Ultimate Spider-Man
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 27.06.2007
Am Anfang war die Story
Mr. Spinne ist wieder da! Der rote, charismatische Parasit, der New York sein Eigen nennt, spinnt mal wieder rum. Nach dem Desaster vom Launch-Titel Spider-Man 2 glaubte niemand so wirklich, dass sich Peter Parker so schnell wieder blicken lässt. Doch Entwickler Vicarious Visions hat für dieses Spiel ein unschlagbares Rezept angewendet: Man nehme Spider-Man 2, bearbeite es komplett, Kritikpunkte ausschmerzen und verpasse dem Ganzen einen Comicstil à la Cel-Shading, was kommt raus? Richtig, Ultimate Spider-Man, das beste Spider-Man – Game aller Zeiten, zumindest für den Handheld!
Die Geschichte von Ultimate Spider-Man ist wie folgt: Richard Parker und Eddie Brock Sr. waren vor ihrem Tod Wissenschaftler, die an einem Experiment arbeiteten, welches Krebs heilen sollte. Das Resultat war eine schwarze Flüssigkeit, die sich mit dem Menschen verbindet, ihn stärkt und gegen die Krankheit ankommen lies. Nachdem die Krebsforscher erfuhren, dass die Firma dieses Experiment als Waffe einsetzen wollte, zerstörten sie ihr Werk. Ohne das Wissen von Richard Parker behielt Brock Sr. eine kleine Menge der Substanz, die Jahre später von seinem Sohn Eddie Jr. entdeckt wurde. Nach dem Tod seines Vaters berichtete Eddie Peter von dieser schwarzen Flüssigkeit, der glaubte, er müsste die Arbeit seines verstorbenen Vaters zu Ende bringen. Die Arbeiten von Peter wurden jedoch gestoppt, als die Substanz an ihm zehrte. Unerfreulicherweise bekam Eddie Wind davon und war erzürnt, nahm selbst die Flüssigkeit zu sich und mutierte zum kraftvollen und tödlichen Venom. Nach einer heftigen Diskussion in der High-School kurze Zeit danach ging Peter davon aus, dass Eddie Jr. tot sei, denn er auf einmal spurlos verschwunden. Doch nach einiger Zeit plagten Peter Alpträume, die ihm bei lebendigem Leibe verzehrten…
Wie eine Spinne so tickt
Peter Parker strahlt in seinem neusten Abenteuer wahrlich. Der zuvor erschreckende Cel-Shading – Look entpuppt sich nach genauerem Betrachten zu einem spannenden und äußerst unterhaltsamen, fesselnden Comic zum Nachspielen, auch ein äußerst interessantes Intro hat es ins Spiel geschafft. Zwar steuert Ihr Spider-Man nur in 2D, sprich von links nach rechts, doch die Hintergrundkulisse ist liebevoll und detailreich in 3D gehalten. Auch kleinere Details wurden integriert. So könnt Ihr Hydranten in die Luft jagen und mit dem Wasser spielen, Autos explodieren lassen oder Straßenlaternen den Garaus machen. Wieder einmal stellt sich die Frage: Wo wirft Spidey seine Netze aus, um gelassen durch ganz New York zu schwingen? Auch diesmal wird diese Frage wohl unbeantwortet bleiben, was auch überhaupt nicht schlimm ist – Hauptsache er kann sich durch die Luft schwingen! Ein weiterer Aspekt sind die flüssigen Animationen der Figuren: Spider-Man kann schlagen, treten, Gegner mit dem Netz einfangen, durch die Luft schwingen und sich elegant an Häusern hochtasten. Aber auch die Rivalen sind nicht von schlechten Eltern und haben einige Animationen spendiert bekommen. Einige werfen Granaten, andere kommen gleich mit einem Jeep an, der wiederum vier bis fünf Gegner transportiert und der Rambo unter den Gegnern kommt meistens mit einem Elektrostab daher.
Zur Soundkulisse kann man ebenfalls nur Positives berichten. Abgesehen von Schlägen, Verkehrsgeräusche und Helikopterrauschen glänzt vor allem die Sprachausgabe, die komplett in Deutsch präsentiert wird – einfach wundervoll! Mit Sicherheit eine Vorbild für alle zukünftigen Spiele, die auf Synchronisation aufbauen und mal vom Englischen abweichen möchten. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Einbeziehung des Touchscreens, welches beim Vorgänger recht miserabel war. Diesmal haben sich die Entwickler sehr viel Mühe gegeben und haben die Nutzung des Touchscreens sehr sinnvoll einbezogen: In einigen Missionen droht ein Gebäudekomplex in die Luft zu jagen weil mal wieder einige Ganoven Counter Strike spielen mussten, in anderen Worten Bomben legen. Eure Aufgabe liegt darin, diese Bomben zu entschärfen oder uunentschärfbare Bomben mit dem Netz zu isolieren. Bei der Entschärfung werden auf dem Touchscreen neun Kreise angezeigt, die sowohl rot, als auch grün blinken. Kaum nehmt Ihr einen grünen Kreis wahr, gilt es diesen zu betätigen. Diesen Vorgang müsst Ihr einige Male wiederholen bis die Bombe letztendlich entschärft wird. Eine weitere Nutzung des Touchscreen ist das Öffnen von Lifttüren oder Heben von Gegenständen. Dabei werden auf dem Touchscreen blinkende, blaue Pfeile eingeblendet. In die jeweilige Richtung müsst Ihr dann mit dem Stylus streichen, um zum Beispiel ein Auto zu heben, welches bei einer Explosion auf ein Zivilist gefallen ist oder eine Lifttür zu Öffnen, um eure Mission fortzusetzen.
Zwei Parasiten sind besser als eine Spinne
Ein besonderes Merkmal von Ultimate Spider-Man sind die zwei Handlungsstränge der Hauptfiguren, Spider-Man und Venom. In einigen Abschnitten gilt es nämlich, sich als Venom den Weg freizuschlagen. Überwiegend seid Ihr jedoch mit Peter Parker unterwegs und rettet Menschen in Not. Zu euren Tagesaufgaben gehört unter anderem Geiselbefreiung, sei es bei einem Einbruch in der örtlichen Bank, oder bei einem Feuerausbruch in den heimischen vier Wänden. Natürlich bleibt es nicht nur dabei, denn auch Bösewichte feiern ihren Auftritt. So müsst Ihr euch gegen Rhino, Beetle und viele weitere Schurken behaupten. Zu Schluss steht natürlich dann der Kampf gegen Eddie Jr. aka Venom auf dem Programm.
Spider-Man spielt sich recht simpel. Mit dem Steuerkreuz bewegt Ihr den Spinnenmann durch die Landschaft. Mit dem B-Knopf springt Ihr. Betätigt Ihr während des Sprunges erneut die B-Taste, schwingt sich Spidey durch die Luft. Der X-Knopf dient zum Schlagen und der A-Knopf zum Treten. Haltet Ihr den Y-Knopf gedrückt, wirft Spider-Man eine Netzleine um seine Gegner zu fesseln. Tippt Ihr dagegen nur kurz auf die Taste, dann wird lediglich ein kleiner Netzschuss abgefeuert. Die linke Schultertaste erlaubt euch das Ducken. Mit der Rechten hingegen, könnt Ihr Specialmoves durchführen, die auf dem Touchscreen anwählbar sind. Um diese Specialmoves zu benutzen, müsst Ihr während des Spieles durch Prügeln eine Leiste auffrischen. Blinkt diese steht dem Ausführen des Moves nichts mehr im Wege. Insgesamt gibt es fünf Specialmoves: Donnergrollen, Abrissbirne, Kopfnuss, Super-Mega Schlag und Adrenalinschub. Ach ja, bevor ich es vergesse: Spider-Man steuert Ihr auf dem oberen Bildschirm, während auf dem Touchscreen Comicschnipsel bei Aktionen eingeblendet werden.
Venom besitzt dagegen eine komplett eigene Steuerung, die für Abwechslung sorgt. Diesmal steuert Ihr die Figur direkt auf dem Touchscreen und betrachtet Comicausschnitte auf den oberen LCD. Bei der Fortbewegung hat sich nichts geändert. Die B-Taste dient auch weiterhin zum Springen. Der X-Knopf sorgt für einen Nahangriff und die A-Taste für eine Tentakelattacke. Mit Y führt Ihr einen Tentakel-Zug aus, der Gegner entweder schlägt oder fesselt. Die rechte Schultertaste dient zum Zehren. Da Eddies Anzug seine Kraft zehrt, sinkt im Verlauf eures Abenteuers eure Lebensanzeige. Deshalb gilt es dann, Opfer ausfindig zu machen und diese zu zehren. Das war es, bezüglich der digitalen Steuerungsvariante. Doch zum Glück hat man Venom auch eine Touchscreen-Steuerung spendiert, die sich wahrlich sehen lassen kann. Ihr steuert weiterhin eure Figur mit dem Steuerkreuz. Gesprungen wird diesmal jedoch mit der linken Schultertaste. Mit dem Stylus könnt Ihr nun eure Tentakel benutzen oder an Opfern zehren. Ihr seid auch in der Lage, Gegenstände mit euren Tentakel zu packen und auf Gegner zu schleudern. Alles in Einem eine recht innovative Steuerungsmöglichkeit, die für Abwechslung in der monotonen Welt von Spider-Man sorgt.
Multiplayer und die restlichen Angelegenheiten
Auch ein Mehrspieler-Modus ist mit von der Partie. Im 1vs1 tretet Ihr gegen einen Freund an und zeigt, wessen Netz das Längere ist. Leider benötigt jeder Spieler eine Cartridge, denn ein Single-Card Spiel wurde nicht integriert. Nichtsdestotrotz stellt der Multiplayer-Modus eine nette Dreingabe dar, mehr auch nicht. Kommen wir jedoch zurück zum Spiel: Während der Missionen treiben Zwischensequenzen in faszinierender Comic-Manier die Story voran. Dabei kommt die Synchronisation zum Vorschein, die, wie weiter oben schon erwähnt, einzigartig ist. Ein großer Kritikpunkt von Ultimate Spider-Man, welches jedoch auch positiv angesehen werden kann, ist der Suchtfaktor: Von der ersten Minute an wird man von diesem Comic derart fasziniert, dass man liebend gerne nie den DS ausschalten möchte und weiterspielen mag, um zu sehen, wie sich die Story entwickelt. Auch ist der Umfang im wahrsten Sinne des Wortes „ins Netz gefallen“. Erfahrene Spieler werden nicht mehr als zwei bis drei Tage für dieses Spiel benötigen. Der Widerspielwert ist zudem recht gering. Zwar schaltet man nach erfolgreichem Durchspielen Goodies frei wie neue Anzüge oder Extras, doch dies motiviert nicht allzu viel.
Auch die KI der Gegner muss kritisiert werden. Diese sind zwar nicht unbedingt schlau, da sie meistens frontal angreifen, aber ihre Stärke ist fast unmenschlich. Trifft euch allein einmal der Stromstab, dürft Ihr euch über eine bis zur Hälfte gekürzte Lebensanzeige freuen. Auch Minen oder Granaten beschädigen euch derart, dass ein Neustart der Mission meistens die Folge ist. Zudem kommen schwierige Passagen vor, die Ihr eh mehrmals absolvieren müsst, bis Ihr sie zur Perfektion beherrscht und keine Fehler mehr ans Tageslicht bringt. Bestes Beispiel stellen Überwachungskameras dar: Werdet Ihr erstmal gesichtet, strömen unzählige Gegner auf euch ein, bis Ihr dieser verflixte Kamera ein Ende gesetzt habt. Oder Ihr trifft auf eine Laserkanone: Kaum bewegt Ihr euch à la Sam Fisher voran, um möglichst kein Aufsehen zu erregen, erblickt Ihr auf einmal am Ende des Bildschirmes die Konturen dieser Laserkanone, die natürlich einwandfrei funktioniert und blitzschnell auf eure Reaktionen wie Springen oder Ducken reagiert – Neustart ist dann das Zauberwort! Wie man sehen kann, ist auch Ultimate Spider-Man nicht fehlerfrei, bestreitet jedoch den richtigen Weg zu einem Top-Spiel.
Mr. Spinne ist wieder da! Der rote, charismatische Parasit, der New York sein Eigen nennt, spinnt mal wieder rum. Nach dem Desaster vom Launch-Titel Spider-Man 2 glaubte niemand so wirklich, dass sich Peter Parker so schnell wieder blicken lässt. Doch Entwickler Vicarious Visions hat für dieses Spiel ein unschlagbares Rezept angewendet: Man nehme Spider-Man 2, bearbeite es komplett, Kritikpunkte ausschmerzen und verpasse dem Ganzen einen Comicstil à la Cel-Shading, was kommt raus? Richtig, Ultimate Spider-Man, das beste Spider-Man – Game aller Zeiten, zumindest für den Handheld!Die Geschichte von Ultimate Spider-Man ist wie folgt: Richard Parker und Eddie Brock Sr. waren vor ihrem Tod Wissenschaftler, die an einem Experiment arbeiteten, welches Krebs heilen sollte. Das Resultat war eine schwarze Flüssigkeit, die sich mit dem Menschen verbindet, ihn stärkt und gegen die Krankheit ankommen lies. Nachdem die Krebsforscher erfuhren, dass die Firma dieses Experiment als Waffe einsetzen wollte, zerstörten sie ihr Werk. Ohne das Wissen von Richard Parker behielt Brock Sr. eine kleine Menge der Substanz, die Jahre später von seinem Sohn Eddie Jr. entdeckt wurde. Nach dem Tod seines Vaters berichtete Eddie Peter von dieser schwarzen Flüssigkeit, der glaubte, er müsste die Arbeit seines verstorbenen Vaters zu Ende bringen. Die Arbeiten von Peter wurden jedoch gestoppt, als die Substanz an ihm zehrte. Unerfreulicherweise bekam Eddie Wind davon und war erzürnt, nahm selbst die Flüssigkeit zu sich und mutierte zum kraftvollen und tödlichen Venom. Nach einer heftigen Diskussion in der High-School kurze Zeit danach ging Peter davon aus, dass Eddie Jr. tot sei, denn er auf einmal spurlos verschwunden. Doch nach einiger Zeit plagten Peter Alpträume, die ihm bei lebendigem Leibe verzehrten…
Wie eine Spinne so tickt
Peter Parker strahlt in seinem neusten Abenteuer wahrlich. Der zuvor erschreckende Cel-Shading – Look entpuppt sich nach genauerem Betrachten zu einem spannenden und äußerst unterhaltsamen, fesselnden Comic zum Nachspielen, auch ein äußerst interessantes Intro hat es ins Spiel geschafft. Zwar steuert Ihr Spider-Man nur in 2D, sprich von links nach rechts, doch die Hintergrundkulisse ist liebevoll und detailreich in 3D gehalten. Auch kleinere Details wurden integriert. So könnt Ihr Hydranten in die Luft jagen und mit dem Wasser spielen, Autos explodieren lassen oder Straßenlaternen den Garaus machen. Wieder einmal stellt sich die Frage: Wo wirft Spidey seine Netze aus, um gelassen durch ganz New York zu schwingen? Auch diesmal wird diese Frage wohl unbeantwortet bleiben, was auch überhaupt nicht schlimm ist – Hauptsache er kann sich durch die Luft schwingen! Ein weiterer Aspekt sind die flüssigen Animationen der Figuren: Spider-Man kann schlagen, treten, Gegner mit dem Netz einfangen, durch die Luft schwingen und sich elegant an Häusern hochtasten. Aber auch die Rivalen sind nicht von schlechten Eltern und haben einige Animationen spendiert bekommen. Einige werfen Granaten, andere kommen gleich mit einem Jeep an, der wiederum vier bis fünf Gegner transportiert und der Rambo unter den Gegnern kommt meistens mit einem Elektrostab daher. Zur Soundkulisse kann man ebenfalls nur Positives berichten. Abgesehen von Schlägen, Verkehrsgeräusche und Helikopterrauschen glänzt vor allem die Sprachausgabe, die komplett in Deutsch präsentiert wird – einfach wundervoll! Mit Sicherheit eine Vorbild für alle zukünftigen Spiele, die auf Synchronisation aufbauen und mal vom Englischen abweichen möchten. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Einbeziehung des Touchscreens, welches beim Vorgänger recht miserabel war. Diesmal haben sich die Entwickler sehr viel Mühe gegeben und haben die Nutzung des Touchscreens sehr sinnvoll einbezogen: In einigen Missionen droht ein Gebäudekomplex in die Luft zu jagen weil mal wieder einige Ganoven Counter Strike spielen mussten, in anderen Worten Bomben legen. Eure Aufgabe liegt darin, diese Bomben zu entschärfen oder uunentschärfbare Bomben mit dem Netz zu isolieren. Bei der Entschärfung werden auf dem Touchscreen neun Kreise angezeigt, die sowohl rot, als auch grün blinken. Kaum nehmt Ihr einen grünen Kreis wahr, gilt es diesen zu betätigen. Diesen Vorgang müsst Ihr einige Male wiederholen bis die Bombe letztendlich entschärft wird. Eine weitere Nutzung des Touchscreen ist das Öffnen von Lifttüren oder Heben von Gegenständen. Dabei werden auf dem Touchscreen blinkende, blaue Pfeile eingeblendet. In die jeweilige Richtung müsst Ihr dann mit dem Stylus streichen, um zum Beispiel ein Auto zu heben, welches bei einer Explosion auf ein Zivilist gefallen ist oder eine Lifttür zu Öffnen, um eure Mission fortzusetzen.
Zwei Parasiten sind besser als eine Spinne
Ein besonderes Merkmal von Ultimate Spider-Man sind die zwei Handlungsstränge der Hauptfiguren, Spider-Man und Venom. In einigen Abschnitten gilt es nämlich, sich als Venom den Weg freizuschlagen. Überwiegend seid Ihr jedoch mit Peter Parker unterwegs und rettet Menschen in Not. Zu euren Tagesaufgaben gehört unter anderem Geiselbefreiung, sei es bei einem Einbruch in der örtlichen Bank, oder bei einem Feuerausbruch in den heimischen vier Wänden. Natürlich bleibt es nicht nur dabei, denn auch Bösewichte feiern ihren Auftritt. So müsst Ihr euch gegen Rhino, Beetle und viele weitere Schurken behaupten. Zu Schluss steht natürlich dann der Kampf gegen Eddie Jr. aka Venom auf dem Programm.Spider-Man spielt sich recht simpel. Mit dem Steuerkreuz bewegt Ihr den Spinnenmann durch die Landschaft. Mit dem B-Knopf springt Ihr. Betätigt Ihr während des Sprunges erneut die B-Taste, schwingt sich Spidey durch die Luft. Der X-Knopf dient zum Schlagen und der A-Knopf zum Treten. Haltet Ihr den Y-Knopf gedrückt, wirft Spider-Man eine Netzleine um seine Gegner zu fesseln. Tippt Ihr dagegen nur kurz auf die Taste, dann wird lediglich ein kleiner Netzschuss abgefeuert. Die linke Schultertaste erlaubt euch das Ducken. Mit der Rechten hingegen, könnt Ihr Specialmoves durchführen, die auf dem Touchscreen anwählbar sind. Um diese Specialmoves zu benutzen, müsst Ihr während des Spieles durch Prügeln eine Leiste auffrischen. Blinkt diese steht dem Ausführen des Moves nichts mehr im Wege. Insgesamt gibt es fünf Specialmoves: Donnergrollen, Abrissbirne, Kopfnuss, Super-Mega Schlag und Adrenalinschub. Ach ja, bevor ich es vergesse: Spider-Man steuert Ihr auf dem oberen Bildschirm, während auf dem Touchscreen Comicschnipsel bei Aktionen eingeblendet werden.
Venom besitzt dagegen eine komplett eigene Steuerung, die für Abwechslung sorgt. Diesmal steuert Ihr die Figur direkt auf dem Touchscreen und betrachtet Comicausschnitte auf den oberen LCD. Bei der Fortbewegung hat sich nichts geändert. Die B-Taste dient auch weiterhin zum Springen. Der X-Knopf sorgt für einen Nahangriff und die A-Taste für eine Tentakelattacke. Mit Y führt Ihr einen Tentakel-Zug aus, der Gegner entweder schlägt oder fesselt. Die rechte Schultertaste dient zum Zehren. Da Eddies Anzug seine Kraft zehrt, sinkt im Verlauf eures Abenteuers eure Lebensanzeige. Deshalb gilt es dann, Opfer ausfindig zu machen und diese zu zehren. Das war es, bezüglich der digitalen Steuerungsvariante. Doch zum Glück hat man Venom auch eine Touchscreen-Steuerung spendiert, die sich wahrlich sehen lassen kann. Ihr steuert weiterhin eure Figur mit dem Steuerkreuz. Gesprungen wird diesmal jedoch mit der linken Schultertaste. Mit dem Stylus könnt Ihr nun eure Tentakel benutzen oder an Opfern zehren. Ihr seid auch in der Lage, Gegenstände mit euren Tentakel zu packen und auf Gegner zu schleudern. Alles in Einem eine recht innovative Steuerungsmöglichkeit, die für Abwechslung in der monotonen Welt von Spider-Man sorgt.
Multiplayer und die restlichen Angelegenheiten
Auch ein Mehrspieler-Modus ist mit von der Partie. Im 1vs1 tretet Ihr gegen einen Freund an und zeigt, wessen Netz das Längere ist. Leider benötigt jeder Spieler eine Cartridge, denn ein Single-Card Spiel wurde nicht integriert. Nichtsdestotrotz stellt der Multiplayer-Modus eine nette Dreingabe dar, mehr auch nicht. Kommen wir jedoch zurück zum Spiel: Während der Missionen treiben Zwischensequenzen in faszinierender Comic-Manier die Story voran. Dabei kommt die Synchronisation zum Vorschein, die, wie weiter oben schon erwähnt, einzigartig ist. Ein großer Kritikpunkt von Ultimate Spider-Man, welches jedoch auch positiv angesehen werden kann, ist der Suchtfaktor: Von der ersten Minute an wird man von diesem Comic derart fasziniert, dass man liebend gerne nie den DS ausschalten möchte und weiterspielen mag, um zu sehen, wie sich die Story entwickelt. Auch ist der Umfang im wahrsten Sinne des Wortes „ins Netz gefallen“. Erfahrene Spieler werden nicht mehr als zwei bis drei Tage für dieses Spiel benötigen. Der Widerspielwert ist zudem recht gering. Zwar schaltet man nach erfolgreichem Durchspielen Goodies frei wie neue Anzüge oder Extras, doch dies motiviert nicht allzu viel.Auch die KI der Gegner muss kritisiert werden. Diese sind zwar nicht unbedingt schlau, da sie meistens frontal angreifen, aber ihre Stärke ist fast unmenschlich. Trifft euch allein einmal der Stromstab, dürft Ihr euch über eine bis zur Hälfte gekürzte Lebensanzeige freuen. Auch Minen oder Granaten beschädigen euch derart, dass ein Neustart der Mission meistens die Folge ist. Zudem kommen schwierige Passagen vor, die Ihr eh mehrmals absolvieren müsst, bis Ihr sie zur Perfektion beherrscht und keine Fehler mehr ans Tageslicht bringt. Bestes Beispiel stellen Überwachungskameras dar: Werdet Ihr erstmal gesichtet, strömen unzählige Gegner auf euch ein, bis Ihr dieser verflixte Kamera ein Ende gesetzt habt. Oder Ihr trifft auf eine Laserkanone: Kaum bewegt Ihr euch à la Sam Fisher voran, um möglichst kein Aufsehen zu erregen, erblickt Ihr auf einmal am Ende des Bildschirmes die Konturen dieser Laserkanone, die natürlich einwandfrei funktioniert und blitzschnell auf eure Reaktionen wie Springen oder Ducken reagiert – Neustart ist dann das Zauberwort! Wie man sehen kann, ist auch Ultimate Spider-Man nicht fehlerfrei, bestreitet jedoch den richtigen Weg zu einem Top-Spiel.
Gennaro Grippo meint...
Ich muss gestehen, dass auch ich zuvor sehr skeptisch war. Aber ich wurde nicht enttäuscht und schon seit der ersten Minute von diesem Comic-Spiel gefesselt. Einfach einzigartig wie viel Liebe zum Detail diesmal die Entwickler in das Spiel gesteckt haben. Der Comic-Look passt ausgezeichnet zum Spiel und darf keinesfalls auf ein Kinderspiel schließen lassen. Doch vor allem haben es mir die Bosskämpfe angetan, die sehr viel Geschick und Taktik verlangen. Die einzige Enttäuschung für mich war der Umfang, den Schwierigkeitsgrad sah ich vielmehr als eine Art Herausforderung an!
Ich muss gestehen, dass auch ich zuvor sehr skeptisch war. Aber ich wurde nicht enttäuscht und schon seit der ersten Minute von diesem Comic-Spiel gefesselt. Einfach einzigartig wie viel Liebe zum Detail diesmal die Entwickler in das Spiel gesteckt haben. Der Comic-Look passt ausgezeichnet zum Spiel und darf keinesfalls auf ein Kinderspiel schließen lassen. Doch vor allem haben es mir die Bosskämpfe angetan, die sehr viel Geschick und Taktik verlangen. Die einzige Enttäuschung für mich war der Umfang, den Schwierigkeitsgrad sah ich vielmehr als eine Art Herausforderung an!

GRAFIK
Beeindruckende Comic-Kulisse und aufwendig gestaltete Levels mit viel Liebe zum Detail
Beeindruckende Comic-Kulisse und aufwendig gestaltete Levels mit viel Liebe zum Detail

SOUND
Ein brachialer Soundtrack, der von Anfang bis Ende mitfesselt
Ein brachialer Soundtrack, der von Anfang bis Ende mitfesselt

BEDIENUNG
Die Steuerung geht kinderleicht von der Hand und bietet Abwechslung im Hinblick auf den gespielten Charakter
Die Steuerung geht kinderleicht von der Hand und bietet Abwechslung im Hinblick auf den gespielten Charakter

UMFANG
Die Story ist umfangreich und man kann zwei Handlungsstränge spielen, der Multiplayer sorgt für weitere Unterhaltung
Die Story ist umfangreich und man kann zwei Handlungsstränge spielen, der Multiplayer sorgt für weitere Unterhaltung
SPIELSPASS
Zweifelsohne eine dicke Überraschung, schlichtweg das beste Spider-Man auf den Nintendo DS
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Zweifelsohne eine dicke Überraschung, schlichtweg das beste Spider-Man auf den Nintendo DS
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Action-Adventure
Entwickler
Vicarious Visions
Publisher
Activision
Releasedatum
20.10.2005
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Action-Adventure
Entwickler
Vicarious Visions
Publisher
Activision
Releasedatum
20.10.2005
USK-Freigabe

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