheidung aber nicht wirklich. In jedem Fall werdet Ihr nämlich durch die Raumstation rennen und auf alles schießen, was sich bewegt.
Dauerfeuer im All
Abwechslung wird bei dem Ausflug ins All eigentlich nicht geboten. Das spiegelt sich schon im absolut monotonen Leveldesign wieder. Die sterilen Räume sehen alle gleich aus, sodass einzig und allein die Karte eine Verirrung verhindert. Aber auch die Spielmechanik zeigt in den ersten Minuten bereits alles, was sie bis zum Ende zu bieten hat. Unzählige außerirdische Kreaturen stellen sich Euch in den Weg und müssen durch Dauerbeschuss in die intergalaktischen Jagdgründe geschickt werden. Die einzige Abwechslung dazu bieten riesige Bossgegner und belanglose Rätsel, bei denen zumeist das Finden einer Schlüsselkarte gefordert wird. Schon nach wenigen Minuten kommt der Wunsch nach Abwechslung auf, der von dem Spiel aber leider nicht erhört wird.
Zumindest bietet das Spiel aber Dauer-Action, was am Anfang noch einen kleinen Anreiz zum Weiterspielen darstellt. Durch die Horden von Gegnern habt Ihr immerzu alle Hände voll zu tun, wobei Ihr Euch auf die Steuerung problemlos verlassen könnt. Grundlegende Angriffe laufen per Knopfdruck ab, während für effektive Attacken die Wii-Remote geschwungen wird, die auch zum Zielen dient. Das ganze läuft erstaunlich präzise ab und ermöglicht eine intuitive Kontrolle über Aileen, die mit dem Control Stick durch die Raumstation manövriert wird. Nur die Kontrolle der Kamera durch Drehen der Nunchuck-Erweiterung ist etwas ungenau ausgefallen, was bei der eh ungünstigen Vogelperspektive leider gelegentlich zu Sicht-Problemen führt.
Alien Syndrome ist nicht nur ein einfacher Shooter, sondern bietet auch einige Rollenspielelemente. So gewinnt Aileen durch das Besiegen der Gegner Erfahrungspunkte, die ihren Attributen zu Gute kommen. Vorteile erhält Aileen aber auch durch einen Robotergefährten, der SCARAB genannt wird und sie begleitet. Dieser kann aus gesammelten Materialien neue Gegenstände herstellen, die unter anderem die Feuerrate der Waffen erhöhen oder für eine langsame Heilung sorgen. Mit der Zeit lassen sich auch ganz neue Waffen und stärkere Rüstungen finden, womit Aileen eine immer größere Bedrohung für die fiesen Aliens wird.
Zukunfts-Szenario in Vergangenheits-Grafik
Schnell werden die Außerirdischen merken, das es nur eine Sache gibt, die gefährlicher ist als eine Aileen: nämlich vier Aileens. Möglich gemacht wird das nicht durch Klon-Technik, sondern durch den kooperativen Mehrspieler-Modus. Zusammen mit drei Mitspielern lässt sich die gesamte Mission so auch gemeinsam absolvieren. Das macht zwar ein bisschen mehr Spaß, als der Solo-Trip, die starke Monotonie sorgt aber auch dabei für Langeweile und verhindert lange Multiplayer-Sessions.
Atmosphäre wird bei diesem Spiel kaum erzeugt, was hauptsächlich die schwache Technik zu verschulden hat. Die Grafik ist absolut unansehnlich, was bei dem monotonen Leveldesign anfängt, mit den groben Charaktermodellen weitergeht und irgendwo bei enttäuschenden Lichteffekten endet. Damit gehört der Titel zu den unansehnlichsten Spielen, die der Wii bisher zu bieten hat. Der schlechte Eindruck wird durch die Zwischensequenzen noch weiter verstärkt. Diese bestehen nämlich aus gezeichneten Standbildern, die genauso wenig Stimmung erzeugen, wie die unscheinbare Musik, die ständig von wenig überzeugenden Soundeffekten übertönt wird. Einzig und allein die englische Synchronisation ist positiv zu vermerken. Die gute Leistung der Sprecher vermag es aber leider auch nicht, die ansonsten katastrophale Technik noch zu retten.
Sascha Geldermann meint...
Alien Syndrome ist eine enttäuschende Ballerorgie, die durch eine einfallslose Story führt. Zu Beginn reizt noch die Dauer-Action, doch schon nach kurzer Zeit macht sich Monotonie bemerkbar. Selbst im kooperativen Mehrspieler-Modus kommt so nur wenig Spaß auf, weswegen von diesem Ausflug ins Weltall dringend abzuraten ist.
Alien Syndrome ist eine enttäuschende Ballerorgie, die durch eine einfallslose Story führt. Zu Beginn reizt noch die Dauer-Action, doch schon nach kurzer Zeit macht sich Monotonie bemerkbar. Selbst im kooperativen Mehrspieler-Modus kommt so nur wenig Spaß auf, weswegen von diesem Ausflug ins Weltall dringend abzuraten ist.

GRAFIK
Die Grafik ist einfach nur mies.
Die Grafik ist einfach nur mies.

SOUND
Die Musik hält sich im Hintergrund und überlässt der gelungenen Synchronisation den Ruhm.
Die Musik hält sich im Hintergrund und überlässt der gelungenen Synchronisation den Ruhm.

BEDIENUNG
Die Steuerung ist intuitiv.
Die Steuerung ist intuitiv.

UMFANG
Die Länge des Abenteuers geht in Ordnung. Für längere Beschäftigung hätte aber ein interessanterer Mehrspieler-Modus gesorgt.
Die Länge des Abenteuers geht in Ordnung. Für längere Beschäftigung hätte aber ein interessanterer Mehrspieler-Modus gesorgt.
SPIELSPASS
Stumpfsinniges Geballer ohne Sinn und Abwechslung.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Stumpfsinniges Geballer ohne Sinn und Abwechslung.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel