Guilty Gear Dust Strikers
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 18.08.2007
Story-Modus ohne Story
Guilty Gear zählt seit fast einem Jahrzehnt nicht nur zu den beliebtesten, sondern auch zu den besten Beat´em Up-Serien der Welt. Bei Dust Strikers prügeln sich May, Venom und Co. nun zum ersten Mal auf dem Nintendo DS. Der Handheld bietet dabei viele Möglichkeiten neuen Schwung in die Serie zu bringen. Wie die Entwickler diese genutzt haben und ob die Serie damit bereichert wurde, erfahrt Ihr in unserem Test.
Auf dem Nintendo DS versammeln sich alle großen Kämpfer der Serie, worüber vor allem Fans sehr glücklich sein sollten. May, Faust, Venom und Co. sind alle wieder an Board und treten wie gewöhnlich in außergewöhnlicher Kleidung und mit skurrilen Accessoires auf, die jeder Verwechslungsgefahr vorbeugen. Die Auswahl umfasst insgesamt 20 Kämpfer, die alle unterschiedliche Attacken und Special Moves vorweisen können. Für Abwechslung in diesem Punkt also gesorgt. Vor allem, da mit der Robo-Ky Factory ein ganz besonderer Modus geboten wird. Hier lässt sich nämlich ein eigener Charakter erstellen, dem dann bunt gemischt die Attacken anderer Kämpfer zugeteilt werden dürfen. Somit lassen sich eure favorisierten Attacken aller Kämpfer in einem einzigen persönlichen Charakter vereinen.
Als erstes solltet Ihr Euch in den Arcade-Modus stürzen. Hier tretet Ihr gegen eine ganze Reihe von Kämpfern an und arbeitet Euch Stufe für Stufe nach oben. Daneben gibt es auch noch einen Story-Modus der eigentlich nach demselben Prinzip funktioniert. Die einzigen Unterschiede sind die kurzen Gespräche vor jedem Kampf. Die Geschichte beschränkt sich in der Regel aber darauf, dass sich einige Kämpfer zufällig über den Weg laufen und beschließen sich gegenseitig eins auf die Fresse zu hauen. Das ist natürlich wenig geistreich und rechtfertigt den Namen Story-Modus eigentlich nicht. Schade eigentlich, denn andere Beat´em Ups haben schon erfolgreich gezeigt, dass es durchaus möglich ist, Kämpfe mit einer halbwegs sinnvollen Hintergrundgeschichte zu unterlegen.
Mehrstöckige Prügelei
An dem Spielprinzip hat sich auf dem Nintendo DS grundlegend erst einmal nichts verändert. Es treten immer noch bis zu vier Kämpfer gegeneinander an und tragen in verschiedenen Arenen Kämpfe in der zweiten Dimension aus. Neu ist bei diesem Ableger allerdings, dass durch die beiden Bildschirme viel mehr Raum geboten wird. Jede Arena erstreckt sich nun über mehrere Stockwerke anstatt sich auf eine einzige Ebene zu beschränken. Von dieser Raumfreiheit hat zwar schon die eine oder andere Serie auf dem Nintendo DS profitiert, bei Guilty Gear führt sie aber eher zum Gegenteil. Die Kämpfer können sich viel besser ausweichen und die eigentliche Konfrontation gerät in den Hintergrund. Immer wieder gehen die Charaktere auf Distanz, um dann kurz wieder ein paar Schläge auszutauschen. Das nimmt die ganze Geschwindigkeit und die komplette Action aus den Kämpfen und lässt sie leider zu einer etwas lahmen und langweiligen Angelegenheit verkommen.
Darüber hinaus hat die Reihe auf dem Nintendo DS auch deutlich an Anspruch verloren. Seltsamer Weise lassen sich selbst zerstörerische Special Moves mit lächerlich einfachen Tastenkombinationen bewirken. Daher könnt Ihr euren Gegner eigentlich die ganze Zeit mit richtig starken Attacken zu Leibe rücken. Noch einfacher wird das alles durch Items, die in großer Zahl zufällig in den Arenen auftauchen. Ihr könnt eigentlich die ganze Zeit fröhlich durch die mehrstöckige Arena springen und Gegenstände einsammeln, die eurem Gegner Schaden zufügen oder Euch einfach mal komplett heilen. Das Erscheinen der Items lässt sich auch leider bei den Einstellungen nicht regulieren. Diese bieten zwar Möglichkeiten das Zeitlimit festzulegen, über die Regeln der Kämpfe dürft Ihr aber nicht bestimmen.
Ein Beat´em Up als Minispielsammlung
Da der Touchscreen während der Kämpfe recht vernachlässigt wird, was bei einem Beat´em Up auch nicht negativ anzurechnen ist, haben die Entwickler einen weiteren Modus integriert, bei dem er richtig strapaziert wird. Es haben nämlich sieben Minispiele ihren Weg auf die Cartridge geschafft. Hier müssen zum Beispiel Delphine durch Reifen geschickt, Noten gefangen oder Gegenstände balanciert werden. Insgesamt sind diese Minispiele nicht besonders interessant und werden oft binnen weniger Sekunden langweilig. Darüber hinaus sind auch eine nicht immer ganz optimale Steuerung und ein überaus hoher Schwierigkeitsgrad Gründe dafür, dass Ihr Euch nicht lange mit diesem Modus auseinandersetzen werdet.
Mehrspieler-Freunde können sich in einem Versus-Modus austoben, in dem zwei bis vier Spieler gegeneinander antreten, wobei jeder eine eigene Cartridge benötigt. Wenn weniger als vier menschliche Kämpfer in den Ring steigen, kommen zusätzlich auch noch KI-Gegner hinzu. Die Kämpfe laufen dabei ab wie im Einzelspieler-Modus, womit auch der Spaß fast der gleiche bleibt. Interessant ist dabei allerdings, dass bereits ausgeschiedene Kämpfer das Geschehen weiter durch Blitze beeinflussen können. Das Geschehen läuft dabei zu jeder Zeit flüssig ab, selbst wenn alle vier Spieler Special Moves loslassen. Die Attacken werden dabei auch alle durch nette Effekte unterlegt. Insgesamt reizt die Grafik den Nintendo DS nicht wirklich aus, kann aber durch einen hübschen Anime-Stil punkten. Noch viel besser weiß aber der Sound zu überzeugen. Rockige Klänge bieten eine einwandfreie musikalische Untermalung, die irgendwie sogar actionreicher ist, als das eigentliche Geschehen.
Guilty Gear zählt seit fast einem Jahrzehnt nicht nur zu den beliebtesten, sondern auch zu den besten Beat´em Up-Serien der Welt. Bei Dust Strikers prügeln sich May, Venom und Co. nun zum ersten Mal auf dem Nintendo DS. Der Handheld bietet dabei viele Möglichkeiten neuen Schwung in die Serie zu bringen. Wie die Entwickler diese genutzt haben und ob die Serie damit bereichert wurde, erfahrt Ihr in unserem Test.
Auf dem Nintendo DS versammeln sich alle großen Kämpfer der Serie, worüber vor allem Fans sehr glücklich sein sollten. May, Faust, Venom und Co. sind alle wieder an Board und treten wie gewöhnlich in außergewöhnlicher Kleidung und mit skurrilen Accessoires auf, die jeder Verwechslungsgefahr vorbeugen. Die Auswahl umfasst insgesamt 20 Kämpfer, die alle unterschiedliche Attacken und Special Moves vorweisen können. Für Abwechslung in diesem Punkt also gesorgt. Vor allem, da mit der Robo-Ky Factory ein ganz besonderer Modus geboten wird. Hier lässt sich nämlich ein eigener Charakter erstellen, dem dann bunt gemischt die Attacken anderer Kämpfer zugeteilt werden dürfen. Somit lassen sich eure favorisierten Attacken aller Kämpfer in einem einzigen persönlichen Charakter vereinen.
Als erstes solltet Ihr Euch in den Arcade-Modus stürzen. Hier tretet Ihr gegen eine ganze Reihe von Kämpfern an und arbeitet Euch Stufe für Stufe nach oben. Daneben gibt es auch noch einen Story-Modus der eigentlich nach demselben Prinzip funktioniert. Die einzigen Unterschiede sind die kurzen Gespräche vor jedem Kampf. Die Geschichte beschränkt sich in der Regel aber darauf, dass sich einige Kämpfer zufällig über den Weg laufen und beschließen sich gegenseitig eins auf die Fresse zu hauen. Das ist natürlich wenig geistreich und rechtfertigt den Namen Story-Modus eigentlich nicht. Schade eigentlich, denn andere Beat´em Ups haben schon erfolgreich gezeigt, dass es durchaus möglich ist, Kämpfe mit einer halbwegs sinnvollen Hintergrundgeschichte zu unterlegen.
Mehrstöckige Prügelei
An dem Spielprinzip hat sich auf dem Nintendo DS grundlegend erst einmal nichts verändert. Es treten immer noch bis zu vier Kämpfer gegeneinander an und tragen in verschiedenen Arenen Kämpfe in der zweiten Dimension aus. Neu ist bei diesem Ableger allerdings, dass durch die beiden Bildschirme viel mehr Raum geboten wird. Jede Arena erstreckt sich nun über mehrere Stockwerke anstatt sich auf eine einzige Ebene zu beschränken. Von dieser Raumfreiheit hat zwar schon die eine oder andere Serie auf dem Nintendo DS profitiert, bei Guilty Gear führt sie aber eher zum Gegenteil. Die Kämpfer können sich viel besser ausweichen und die eigentliche Konfrontation gerät in den Hintergrund. Immer wieder gehen die Charaktere auf Distanz, um dann kurz wieder ein paar Schläge auszutauschen. Das nimmt die ganze Geschwindigkeit und die komplette Action aus den Kämpfen und lässt sie leider zu einer etwas lahmen und langweiligen Angelegenheit verkommen.
Darüber hinaus hat die Reihe auf dem Nintendo DS auch deutlich an Anspruch verloren. Seltsamer Weise lassen sich selbst zerstörerische Special Moves mit lächerlich einfachen Tastenkombinationen bewirken. Daher könnt Ihr euren Gegner eigentlich die ganze Zeit mit richtig starken Attacken zu Leibe rücken. Noch einfacher wird das alles durch Items, die in großer Zahl zufällig in den Arenen auftauchen. Ihr könnt eigentlich die ganze Zeit fröhlich durch die mehrstöckige Arena springen und Gegenstände einsammeln, die eurem Gegner Schaden zufügen oder Euch einfach mal komplett heilen. Das Erscheinen der Items lässt sich auch leider bei den Einstellungen nicht regulieren. Diese bieten zwar Möglichkeiten das Zeitlimit festzulegen, über die Regeln der Kämpfe dürft Ihr aber nicht bestimmen.
Ein Beat´em Up als Minispielsammlung
Da der Touchscreen während der Kämpfe recht vernachlässigt wird, was bei einem Beat´em Up auch nicht negativ anzurechnen ist, haben die Entwickler einen weiteren Modus integriert, bei dem er richtig strapaziert wird. Es haben nämlich sieben Minispiele ihren Weg auf die Cartridge geschafft. Hier müssen zum Beispiel Delphine durch Reifen geschickt, Noten gefangen oder Gegenstände balanciert werden. Insgesamt sind diese Minispiele nicht besonders interessant und werden oft binnen weniger Sekunden langweilig. Darüber hinaus sind auch eine nicht immer ganz optimale Steuerung und ein überaus hoher Schwierigkeitsgrad Gründe dafür, dass Ihr Euch nicht lange mit diesem Modus auseinandersetzen werdet.
Mehrspieler-Freunde können sich in einem Versus-Modus austoben, in dem zwei bis vier Spieler gegeneinander antreten, wobei jeder eine eigene Cartridge benötigt. Wenn weniger als vier menschliche Kämpfer in den Ring steigen, kommen zusätzlich auch noch KI-Gegner hinzu. Die Kämpfe laufen dabei ab wie im Einzelspieler-Modus, womit auch der Spaß fast der gleiche bleibt. Interessant ist dabei allerdings, dass bereits ausgeschiedene Kämpfer das Geschehen weiter durch Blitze beeinflussen können. Das Geschehen läuft dabei zu jeder Zeit flüssig ab, selbst wenn alle vier Spieler Special Moves loslassen. Die Attacken werden dabei auch alle durch nette Effekte unterlegt. Insgesamt reizt die Grafik den Nintendo DS nicht wirklich aus, kann aber durch einen hübschen Anime-Stil punkten. Noch viel besser weiß aber der Sound zu überzeugen. Rockige Klänge bieten eine einwandfreie musikalische Untermalung, die irgendwie sogar actionreicher ist, als das eigentliche Geschehen.
Sascha Geldermann meint...
Guilty Gear Dust Strikers bringt der eigentlich so großen Serie auf dem Nintendo DS nur wenig Ruhm ein. Der Anspruch der Kämpfe ist sehr gering und durch die mehrstöckigen Arenen verlieren die Auseinandersetzungen an Geschwindigkeit und Action. Abwechslung zu den langweiligen Kämpfen bieten eigentlich nur die miesen Minispiele, womit sich der Spielspaß insgesamt sehr in Grenzen hält. Somit sollten sich selbst Fans ganz genau überlegen, ob sie bei diesem misslungenen Beat´em Up mit Venom und Co. in den Ring steigen wollen.
Guilty Gear Dust Strikers bringt der eigentlich so großen Serie auf dem Nintendo DS nur wenig Ruhm ein. Der Anspruch der Kämpfe ist sehr gering und durch die mehrstöckigen Arenen verlieren die Auseinandersetzungen an Geschwindigkeit und Action. Abwechslung zu den langweiligen Kämpfen bieten eigentlich nur die miesen Minispiele, womit sich der Spielspaß insgesamt sehr in Grenzen hält. Somit sollten sich selbst Fans ganz genau überlegen, ob sie bei diesem misslungenen Beat´em Up mit Venom und Co. in den Ring steigen wollen.

GRAFIK
Der Anime-Stil ist zwar einfach gehalten passt aber und überzeugt mit flüssigen Animationen.
Der Anime-Stil ist zwar einfach gehalten passt aber und überzeugt mit flüssigen Animationen.

SOUND
Rockiger Sound zu schnellen Kämpfen.
Rockiger Sound zu schnellen Kämpfen.

BEDIENUNG
Die Steuerung funktioniert sehr gut.
Die Steuerung funktioniert sehr gut.

UMFANG
Es gibt 20 unterschiedliche Charaktere, die aber leider keinen Story-Modus bestreiten.
Es gibt 20 unterschiedliche Charaktere, die aber leider keinen Story-Modus bestreiten.
SPIELSPASS
Langweiliger Prügler ohne Anspruch.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Langweiliger Prügler ohne Anspruch.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel