Nintendo Touch Golf: Birdie Challenge
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 29.06.2007
Golfen wie die Profis
Golf – eine Sportart, dessen Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert reichen und dessen Spielergemeinde weltweit auf 50 Millionen geschätzt wird. Noch heute erfreut sich die Sportart großer Beliebtheit und ist mittlerweile auch auf dem virtuellen Rasen spielbar. Zahlreiche Konsolen haben schon einen Vertreter spendiert bekommen, die berühmteste Serie ist ohne Zweifel Electronic Arts’ Tiger Woods PGA Tour. Doch nachdem es EA auf dem Nintendo DS nicht gelungen ist, bei den Fans einzulochen, wagt sich nun Nintendo selbst an die beliebte Sportart und liefert Nintendo Touch Golf, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Phoenix Country Club entstanden ist.
In Nintendo Touch Golf übernehmt Ihr die Rolle eines namenlosen Golfspielers, der sich nach und nach einen Namen in der Szene macht. Natürlich fängt jeder Spieler einmal klein an und entwickelt sich immer mehr zu einem Profi. Während Ihr zu Anfang noch mit Standardausrüstung euch auf den Rasen begebt, könnt Ihr später dank Preisgelder euch das Beste vom Besten besorgen und euer Golf-Eldorado erweitern. Es gibt viele Schauplätze, viele Löcher und vor allem auch variierendes Wetter. Aber euch wird schnell beigebracht, dass ein Golfspieler keine Hindernisse kennt, nur seine Mission: Die kleine, weiße Kugel in das meterweit entfernte, runde Loch mit seinem langen Schläger zu befördern. Solltet Ihr zum ersten Mal die Golfwelt besuchen, braucht Ihr nicht vor Fachbegriffen wie Birdie, Par oder Bunker abgeschreckt zu sein. Diese werden nämlich mit der Zeit im Spiel bis ins letzte Detail erläutert, so dass auch aus einem Loser einmal ein Profi wird!
Die Opportunitäten einzulochen
Wie in fast jedem Spiel, so auch in Nintendo Touch Golf, gibt es mehrere Spielmodi. In diesem Fall warten stolze fünf Modi auf euch. Den Anfang macht der Modus „Direktstart“. Hier kann man schnell und unkompliziert eine Runde spielen. Da keine großen Einstellungsmöglichkeiten nötig sind, eignet sich dieser Modus vor allem für eine Runde zwischendurch. Ein weiterer Modus lautet „Einsp.-Modus“, der wiederum in vier Modi unterteilt ist. Zum Einen der Spielmodus „Punkte“. Hier zählt die Gesamtsumme der Schläge, die am Ende von 18 Löchern erzielt wurde. Natürlich gilt es, weniger Schläge zu machen als sein Kontrahent. Der nächste Modus hört auf den Namen „Differenz“. In diesem Modus gewinnt derjenige, der mehr einzelne Löcher gewonnen hat. In „Freies Spiel“ existiert keine Konkurrenz. Ziel in diesem Modus ist lediglich das Einlochen, somit kann der Modus auch als eine Art Training angesehen werden.
Golf spielen macht Spaß, keine Frage. Aber zu Mehren mit Sicherheit noch mehr! Dies dachten sich wohlmöglich auch die Entwickler und spendierten einen gelungenen Multiplayer-Modus, der sich wahrlich sehen lassen kann. Haben alle Spieler ein Exemplar des Spiels, könnt Ihr unter „Drahtlos“ die Partie starten. Sollten eure Kontrahenten sich das Spiel nicht zugelegt haben, könnt Ihr das „Download-Icon“ berühren und mit nur einer Cartridge bis zu maximal Viert spielen. Für all diejenigen, die noch recht skeptisch sind, ob sie sich das Spiel zulegen sollen oder ob es generell ihren Geschmack trifft, gibt es die „Demoversion“. Via DS-Datenübertragung wird eine Demo zum Nintendo DS eures Freundes geschickt, welches solange auf dem Gerät Platz findet, bis das System ausgeschaltet wird.
Das Hauptaugenmerk des Spiels ist jedoch eindeutig auf den Meisterschaftsmodus gerichtet. Je mehr Turniere Ihr hinter euch habt, desto mehr steigt Ihr in den Klassen auf. Zuvor müsst Ihr noch in der Anfängerklasse mitmischen, später kommt Ihr dann in die Fortgeschrittene- und Profiklasse. Euer Preisgeld ist am Anfang noch ziemlich wenig und etwas Nützliches für euer Equipment zu kaufen ist auch nicht wirklich drin. Spätestens in der Profiklasse, in der Ihr pro Turnier rund 20.000€ absahnen könnt, werdet Ihr reich. Der Meisterschaftsmodus bietet vier Optionen an: Turnier, Umkleide, Ranking und Speichern. Während Ihr durch Klicken des Turnier-Buttons die Herausforderung annehmt und einen Ball nach den Anderen einlocht, könnt Ihr unter Ranking die Liste der Preisgelder-Profis einsehen und Tourenergebnisse betrachten. Dank des Punktes Umkleide könnt Ihr euch vor einem Turnier einen neuen Style verpassen, eure Spielerinfo einblenden lassen oder eure Rekorde bestaunen. Die Option Speichern dient natürlich zur obligatorischen Sicherung eures Fortschrittes.
Ein Golfer geht shoppen
Auch ein Profi-Golfer ist ohne die richtige Ausrüstung aufgeschmissen. Deshalb kommt die Integrierung des Clubhauses wie gerufen, um euer Equipment zu erweitern und euch neue Sachen zu leisten. Auch euer alter Ego spielt eine wichtige Rolle, anders kann man sich die Möglichkeit Kleidung zu kaufen nicht erklären. Zahlreiche Hosen, Hemden, aber auch Schuhe und Handschuhe warten im Shop. Erfreulicherweise habt Ihr die Wahl zwischen einer abwechslungsreichen Kleiderpalette und zudem auch die Möglichkeit, eure Frisur zu jederzeit zu ändern, das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Im Bereich Ausrüstung könnt Ihr neue Schläger, Bälle, Handschuhe oder Schuhe einkaufen. Die Preise variieren je nach Qualität, so dass Ihr euch gute Schläger erst nach einer gewissen Spielzeit und gewonnenem Preisgeld leisten könnt. Unter anderem verstecken sich hinter dem Clubhaus-Icon auch die Spieloptionen, in denen Ihr die Sprache, Musik oder auch die Hintergrundbeleuchtung einstellen könnt.
Ihr werdet sicherlich bemerken, dass Ihr am Anfang mit eurer normalen Ausrüstung eine ziemlich gute Figur hinlegt. Doch mit der Zeit lernt Ihr Gegner kennen, die schon nach wenigen Runden einen unerreichbaren Vorsprung verteidigen. Damit Ihr nicht im wahrsten Sinne des Wortes ins Gras beißen müsst, ist es zwingend erforderlich Geld ins Equipment zu investieren. Auch wenn euch ein Schläger mehr als 150.000€ kostet, solltet Ihr, falls das Geld vorhanden ist, darin investieren. Auch für einen guten Ball müsst Ihr mehr als 30.000€ hinblättern. Um schwierige Schläge dennoch zu meistern eignen sich beispielsweise die Super Spikes, 49.800€ teure Schuhe. Eher zweitrangig kann hingegen das Personifizieren des eigenen Charakters gesehen werden. Hier spielt lediglich der eigene Geschmack eine Rolle und gemäß dem Sprichwort „Kleider machen Leute“ wird eingekauft. Auswirkungen auf das Spielverhalten hat beispielsweise ein kariertes T-Shirt oder eine sehr kurze Frisur nicht.
Schwing’ dein Ding
Damit sich natürlich auch Neulinge an das Spiel wagen können, haben die Entwickler ein recht gutes Tutorial integriert. In Standbilderformat werden euch wichtige Informationen zur Steuerung und den vielen Icons auf dem Touchscreen gegeben. In der Tat ist dies auch zwingend erforderlich, andernfalls blickt Ihr nicht durch die zahlreichen Infos auf den beiden Bildschirmen durch. Auf dem oberen LCD könnt Ihr oben links die Entfernung zum Loch sehen und die insgesamt vorgegebenen Schläge. Die untere Leiste zeigt euren Score an und den Spezialschlagbalken, der sich nach jedem Schlag auffüllt. Eine weitere Anzeige stellt die Schläge dar, die Ihr insgesamt absolviert habt.
Eine Fülle an Informationen findet hingegen auf dem Touchscreen Platz. Die linke Leiste zeigt die Entfernung in Yard und die Windrichtung und Stärke an. Mittig auf dem Bildschirm könnt Ihr die Landung des Balles justieren und danach auf „Ausholen“ klicken, welches ununterbrochen aufblinkt. Einmal auf „Ausholen“ angeklickt gelangt Ihr in den Schlagmodus. Ihr seht einen Ball, Gras, Linien und euren Schläger. Um die angegebene Weite, die Ihr zuvor festgelegt habt, zu schlagen, müsst Ihr nun von der roten Linie aus bis zum Ball einen Strich per Stylus ziehen. Die rechte Leiste beinhaltet folgende Optionen: Ganz oben findet sich der PictoChat-Smile, mit dem Ihr einen Freund ausfindig machen könnt. Darunter befindet sich das Start-Menü, mit Scorekarte, Wiederholen, Verschenken, Abbruch oder Zurück. Dank des Schlägericons könnt Ihr den Schläger wechseln, vorausgesetzt Ihr habt weitere im Sortiment. Ein Icon, auf das ein Cursor und eine kleine Wiese abgebildet ist, dient als Zielsucher. Die Lupe zeigt euch dagegen die komplette Map, samt Hindernissen wie Wasser, Bäume oder Sandgruben, auch Bunker genannt.
Vorgegebene Schläge, die Ihr meistern müsst, lauten Par. Wenn Ihr einen Schlag weniger als Par benötigt, um einzulochen, wird der Begriff „Birdie“ angezeigt. Gelingt es euch zwei Schläge unter Par zu erzielen, erscheint „Eagle“. Solltet Ihr Pech haben und mehr als Par schlagen, dann lautet der Fachbegriff „Bogey“. Auch die Begriffe „Doppelbogey“ und „Dreifachbogey“ existieren und lassen sich nun auch von alleine erklären. Sollte euer Schlag an einem Baum abprallen oder ins Wasser landen, habt Ihr die Möglichkeit erneut zu schlagen. Alles in allem lautet euer Hauptziel ganz einfach: Je weniger Schläge zum Einlochen man braucht, desto besser ist es!
Grafischer Augenschmaus?
Nintendo Touch Golf ist optisch gesehen ein sehr gelungenes Spiel. Der Rasen sieht zwar mit seiner eintönigen Textur recht öde aus, glänzt dafür in Sachen Charakterdesign und Parcourgestaltung Die gesamte Golfatmosphäre ist sehr gut eingefangen worden und vor allem die Kamerafahrten sind eine Augenweide. Auch spielerisch gesehen erkennt man sofort, dass es sich um eine realistische Simulation handelt. Jeder, der schon einmal ein Golfspiel im Fernseher mitverfolgt hat wird sich sicherlich aufgeregt haben, dass der Spieler zig Schläge braucht um den Ball endlich ins Loch zu rollen und das, obwohl der Ball nicht einmal fünf Meter vom Loch entfernt ist. In Nintendo Touch Golf wird klar, woran das auch liegt: Wind. Ihr werdet euch sicherlich des Öfteren selbst ertappen, wie Ihr kurz vor einem Wutausbruch euch befindet, nur weil zum zigsten Mal der Wind euren geschlagenen Ball stoppt oder in die falsche Richtung lenkt. Die Steuerung ist dabei wirklich exzellent umgesetzt worden und zeigt auch Konkurrent Tiger Woods PGA Tour, wie ein Golfspiel auf dem Nintendo DS auszusehen hat. Kurz zusammengefasst ist Nintendo Touch Golf technisch gesehen gut gelungen. Es haben sich auch kleine Mängel im Spiel breit gemacht, die ein wahrer Golfspieler jedoch locker ignorieren kann.
Golf – eine Sportart, dessen Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert reichen und dessen Spielergemeinde weltweit auf 50 Millionen geschätzt wird. Noch heute erfreut sich die Sportart großer Beliebtheit und ist mittlerweile auch auf dem virtuellen Rasen spielbar. Zahlreiche Konsolen haben schon einen Vertreter spendiert bekommen, die berühmteste Serie ist ohne Zweifel Electronic Arts’ Tiger Woods PGA Tour. Doch nachdem es EA auf dem Nintendo DS nicht gelungen ist, bei den Fans einzulochen, wagt sich nun Nintendo selbst an die beliebte Sportart und liefert Nintendo Touch Golf, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Phoenix Country Club entstanden ist. In Nintendo Touch Golf übernehmt Ihr die Rolle eines namenlosen Golfspielers, der sich nach und nach einen Namen in der Szene macht. Natürlich fängt jeder Spieler einmal klein an und entwickelt sich immer mehr zu einem Profi. Während Ihr zu Anfang noch mit Standardausrüstung euch auf den Rasen begebt, könnt Ihr später dank Preisgelder euch das Beste vom Besten besorgen und euer Golf-Eldorado erweitern. Es gibt viele Schauplätze, viele Löcher und vor allem auch variierendes Wetter. Aber euch wird schnell beigebracht, dass ein Golfspieler keine Hindernisse kennt, nur seine Mission: Die kleine, weiße Kugel in das meterweit entfernte, runde Loch mit seinem langen Schläger zu befördern. Solltet Ihr zum ersten Mal die Golfwelt besuchen, braucht Ihr nicht vor Fachbegriffen wie Birdie, Par oder Bunker abgeschreckt zu sein. Diese werden nämlich mit der Zeit im Spiel bis ins letzte Detail erläutert, so dass auch aus einem Loser einmal ein Profi wird!
Die Opportunitäten einzulochen
Wie in fast jedem Spiel, so auch in Nintendo Touch Golf, gibt es mehrere Spielmodi. In diesem Fall warten stolze fünf Modi auf euch. Den Anfang macht der Modus „Direktstart“. Hier kann man schnell und unkompliziert eine Runde spielen. Da keine großen Einstellungsmöglichkeiten nötig sind, eignet sich dieser Modus vor allem für eine Runde zwischendurch. Ein weiterer Modus lautet „Einsp.-Modus“, der wiederum in vier Modi unterteilt ist. Zum Einen der Spielmodus „Punkte“. Hier zählt die Gesamtsumme der Schläge, die am Ende von 18 Löchern erzielt wurde. Natürlich gilt es, weniger Schläge zu machen als sein Kontrahent. Der nächste Modus hört auf den Namen „Differenz“. In diesem Modus gewinnt derjenige, der mehr einzelne Löcher gewonnen hat. In „Freies Spiel“ existiert keine Konkurrenz. Ziel in diesem Modus ist lediglich das Einlochen, somit kann der Modus auch als eine Art Training angesehen werden. Golf spielen macht Spaß, keine Frage. Aber zu Mehren mit Sicherheit noch mehr! Dies dachten sich wohlmöglich auch die Entwickler und spendierten einen gelungenen Multiplayer-Modus, der sich wahrlich sehen lassen kann. Haben alle Spieler ein Exemplar des Spiels, könnt Ihr unter „Drahtlos“ die Partie starten. Sollten eure Kontrahenten sich das Spiel nicht zugelegt haben, könnt Ihr das „Download-Icon“ berühren und mit nur einer Cartridge bis zu maximal Viert spielen. Für all diejenigen, die noch recht skeptisch sind, ob sie sich das Spiel zulegen sollen oder ob es generell ihren Geschmack trifft, gibt es die „Demoversion“. Via DS-Datenübertragung wird eine Demo zum Nintendo DS eures Freundes geschickt, welches solange auf dem Gerät Platz findet, bis das System ausgeschaltet wird.
Das Hauptaugenmerk des Spiels ist jedoch eindeutig auf den Meisterschaftsmodus gerichtet. Je mehr Turniere Ihr hinter euch habt, desto mehr steigt Ihr in den Klassen auf. Zuvor müsst Ihr noch in der Anfängerklasse mitmischen, später kommt Ihr dann in die Fortgeschrittene- und Profiklasse. Euer Preisgeld ist am Anfang noch ziemlich wenig und etwas Nützliches für euer Equipment zu kaufen ist auch nicht wirklich drin. Spätestens in der Profiklasse, in der Ihr pro Turnier rund 20.000€ absahnen könnt, werdet Ihr reich. Der Meisterschaftsmodus bietet vier Optionen an: Turnier, Umkleide, Ranking und Speichern. Während Ihr durch Klicken des Turnier-Buttons die Herausforderung annehmt und einen Ball nach den Anderen einlocht, könnt Ihr unter Ranking die Liste der Preisgelder-Profis einsehen und Tourenergebnisse betrachten. Dank des Punktes Umkleide könnt Ihr euch vor einem Turnier einen neuen Style verpassen, eure Spielerinfo einblenden lassen oder eure Rekorde bestaunen. Die Option Speichern dient natürlich zur obligatorischen Sicherung eures Fortschrittes.
Ein Golfer geht shoppen
Auch ein Profi-Golfer ist ohne die richtige Ausrüstung aufgeschmissen. Deshalb kommt die Integrierung des Clubhauses wie gerufen, um euer Equipment zu erweitern und euch neue Sachen zu leisten. Auch euer alter Ego spielt eine wichtige Rolle, anders kann man sich die Möglichkeit Kleidung zu kaufen nicht erklären. Zahlreiche Hosen, Hemden, aber auch Schuhe und Handschuhe warten im Shop. Erfreulicherweise habt Ihr die Wahl zwischen einer abwechslungsreichen Kleiderpalette und zudem auch die Möglichkeit, eure Frisur zu jederzeit zu ändern, das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Im Bereich Ausrüstung könnt Ihr neue Schläger, Bälle, Handschuhe oder Schuhe einkaufen. Die Preise variieren je nach Qualität, so dass Ihr euch gute Schläger erst nach einer gewissen Spielzeit und gewonnenem Preisgeld leisten könnt. Unter anderem verstecken sich hinter dem Clubhaus-Icon auch die Spieloptionen, in denen Ihr die Sprache, Musik oder auch die Hintergrundbeleuchtung einstellen könnt. Ihr werdet sicherlich bemerken, dass Ihr am Anfang mit eurer normalen Ausrüstung eine ziemlich gute Figur hinlegt. Doch mit der Zeit lernt Ihr Gegner kennen, die schon nach wenigen Runden einen unerreichbaren Vorsprung verteidigen. Damit Ihr nicht im wahrsten Sinne des Wortes ins Gras beißen müsst, ist es zwingend erforderlich Geld ins Equipment zu investieren. Auch wenn euch ein Schläger mehr als 150.000€ kostet, solltet Ihr, falls das Geld vorhanden ist, darin investieren. Auch für einen guten Ball müsst Ihr mehr als 30.000€ hinblättern. Um schwierige Schläge dennoch zu meistern eignen sich beispielsweise die Super Spikes, 49.800€ teure Schuhe. Eher zweitrangig kann hingegen das Personifizieren des eigenen Charakters gesehen werden. Hier spielt lediglich der eigene Geschmack eine Rolle und gemäß dem Sprichwort „Kleider machen Leute“ wird eingekauft. Auswirkungen auf das Spielverhalten hat beispielsweise ein kariertes T-Shirt oder eine sehr kurze Frisur nicht.
Schwing’ dein Ding
Damit sich natürlich auch Neulinge an das Spiel wagen können, haben die Entwickler ein recht gutes Tutorial integriert. In Standbilderformat werden euch wichtige Informationen zur Steuerung und den vielen Icons auf dem Touchscreen gegeben. In der Tat ist dies auch zwingend erforderlich, andernfalls blickt Ihr nicht durch die zahlreichen Infos auf den beiden Bildschirmen durch. Auf dem oberen LCD könnt Ihr oben links die Entfernung zum Loch sehen und die insgesamt vorgegebenen Schläge. Die untere Leiste zeigt euren Score an und den Spezialschlagbalken, der sich nach jedem Schlag auffüllt. Eine weitere Anzeige stellt die Schläge dar, die Ihr insgesamt absolviert habt. Eine Fülle an Informationen findet hingegen auf dem Touchscreen Platz. Die linke Leiste zeigt die Entfernung in Yard und die Windrichtung und Stärke an. Mittig auf dem Bildschirm könnt Ihr die Landung des Balles justieren und danach auf „Ausholen“ klicken, welches ununterbrochen aufblinkt. Einmal auf „Ausholen“ angeklickt gelangt Ihr in den Schlagmodus. Ihr seht einen Ball, Gras, Linien und euren Schläger. Um die angegebene Weite, die Ihr zuvor festgelegt habt, zu schlagen, müsst Ihr nun von der roten Linie aus bis zum Ball einen Strich per Stylus ziehen. Die rechte Leiste beinhaltet folgende Optionen: Ganz oben findet sich der PictoChat-Smile, mit dem Ihr einen Freund ausfindig machen könnt. Darunter befindet sich das Start-Menü, mit Scorekarte, Wiederholen, Verschenken, Abbruch oder Zurück. Dank des Schlägericons könnt Ihr den Schläger wechseln, vorausgesetzt Ihr habt weitere im Sortiment. Ein Icon, auf das ein Cursor und eine kleine Wiese abgebildet ist, dient als Zielsucher. Die Lupe zeigt euch dagegen die komplette Map, samt Hindernissen wie Wasser, Bäume oder Sandgruben, auch Bunker genannt.
Vorgegebene Schläge, die Ihr meistern müsst, lauten Par. Wenn Ihr einen Schlag weniger als Par benötigt, um einzulochen, wird der Begriff „Birdie“ angezeigt. Gelingt es euch zwei Schläge unter Par zu erzielen, erscheint „Eagle“. Solltet Ihr Pech haben und mehr als Par schlagen, dann lautet der Fachbegriff „Bogey“. Auch die Begriffe „Doppelbogey“ und „Dreifachbogey“ existieren und lassen sich nun auch von alleine erklären. Sollte euer Schlag an einem Baum abprallen oder ins Wasser landen, habt Ihr die Möglichkeit erneut zu schlagen. Alles in allem lautet euer Hauptziel ganz einfach: Je weniger Schläge zum Einlochen man braucht, desto besser ist es!
Grafischer Augenschmaus?
Nintendo Touch Golf ist optisch gesehen ein sehr gelungenes Spiel. Der Rasen sieht zwar mit seiner eintönigen Textur recht öde aus, glänzt dafür in Sachen Charakterdesign und Parcourgestaltung Die gesamte Golfatmosphäre ist sehr gut eingefangen worden und vor allem die Kamerafahrten sind eine Augenweide. Auch spielerisch gesehen erkennt man sofort, dass es sich um eine realistische Simulation handelt. Jeder, der schon einmal ein Golfspiel im Fernseher mitverfolgt hat wird sich sicherlich aufgeregt haben, dass der Spieler zig Schläge braucht um den Ball endlich ins Loch zu rollen und das, obwohl der Ball nicht einmal fünf Meter vom Loch entfernt ist. In Nintendo Touch Golf wird klar, woran das auch liegt: Wind. Ihr werdet euch sicherlich des Öfteren selbst ertappen, wie Ihr kurz vor einem Wutausbruch euch befindet, nur weil zum zigsten Mal der Wind euren geschlagenen Ball stoppt oder in die falsche Richtung lenkt. Die Steuerung ist dabei wirklich exzellent umgesetzt worden und zeigt auch Konkurrent Tiger Woods PGA Tour, wie ein Golfspiel auf dem Nintendo DS auszusehen hat. Kurz zusammengefasst ist Nintendo Touch Golf technisch gesehen gut gelungen. Es haben sich auch kleine Mängel im Spiel breit gemacht, die ein wahrer Golfspieler jedoch locker ignorieren kann.
Gennaro Grippo meint...
Als ein passiver Golfer war ich recht gespannt, wie Nintendo Touch Golf auf mich wirken würde. Schon auf der Games Convention 2005 hatte ich die Gelegenheit, die Golfsimulation ausgiebig anzutesten und schon damals, im frühen Entwicklungsstatus, gefiel mir das Spiel sehr. Und wie man am finalen Produkt auch sehen kann, wurde ich letztendlich nicht enttäuscht. Das Spiel hat eine klasse Präsentation und macht auch nach zahlreichen Runden immer noch Spaß.
Als ein passiver Golfer war ich recht gespannt, wie Nintendo Touch Golf auf mich wirken würde. Schon auf der Games Convention 2005 hatte ich die Gelegenheit, die Golfsimulation ausgiebig anzutesten und schon damals, im frühen Entwicklungsstatus, gefiel mir das Spiel sehr. Und wie man am finalen Produkt auch sehen kann, wurde ich letztendlich nicht enttäuscht. Das Spiel hat eine klasse Präsentation und macht auch nach zahlreichen Runden immer noch Spaß.

GRAFIK
Liebevoll gestaltete Natur, aber die Hauptfarbe ist und bleibt grün
Liebevoll gestaltete Natur, aber die Hauptfarbe ist und bleibt grün

SOUND
Sanfte Hintergrundmelodie, die zu keiner Zeit nervig wird aber auch nicht sonderlich viel zum Golferlebnis beiträgt
Sanfte Hintergrundmelodie, die zu keiner Zeit nervig wird aber auch nicht sonderlich viel zum Golferlebnis beiträgt

BEDIENUNG
Sehr präzise Steuerung, bei der die richtige Schwungstärke und die Einberechnung des Windes entscheidend sind
Sehr präzise Steuerung, bei der die richtige Schwungstärke und die Einberechnung des Windes entscheidend sind

UMFANG
Viele Golf-Plätze, Individualisierungsmöglichkeiten für den Hauptcharakter und ein unterhaltsamer Mehrspieler, leider ohne Online-Modus
Viele Golf-Plätze, Individualisierungsmöglichkeiten für den Hauptcharakter und ein unterhaltsamer Mehrspieler, leider ohne Online-Modus
SPIELSPASS
Schöne Golf-Simulation, die sich sehr ernst nimmt und ein authentisches Spielgefühl vermitteln möchte
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Schöne Golf-Simulation, die sich sehr ernst nimmt und ein authentisches Spielgefühl vermitteln möchte
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Sport
Entwickler
Phoenix
Publisher
Nintendo
Releasedatum
25.11.2005
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Sport
Entwickler
Phoenix
Publisher
Nintendo
Releasedatum
25.11.2005
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel