Elite Beat Agents
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 17.08.2007
Mit Musik zum Sieg
Videospielcharaktere müssen allerlei Qualitäten vorweisen, um Menschen in Not zu retten oder andere schwierige Missionen erfolgreich zu absolvieren. Übermenschliche Sprungfähigkeiten, besondere Intelligenz oder eine Waffe anstelle eines Armes zu besitzen war bisher in den meisten Fällen recht hilfreich, stellt sich nun aber auch als komplett überflüssig heraus. Denn alle Probleme, mögen sie noch so groß sein, lassen sich genauso effektiv mit einem guten Taktgefühl lösen. Glaubt Ihr nicht? Dann lasst Euch von den Elite Beat Agents eine Lektion fürs Leben erteilen.
Der Titel basiert auf dem japanischen Videospiel-Hit Ouendan, in dem männliche Cheerleader zu Japano-Pop ihre Show abliefern. Die Verantwortlichen glaubten allerdings, sicherlich nicht ganz zu unrecht, dass westliche Zocker so ein Konzept nicht gerade mit offenen Armen empfangen würden. Daher wurde das Spiel einer Generalüberholung unterzogen, bei der nicht nur die Songliste dem Zielmarkt angepasst wurde, sondern vor allem auch die Rahmenhandlung. Die männlichen Cheerleader wurden so durch die coolen Elite Beat Agents ersetzt, die mit ihrer Kleidung auch glatt bei den Men in Black arbeiten könnten. An dem eigentlichen Prinzip hat sich aber nichts geändert. Anstatt mit Schirm, Charme und Kanone ziehen diese Kämpfer nämlich mit der Macht der Musik in den Kampf gegen kleine und große Probleme.
Doch bevor Ihr eure ersten Aufträge entgegen nehmen dürft, müsst Ihr Euch erst einmal für einen Agenten, oder besser gesagt einen Schwierigkeitsgrad entscheiden, von denen vier zur Auswahl stehen. Somit sollte jeder Spieler sein passendes Niveau finden, womit es dann auch direkt auf eine virtuelle Erdkugel geht. Was auf den ersten Blick aussieht wie Google Earth wirft in Wirklichkeit alle geographischen Erkenntnisse über den Haufen. Abgesehen davon ist dieser Globus aber die perfekte Spielwelt. Hier tauchen nämlich immer wieder neue Orte auf, an denen es Missionen zu bewältigen gilt. Zu den jeweiligen Orten gelangt Ihr ganz einfach durch Drehen des Gebildes, was eine Missionsauswahl ermöglicht, die nicht nur einfach ist, sondern auch Stil hat.
In Sachen Stil setzt der Titel eh ganz neue Maßstäbe. Selbst wenn davon abgesehen wird, dass tanzende Agenten im Mittelpunkt stehen, ist dieser immer noch mehr als abgedreht. Jede Mission wird durch eine kurze Geschichte eingeleitet, deren Zeichenstil direkt aus einem Manga zu stammen scheint. Auch wenn die grafischen Fähigkeiten des Nintendo DS dabei kaum ausgereizt werden, weiss die Optik durch ihre farbenfrohe abgedrehte Art sofort zu gefallen. Abgedreht sind aber nicht nur die Sequenzen, sondern auch die voneinander unabhängigen Geschichten, die durch eine große Portion Humor für beste Unterhaltung sorgen. Ihr folgt dabei dem „HIIIILFÄÄÄ-Schrei“ der unterschiedlichsten Personen und sorgt unter anderem dafür, dass eine Babysitterin einem Football-Spieler ihre Liebe gestehen kann, dass ein bekannter Künstler im 15. Jahrhundert eine Dame als Motiv gewinnt und dass weiße Blutkörperchen im Krankenschwester-Look das Immunsystem eines Sportlers aufrecht erhalten. Am Ende wartet dann noch ein furioses Finale auf Euch, das einen ganz besonderen Auftrag beinhaltet und den krönenden Abschluss von 19 Missionen bildet.
Agenten mit Taktgefühl
Sobald die jeweilige Geschichte erzählt ist, geht auch schon der Vorhang auf und Ihr könnt eure Show abliefern. Auf dem Touchscreen erscheinen nummerierte runde Symbole, um die sich Kreise befinden. Die äußeren Kreise werden immer kleiner und Berühren irgendwann die Symbole. Das ist dann genau der richtige Zeitpunkt, um diese so genannten Hit Marker zu berühren. Umso genauer euer Timing ist, desto höher fällt auch die Punktzahl aus. Bei den Phrase Markern verhält sich die Sache dagegen etwas anders. Hier sind nämlich zwei Symbole durch einen Pfad verbunden, den ein Ball entlang rollt. Hier müsst Ihr mit dem Stylus im wahrsten Sinne des Wortes immer am Ball bleiben, was gar nicht so einfach ist, da Ihr weder zu schnell, noch zu langsam sein dürft. Die dritte und letzte Art von Symbolen stellt der Spin Marker dar. Dieser ist ein großes Rad, das Ihr durch Drehbewegungen möglichst schnell rotieren lassen solltet.
Eure Aufgabe ist es durch gutes Timing und wenigen Fehlern das Elite-o-Meter nicht auf Null sinken zu lassen, da ansonsten die Mission als gescheitert gilt und von vorne begonnen werden muss. Das Prinzip klingt zwar einfach, kann aber selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe sehr fordern und wird den einen oder anderen Spieler ins Schwitzen bringen. Wer kein Taktgefühl besitzt wird hier verzweifeln und auch alle anderen werden um mehrere Anläufe bei einigen Missionen nicht herum kommen. Trotz des hohen Anspruches kommt aber nie Frust auf. Das grandiose Prinzip macht nämlich unheimlich viel Spaß und motiviert bis zum Ende. Wer erst einmal damit angefangen hat den Stylus im Takt zu schwingen, wird damit auch nicht mehr allzu schnell aufhören können.
Zu diesem einzigartigen Spielerlebnis trägt auch die abwechslungsreiche Auswahl an Liedern einen großen Teil bei. Mit berühmten Songs wie „Y.M.C.A.“, Sk8er Boi“ oder „Survivor“ sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein. Leider werden diese Lieder nicht von den Original-Interpreten gesungen, doch das hat kaum Auswirkungen auf den Spielspaß. Die Cover-Versionen sind nämlich mehr als gelungen und lassen eure Füße genauso im Takt mitwippen, wie die Originale. So werdet Ihr Euch gut gelaunt auf Punktejagd begeben, die natürlich auch in Highscore-Listen festgehalten wird. Das verleiht dem Titel auch einen hohen Wiederspielwert, sodass Ihr absolvierte Missionen immer wieder erneut angehen werdet.
Die Modi-Auswahl ist etwas dünn geworden. Abgesehen von dem Story-Modus kommt das Prinzip, wenn das anfängliche Training nicht mit eingerechnet wird, nämlich nur noch in einem Mehrspieler-Modus zum tragen. Dieser kann durch Duelle und kooperativen Gameplay aber gleich doppelt überzeugen. Bei ersterem ist auch nur eine einzige Cartridge für bis zu vier Spieler nötig, die in Teams das Elite-o-Meter in die Höhe treiben. Wer mit seinen Freunden ein Quartett hinlegen möchte, braucht allerdings Mitspieler, die alle dieses Spiel besitzen, was ein bisschen schade ist. Aber vielleicht könnt Ihr eure Freunde ja mit einer Demoversion zum Kauf bewegen, die sich ganz einfach verschicken lässt und vielleicht auch bei ihnen den Beat im Blut weckt.
Videospielcharaktere müssen allerlei Qualitäten vorweisen, um Menschen in Not zu retten oder andere schwierige Missionen erfolgreich zu absolvieren. Übermenschliche Sprungfähigkeiten, besondere Intelligenz oder eine Waffe anstelle eines Armes zu besitzen war bisher in den meisten Fällen recht hilfreich, stellt sich nun aber auch als komplett überflüssig heraus. Denn alle Probleme, mögen sie noch so groß sein, lassen sich genauso effektiv mit einem guten Taktgefühl lösen. Glaubt Ihr nicht? Dann lasst Euch von den Elite Beat Agents eine Lektion fürs Leben erteilen.
Der Titel basiert auf dem japanischen Videospiel-Hit Ouendan, in dem männliche Cheerleader zu Japano-Pop ihre Show abliefern. Die Verantwortlichen glaubten allerdings, sicherlich nicht ganz zu unrecht, dass westliche Zocker so ein Konzept nicht gerade mit offenen Armen empfangen würden. Daher wurde das Spiel einer Generalüberholung unterzogen, bei der nicht nur die Songliste dem Zielmarkt angepasst wurde, sondern vor allem auch die Rahmenhandlung. Die männlichen Cheerleader wurden so durch die coolen Elite Beat Agents ersetzt, die mit ihrer Kleidung auch glatt bei den Men in Black arbeiten könnten. An dem eigentlichen Prinzip hat sich aber nichts geändert. Anstatt mit Schirm, Charme und Kanone ziehen diese Kämpfer nämlich mit der Macht der Musik in den Kampf gegen kleine und große Probleme.
Doch bevor Ihr eure ersten Aufträge entgegen nehmen dürft, müsst Ihr Euch erst einmal für einen Agenten, oder besser gesagt einen Schwierigkeitsgrad entscheiden, von denen vier zur Auswahl stehen. Somit sollte jeder Spieler sein passendes Niveau finden, womit es dann auch direkt auf eine virtuelle Erdkugel geht. Was auf den ersten Blick aussieht wie Google Earth wirft in Wirklichkeit alle geographischen Erkenntnisse über den Haufen. Abgesehen davon ist dieser Globus aber die perfekte Spielwelt. Hier tauchen nämlich immer wieder neue Orte auf, an denen es Missionen zu bewältigen gilt. Zu den jeweiligen Orten gelangt Ihr ganz einfach durch Drehen des Gebildes, was eine Missionsauswahl ermöglicht, die nicht nur einfach ist, sondern auch Stil hat.
In Sachen Stil setzt der Titel eh ganz neue Maßstäbe. Selbst wenn davon abgesehen wird, dass tanzende Agenten im Mittelpunkt stehen, ist dieser immer noch mehr als abgedreht. Jede Mission wird durch eine kurze Geschichte eingeleitet, deren Zeichenstil direkt aus einem Manga zu stammen scheint. Auch wenn die grafischen Fähigkeiten des Nintendo DS dabei kaum ausgereizt werden, weiss die Optik durch ihre farbenfrohe abgedrehte Art sofort zu gefallen. Abgedreht sind aber nicht nur die Sequenzen, sondern auch die voneinander unabhängigen Geschichten, die durch eine große Portion Humor für beste Unterhaltung sorgen. Ihr folgt dabei dem „HIIIILFÄÄÄ-Schrei“ der unterschiedlichsten Personen und sorgt unter anderem dafür, dass eine Babysitterin einem Football-Spieler ihre Liebe gestehen kann, dass ein bekannter Künstler im 15. Jahrhundert eine Dame als Motiv gewinnt und dass weiße Blutkörperchen im Krankenschwester-Look das Immunsystem eines Sportlers aufrecht erhalten. Am Ende wartet dann noch ein furioses Finale auf Euch, das einen ganz besonderen Auftrag beinhaltet und den krönenden Abschluss von 19 Missionen bildet.
Agenten mit Taktgefühl
Sobald die jeweilige Geschichte erzählt ist, geht auch schon der Vorhang auf und Ihr könnt eure Show abliefern. Auf dem Touchscreen erscheinen nummerierte runde Symbole, um die sich Kreise befinden. Die äußeren Kreise werden immer kleiner und Berühren irgendwann die Symbole. Das ist dann genau der richtige Zeitpunkt, um diese so genannten Hit Marker zu berühren. Umso genauer euer Timing ist, desto höher fällt auch die Punktzahl aus. Bei den Phrase Markern verhält sich die Sache dagegen etwas anders. Hier sind nämlich zwei Symbole durch einen Pfad verbunden, den ein Ball entlang rollt. Hier müsst Ihr mit dem Stylus im wahrsten Sinne des Wortes immer am Ball bleiben, was gar nicht so einfach ist, da Ihr weder zu schnell, noch zu langsam sein dürft. Die dritte und letzte Art von Symbolen stellt der Spin Marker dar. Dieser ist ein großes Rad, das Ihr durch Drehbewegungen möglichst schnell rotieren lassen solltet.
Eure Aufgabe ist es durch gutes Timing und wenigen Fehlern das Elite-o-Meter nicht auf Null sinken zu lassen, da ansonsten die Mission als gescheitert gilt und von vorne begonnen werden muss. Das Prinzip klingt zwar einfach, kann aber selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe sehr fordern und wird den einen oder anderen Spieler ins Schwitzen bringen. Wer kein Taktgefühl besitzt wird hier verzweifeln und auch alle anderen werden um mehrere Anläufe bei einigen Missionen nicht herum kommen. Trotz des hohen Anspruches kommt aber nie Frust auf. Das grandiose Prinzip macht nämlich unheimlich viel Spaß und motiviert bis zum Ende. Wer erst einmal damit angefangen hat den Stylus im Takt zu schwingen, wird damit auch nicht mehr allzu schnell aufhören können.
Zu diesem einzigartigen Spielerlebnis trägt auch die abwechslungsreiche Auswahl an Liedern einen großen Teil bei. Mit berühmten Songs wie „Y.M.C.A.“, Sk8er Boi“ oder „Survivor“ sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein. Leider werden diese Lieder nicht von den Original-Interpreten gesungen, doch das hat kaum Auswirkungen auf den Spielspaß. Die Cover-Versionen sind nämlich mehr als gelungen und lassen eure Füße genauso im Takt mitwippen, wie die Originale. So werdet Ihr Euch gut gelaunt auf Punktejagd begeben, die natürlich auch in Highscore-Listen festgehalten wird. Das verleiht dem Titel auch einen hohen Wiederspielwert, sodass Ihr absolvierte Missionen immer wieder erneut angehen werdet.
Die Modi-Auswahl ist etwas dünn geworden. Abgesehen von dem Story-Modus kommt das Prinzip, wenn das anfängliche Training nicht mit eingerechnet wird, nämlich nur noch in einem Mehrspieler-Modus zum tragen. Dieser kann durch Duelle und kooperativen Gameplay aber gleich doppelt überzeugen. Bei ersterem ist auch nur eine einzige Cartridge für bis zu vier Spieler nötig, die in Teams das Elite-o-Meter in die Höhe treiben. Wer mit seinen Freunden ein Quartett hinlegen möchte, braucht allerdings Mitspieler, die alle dieses Spiel besitzen, was ein bisschen schade ist. Aber vielleicht könnt Ihr eure Freunde ja mit einer Demoversion zum Kauf bewegen, die sich ganz einfach verschicken lässt und vielleicht auch bei ihnen den Beat im Blut weckt.
Sascha Geldermann meint...
Elite Beat Agents gehört zu den abgedrehtesten, außergewöhnlichsten und auch besten Konzepten, die bisher ihren Weg auf den Nintendo DS fanden. Das Prinzip macht unglaublich viel Spaß und fesselt trotz einer etwas magerer Modi-Auswahl und hohem Schwierigkeitsgrad lange an den Bildschirmen. Dank einer gelungenen Songauswahl, einem hohen Wiederspielwert und unterhaltsamen Mehrspieler-Modi wird dieser Titel auch nach dem Durchspielen immer wieder in eurem Nintendo DS landen. Wer auch nur ansatzweise Taktgefühl besitzt, sollte sich somit den Elite Beat Agents anschließen und die Probleme dieser Welt mit Musik bekämpfen.
Elite Beat Agents gehört zu den abgedrehtesten, außergewöhnlichsten und auch besten Konzepten, die bisher ihren Weg auf den Nintendo DS fanden. Das Prinzip macht unglaublich viel Spaß und fesselt trotz einer etwas magerer Modi-Auswahl und hohem Schwierigkeitsgrad lange an den Bildschirmen. Dank einer gelungenen Songauswahl, einem hohen Wiederspielwert und unterhaltsamen Mehrspieler-Modi wird dieser Titel auch nach dem Durchspielen immer wieder in eurem Nintendo DS landen. Wer auch nur ansatzweise Taktgefühl besitzt, sollte sich somit den Elite Beat Agents anschließen und die Probleme dieser Welt mit Musik bekämpfen.

GRAFIK
Der abgedrehte Stil passt zum Spielprinzip.
Der abgedrehte Stil passt zum Spielprinzip.

SOUND
Vielfältige Song-Auswahl, die auch ohne Original-Interpreten gefällt.
Vielfältige Song-Auswahl, die auch ohne Original-Interpreten gefällt.

BEDIENUNG
Die Steuerung lässt keine Wünsche offen.
Die Steuerung lässt keine Wünsche offen.

UMFANG
Es gibt zwar nur wenige Modi, das schadet dem hohen Wiederspielwert aber nicht.
Es gibt zwar nur wenige Modi, das schadet dem hohen Wiederspielwert aber nicht.
SPIELSPASS
Die Agents rocken den Nintendo DS.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Die Agents rocken den Nintendo DS.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel