Harry Potter und der Orden des Phönix
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 17.08.2007
Ein weiteres Jahr in Hogwarts
Der Hype um Harry Potter ist ungebrochen. Mittlerweile ist der siebte und letzte Band auf Englisch erschienen, in wenigen Monaten folgen auch die übersetzten Versionen. Im Kino dagegen werden wir noch einige Zeit von Harry hören, denn erst 2010 wird die Verfilmung des Endes der Reihe in die Kinos kommen.
Bevor wir soweit sind, läuft nun aber erst der fünfte Band im Kino. „Harry Potter und der Orden des Phönix“ erschien darüber hinaus wie auch die letzten Jahre über Electronic Arts für diverse Plattformen, unter anderem auch für Wii, Nintendo DS und Game Boy Advance. Electronic Arts hat es dabei geschafft, den Titel auf allen Systemen passend umzusetzen. Das Gameplay bietet wenige Unterschiede, lediglich das Benutzerinterface und die Grafik unterscheidet sich natürlich grundlegend. Daher gibt es auch viele Überschneidungen in den Artikeln. Vor allem im Bereich der Story werden die gleichen Absätze verwendet, da sogar die Textboxen in den Spielen teilweise identisch sind.
Vorbei ist die Zeit, in der Harry Potter ohne Sorgen durch die Zaubererwelt wandeln kann. Wenige Wochen erst sind vergangen seit dem Kampf gegen den wieder erstarkten Lord Voldemort, in dem Cedric Digory sein Leben lassen musste. Die Meinungen in der Welt sind gespalten. Nur wenige schenken Harrys Erzählungen Glauben. Zu allem Überfluss betreibt das Zaubereiministerium eine mediale Kampagne, um jegliche Spuren zu Lord Voldemort und eine neuerliche Existenz des bösen Zauberers zu vertuschen. Harry wird natürlich von seinen Freunden Ron und Hermine unterstützt und auch der weise Schulleiter Dumbledore steht hinter dem jungen Zauberschüler. Doch im Verlaufe des Abenteuers stehen Harry viele Gefahren gegenüber und auch Hogwarts scheint kein durchgehend sicherer Ort mehr zu sein.
Soviel zur Story von „Harry Potter und der Orden des Phönix“. Natürlich möchten wir Kinogängern und Leseratten, die sich vielleicht noch nicht näher mit dem fünften Band beschäftigt haben, die Spannung nicht vollends nehmen und beenden daher unsere kleine Storykunde. Auch innerhalb des weiteren Artikels wird es keine Hinweise mehr auf die Story geben.
Die ganze Schule steht dir offen
Waren die ersten Abenteuer Harry Potters in Videospielform noch sehr linear aufgebaut, hat man sich davon mittlerweile grundlegend verabschiedet. Stattdessen könnt Ihr Hogwarts nach Lust und Laune erkunden und werdet teilweise zu längeren Laufwegen gezwungen. Geht es beispielsweise in den Kräuterkunde-Unterricht wird nicht einfach ein neuer Abschnitt geladen. Stattdessen müsst Ihr Euch den Weg über zahlreiche Treppen und durch zahlreiche Gänge bahnen, um im Klassenraum anzukommen.
Leider kommt aber das Verständnis der Story bei allen Freiheiten etwas zu kurz. Wurde man früher noch an die Hand genommen und von Sequenz zu Sequenz geführt, bleibt diese Verknüpfung nun aus. Wer sowohl Buch als auch Film nicht gelesen beziehungsweise gesehen hat, wird Probleme haben, die Story nachzuvollziehen. Es geht mehr darum, viele Schauplätze öfter zu besuchen als eine Geschichte zu erleben. Natürlich trägt das nachgebaute Hogwarts sehr zur Atmosphäre bei, dramaturgische Elemente wie im Film wären zusätzlich aber auch sehr wünschenswert gewesen.
So ist dann der reine Fokus auf das Durchlaufen der Zaubererschule auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Nach einiger Zeit wird man doch entnervt diverse Stationen passieren und sich eine Schnellreise-Funktion wünschen. Immerhin ist auch im Videospiel die Karte des Rumtreibers in Harrys Besitz. Dadurch bekommt Ihr eine gute Orientierungsmöglichkeit. Nettes Detail am Rande: die Wii-Version enthält eine kleine Version der Karte in Papierform als zusätzliches Extra.
Im Spiel warten diverse Minispiele auf Euch. Diese beziehen sich teilweise auf die Unterrichtsfächer, aber natürlich müsst Ihr auch außerhalb der Stunden zaubern. Da Ihr Euch nicht durchgehend in Hogwarts aufhaltet, wird es auch Kämpfe um Leben und Tod geben. Mit der Wii-Fernbedienung vollführt Ihr diverse Zaubersprüche, die dann mit einem kleinen Spiel abgeschlossen werden.
Ordentliche Präsentation
Grafisch gehört „Harry Potter und der Orden des Phönix“ sicherlich zu den hübscheren Wii-Titeln. Die Animationen sind sehr gelungen und auch Hogwarts erstrahlt in seiner ganzen Pracht. Für Fans der Reihe gibt es viele Dinge zu entdecken, die für ein deutliches Atmosphäre-Plus sorgen. Dabei läuft das Spiel durchgehend flüssig.
Dank Sprachausgabe und guter Musikuntermalung steht der grafischen Präsentation auch der akustische Aspekt in nichts nach. Leider wurde auf die Synchronsprecher des Films verzichtet, außerdem sind die Dialoge nicht immer lippensynchron.
Trotz der langen Laufwege in Hogwarts ist der Titel außerdem recht schnell durchgespielt. Wäre man hier noch ein wenig mehr auf die Geschehnisse des Buches eingegangen, hätte man sicherlich genügend Stoff für zahlreiche weitere Stunden Spielspaß gehabt.
Der Hype um Harry Potter ist ungebrochen. Mittlerweile ist der siebte und letzte Band auf Englisch erschienen, in wenigen Monaten folgen auch die übersetzten Versionen. Im Kino dagegen werden wir noch einige Zeit von Harry hören, denn erst 2010 wird die Verfilmung des Endes der Reihe in die Kinos kommen.
Bevor wir soweit sind, läuft nun aber erst der fünfte Band im Kino. „Harry Potter und der Orden des Phönix“ erschien darüber hinaus wie auch die letzten Jahre über Electronic Arts für diverse Plattformen, unter anderem auch für Wii, Nintendo DS und Game Boy Advance. Electronic Arts hat es dabei geschafft, den Titel auf allen Systemen passend umzusetzen. Das Gameplay bietet wenige Unterschiede, lediglich das Benutzerinterface und die Grafik unterscheidet sich natürlich grundlegend. Daher gibt es auch viele Überschneidungen in den Artikeln. Vor allem im Bereich der Story werden die gleichen Absätze verwendet, da sogar die Textboxen in den Spielen teilweise identisch sind. Vorbei ist die Zeit, in der Harry Potter ohne Sorgen durch die Zaubererwelt wandeln kann. Wenige Wochen erst sind vergangen seit dem Kampf gegen den wieder erstarkten Lord Voldemort, in dem Cedric Digory sein Leben lassen musste. Die Meinungen in der Welt sind gespalten. Nur wenige schenken Harrys Erzählungen Glauben. Zu allem Überfluss betreibt das Zaubereiministerium eine mediale Kampagne, um jegliche Spuren zu Lord Voldemort und eine neuerliche Existenz des bösen Zauberers zu vertuschen. Harry wird natürlich von seinen Freunden Ron und Hermine unterstützt und auch der weise Schulleiter Dumbledore steht hinter dem jungen Zauberschüler. Doch im Verlaufe des Abenteuers stehen Harry viele Gefahren gegenüber und auch Hogwarts scheint kein durchgehend sicherer Ort mehr zu sein.
Soviel zur Story von „Harry Potter und der Orden des Phönix“. Natürlich möchten wir Kinogängern und Leseratten, die sich vielleicht noch nicht näher mit dem fünften Band beschäftigt haben, die Spannung nicht vollends nehmen und beenden daher unsere kleine Storykunde. Auch innerhalb des weiteren Artikels wird es keine Hinweise mehr auf die Story geben.
Die ganze Schule steht dir offen
Waren die ersten Abenteuer Harry Potters in Videospielform noch sehr linear aufgebaut, hat man sich davon mittlerweile grundlegend verabschiedet. Stattdessen könnt Ihr Hogwarts nach Lust und Laune erkunden und werdet teilweise zu längeren Laufwegen gezwungen. Geht es beispielsweise in den Kräuterkunde-Unterricht wird nicht einfach ein neuer Abschnitt geladen. Stattdessen müsst Ihr Euch den Weg über zahlreiche Treppen und durch zahlreiche Gänge bahnen, um im Klassenraum anzukommen.
Leider kommt aber das Verständnis der Story bei allen Freiheiten etwas zu kurz. Wurde man früher noch an die Hand genommen und von Sequenz zu Sequenz geführt, bleibt diese Verknüpfung nun aus. Wer sowohl Buch als auch Film nicht gelesen beziehungsweise gesehen hat, wird Probleme haben, die Story nachzuvollziehen. Es geht mehr darum, viele Schauplätze öfter zu besuchen als eine Geschichte zu erleben. Natürlich trägt das nachgebaute Hogwarts sehr zur Atmosphäre bei, dramaturgische Elemente wie im Film wären zusätzlich aber auch sehr wünschenswert gewesen. So ist dann der reine Fokus auf das Durchlaufen der Zaubererschule auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Nach einiger Zeit wird man doch entnervt diverse Stationen passieren und sich eine Schnellreise-Funktion wünschen. Immerhin ist auch im Videospiel die Karte des Rumtreibers in Harrys Besitz. Dadurch bekommt Ihr eine gute Orientierungsmöglichkeit. Nettes Detail am Rande: die Wii-Version enthält eine kleine Version der Karte in Papierform als zusätzliches Extra.
Im Spiel warten diverse Minispiele auf Euch. Diese beziehen sich teilweise auf die Unterrichtsfächer, aber natürlich müsst Ihr auch außerhalb der Stunden zaubern. Da Ihr Euch nicht durchgehend in Hogwarts aufhaltet, wird es auch Kämpfe um Leben und Tod geben. Mit der Wii-Fernbedienung vollführt Ihr diverse Zaubersprüche, die dann mit einem kleinen Spiel abgeschlossen werden.
Ordentliche Präsentation
Grafisch gehört „Harry Potter und der Orden des Phönix“ sicherlich zu den hübscheren Wii-Titeln. Die Animationen sind sehr gelungen und auch Hogwarts erstrahlt in seiner ganzen Pracht. Für Fans der Reihe gibt es viele Dinge zu entdecken, die für ein deutliches Atmosphäre-Plus sorgen. Dabei läuft das Spiel durchgehend flüssig. Dank Sprachausgabe und guter Musikuntermalung steht der grafischen Präsentation auch der akustische Aspekt in nichts nach. Leider wurde auf die Synchronsprecher des Films verzichtet, außerdem sind die Dialoge nicht immer lippensynchron.
Trotz der langen Laufwege in Hogwarts ist der Titel außerdem recht schnell durchgespielt. Wäre man hier noch ein wenig mehr auf die Geschehnisse des Buches eingegangen, hätte man sicherlich genügend Stoff für zahlreiche weitere Stunden Spielspaß gehabt.
Heiko Ellinger meint...
„Harry Potter und der Orden des Phönix“ ist eine ordentliche Umsetzung des fünften Bandes um den Zauberschüler. Hogwarts zum Selbsterkunden macht vor allem Fans Spaß. Kennt man Buch oder Film aber nicht, wird die Story teilweise zu spartanisch erklärt.
„Harry Potter und der Orden des Phönix“ ist eine ordentliche Umsetzung des fünften Bandes um den Zauberschüler. Hogwarts zum Selbsterkunden macht vor allem Fans Spaß. Kennt man Buch oder Film aber nicht, wird die Story teilweise zu spartanisch erklärt.

GRAFIK
Einer der hübscheren Titel für Wii, lässt den Spieler in die Welt von Harry und Co. eintauchen.
Einer der hübscheren Titel für Wii, lässt den Spieler in die Welt von Harry und Co. eintauchen.

SOUND
Sprachausgabe, gelungene Musikuntermalung - sorgt für eine stimmige Atmosphäre.
Sprachausgabe, gelungene Musikuntermalung - sorgt für eine stimmige Atmosphäre.

BEDIENUNG
Ordentlich steuerbar mit typischer Wii-Fuchtelei.
Ordentlich steuerbar mit typischer Wii-Fuchtelei.

UMFANG
Wer nicht lesen will, muss spielen - ein Querschnitt durch den fünften Band der Reihe.
Wer nicht lesen will, muss spielen - ein Querschnitt durch den fünften Band der Reihe.
SPIELSPASS
Ordentliche Versoftung des fünften Potter-Bandes.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ordentliche Versoftung des fünften Potter-Bandes.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel