Theme Park
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 28.07.2007
Es war einmal auf dem PC
Der Name Bullfrog dürfte vielen älteren Spielern noch ein Begriff sein. Das Entwicklungsstudio war vor vielen Jahren ein Garant für erfolgreiche Spiele, wurde jedoch im Verlauf von Electronic Arts einverleibt und so auch der Name aus allen Registern gestrichen. Bekannt ist das Studio dank seines Geschicks, herausragende Aufbau-Strategie präsentieren zu können. Vor allem Titel wie „Dungeon Keeper“ oder „Theme Park“ gehören zur Elite des Genres und sind heute in aller Munde, wenn es um echte Klassiker geht.
Der zuletzt genannte Titel schaffte es dank Electronic Arts nun auf Nintendo DS. „Theme Park“ gleicht dem PC-Erstling dabei wie ein Ei dem anderen. Sämtliche Elemente des großen Bruders schafften es auch auf den kleinen und im Vergleich zierlich wirkenden Handheld. 1994 erschien der Titel ursprünglich, der Release 13 Jahre später mit gleichem Gameplay birgt dadurch natürlich auch Gefahren. Kann ein altes Spielprinzip auch heute noch begeistern? Oder muss sich der Titel schlussendlich moderner Konkurrenz wie „Anno 1701“ geschlagen geben.
Alles in allem kann man schon an dieser Stelle erwähnen, dass sich die Umsetzung auch heute noch unter keinen Umständen verstecken muss. Was der Titel bietet und worum es in „Theme Park“ überhaupt geht, sollen die folgenden Zeilen klären.
„Salzig? Dann trinken Sie doch etwas.“
Mit „Theme Park“ wird der Traum eines jeden Kindes war. Wie schön es doch ist, in einem Freizeitpark umher zu wandern und waghalsige Achterbahnen rauf und runter zu fahren. Dazu laden zahlreiche Buden ein, auch die letzten sauer gesparten Geldmünzen gegen Süßigkeiten oder Getränke abzugeben. Im Titel von Electronic Arts geht es allerdings anderweitig darum, Geld auszugeben. Ihr müsst Euch um einen kompletten Freizeitpark kümmern. Planung, Instandhaltung, Ausbau – alles liegt in Eurer Hand. Im Folgenden einige Beispiele, die Eure Arbeit umschreiben sollen.
Die grüne Fläche liegt vor uns. Viel Platz und gleichzeitig auch noch viel Geld auf unserem Konto. Um die ersten Besucher anzulocken, bieten wir zunächst ein Standardprogramm auf. Eine Achterbahn mitsamt kleinerer Attraktion im Schlepptau und dazu einige Buden, das muss einfach für den Einstieg reichen. Kurze Zeit später erreichen die ersten Busse den Eingang unseres Vergnügungsparks. Dies verleitet uns dazu, die Ticketpreise nochmals zu checken und bei solch einem Andrang auch ordentlich zu erhöhen. Fritten-Bude und Getränkeshop liegen ebenfalls günstig beieinander. Wir geben Anweisung, großzügig mit dem Salz umzugehen. So ist uns gleichzeitig ein erhöhter Getränkeabsatz gewiss.
Der Andrang wird immer stärker. Die wenigen Absperrungen vor unserer Hauptattraktion soll die Warteschlange markieren. Diese bauen wir aus, um noch mehr Menschen die Gelegenheit zu geben, sich die Beine in den Bauch zu stehen. Dann der Super-GAU, weinende und gelangweilte Kinder in der Warteschlange. Deren Laune könnte sich nun in Windeseile auf die weiteren Besucher des Parks übertragen, also stellen wir flugs Animateure ein, die vor allem die kleinen Besucher von allem Elend ablenken.
Gleichzeitig arbeiten unsere Forscher mit Hochdruck. Neue Attraktionen braucht unser Park, die einzige Achterbahn droht, in Kürze wegen akuter Altersschwäche in sich zusammen zu fallen. Wir entspannen die Situation mit dem Bau weiterer waghalsiger Einrichtungen und unsere eingestellten Mechaniker bringen diverse Gebäude und Aufbauten wieder in Schuss. Reinigungskräfte beseitigen derweil den Müll und auch teils andere Reste der Besucher.
Eine Reise durch die Länder der Erde
In drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden kann sich der geneigte Park-Direktor versuchen. Umso schwerer, desto mehr Aufgaben müsst Ihr in Eigenregie leiten. Den Park sucht Ihr Euch derweil aus verschiedenen Ländern heraus. Vor allem zu Anfang ist hier natürlich der Preis ein entscheidendes Kriterium. Eine Story, wie wir sie aus aktuellen Titeln kennen, gibt es im Übrigen nicht. Auf der höchsten Stufe steht dann sogar der Gang an die Börse an. Dann müsst Ihr Euch um sämtliche Belange des Parks kümmern.
Und auch der Mehrspieler-Modus ist eigentlich keine Erwähnung wert. Zunächst einmal benötigt jeder Spieler ein eigenes Spielmodul. Dies liegt ganz einfach daran, dass Ihr zu Beginn des Spiels ein Profil erstellen müsst. Euer Alter Ego im Spiel könnt Ihr dann per drahtloser Übertragung in den Park eines Freundes schicken. Wirklich motivierend ist dies allerdings nicht.
Grafisch hat sich im Vergleich zu 1994 nichts getan. Dies ist allerdings keineswegs schlimm, da so der Retro-Faktor maximal erhalten wird. Leider bekommt der Nintendo DS ab und an Probleme mit der eigenen Leistungsfähigkeit. So kommt es ab und an zu Rucklern, die man allerdings gut verschmerzen kann. Außerdem gibt es nur einen Speicherstand.
Die Bedienung, die von Touchscreen und Stylus übernommen wurde, funktioniert sehr präzise. Das Scrollen über die Karte funktioniert wahlweise per Steuerkreuz oder die vier Tasten rechts. Damit ist der Titel auch für Linkshänder problemlos spielbar.
Der Name Bullfrog dürfte vielen älteren Spielern noch ein Begriff sein. Das Entwicklungsstudio war vor vielen Jahren ein Garant für erfolgreiche Spiele, wurde jedoch im Verlauf von Electronic Arts einverleibt und so auch der Name aus allen Registern gestrichen. Bekannt ist das Studio dank seines Geschicks, herausragende Aufbau-Strategie präsentieren zu können. Vor allem Titel wie „Dungeon Keeper“ oder „Theme Park“ gehören zur Elite des Genres und sind heute in aller Munde, wenn es um echte Klassiker geht. Der zuletzt genannte Titel schaffte es dank Electronic Arts nun auf Nintendo DS. „Theme Park“ gleicht dem PC-Erstling dabei wie ein Ei dem anderen. Sämtliche Elemente des großen Bruders schafften es auch auf den kleinen und im Vergleich zierlich wirkenden Handheld. 1994 erschien der Titel ursprünglich, der Release 13 Jahre später mit gleichem Gameplay birgt dadurch natürlich auch Gefahren. Kann ein altes Spielprinzip auch heute noch begeistern? Oder muss sich der Titel schlussendlich moderner Konkurrenz wie „Anno 1701“ geschlagen geben.
Alles in allem kann man schon an dieser Stelle erwähnen, dass sich die Umsetzung auch heute noch unter keinen Umständen verstecken muss. Was der Titel bietet und worum es in „Theme Park“ überhaupt geht, sollen die folgenden Zeilen klären.
„Salzig? Dann trinken Sie doch etwas.“
Mit „Theme Park“ wird der Traum eines jeden Kindes war. Wie schön es doch ist, in einem Freizeitpark umher zu wandern und waghalsige Achterbahnen rauf und runter zu fahren. Dazu laden zahlreiche Buden ein, auch die letzten sauer gesparten Geldmünzen gegen Süßigkeiten oder Getränke abzugeben. Im Titel von Electronic Arts geht es allerdings anderweitig darum, Geld auszugeben. Ihr müsst Euch um einen kompletten Freizeitpark kümmern. Planung, Instandhaltung, Ausbau – alles liegt in Eurer Hand. Im Folgenden einige Beispiele, die Eure Arbeit umschreiben sollen.
Die grüne Fläche liegt vor uns. Viel Platz und gleichzeitig auch noch viel Geld auf unserem Konto. Um die ersten Besucher anzulocken, bieten wir zunächst ein Standardprogramm auf. Eine Achterbahn mitsamt kleinerer Attraktion im Schlepptau und dazu einige Buden, das muss einfach für den Einstieg reichen. Kurze Zeit später erreichen die ersten Busse den Eingang unseres Vergnügungsparks. Dies verleitet uns dazu, die Ticketpreise nochmals zu checken und bei solch einem Andrang auch ordentlich zu erhöhen. Fritten-Bude und Getränkeshop liegen ebenfalls günstig beieinander. Wir geben Anweisung, großzügig mit dem Salz umzugehen. So ist uns gleichzeitig ein erhöhter Getränkeabsatz gewiss. Der Andrang wird immer stärker. Die wenigen Absperrungen vor unserer Hauptattraktion soll die Warteschlange markieren. Diese bauen wir aus, um noch mehr Menschen die Gelegenheit zu geben, sich die Beine in den Bauch zu stehen. Dann der Super-GAU, weinende und gelangweilte Kinder in der Warteschlange. Deren Laune könnte sich nun in Windeseile auf die weiteren Besucher des Parks übertragen, also stellen wir flugs Animateure ein, die vor allem die kleinen Besucher von allem Elend ablenken.
Gleichzeitig arbeiten unsere Forscher mit Hochdruck. Neue Attraktionen braucht unser Park, die einzige Achterbahn droht, in Kürze wegen akuter Altersschwäche in sich zusammen zu fallen. Wir entspannen die Situation mit dem Bau weiterer waghalsiger Einrichtungen und unsere eingestellten Mechaniker bringen diverse Gebäude und Aufbauten wieder in Schuss. Reinigungskräfte beseitigen derweil den Müll und auch teils andere Reste der Besucher.
Eine Reise durch die Länder der Erde
In drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden kann sich der geneigte Park-Direktor versuchen. Umso schwerer, desto mehr Aufgaben müsst Ihr in Eigenregie leiten. Den Park sucht Ihr Euch derweil aus verschiedenen Ländern heraus. Vor allem zu Anfang ist hier natürlich der Preis ein entscheidendes Kriterium. Eine Story, wie wir sie aus aktuellen Titeln kennen, gibt es im Übrigen nicht. Auf der höchsten Stufe steht dann sogar der Gang an die Börse an. Dann müsst Ihr Euch um sämtliche Belange des Parks kümmern.
Und auch der Mehrspieler-Modus ist eigentlich keine Erwähnung wert. Zunächst einmal benötigt jeder Spieler ein eigenes Spielmodul. Dies liegt ganz einfach daran, dass Ihr zu Beginn des Spiels ein Profil erstellen müsst. Euer Alter Ego im Spiel könnt Ihr dann per drahtloser Übertragung in den Park eines Freundes schicken. Wirklich motivierend ist dies allerdings nicht. Grafisch hat sich im Vergleich zu 1994 nichts getan. Dies ist allerdings keineswegs schlimm, da so der Retro-Faktor maximal erhalten wird. Leider bekommt der Nintendo DS ab und an Probleme mit der eigenen Leistungsfähigkeit. So kommt es ab und an zu Rucklern, die man allerdings gut verschmerzen kann. Außerdem gibt es nur einen Speicherstand.
Die Bedienung, die von Touchscreen und Stylus übernommen wurde, funktioniert sehr präzise. Das Scrollen über die Karte funktioniert wahlweise per Steuerkreuz oder die vier Tasten rechts. Damit ist der Titel auch für Linkshänder problemlos spielbar.
Heiko Ellinger meint...
„Theme Park“ ist eine ordentliche Umsetzung des Klassikers von 1994. Zahlreiche Fahrgeschäfte und Buden, dazu das Management des Parks – es gibt genug zu tun. Der Titel erfindet das Rad zwar nicht neu, lädt aber immer wieder zum Spielen ein.
„Theme Park“ ist eine ordentliche Umsetzung des Klassikers von 1994. Zahlreiche Fahrgeschäfte und Buden, dazu das Management des Parks – es gibt genug zu tun. Der Titel erfindet das Rad zwar nicht neu, lädt aber immer wieder zum Spielen ein.

GRAFIK
Die natürlich in die Jahre gekommene Grafik versprüht Retro-Charme.
Die natürlich in die Jahre gekommene Grafik versprüht Retro-Charme.

SOUND
Viele Soundeffekte lassen den Park lebendig wirken.
Viele Soundeffekte lassen den Park lebendig wirken.

BEDIENUNG
Problemloses Managen mit dem Touchscreen.
Problemloses Managen mit dem Touchscreen.

UMFANG
Das Spielprinzip erlaubt ewigen Spielspaß.
Das Spielprinzip erlaubt ewigen Spielspaß.
SPIELSPASS
Gelungene 1:1 Umsetzung des PC-Klassikers.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Gelungene 1:1 Umsetzung des PC-Klassikers.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel