Die Sims 2: Haustiere
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 23.07.2007
Willkommen im Leben
Das PC-Spiel „Die Sims 2“ kann Millionen von Fans vorweisen, die jedes Jahr auf neue Add-Ons warten. Mit der Haustier-Erweiterung wurde es ihnen endlich möglich, ihre Sims-Familien um vierbeinige Mitgliedern zu erweitern. Das von den Tieren angerichtete Chaos nahm kurz darauf als vollständiges Spiel auch diverse Konsolen in Besitz. Während in den meisten Sims-Haushalten somit Tiere schon seit Monaten zum Alltag gehören, werden Wii-Besitzer erst jetzt mit einer Version versorgt. Ob die Umsetzung dabei überzeugen kann und ob Electronic Arts die Zeit für neue Elemente genutzt hat erfahrt Ihr nun in unserem ausführlichen Test.
Auch auf dem Wii ist „Die Sims 2: Haustiere“ natürlich ein vollständiges Spiel, sodass Ihr darüber hinaus keine andere Software benötigt. Das Geschehen spielt sich dabei in einer übersichtlichen Nachbarschaft ab, die einige Grundstücke und Häuser zum Austoben bereitstellt. Neueinsteiger werden dabei erst einmal der Tutorial-Famile einen Blick über die Schulter werfen, um sich mit den komplexen Möglichkeiten des Spiels vertraut zu machen. Fans sparen sich diesen Besuch und ergreifen stattdessen unverzüglich die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Mit einem Editor sollte zuallererst eine Familie erstellt werden. Das Aussehen der Figuren liegt dabei komplett in euren eigenen Händen. Legt die Haarfarbe, das Gesicht, die Proportionen und die Kleidung so fest, sodass Ihr euren Wunsch-Sims erhaltet, egal ob er eurer reinen Fantasie entspringt, euer virtuelles Ebenbild darstellt oder eine berühmte Person verkörpert.
Nun könnt Ihr eure Familie entweder in ein fertiges Haus einziehen lassen oder den Bau eines eigenen beginnen. Letzteres lässt sich mit einem Editor erstaunlich leicht bewerkstelligen. Beim Gestalten der Räume, Wählen der Tapeten, Auslegen der Böden und Einsetzen der Fenster sind Euch kaum Grenzen gesetzt. Auch ein Garten lässt sich gestalten mit Zäunen, Bäumen und alles was eben dazugehört. Nach Abschluss der Bauphase gilt es dann der Einrichtung Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Mit einem einfachen Bett, einem alten Kühlschrank, einer tropfenden Dusche und einem Sperrmüll-Sofa macht Ihr dabei schon mal einen guten Anfang. Sobald Euch mehr Geld zur Verfügung steht solltet Ihr die notdürftige Ersteinrichtung aber durch neuere Möbelstücke ersetzen und Euch auch den einen oder anderen Luxusartikel gönnen.
Das Streben nach Glück
Sobald das Haus steht, könnt Ihr auch schon den Einzug wagen. Abhängig von der Möblierung und der Helligkeit wird das Raum-Bedürfnis der Sims sofort über eure Baukünste urteilen. Die Befriedigung der Bedürfnisse nehmen natürlich insgesamt wieder einen sehr großen Teil des Alltages ein. Eure virtuellen Menschen verlangen nach Sauberkeit, müssen ihren Harndrang befriedigen, wollen Spaß haben und brauchen hin und wieder auch mal eine gesunde Mütze Schlaf. Mit der anfänglichen Möbeleierung ist diesen Bedürfnissen noch recht schwer nachzukommen. So richtig erholt fühlen sich die Sims nämlich nicht nach einer Pause auf dem alten harten Bett. Mit dem Geld kommt aber auch der Komfort und so sorgen weichere Betten für besseren Schlaf, neure Duschen führen zu mehr Sauberkeitsgefühl und Fernsehen macht mit dem HD-TV irgendwie auch wesentlich mehr Spaß, als noch mit dem alten Schwarz-Weiß-Gerät.
Oft sehnen sich eure Sims auch nach sozialen Kontakten. Zum Glück laufen vor eurem Haus sehr oft Menschen vorbei, die eine Unterhaltung nie ablehnen und auch Interaktionen, wie Witze oder Umarmungen, nicht abgeneigt gegenüberstehen. So lassen sich schnell Freundschaften aufbauen, die ab dann gepflegt werden dürfen. Bekanntschaften können danach auch stets per Telefon eingeladen werden, womit die Beziehungen noch weiter an Tiefe gewinnen. Auf diese Weise könnt Ihr auch das Herz eines angebeteten Sims erobern, ihm einen Antrag machen und die Hochzeitsglocken läuten lassen. Das verheiratete Paar zieht dann zusammen in eine Wohnung oder, wenn sie schon vorher zusammengelebt haben, schläft ab diesem Zeitpunkt zumindest zusammen in einem Bett.
Neben Bedürfnissen gilt es aber auch auf Wünsche zu achten, von denen jeder Sim immer vier gleichzeitig hat. Diese können sich auf ein Hobby beziehen, sodass das Malen eines Bildes für Freude sorgt. Oft spielen aber auch Beziehungen eine Rolle, da sich eure Sims Freundschaften oder einen Partner fürs Leben wünschen. Neben vielen anderen Möglichkeiten haben die Sims aber oft auch genaue Berufsvorstellungen. Wünscht sich ein Sim eine Medizin-Karriere solltet Ihr ihm genau diesen Job aus der Zeitung suchen, damit eine glückliche Laufbahn beginnt, bei der sich euer Sim vom Pfleger bis zum Chefarzt hocharbeiten kann.
Jeder Sim verfügt von Anfang an über bestimmte Charakterzüge. Dabei habt Ihr beim Erstellen auch ein bisschen Einfluss darauf, ob eure Figur nun zum Beispiel ordentlich oder schlampig ist. Da uns der lange Streit der Erziehungswissenschaftler lehrt, dass neben den Anlagen auch die Umwelt zur Persönlichkeitsbildung beträgt, ist bei einem unordentlichen Sim aber noch nicht alles verloren. Es können Fähigkeitspunkte ergattert werden, die sich direkt auf das Können auswirken. Aus Büchern oder direkt durch Übung lassen sich somit die Fähigkeiten beim Kochen, Putzen und Reparieren steigern oder das Charisma, die Logik und die Kreativität verbessern. Das ist aber ein langer Weg, sodass Kochen anfangs nur mit Rauchmelder neben dem Herd empfohlen wird.
Chaos auf vier Pfoten
Das Erfüllen von Bedürfnissen und Wünschen, das Knüpfen von Kontakten, das Verdienen des Geldes und das Lernen von neuen Fähigkeiten füllen euren Tag von morgens bis abends voll aus. Ihr habt immer alle Hände voll zu tun und seid ständig im Stress. Somit hat aber auch Langweile keine Chance und das Sims-Prinzip gestaltet sich auch auf dem Wii als überaus fesselnd. Die vielen Möglichkeiten sorgen dafür, dass Ihr sehr lange Zeit beschäftigt sein werdet. Vor allem, da bei dieser Episode ja auch noch die Haustiere hinzukommen, die schließlich auch Beachtung verlangen. Natürlich ist es Euch selbst überlassen, ob Ihr überhaupt Haustiere haben möchtet, allerdings ist die Anschaffung mehr als nur eine Überlegung wert, da die Vierbeiner neuen Schwung in euer virtuelles Leben und somit auch in das gesamte Spiel bringen.
Es gibt verschiedene Wege, um an einen vierbeinigen Mitbewohner zu kommen. Ihr könnt ihn gleich als Familienmitglied erstellen, Ihn als Streuer vor dem Haus finden oder auch aus dem Tierheim holen. In jedem Fall ist es erst einmal wichtig, eine Beziehung zu dem Tier aufzubauen. Durch Streicheleinheiten oder Umarmungen wird sich schnell eine Freundschaft zwischen Sim und Tier entwickeln. Ob Ihr Euch dabei für einen Hund oder eine Katze entscheidet, ist Euch überlassen. Die Unterschiede liegen hauptsächlich bei den benötigen Gegenständen. Während Hunde sich über Knochen und einen gemütlichen Korb freuen, lassen sich Katzen mehr mit einer Gummimaus und einem Katzenklo begeistern.
Natürlich haben auch Tiere Bedürfnisse, die sie aber nicht selbst erfüllen können. Deshalb sind sie auf die Sims angewiesen, die sich wie richtige Tierfreunde verhalten sollten. Tägliches Futter ist Pflicht und natürlich reinigt sich auch ein Katzenklo nicht alleine, auch wenn die Möglichkeit besteht eine Putzhilfe einzustellen. Außerdem haben die Tiere auch ihren ganz eigenen Kopf, setzen Ihr Häufchen manchmal mitten ins Wohnzimmer oder zerkratzen das teure neue Sofa. In diesem Fall sind Erziehungsmaßnahmen notwenig. Das Ausschimpfen mag zwar so manchem Tierfreund schwer fallen, ist aber dringend notwendig, da ansonsten ein unfassbares Chaos ausbricht. Auf der anderen Seite darf gutes Verhalten aber auch gelobt werden. Dazu zählt auch das Erlernen eines neuen Kommandos. Ihr könnt eurem Haustier nämlich mit einem guten Schuss Geduld Tricks wie „tot stellen“ oder „herkommen“ beibringen.
Durch die Haustiere lässt sich in der neusten Sims-Episode auch ein neuer Platz finden, nämlich der Stadtpark. Hier lässt sich alles auftreiben, was das Haustierherz nur begehren kann. Vom Spielzeugladen, über den Zubehör-Shop bis hin zum Tiersalon sind alle mehr oder wenigen wichtigen Orte für die richtige Tierpflege vorhanden. Dabei wird aber nicht mit Simoleons, der normalen Währung der Sims-Welt, bezahlt, sondern mit Tierpunkten, die sich durch den richtigen Umgang mit den Vierbeinern verdienen lassen. Der Stadtpark dient aber nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Schließen von Bekanntschaften. Hier können sowohl die Sims neue Freunde finden, als auch Ihre Haustiere. Das kann soweit gehen, dass eines Tages winzig kleine Tierpfoten durch eure Wohnung trappeln.
Schwache Portierung
Die Steuerung des Spiels ist sehr komplex ausgefallen. Unzählige Interaktionen, das Navigieren durch die Menüs, der Wechsel der Sims und die Aktionen im Bau-Modus müssen auf Wii-Remote und Nunchuck untergebracht werden. Dabei haben die Entwickler einen guten Job gemacht. Etwas Gewöhnung ist zwar nötig, nach kurzer Zeit gehen die Befehle aber leicht von der Hand. Mit der Remote wird ein Cursor über den Bildschirm bewegt, mit dem dann an den Subjekten und Objekten des Spiels entsprechende Aktionen ganz leicht ausgewählt werden. Exklusiv bei der Konsolenfassung wurde auch eine direkte Steuerung integriert. Dank dieser dürft Ihr auch selbst in die Haut der Sims schlüpfen und sie durch die Gegend manövrieren. Das ist zwar ein ganz nettes Extra, aber längst nicht so komfortabel und praktisch wie die Cursor-Steuerung.
Da Electronic Arts sich entschieden hatte, diese Sims-Episode nachträglich noch auf den Wii zu portieren, wäre anzunehmen gewesen, dass die Entwickler einige spezielle Ideen hatten. Leider ist es am Ende dann doch nur bei einer einfachen Umsetzung der älteren Konsolenfassungen ohne Extras oder Boni geblieben. Daher wurden leider auch die speziellen Eigenschaften der Wii-Steuerung schlecht genutzt. Diese hätten eigentlich eine besonders realistische Interaktion mit den Tieren ermöglicht. Die Bewegungserkennung hätte für ein authentisches Spielgefühl sorgen können. Stattdessen fühlt sich das Spiel aber an, wie auf jeder anderen Konsole auch.
In grafischer Hinsicht scheint das Spiel ebenfalls direkt vom GameCube übernommen worden zu sein. Für Wii-Verhältnisse bewegt sich die Optik nämlich auf einem niedrigen Niveau und weist nur sehr schwache Texturen auf. Dazu kommen auch noch eine gelegentlich einbrechende Framerate und kleinere Bugs, die den Spielspaß zwar nicht trüben, aber einfach nicht hätten sein brauchen. Die musikalische Seite präsentiert sich dagegen sehr stark und weiß durch nette Effekte und abwechslungsreiche Musik zu überzeugen. Dabei hat Electronic Arts weder Mühen noch Kosten gescheut, sodass sogar die Pussycat Dolls im Hintergrund ihre simischen Sprachkenntnisse zum Besten geben.
Das PC-Spiel „Die Sims 2“ kann Millionen von Fans vorweisen, die jedes Jahr auf neue Add-Ons warten. Mit der Haustier-Erweiterung wurde es ihnen endlich möglich, ihre Sims-Familien um vierbeinige Mitgliedern zu erweitern. Das von den Tieren angerichtete Chaos nahm kurz darauf als vollständiges Spiel auch diverse Konsolen in Besitz. Während in den meisten Sims-Haushalten somit Tiere schon seit Monaten zum Alltag gehören, werden Wii-Besitzer erst jetzt mit einer Version versorgt. Ob die Umsetzung dabei überzeugen kann und ob Electronic Arts die Zeit für neue Elemente genutzt hat erfahrt Ihr nun in unserem ausführlichen Test.
Auch auf dem Wii ist „Die Sims 2: Haustiere“ natürlich ein vollständiges Spiel, sodass Ihr darüber hinaus keine andere Software benötigt. Das Geschehen spielt sich dabei in einer übersichtlichen Nachbarschaft ab, die einige Grundstücke und Häuser zum Austoben bereitstellt. Neueinsteiger werden dabei erst einmal der Tutorial-Famile einen Blick über die Schulter werfen, um sich mit den komplexen Möglichkeiten des Spiels vertraut zu machen. Fans sparen sich diesen Besuch und ergreifen stattdessen unverzüglich die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Mit einem Editor sollte zuallererst eine Familie erstellt werden. Das Aussehen der Figuren liegt dabei komplett in euren eigenen Händen. Legt die Haarfarbe, das Gesicht, die Proportionen und die Kleidung so fest, sodass Ihr euren Wunsch-Sims erhaltet, egal ob er eurer reinen Fantasie entspringt, euer virtuelles Ebenbild darstellt oder eine berühmte Person verkörpert.
Nun könnt Ihr eure Familie entweder in ein fertiges Haus einziehen lassen oder den Bau eines eigenen beginnen. Letzteres lässt sich mit einem Editor erstaunlich leicht bewerkstelligen. Beim Gestalten der Räume, Wählen der Tapeten, Auslegen der Böden und Einsetzen der Fenster sind Euch kaum Grenzen gesetzt. Auch ein Garten lässt sich gestalten mit Zäunen, Bäumen und alles was eben dazugehört. Nach Abschluss der Bauphase gilt es dann der Einrichtung Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Mit einem einfachen Bett, einem alten Kühlschrank, einer tropfenden Dusche und einem Sperrmüll-Sofa macht Ihr dabei schon mal einen guten Anfang. Sobald Euch mehr Geld zur Verfügung steht solltet Ihr die notdürftige Ersteinrichtung aber durch neuere Möbelstücke ersetzen und Euch auch den einen oder anderen Luxusartikel gönnen.
Das Streben nach Glück
Sobald das Haus steht, könnt Ihr auch schon den Einzug wagen. Abhängig von der Möblierung und der Helligkeit wird das Raum-Bedürfnis der Sims sofort über eure Baukünste urteilen. Die Befriedigung der Bedürfnisse nehmen natürlich insgesamt wieder einen sehr großen Teil des Alltages ein. Eure virtuellen Menschen verlangen nach Sauberkeit, müssen ihren Harndrang befriedigen, wollen Spaß haben und brauchen hin und wieder auch mal eine gesunde Mütze Schlaf. Mit der anfänglichen Möbeleierung ist diesen Bedürfnissen noch recht schwer nachzukommen. So richtig erholt fühlen sich die Sims nämlich nicht nach einer Pause auf dem alten harten Bett. Mit dem Geld kommt aber auch der Komfort und so sorgen weichere Betten für besseren Schlaf, neure Duschen führen zu mehr Sauberkeitsgefühl und Fernsehen macht mit dem HD-TV irgendwie auch wesentlich mehr Spaß, als noch mit dem alten Schwarz-Weiß-Gerät.
Oft sehnen sich eure Sims auch nach sozialen Kontakten. Zum Glück laufen vor eurem Haus sehr oft Menschen vorbei, die eine Unterhaltung nie ablehnen und auch Interaktionen, wie Witze oder Umarmungen, nicht abgeneigt gegenüberstehen. So lassen sich schnell Freundschaften aufbauen, die ab dann gepflegt werden dürfen. Bekanntschaften können danach auch stets per Telefon eingeladen werden, womit die Beziehungen noch weiter an Tiefe gewinnen. Auf diese Weise könnt Ihr auch das Herz eines angebeteten Sims erobern, ihm einen Antrag machen und die Hochzeitsglocken läuten lassen. Das verheiratete Paar zieht dann zusammen in eine Wohnung oder, wenn sie schon vorher zusammengelebt haben, schläft ab diesem Zeitpunkt zumindest zusammen in einem Bett.
Neben Bedürfnissen gilt es aber auch auf Wünsche zu achten, von denen jeder Sim immer vier gleichzeitig hat. Diese können sich auf ein Hobby beziehen, sodass das Malen eines Bildes für Freude sorgt. Oft spielen aber auch Beziehungen eine Rolle, da sich eure Sims Freundschaften oder einen Partner fürs Leben wünschen. Neben vielen anderen Möglichkeiten haben die Sims aber oft auch genaue Berufsvorstellungen. Wünscht sich ein Sim eine Medizin-Karriere solltet Ihr ihm genau diesen Job aus der Zeitung suchen, damit eine glückliche Laufbahn beginnt, bei der sich euer Sim vom Pfleger bis zum Chefarzt hocharbeiten kann.
Jeder Sim verfügt von Anfang an über bestimmte Charakterzüge. Dabei habt Ihr beim Erstellen auch ein bisschen Einfluss darauf, ob eure Figur nun zum Beispiel ordentlich oder schlampig ist. Da uns der lange Streit der Erziehungswissenschaftler lehrt, dass neben den Anlagen auch die Umwelt zur Persönlichkeitsbildung beträgt, ist bei einem unordentlichen Sim aber noch nicht alles verloren. Es können Fähigkeitspunkte ergattert werden, die sich direkt auf das Können auswirken. Aus Büchern oder direkt durch Übung lassen sich somit die Fähigkeiten beim Kochen, Putzen und Reparieren steigern oder das Charisma, die Logik und die Kreativität verbessern. Das ist aber ein langer Weg, sodass Kochen anfangs nur mit Rauchmelder neben dem Herd empfohlen wird.
Chaos auf vier Pfoten
Das Erfüllen von Bedürfnissen und Wünschen, das Knüpfen von Kontakten, das Verdienen des Geldes und das Lernen von neuen Fähigkeiten füllen euren Tag von morgens bis abends voll aus. Ihr habt immer alle Hände voll zu tun und seid ständig im Stress. Somit hat aber auch Langweile keine Chance und das Sims-Prinzip gestaltet sich auch auf dem Wii als überaus fesselnd. Die vielen Möglichkeiten sorgen dafür, dass Ihr sehr lange Zeit beschäftigt sein werdet. Vor allem, da bei dieser Episode ja auch noch die Haustiere hinzukommen, die schließlich auch Beachtung verlangen. Natürlich ist es Euch selbst überlassen, ob Ihr überhaupt Haustiere haben möchtet, allerdings ist die Anschaffung mehr als nur eine Überlegung wert, da die Vierbeiner neuen Schwung in euer virtuelles Leben und somit auch in das gesamte Spiel bringen.
Es gibt verschiedene Wege, um an einen vierbeinigen Mitbewohner zu kommen. Ihr könnt ihn gleich als Familienmitglied erstellen, Ihn als Streuer vor dem Haus finden oder auch aus dem Tierheim holen. In jedem Fall ist es erst einmal wichtig, eine Beziehung zu dem Tier aufzubauen. Durch Streicheleinheiten oder Umarmungen wird sich schnell eine Freundschaft zwischen Sim und Tier entwickeln. Ob Ihr Euch dabei für einen Hund oder eine Katze entscheidet, ist Euch überlassen. Die Unterschiede liegen hauptsächlich bei den benötigen Gegenständen. Während Hunde sich über Knochen und einen gemütlichen Korb freuen, lassen sich Katzen mehr mit einer Gummimaus und einem Katzenklo begeistern.
Natürlich haben auch Tiere Bedürfnisse, die sie aber nicht selbst erfüllen können. Deshalb sind sie auf die Sims angewiesen, die sich wie richtige Tierfreunde verhalten sollten. Tägliches Futter ist Pflicht und natürlich reinigt sich auch ein Katzenklo nicht alleine, auch wenn die Möglichkeit besteht eine Putzhilfe einzustellen. Außerdem haben die Tiere auch ihren ganz eigenen Kopf, setzen Ihr Häufchen manchmal mitten ins Wohnzimmer oder zerkratzen das teure neue Sofa. In diesem Fall sind Erziehungsmaßnahmen notwenig. Das Ausschimpfen mag zwar so manchem Tierfreund schwer fallen, ist aber dringend notwendig, da ansonsten ein unfassbares Chaos ausbricht. Auf der anderen Seite darf gutes Verhalten aber auch gelobt werden. Dazu zählt auch das Erlernen eines neuen Kommandos. Ihr könnt eurem Haustier nämlich mit einem guten Schuss Geduld Tricks wie „tot stellen“ oder „herkommen“ beibringen.
Durch die Haustiere lässt sich in der neusten Sims-Episode auch ein neuer Platz finden, nämlich der Stadtpark. Hier lässt sich alles auftreiben, was das Haustierherz nur begehren kann. Vom Spielzeugladen, über den Zubehör-Shop bis hin zum Tiersalon sind alle mehr oder wenigen wichtigen Orte für die richtige Tierpflege vorhanden. Dabei wird aber nicht mit Simoleons, der normalen Währung der Sims-Welt, bezahlt, sondern mit Tierpunkten, die sich durch den richtigen Umgang mit den Vierbeinern verdienen lassen. Der Stadtpark dient aber nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Schließen von Bekanntschaften. Hier können sowohl die Sims neue Freunde finden, als auch Ihre Haustiere. Das kann soweit gehen, dass eines Tages winzig kleine Tierpfoten durch eure Wohnung trappeln.
Schwache Portierung
Die Steuerung des Spiels ist sehr komplex ausgefallen. Unzählige Interaktionen, das Navigieren durch die Menüs, der Wechsel der Sims und die Aktionen im Bau-Modus müssen auf Wii-Remote und Nunchuck untergebracht werden. Dabei haben die Entwickler einen guten Job gemacht. Etwas Gewöhnung ist zwar nötig, nach kurzer Zeit gehen die Befehle aber leicht von der Hand. Mit der Remote wird ein Cursor über den Bildschirm bewegt, mit dem dann an den Subjekten und Objekten des Spiels entsprechende Aktionen ganz leicht ausgewählt werden. Exklusiv bei der Konsolenfassung wurde auch eine direkte Steuerung integriert. Dank dieser dürft Ihr auch selbst in die Haut der Sims schlüpfen und sie durch die Gegend manövrieren. Das ist zwar ein ganz nettes Extra, aber längst nicht so komfortabel und praktisch wie die Cursor-Steuerung.
Da Electronic Arts sich entschieden hatte, diese Sims-Episode nachträglich noch auf den Wii zu portieren, wäre anzunehmen gewesen, dass die Entwickler einige spezielle Ideen hatten. Leider ist es am Ende dann doch nur bei einer einfachen Umsetzung der älteren Konsolenfassungen ohne Extras oder Boni geblieben. Daher wurden leider auch die speziellen Eigenschaften der Wii-Steuerung schlecht genutzt. Diese hätten eigentlich eine besonders realistische Interaktion mit den Tieren ermöglicht. Die Bewegungserkennung hätte für ein authentisches Spielgefühl sorgen können. Stattdessen fühlt sich das Spiel aber an, wie auf jeder anderen Konsole auch.
In grafischer Hinsicht scheint das Spiel ebenfalls direkt vom GameCube übernommen worden zu sein. Für Wii-Verhältnisse bewegt sich die Optik nämlich auf einem niedrigen Niveau und weist nur sehr schwache Texturen auf. Dazu kommen auch noch eine gelegentlich einbrechende Framerate und kleinere Bugs, die den Spielspaß zwar nicht trüben, aber einfach nicht hätten sein brauchen. Die musikalische Seite präsentiert sich dagegen sehr stark und weiß durch nette Effekte und abwechslungsreiche Musik zu überzeugen. Dabei hat Electronic Arts weder Mühen noch Kosten gescheut, sodass sogar die Pussycat Dolls im Hintergrund ihre simischen Sprachkenntnisse zum Besten geben.
Sascha Geldermann meint...
Die Sims 2 Haustiere kann wieder durch das gewohnt fesselnde Spielprinzip begeistern und dank komplexer Möglichkeiten sehr lange Zeit beschäftigen. Die chaotischen Vierbeiner bringen dabei neuen Schwung in das Spiel und gestalten den virtuellen Alltag noch unterhaltsamer. Leider haben die Entwickler aber nur eine schwache Portierung auf die Beine gestellt. Nicht nur die veraltete Grafik hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, sondern auch die schlechte Nutzung der Wii-Steuerung. Diese hätte beim Apportieren oder Streicheln durch realistische Bewegungen nämlich für ein ganz besonderes Erlebnis sorgen können.
Die Sims 2 Haustiere kann wieder durch das gewohnt fesselnde Spielprinzip begeistern und dank komplexer Möglichkeiten sehr lange Zeit beschäftigen. Die chaotischen Vierbeiner bringen dabei neuen Schwung in das Spiel und gestalten den virtuellen Alltag noch unterhaltsamer. Leider haben die Entwickler aber nur eine schwache Portierung auf die Beine gestellt. Nicht nur die veraltete Grafik hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, sondern auch die schlechte Nutzung der Wii-Steuerung. Diese hätte beim Apportieren oder Streicheln durch realistische Bewegungen nämlich für ein ganz besonderes Erlebnis sorgen können.

GRAFIK
Die Charaktermodelle überzeugen, aber die schwachen Texturen und vor allem die gelegentlichen Bugs hätten einfach nicht sein müssen.
Die Charaktermodelle überzeugen, aber die schwachen Texturen und vor allem die gelegentlichen Bugs hätten einfach nicht sein müssen.

SOUND
Sowohl die Musik als auch die Geräuschkulisse überzeugen.
Sowohl die Musik als auch die Geräuschkulisse überzeugen.

BEDIENUNG
Auch wenn das Potenzial der Remote hier leider nicht genutzt wird, geht die Steuerung gut von der Hand.
Auch wenn das Potenzial der Remote hier leider nicht genutzt wird, geht die Steuerung gut von der Hand.

UMFANG
Es gibt jede Menge Möglichkeiten - wenn auch nicht so viele wie bei der PC-Fassung.
Es gibt jede Menge Möglichkeiten - wenn auch nicht so viele wie bei der PC-Fassung.
SPIELSPASS
Die Haustiere bringen wieder Schwung ins Sims-Prinzip.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Die Haustiere bringen wieder Schwung ins Sims-Prinzip.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel