Snowboard Kids
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 28.06.2007
Alte Bekannte
Mit Snowboard Kids erschien damals für den Nintendo 64 eine ernstzunehmende Konkurrenz für Mario Kart 64 und weitere Fun Racer – Spiele. Bis heute hat es das Snowboard-Spiel, wie “Mario Kart 64“ oder “The Legend of Zelda: Ocarina of Time“, geschafft, eine breite Fangemeinde in seinem Bann zu ziehen und noch heute an den angestaubten Nintendo 64 zu bringen. Der zweite Teil des erfolgreichen Snowboard-Spektakels fand leider nie den Weg nach Europa und so geschah es, dass uns Europäer Snowboard Kids 2 niemals gegönnt war. Dies konnte womöglich Entwickler Atlus nicht auf sich sitzen lassen und entwickelte SBK exklusiv für den Nintendo DS, um die damaligen Fans zu entschädigen. Erneut wäre beinahe dasselbe Problem aufgekommen, wie damals – kein Publisher konnte verpflichtet werden. Doch glücklicherweise stimmte das junge britische Unternehmen Rising Star Games als Publisher zu und bringt das Snowboardvergnügen nun auch nach Europa.
In SBK für den Nintendo DS wird eine grundlegende Entwicklung des Spiels deutlich. Es kommen nicht mehr kleine, knuddelige Figuren zum Vorschein mit Knubbelnasen, die auf ihren Boards die Pisten herunterbrettern und möglichst mit allen zur Verfügung stehenden Items die Gegner den Garaus machen wollen, um zu gewinnen. Stattdessen präsentiert sich Snowboard Kids auf den Nintendo DS mit einem Hauch Realismus und bietet daher auch Jugendliche als Snowboarder. Erfreulicherweise hat man die alten Figuren nicht komplett beerdigt, sondern erneut eingeladen. Slash, Brad, Nancy, Jam, Koyuki und Tommy sind nämlich erneut mit von der Partie und versuchen mit allen Mitteln zu gewinnen. Dabei stehen ihnen ein weiteres Mal zahlreiche Items zur Verfügung, wie beispielsweise Nebel, Mauern oder Minen. Zudem besitzt jeder Snowboarder seine eigene Spezialwaffe, die er im Rennen einsetzen kann. Doch was genau macht nun SBK so einzigartig und letztendlich zu einem guten Snowboard-Spiel?
SBK = Slash Befreundet mit Koyuki
In einem Snowboard-Spiel könnte man annehmen, dass die Figuren lediglich Sportler sind und ihrem Hobby nachgehen. Bei Snowboard Kids für den Nintendo DS besitzt jedoch jeder Snowboarder tatsächlich eine Hintergrundgeschichte, die seine Identität widerspiegelt. Slash ist beispielsweise ein 15 Jähriger Japaner, der vor seiner Snowboardkarriere als Skateboarder tätig war und seit jeher in Brad einen Konkurrenten sieht. Grund dafür ist die verlorene Meisterschaft an Brad. Dies ist auch der Hauptgrund für Slashs Wechsel vom Skateboardfahren zur Snowboardkarriere. Doch leider musste auch Brad diesen Wechsel mitmachen und seit jeher bekämpfen sich die Beiden auch auf dem Schnee ununterbrochen. Eine weitere, tiefgehendere Hintergrundgeschichte bietet Nancy Neil, die aus einer angesehenen britischen Familie stammt. Aufgrund ihrer Erziehung betrachtet sie sich als etwas Besseres und hat sich demnach zur Meisterschaft angemeldet um diese auch zu gewinnen. Tommy ist unsterblich in sie verknallt und versucht mit all seinen Mitteln Nancy zu beeindrucken. Aber da Nancy sich immerhin für etwas Besseres hält, fällt das Beeindrucken wahrlich schwer. Jam, der Jamaikaner, blickt nicht auf eine drogenhaltige Vergangenheit zurück sondern war Rap-Battle Landesmeister. Demnach sind auch seine Hobbys das Battle-Rapping und das Tanzen zu Hip-Hop Musik. Und last but not least wäre noch Koyuki Tanaka zu nennen. Die 15 Jährige Japanerin trainierte unermüdlich in den Bergen um die Meisterschaft zu bestreiten und gehörte zuvor zu einem Ninja-Clan.
Um die Charakterauswahl etwas aufzupeppen, hat man noch zwei freischaltbare Snowboarder in SBK integriert. Diese sind auch nicht direkt, wie die restlichen Snowboarder, Menschen sondern ähneln mehr Tieren. Zudem weiß man über ihre Identität kaum etwas. Generell wird im Verlauf des Spiels recht wenig über die Hintergrundgeschichten der einzelnen Sportler berichtet. Nichtsdestotrotz stellen diese zwei geheimen Fahrer eine nette Abwechslung dar und sorgen zusätzlich für Motivation.
We are the champions
Bevor Ihr ins Hauptmenü gelangt, stellt euch ein rasantes Intro die Snowboarder und das Gameplay vor. Schon hier werdet Ihr auf die flüssige Framerate aufmerksam, die ein gutes Geschwindigkeitsgefühl vermittelt. Nach wenigen Sekunden verabschiedet sich auch das Intro und Ihr werdet mit einem Klick auf dem Touchscreen ins Hauptmenü geführt. Hier stehen euch fünf Punkte zur Verfügung, mit einer blauen Navigationsleiste an der rechten Seite des Touchscreens. Die auswählbaren Punkte lauten: Einzelspiel, VS-Modus, Shop, Training und Optionen. In den Optionen dürft Ihr Toneinstellungen vornehmen, erworbene Cheats aktivieren oder die bestehenden Daten löschen, um ein neues Profil anzulegen. Unter Training werden euch Tutorials zur Steuerung, zu den Tricks und zu den Waffen und Objekten geboten. Diese sind so aufgebaut, dass auf dem Touchscreen ein Erklärungstext erscheint, während auf dem oberen Bildschirm die beschriebene Anleitung von einem computergesteuerten Snowboarder demonstriert wird. Im Shop dürft Ihr hingegen shoppen gehen und euch Boni kaufen oder Einstellungen am Board eures Snowboarder vornehmen. Es lassen sich Charaktere erwerben, die man jedoch zuvor freispielen muss. Auch neue Board-Sets, Pisten und Cheats lassen sich kaufen. Die Cheats sind wortwörtlich zu nehmen und führen bei Aktivierung beispielsweise dazu, dass man immer die stärkste Waffe aufsammelt oder man nie bei einer Landung stürzt. Leider vermisst man im Shop und generell im kompletten Spiel ein Board - Design Studio, ähnlich wie bei Mario Kart DS oder Tony Hawk’s American Sk8land.
Die richtigen Spielmodi verbergen sich hinter den Punkten “VS-Modus“ und “Einzelspiel“. Das VS-Modus – Icon symbolisiert dabei den Multiplayer-Part des Spiels. Hier dürft Ihr entweder unter VS-Modus ein Spiel für bis zu vier Snowboardfahrer eröffnen oder einem bestehenden Rennen beitreten. Sehr interessant und lobenswert ist der Punkt “Einzelkarten-Spiel“, bei dem eine Cartridge ausreicht um vier Spiele glücklich zu machen. Als spielbare Modi gibt es dann “Exhibition“, welches ein übliches Rennen mit vier Fahrern darstellt. Ein weiterer Punkt lautet “Trick Partie“, worin es vor allem darauf ankommt, am Ende mit den meisten Punkten zu siegen. Der letzte auswählbare Multiplayer-Modus lautet “Freie Fahrt“ und stellt sozusagen ein simples Abfahren der Piste dar, ohne große Regeln und Ziele.
Kommen wir jedoch zum Einspieler-Eldorado in Snowboard Kids, dem Einzelspiel. Hier habt Ihr die Wahl zwischen Welt Tour, Slalom oder Boss Kampf. Während sich Slalom von selbst erklärt, müsst Ihr im Boss Kampf gegen einen mechanischen Snowboardfahrer antreten. Ziel ist es nicht, als erster durch das Ziel zu kommen sondern den Gegner vor erreichen des Ziels in die Luft zu jagen. Dafür bieten sich auf der Strecke eure Spezialwaffe an, die erst nach dem Durchfahren von Itemboxen zur Verfügung steht. Hauptaugenmerk ist jedoch sicherlich der Welt Tour – Modus.
World Tour mal anders
In Snowboard Kids versteht man unter Welt Tour nicht unbedingt ein reguläres Meisterschaftssystem, wobei es darauf ankommt, als Erster das Ziel zu erreichen. In der Tat hat man dem Welt Tour – Modus mit Ziele versehen. Demnach ist es auf einigen Pisten nicht wichtig Erster zu werden, sondern mindestens unter den ersten Drei zu sein, um weiterzukommen. Ein weiteres Ziel gesellt sich bei den Trick-Pisten, wo es darauf ankommt, möglichst viele Tricks in kurzer Zeit auf der Piste zu zaubern. Zudem unterteilt sich der Welt Tour – Modus in Stufen. Die Anfänger-Stufe und somit eure erste Etappe ist Stufe C. Habt Ihr diese Stufe siegreich bestanden und den Pokal heimgefahren, schaltet sich Stufe B frei. Und nachdem Ihr diese erfolgreich hinter euch gebracht habt wird die letzte Stufe betretbar. Während des Welt Tour – Modus stößt Ihr manchmal auf Nachrichten, die eine Freischaltung im Shop bekannt geben. Unter anderem kann dies ein geheimer Charakter sein oder eine neue Piste. Damit Ihr nicht irgendwann Insolvenz beantragen müsst, gibt es nach jedem Rennen Punkte, die sozusagen die Währungseinheit im Shop darstellen.
Die Pisten variieren je nach Stufe. Während die Anfangsstrecken noch recht kurz und einfach gehalten sind, kommen die späteren Pisten mit einer sehr langen Pistenlänge daher und mit mehr Technikequipment, wie beispielsweise Rampen, Häuser oder Steine die euch das Leben schwer machen sollen. Der Schwierigkeitsgrad pendelt dabei zwischen Einfach und Schwer und wirkt vor allem zu Schluss der Stufe A – Meisterschaft fast unmenschlich. Doch genau dies bietet die passende Herausforderung und sorgt für einen extra Motivationsschub. Zu Schluss sei noch gesagt, dass die Wahl des Snowboardfahrers keine Auswirkungen auf die Meisterschaft hat. Dennoch ist es sicherlich interessant, mit jeden Snowboarder einmal die Meisterschaft zu bestreiten.
Die Steuerung ist recht simpel ausgefallen und leicht zu erlernen, zudem hilft der Trainingsmodus die wichtigsten Sachen zu lernen. Mit dem Steuerkreuz steuert Ihr euren Snowboarder auf der Piste. Mit B springt Ihr und mit Y könnt Ihr in eine schnelle Kurve einlenken. Mit der linken und rechten Schultertaste, sowie mit dem A –und X-Knopf lassen sich die eingesammelten Items verwenden. Tricks könnt Ihr bei einer Rampe vollführen. Dafür springt Ihr beispielsweise bei der Rampe ab und könnt danach den Snowboardfahrer im Fluge so gut wie alle Tasten betätigen, da alle in der Tricksituation belegt sind. Eine interessante Abwechslung stellt die SBK-Leiste dar. Diese füllt sich im Verlauf des Rennens auf und wird überwiegend für den Spezialtrick auf den Touchscreen verwendet. Wenn Ihr von einer Rampe in die Höhe springt schaltet der Touchscreen von der Kartenübersicht in eine Art Schwarz/Weiß – Tabelle um. Hier tauchen weiße Symbole auf, die Ihr betätigen müsst. Gelingt es euch beispielsweise sechs Mal auf den Touchscreen zu klicken (falls danach gefragt wird) bevor Ihr landet, vollführt eure Figur den Spezialtrick. Jeder Snowboarder besitzt seinen eigenen Spezialtrick, dessen Punktevergabe von Snowboardfahrer zu Snowboardfahrer unterschiedlich ist.
Schnee im Frühling?
Während draußen die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, versetzt euch Snowboard Kids für den Nintendo DS erneut in die Winterzeit. Grund dafür ist die gute, flüssige Grafik und die einfache, präzise Steuerung. Zudem vermittelt das Spiel ein sehr gutes Geschwindigkeitsgefühl und kommt dank konstanter Framerate auch in Multiplayerpartien nie ins Stottern. Das Gameplay ist ähnlich wie bei Mario Kart recht einfach gehalten, jedoch umso fesselnder. Es macht einfach ungemein viel Spaß auf der Piste den Erstplatzierten mit einem Eisschuss zu erfrieren und ins Aus zu befördern. Sehr nervig ist auch die Benutzung des Nebels, der einmal auf den Bildschirm erschienen nur noch mit dem Mikrofon wegzukriegen ist. Aber auch Minen und Mauern sind interessant und stoppen die Verfolger für einige Sekunden.
Die Musikuntermalung ist recht gut gelungen und bietet bekannte, peppige Snowboard Kids – Sounds. Zudem hat man jedem Fahrer Sprachsamples auf Englisch verpasst, die sich wirklich sehr gut anhören. Eine kleine unlogische Sache, die die Rennen betrifft, hat es immerhin auch ins Spiel geschafft. Fährt man nämlich einmal die Piste herunter muss man natürlich eine obligatorische zweite und dritte Runde hinlegen. Nur wie kommt man wieder nach oben, nachdem man einmal heruntergebrettert ist? Hier hat sich Entwickler Atlus eine etwas zu einfache Lösung ausgedacht und verpasst jedem Zielbereich einen kleinen Ausgangsgang, der die Spieler komischerweise direkt wieder oben auf der Piste abstellen. Der einzige Kritikpunkt, der ausfindig gemacht werden konnte, ist der intensive Gebrauch von Items. Leider kommt man in einem Rennen ohne Itemeinsatz wirklich nicht weit, da man fast jede zehn Sekunden von einer Waffe oder Objekt gehindert wird, seine Runde zu Ende zu fahren. Zu Anfang vielleicht noch gewöhnungsbedürftig und spaßig, doch je mehr man spielt entwickelt sich dadurch Frust und Ärger.
Mit Snowboard Kids erschien damals für den Nintendo 64 eine ernstzunehmende Konkurrenz für Mario Kart 64 und weitere Fun Racer – Spiele. Bis heute hat es das Snowboard-Spiel, wie “Mario Kart 64“ oder “The Legend of Zelda: Ocarina of Time“, geschafft, eine breite Fangemeinde in seinem Bann zu ziehen und noch heute an den angestaubten Nintendo 64 zu bringen. Der zweite Teil des erfolgreichen Snowboard-Spektakels fand leider nie den Weg nach Europa und so geschah es, dass uns Europäer Snowboard Kids 2 niemals gegönnt war. Dies konnte womöglich Entwickler Atlus nicht auf sich sitzen lassen und entwickelte SBK exklusiv für den Nintendo DS, um die damaligen Fans zu entschädigen. Erneut wäre beinahe dasselbe Problem aufgekommen, wie damals – kein Publisher konnte verpflichtet werden. Doch glücklicherweise stimmte das junge britische Unternehmen Rising Star Games als Publisher zu und bringt das Snowboardvergnügen nun auch nach Europa. In SBK für den Nintendo DS wird eine grundlegende Entwicklung des Spiels deutlich. Es kommen nicht mehr kleine, knuddelige Figuren zum Vorschein mit Knubbelnasen, die auf ihren Boards die Pisten herunterbrettern und möglichst mit allen zur Verfügung stehenden Items die Gegner den Garaus machen wollen, um zu gewinnen. Stattdessen präsentiert sich Snowboard Kids auf den Nintendo DS mit einem Hauch Realismus und bietet daher auch Jugendliche als Snowboarder. Erfreulicherweise hat man die alten Figuren nicht komplett beerdigt, sondern erneut eingeladen. Slash, Brad, Nancy, Jam, Koyuki und Tommy sind nämlich erneut mit von der Partie und versuchen mit allen Mitteln zu gewinnen. Dabei stehen ihnen ein weiteres Mal zahlreiche Items zur Verfügung, wie beispielsweise Nebel, Mauern oder Minen. Zudem besitzt jeder Snowboarder seine eigene Spezialwaffe, die er im Rennen einsetzen kann. Doch was genau macht nun SBK so einzigartig und letztendlich zu einem guten Snowboard-Spiel?
SBK = Slash Befreundet mit Koyuki
In einem Snowboard-Spiel könnte man annehmen, dass die Figuren lediglich Sportler sind und ihrem Hobby nachgehen. Bei Snowboard Kids für den Nintendo DS besitzt jedoch jeder Snowboarder tatsächlich eine Hintergrundgeschichte, die seine Identität widerspiegelt. Slash ist beispielsweise ein 15 Jähriger Japaner, der vor seiner Snowboardkarriere als Skateboarder tätig war und seit jeher in Brad einen Konkurrenten sieht. Grund dafür ist die verlorene Meisterschaft an Brad. Dies ist auch der Hauptgrund für Slashs Wechsel vom Skateboardfahren zur Snowboardkarriere. Doch leider musste auch Brad diesen Wechsel mitmachen und seit jeher bekämpfen sich die Beiden auch auf dem Schnee ununterbrochen. Eine weitere, tiefgehendere Hintergrundgeschichte bietet Nancy Neil, die aus einer angesehenen britischen Familie stammt. Aufgrund ihrer Erziehung betrachtet sie sich als etwas Besseres und hat sich demnach zur Meisterschaft angemeldet um diese auch zu gewinnen. Tommy ist unsterblich in sie verknallt und versucht mit all seinen Mitteln Nancy zu beeindrucken. Aber da Nancy sich immerhin für etwas Besseres hält, fällt das Beeindrucken wahrlich schwer. Jam, der Jamaikaner, blickt nicht auf eine drogenhaltige Vergangenheit zurück sondern war Rap-Battle Landesmeister. Demnach sind auch seine Hobbys das Battle-Rapping und das Tanzen zu Hip-Hop Musik. Und last but not least wäre noch Koyuki Tanaka zu nennen. Die 15 Jährige Japanerin trainierte unermüdlich in den Bergen um die Meisterschaft zu bestreiten und gehörte zuvor zu einem Ninja-Clan. Um die Charakterauswahl etwas aufzupeppen, hat man noch zwei freischaltbare Snowboarder in SBK integriert. Diese sind auch nicht direkt, wie die restlichen Snowboarder, Menschen sondern ähneln mehr Tieren. Zudem weiß man über ihre Identität kaum etwas. Generell wird im Verlauf des Spiels recht wenig über die Hintergrundgeschichten der einzelnen Sportler berichtet. Nichtsdestotrotz stellen diese zwei geheimen Fahrer eine nette Abwechslung dar und sorgen zusätzlich für Motivation.
We are the champions
Bevor Ihr ins Hauptmenü gelangt, stellt euch ein rasantes Intro die Snowboarder und das Gameplay vor. Schon hier werdet Ihr auf die flüssige Framerate aufmerksam, die ein gutes Geschwindigkeitsgefühl vermittelt. Nach wenigen Sekunden verabschiedet sich auch das Intro und Ihr werdet mit einem Klick auf dem Touchscreen ins Hauptmenü geführt. Hier stehen euch fünf Punkte zur Verfügung, mit einer blauen Navigationsleiste an der rechten Seite des Touchscreens. Die auswählbaren Punkte lauten: Einzelspiel, VS-Modus, Shop, Training und Optionen. In den Optionen dürft Ihr Toneinstellungen vornehmen, erworbene Cheats aktivieren oder die bestehenden Daten löschen, um ein neues Profil anzulegen. Unter Training werden euch Tutorials zur Steuerung, zu den Tricks und zu den Waffen und Objekten geboten. Diese sind so aufgebaut, dass auf dem Touchscreen ein Erklärungstext erscheint, während auf dem oberen Bildschirm die beschriebene Anleitung von einem computergesteuerten Snowboarder demonstriert wird. Im Shop dürft Ihr hingegen shoppen gehen und euch Boni kaufen oder Einstellungen am Board eures Snowboarder vornehmen. Es lassen sich Charaktere erwerben, die man jedoch zuvor freispielen muss. Auch neue Board-Sets, Pisten und Cheats lassen sich kaufen. Die Cheats sind wortwörtlich zu nehmen und führen bei Aktivierung beispielsweise dazu, dass man immer die stärkste Waffe aufsammelt oder man nie bei einer Landung stürzt. Leider vermisst man im Shop und generell im kompletten Spiel ein Board - Design Studio, ähnlich wie bei Mario Kart DS oder Tony Hawk’s American Sk8land. Die richtigen Spielmodi verbergen sich hinter den Punkten “VS-Modus“ und “Einzelspiel“. Das VS-Modus – Icon symbolisiert dabei den Multiplayer-Part des Spiels. Hier dürft Ihr entweder unter VS-Modus ein Spiel für bis zu vier Snowboardfahrer eröffnen oder einem bestehenden Rennen beitreten. Sehr interessant und lobenswert ist der Punkt “Einzelkarten-Spiel“, bei dem eine Cartridge ausreicht um vier Spiele glücklich zu machen. Als spielbare Modi gibt es dann “Exhibition“, welches ein übliches Rennen mit vier Fahrern darstellt. Ein weiterer Punkt lautet “Trick Partie“, worin es vor allem darauf ankommt, am Ende mit den meisten Punkten zu siegen. Der letzte auswählbare Multiplayer-Modus lautet “Freie Fahrt“ und stellt sozusagen ein simples Abfahren der Piste dar, ohne große Regeln und Ziele.
Kommen wir jedoch zum Einspieler-Eldorado in Snowboard Kids, dem Einzelspiel. Hier habt Ihr die Wahl zwischen Welt Tour, Slalom oder Boss Kampf. Während sich Slalom von selbst erklärt, müsst Ihr im Boss Kampf gegen einen mechanischen Snowboardfahrer antreten. Ziel ist es nicht, als erster durch das Ziel zu kommen sondern den Gegner vor erreichen des Ziels in die Luft zu jagen. Dafür bieten sich auf der Strecke eure Spezialwaffe an, die erst nach dem Durchfahren von Itemboxen zur Verfügung steht. Hauptaugenmerk ist jedoch sicherlich der Welt Tour – Modus.
World Tour mal anders
In Snowboard Kids versteht man unter Welt Tour nicht unbedingt ein reguläres Meisterschaftssystem, wobei es darauf ankommt, als Erster das Ziel zu erreichen. In der Tat hat man dem Welt Tour – Modus mit Ziele versehen. Demnach ist es auf einigen Pisten nicht wichtig Erster zu werden, sondern mindestens unter den ersten Drei zu sein, um weiterzukommen. Ein weiteres Ziel gesellt sich bei den Trick-Pisten, wo es darauf ankommt, möglichst viele Tricks in kurzer Zeit auf der Piste zu zaubern. Zudem unterteilt sich der Welt Tour – Modus in Stufen. Die Anfänger-Stufe und somit eure erste Etappe ist Stufe C. Habt Ihr diese Stufe siegreich bestanden und den Pokal heimgefahren, schaltet sich Stufe B frei. Und nachdem Ihr diese erfolgreich hinter euch gebracht habt wird die letzte Stufe betretbar. Während des Welt Tour – Modus stößt Ihr manchmal auf Nachrichten, die eine Freischaltung im Shop bekannt geben. Unter anderem kann dies ein geheimer Charakter sein oder eine neue Piste. Damit Ihr nicht irgendwann Insolvenz beantragen müsst, gibt es nach jedem Rennen Punkte, die sozusagen die Währungseinheit im Shop darstellen. Die Pisten variieren je nach Stufe. Während die Anfangsstrecken noch recht kurz und einfach gehalten sind, kommen die späteren Pisten mit einer sehr langen Pistenlänge daher und mit mehr Technikequipment, wie beispielsweise Rampen, Häuser oder Steine die euch das Leben schwer machen sollen. Der Schwierigkeitsgrad pendelt dabei zwischen Einfach und Schwer und wirkt vor allem zu Schluss der Stufe A – Meisterschaft fast unmenschlich. Doch genau dies bietet die passende Herausforderung und sorgt für einen extra Motivationsschub. Zu Schluss sei noch gesagt, dass die Wahl des Snowboardfahrers keine Auswirkungen auf die Meisterschaft hat. Dennoch ist es sicherlich interessant, mit jeden Snowboarder einmal die Meisterschaft zu bestreiten.
Die Steuerung ist recht simpel ausgefallen und leicht zu erlernen, zudem hilft der Trainingsmodus die wichtigsten Sachen zu lernen. Mit dem Steuerkreuz steuert Ihr euren Snowboarder auf der Piste. Mit B springt Ihr und mit Y könnt Ihr in eine schnelle Kurve einlenken. Mit der linken und rechten Schultertaste, sowie mit dem A –und X-Knopf lassen sich die eingesammelten Items verwenden. Tricks könnt Ihr bei einer Rampe vollführen. Dafür springt Ihr beispielsweise bei der Rampe ab und könnt danach den Snowboardfahrer im Fluge so gut wie alle Tasten betätigen, da alle in der Tricksituation belegt sind. Eine interessante Abwechslung stellt die SBK-Leiste dar. Diese füllt sich im Verlauf des Rennens auf und wird überwiegend für den Spezialtrick auf den Touchscreen verwendet. Wenn Ihr von einer Rampe in die Höhe springt schaltet der Touchscreen von der Kartenübersicht in eine Art Schwarz/Weiß – Tabelle um. Hier tauchen weiße Symbole auf, die Ihr betätigen müsst. Gelingt es euch beispielsweise sechs Mal auf den Touchscreen zu klicken (falls danach gefragt wird) bevor Ihr landet, vollführt eure Figur den Spezialtrick. Jeder Snowboarder besitzt seinen eigenen Spezialtrick, dessen Punktevergabe von Snowboardfahrer zu Snowboardfahrer unterschiedlich ist.
Schnee im Frühling?
Während draußen die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, versetzt euch Snowboard Kids für den Nintendo DS erneut in die Winterzeit. Grund dafür ist die gute, flüssige Grafik und die einfache, präzise Steuerung. Zudem vermittelt das Spiel ein sehr gutes Geschwindigkeitsgefühl und kommt dank konstanter Framerate auch in Multiplayerpartien nie ins Stottern. Das Gameplay ist ähnlich wie bei Mario Kart recht einfach gehalten, jedoch umso fesselnder. Es macht einfach ungemein viel Spaß auf der Piste den Erstplatzierten mit einem Eisschuss zu erfrieren und ins Aus zu befördern. Sehr nervig ist auch die Benutzung des Nebels, der einmal auf den Bildschirm erschienen nur noch mit dem Mikrofon wegzukriegen ist. Aber auch Minen und Mauern sind interessant und stoppen die Verfolger für einige Sekunden.Die Musikuntermalung ist recht gut gelungen und bietet bekannte, peppige Snowboard Kids – Sounds. Zudem hat man jedem Fahrer Sprachsamples auf Englisch verpasst, die sich wirklich sehr gut anhören. Eine kleine unlogische Sache, die die Rennen betrifft, hat es immerhin auch ins Spiel geschafft. Fährt man nämlich einmal die Piste herunter muss man natürlich eine obligatorische zweite und dritte Runde hinlegen. Nur wie kommt man wieder nach oben, nachdem man einmal heruntergebrettert ist? Hier hat sich Entwickler Atlus eine etwas zu einfache Lösung ausgedacht und verpasst jedem Zielbereich einen kleinen Ausgangsgang, der die Spieler komischerweise direkt wieder oben auf der Piste abstellen. Der einzige Kritikpunkt, der ausfindig gemacht werden konnte, ist der intensive Gebrauch von Items. Leider kommt man in einem Rennen ohne Itemeinsatz wirklich nicht weit, da man fast jede zehn Sekunden von einer Waffe oder Objekt gehindert wird, seine Runde zu Ende zu fahren. Zu Anfang vielleicht noch gewöhnungsbedürftig und spaßig, doch je mehr man spielt entwickelt sich dadurch Frust und Ärger.
Gennaro Grippo meint...
Wie viele andere Spieler habe auch ich damals nur Snowboard Kids auf den N64 gespielt. Dass der zweite Teil nie nach Europa kam, konnte ich verschmerzen. Jetzt, nachdem ich SBK für den Nintendo DS gespielt habe, bin ich wahrlich glücklich, dass es nicht dasselbe Schicksal erleiden musste. Snowboard Kids macht ungemein viel Spaß auf den Nintendo DS und ist ein wirklich guter Fun Racer geworden. Zwar kann das Spiel nicht mit Tony Hawk’s American Sk8land oder Mario Kart DS mithalten und der fehlende WFC-Modus schmerzt, aber Snowboardfans dürfen unbesorgt zuschlagen. Snowboard Kids – Anhänger kaufen sich das Spiel eh!
Wie viele andere Spieler habe auch ich damals nur Snowboard Kids auf den N64 gespielt. Dass der zweite Teil nie nach Europa kam, konnte ich verschmerzen. Jetzt, nachdem ich SBK für den Nintendo DS gespielt habe, bin ich wahrlich glücklich, dass es nicht dasselbe Schicksal erleiden musste. Snowboard Kids macht ungemein viel Spaß auf den Nintendo DS und ist ein wirklich guter Fun Racer geworden. Zwar kann das Spiel nicht mit Tony Hawk’s American Sk8land oder Mario Kart DS mithalten und der fehlende WFC-Modus schmerzt, aber Snowboardfans dürfen unbesorgt zuschlagen. Snowboard Kids – Anhänger kaufen sich das Spiel eh!

GRAFIK
Weiße Pisten zeichnen das Gesamtbild, gelegentlich fällt die schön inszenierte Umgebung ins Gesicht
Weiße Pisten zeichnen das Gesamtbild, gelegentlich fällt die schön inszenierte Umgebung ins Gesicht

SOUND
Eine handvoll Melodien, die den Pistenabhang musikalisch untermalen sollen
Eine handvoll Melodien, die den Pistenabhang musikalisch untermalen sollen

BEDIENUNG
Klassische Steuerkreuz-Bedienung, der Touchscreen wird gelegentlich für Stunts eingesetzt
Klassische Steuerkreuz-Bedienung, der Touchscreen wird gelegentlich für Stunts eingesetzt

UMFANG
Zahlreiche Turniere und viel Freischaltbares, der unterhaltsame Multiplayer motiviert ebenfalls
Zahlreiche Turniere und viel Freischaltbares, der unterhaltsame Multiplayer motiviert ebenfalls
SPIELSPASS
Die Snowboard Kids kehren auf den Nintendo DS zurück, allerdings mangelt es an Abwechslung und Modi-Vielfalt
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Die Snowboard Kids kehren auf den Nintendo DS zurück, allerdings mangelt es an Abwechslung und Modi-Vielfalt
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Trendsport
Entwickler
Atlus
Publisher
Rising Star Games
Releasedatum
12.04.2006
USK-Freigabe

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Atlus
Publisher
Rising Star Games
Releasedatum
12.04.2006
USK-Freigabe

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