Lost Magic
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 26.06.2007
Un nuevo rey de los RPG
Für alle Unwissenden: Die Überschrift ist in Spanisch und bedeutet übersetzt "Eine neue Art von Rollenspiel". Mit diesem
Spruch wirbt Ubisoft auf dem Cover von Lost Magic, einem Rollenspiel der wirklich anderen Art. Für die Entwicklung
zeichnet sich jedoch nicht Ubisoft verantwortlich, sondern die japanische Kultschmiede Taito. Erfreulicherweise finden
immer mehr Rollenspiele den Weg auf den Nintendo DS und auch unabhängige Entwickler bringen vermehrt exklusive Spiele
für Nintendos neuem Handheld. Lost Magic ist in dieser Beziehung wahrlich ein Exklusiv-Spiel, da das vorhandene Konzept so
nicht auf anderen Konsolen umsetzbar wäre. Weshalb dennoch im Konzept Lücken vorzufinden sind und was genau nicht prickelnd
am Gameplay ist, beleuchten die folgenden Zeilen.
Es scheint zur Tagesordnung geworden zu sein, dass in einem Rollenspiel irgendwann ein Bösewicht auftaucht, das Land in Angst und Schrecken versetzt, das Böse entfesselt und ein armer, unschuldiger Knirps die Aufgabe bekommt, für Recht und Ordnung zu sorgen. So in etwa lässt sich die Story von Lost Magic sehr grob schildern. Die Geschehnisse sind nach dem Dahinscheiden des Großen Schöpfers der Welt angesiedelt. Um den Frieden auf Erden zu bewahren, verteilte der Schöpfer einst Sieben Stäbe, die von den so genannten sieben Weisen Männern bewacht wurden. Einer dieser Weisen Männer nannte sich Russell Lightbrad, der Vater unseres Hauptprotagonisten Isaac. Er war der so genannte Weise des Lichts, der, wie man sich sagt, der stärkste, wichtigste und weiseste der Sieben war. Das Böse nahm seinen Lauf, als eine der Sieben Weisen, die Diva des Zwielichts es satt hatte, den Zauberstab zu bewahren und für Ordnung auf der Welt zu sorgen. Prompt änderte sie ihr Image und verwandelte sich in den Bösewicht von Lost Magic. Sie lies Gegnerhorden auf die Länder stürmen, pechschwarze Wolken zum Vorschein kommen und brachte angeblich auch Isaacs Vater um die Ecke, nur um dessen Stab zu ergattern. Denn wenn sie in den Besitz aller sieben Stäbe kommt, ist sie die alleinige Herrscherin und sie kann ihren Wunsch, die Welt neu zu formen nach ihren Belieben, umsetzen. Klar, dass man nicht in den Urlaub fahren kann und so macht sich der junge Isaac auf, die Welt zu erkunden und Ihr das Handwerk zu legen, u.a. auch um Rache an seinem Vater zu nehmen. Erfreulicherweise bekam die Diva des Zwielichts, nachdem sie Russell Lightbrad besiegte, nicht den echten Zauberstab, sondern ein Imitat. Den realen Stab besitzt Isaac, den er vor Jahren von seinem Vater erhielt. Nun, in einer Zeit höchster Not erkennt Isaac das Potenzial in diesem Stab und durchstreift die Welt, um ein starker Zauberer zu werden, wie einst sein Vater...
Ein Fire Emblem für Profis?
Das Spiel verdient wahrlich die Bezeichnung "Eine neue Art von Rollenspiel". Dabei erinnert das Ganze im entferntesten Sinne an
Fire Emblem. Die Story wird durch Standbildern mit Sprechblasen vorangetrieben und erlaubt keine großen Interaktionsmöglichkeiten.
Teilweise werden euch Fragen gestellt, auf denen Ihr mit meistens zwei Antwortmöglichkeiten antworten könnt. Auf einer Übersichtkarte
bewegt Ihr euch von Punkt zu Punkt und durchstreift so nach und nach die Gegenden. Auf eine Stadtbesichtigung mit einer
Jugendherberge für die Nacht über oder einem Item-Shop verzichtet das Spiel, worin man schnell auch die Einfachheit des Titels erkennt.
Zudem verzichtet das Spiel gänzlich auf ein Optionsmenü, bietet euch aber die Möglichkeit die bevorzugte Hand beim Spielen
zu definieren, womit auch Linkshänder berücksichtigt sind. Weitere anwählbare Punkte im Hauptmenü sind lediglich "Neues Spiel",
"Spiel laden", "Multiplayer" und "Wi-Fi Connection".
Zu den Multiplayer-Modi ist nicht viel zu sagen. Im drahtlosen Mehrspieler-Modus könnt Ihr zwischen Versus-Kampf oder Freier Kampf wählen. Im Versus-Modus wählt man seinen Spielstand aus spielt fortan mit seinem eigenen Charakter. Zeil hierbei ist es logischer Weise als Gewinner das Match zu verlassen. Im Freiem Kampf hingegen wählt Ihr eine von sieben vorgefertigten Figuren aus und bestreitet den Kampf. Hinzu kommt, dass man noch seine Einheiten bearbeiten kann und man eine Karte wählen muss, auf der man das Duell austragen möchte. Eine nette Dreingabe ist das Versenden einer Demoversion. Somit werden auch denjenigen Einblicke anhand eines Tutorials gewährt, der mit dem Gameplay vertraut macht. Möchtet Ihr hingegen online via Wi-Fi Connection die Sau rauslassen, müsst Ihr zuvor eine Figur wählen. Danach eine Karte voten und eure zur Verfügung stehenden Einheiten bearbeiten. Zu Schluss sucht Ihr euch noch einen Gegner und schon kann das Spiel beginnen. Leider muss ausgerechnet im Online-Modus Lost Magic Minuspunkte einkassieren. Die Latenzzeiten scheinen beim Spielen sehr hoch zu sein, andernfalls kann man sich nicht erklären, dass alle Reaktionen mit einigen Sekunden Verspätung in Kraft treten, was bei einem Spiel wie Lost Magic den Sieg kosten kann. Man schlägt wahrlich auf den Nintendo DS samt Touchscreen ein bis man verinnerlicht hat, dass das Spiel erst nach einer Zeitverzögerung von ca. 5sek auf die eingegebenen Befehle reagiert. Ausgerechnet im Wi-Fi - Modus hätte das Spiel ein richtiges Leckerbissen werden können, so ist es leider fast unspielbar und vor allem Anfänger sollten auf jeden Fall die Finger von diesem Modus lassen. So viel Frust und Ärger, wie bei einem Online-Match aufkommt, könnte bestimmen, ob man das Spiel gleich in die Mülltonne schmeißt oder doch lieber zum Geschäft zurückbringt und sein Geld verlangt.
Schnapp' Sie dir alle!
In Lost Magic ist das wichtigste Utensil des Hauptprotagonisten sein Zauberstab. Isaac ist ohne den Stab wahrlich aufgeschmissen,
lassen sich damit doch Wunden heilen, Gegner besiegen oder auch Kreaturen einfangen. In erster Linie sind aber die Runen
wichtig, die Ihr während eures Abenteuers erlernt. Es gibt insgesamt sechs Runen: Feuerrune, Wasserrune, Windrune, Erdrune, Lichtrune
und die Rune der Finsternis. Während die ersten fünf Runen sich eher für den Angriff eignen, stellt die Rune der Finsternis den
PokéBall dar, mit dem Ihr Monster einfangen könnt und fortan im Kampf kommandieren dürft. Alle Befehle werden über den
Touchscreen vergeben. Dabei wird im wahrsten Sinne des Wortes euer Stylus zum Zauberstab. Durch betätigen der linken
Schultertaste ruft Ihr das Runenfenster auf, ähnlich wie in "Castlevania: Dawn of Sorrow". Der obere Bildschirm verwandelt sich
dabei in einem Zauberbuchbildschirm, der euch auf einem Blick alle zur Verfügung stehenden Runen zeigt. Diese müsst Ihr dann
lediglich auf dem Touchscreen zeichnen, möglich präzise. Solltet Ihr zu schlampig die Runen auf den Touchscreen kritzeln,
wird der Zauber nicht entfesselt. Dabei muss man aber erwähnen, dass die Runenerkennung sehr gut vonstatten geht und teils auch
Extremfälle durchgehen lassen. Alle Standardrunen haben zudem Entwicklungsstufen und sobald Ihr die nötige Fähigkeit erlernt,
dürft Ihr auch Runen kombinieren um noch mehr Schaden zuzufügen, was im späteren Spielverlauf bitter nötig ist. Die
Monsterschar reicht von Orks und Zwegen, von Todesfischen und Geister bis hin zu Giganten. Alle lassen sich, wenn sie geschwächt sind,
einfangen. Äußerst schwierig wird es erst, wenn man gegen andere Zauberer antreten muss. Diese haben meist auch selbst
Monster auf ihre Seite und haben beherrschen Zaubersprüche, die euch mit einem Schlag ins Paradies befördern. Demnach ist große
Vorsicht und viel Taktik gefragt.
Die Einheiten steuern sich recht einfach: Mit dem Stylus zeichnet Ihr einen Kreis um die Einheiten und tippt daraufhin auf einen beliebigen Ort auf der Karte. Sofort begeben sich die Monster samt Isaac, wenn auch nur im Schneckentempo, Richtung Ziel. Sollte eines eurer Einheiten verletzt sein, könnt Ihr durch eine Lichtrune die Lebenspunkte wiederherstellen. Dabei müsst Ihr zuvr die Rune zeichnen und danach auf die Einheit klicken, die den Zauber erfahren soll. Alles in allem geht die Steuerung recht einfach von der Hand. Aufgrund des zu hohen Schwierigkeitsgrades führt das Spiel des Öfteren zu Frustmomenten und Wutausbrüche scheinen der logische Nebeneffekt zu sein, auch wenn leider nicht in der Packungsbeilage erwähnt.
Prepare to get bashed
Um ehrlich zu sein gibt es wenig an Lost Magic wirklich zu loben. Kurzgefasst kommt solide Technik zum Vorschein, die
sogar auf dem Gameboy Advance umsetzbar gewesen wäre. Der einzige Grund, der Lost Magic Nintendo DS-tauglich macht ist
sein einzigartiges Konzept, welches es womöglich kein zweites Mal gibt. Sogar Fire Emblem oder Pokémon bieten viel mehr
Abwechslung und Spaß, während Lost Magic sehr wahrscheinlich ein Synonym für Frust wird. Man muss auch gestehen, dass abgesehen
vom unmenschlichen Schwierigkeitsgrad eigentlich alles im akzeptablen Bereich ist. Die Grafik reißt keine Bäume aus und sieht
bei weitem nicht so großartig aus wie Final Fantasy III oder Dragon Quest Monsters: Joker aus, aber immerhin nett anzusehen ist.
Der Sound hält sich eher im wahrsten Sinne des Wortes im Hintergrund und ist leider nicht allzu berauschend. Schön anzuhöhrende
Melodien kommen aus den Lautsprechern heraus, die von harmonisch bis dramatisch reichen. Auf Sprachausgabe wurde gänzlich
verzichtet, stattdessen darf sich der Spieler durch Sprechblasen durchklicken und gelegentlich seine Meinung in Form einer
Antwortmöglichkeit kundtun. Wie man gut erkennen kann, ist aus Lost Magic nichts Großes geworden - ein gutes Spiel, nicht mehr.
Für alle Unwissenden: Die Überschrift ist in Spanisch und bedeutet übersetzt "Eine neue Art von Rollenspiel". Mit diesem
Spruch wirbt Ubisoft auf dem Cover von Lost Magic, einem Rollenspiel der wirklich anderen Art. Für die Entwicklung
zeichnet sich jedoch nicht Ubisoft verantwortlich, sondern die japanische Kultschmiede Taito. Erfreulicherweise finden
immer mehr Rollenspiele den Weg auf den Nintendo DS und auch unabhängige Entwickler bringen vermehrt exklusive Spiele
für Nintendos neuem Handheld. Lost Magic ist in dieser Beziehung wahrlich ein Exklusiv-Spiel, da das vorhandene Konzept so
nicht auf anderen Konsolen umsetzbar wäre. Weshalb dennoch im Konzept Lücken vorzufinden sind und was genau nicht prickelnd
am Gameplay ist, beleuchten die folgenden Zeilen.Es scheint zur Tagesordnung geworden zu sein, dass in einem Rollenspiel irgendwann ein Bösewicht auftaucht, das Land in Angst und Schrecken versetzt, das Böse entfesselt und ein armer, unschuldiger Knirps die Aufgabe bekommt, für Recht und Ordnung zu sorgen. So in etwa lässt sich die Story von Lost Magic sehr grob schildern. Die Geschehnisse sind nach dem Dahinscheiden des Großen Schöpfers der Welt angesiedelt. Um den Frieden auf Erden zu bewahren, verteilte der Schöpfer einst Sieben Stäbe, die von den so genannten sieben Weisen Männern bewacht wurden. Einer dieser Weisen Männer nannte sich Russell Lightbrad, der Vater unseres Hauptprotagonisten Isaac. Er war der so genannte Weise des Lichts, der, wie man sich sagt, der stärkste, wichtigste und weiseste der Sieben war. Das Böse nahm seinen Lauf, als eine der Sieben Weisen, die Diva des Zwielichts es satt hatte, den Zauberstab zu bewahren und für Ordnung auf der Welt zu sorgen. Prompt änderte sie ihr Image und verwandelte sich in den Bösewicht von Lost Magic. Sie lies Gegnerhorden auf die Länder stürmen, pechschwarze Wolken zum Vorschein kommen und brachte angeblich auch Isaacs Vater um die Ecke, nur um dessen Stab zu ergattern. Denn wenn sie in den Besitz aller sieben Stäbe kommt, ist sie die alleinige Herrscherin und sie kann ihren Wunsch, die Welt neu zu formen nach ihren Belieben, umsetzen. Klar, dass man nicht in den Urlaub fahren kann und so macht sich der junge Isaac auf, die Welt zu erkunden und Ihr das Handwerk zu legen, u.a. auch um Rache an seinem Vater zu nehmen. Erfreulicherweise bekam die Diva des Zwielichts, nachdem sie Russell Lightbrad besiegte, nicht den echten Zauberstab, sondern ein Imitat. Den realen Stab besitzt Isaac, den er vor Jahren von seinem Vater erhielt. Nun, in einer Zeit höchster Not erkennt Isaac das Potenzial in diesem Stab und durchstreift die Welt, um ein starker Zauberer zu werden, wie einst sein Vater...
Ein Fire Emblem für Profis?
Das Spiel verdient wahrlich die Bezeichnung "Eine neue Art von Rollenspiel". Dabei erinnert das Ganze im entferntesten Sinne an
Fire Emblem. Die Story wird durch Standbildern mit Sprechblasen vorangetrieben und erlaubt keine großen Interaktionsmöglichkeiten.
Teilweise werden euch Fragen gestellt, auf denen Ihr mit meistens zwei Antwortmöglichkeiten antworten könnt. Auf einer Übersichtkarte
bewegt Ihr euch von Punkt zu Punkt und durchstreift so nach und nach die Gegenden. Auf eine Stadtbesichtigung mit einer
Jugendherberge für die Nacht über oder einem Item-Shop verzichtet das Spiel, worin man schnell auch die Einfachheit des Titels erkennt.
Zudem verzichtet das Spiel gänzlich auf ein Optionsmenü, bietet euch aber die Möglichkeit die bevorzugte Hand beim Spielen
zu definieren, womit auch Linkshänder berücksichtigt sind. Weitere anwählbare Punkte im Hauptmenü sind lediglich "Neues Spiel",
"Spiel laden", "Multiplayer" und "Wi-Fi Connection".Zu den Multiplayer-Modi ist nicht viel zu sagen. Im drahtlosen Mehrspieler-Modus könnt Ihr zwischen Versus-Kampf oder Freier Kampf wählen. Im Versus-Modus wählt man seinen Spielstand aus spielt fortan mit seinem eigenen Charakter. Zeil hierbei ist es logischer Weise als Gewinner das Match zu verlassen. Im Freiem Kampf hingegen wählt Ihr eine von sieben vorgefertigten Figuren aus und bestreitet den Kampf. Hinzu kommt, dass man noch seine Einheiten bearbeiten kann und man eine Karte wählen muss, auf der man das Duell austragen möchte. Eine nette Dreingabe ist das Versenden einer Demoversion. Somit werden auch denjenigen Einblicke anhand eines Tutorials gewährt, der mit dem Gameplay vertraut macht. Möchtet Ihr hingegen online via Wi-Fi Connection die Sau rauslassen, müsst Ihr zuvor eine Figur wählen. Danach eine Karte voten und eure zur Verfügung stehenden Einheiten bearbeiten. Zu Schluss sucht Ihr euch noch einen Gegner und schon kann das Spiel beginnen. Leider muss ausgerechnet im Online-Modus Lost Magic Minuspunkte einkassieren. Die Latenzzeiten scheinen beim Spielen sehr hoch zu sein, andernfalls kann man sich nicht erklären, dass alle Reaktionen mit einigen Sekunden Verspätung in Kraft treten, was bei einem Spiel wie Lost Magic den Sieg kosten kann. Man schlägt wahrlich auf den Nintendo DS samt Touchscreen ein bis man verinnerlicht hat, dass das Spiel erst nach einer Zeitverzögerung von ca. 5sek auf die eingegebenen Befehle reagiert. Ausgerechnet im Wi-Fi - Modus hätte das Spiel ein richtiges Leckerbissen werden können, so ist es leider fast unspielbar und vor allem Anfänger sollten auf jeden Fall die Finger von diesem Modus lassen. So viel Frust und Ärger, wie bei einem Online-Match aufkommt, könnte bestimmen, ob man das Spiel gleich in die Mülltonne schmeißt oder doch lieber zum Geschäft zurückbringt und sein Geld verlangt.
Schnapp' Sie dir alle!
In Lost Magic ist das wichtigste Utensil des Hauptprotagonisten sein Zauberstab. Isaac ist ohne den Stab wahrlich aufgeschmissen,
lassen sich damit doch Wunden heilen, Gegner besiegen oder auch Kreaturen einfangen. In erster Linie sind aber die Runen
wichtig, die Ihr während eures Abenteuers erlernt. Es gibt insgesamt sechs Runen: Feuerrune, Wasserrune, Windrune, Erdrune, Lichtrune
und die Rune der Finsternis. Während die ersten fünf Runen sich eher für den Angriff eignen, stellt die Rune der Finsternis den
PokéBall dar, mit dem Ihr Monster einfangen könnt und fortan im Kampf kommandieren dürft. Alle Befehle werden über den
Touchscreen vergeben. Dabei wird im wahrsten Sinne des Wortes euer Stylus zum Zauberstab. Durch betätigen der linken
Schultertaste ruft Ihr das Runenfenster auf, ähnlich wie in "Castlevania: Dawn of Sorrow". Der obere Bildschirm verwandelt sich
dabei in einem Zauberbuchbildschirm, der euch auf einem Blick alle zur Verfügung stehenden Runen zeigt. Diese müsst Ihr dann
lediglich auf dem Touchscreen zeichnen, möglich präzise. Solltet Ihr zu schlampig die Runen auf den Touchscreen kritzeln,
wird der Zauber nicht entfesselt. Dabei muss man aber erwähnen, dass die Runenerkennung sehr gut vonstatten geht und teils auch
Extremfälle durchgehen lassen. Alle Standardrunen haben zudem Entwicklungsstufen und sobald Ihr die nötige Fähigkeit erlernt,
dürft Ihr auch Runen kombinieren um noch mehr Schaden zuzufügen, was im späteren Spielverlauf bitter nötig ist. Die
Monsterschar reicht von Orks und Zwegen, von Todesfischen und Geister bis hin zu Giganten. Alle lassen sich, wenn sie geschwächt sind,
einfangen. Äußerst schwierig wird es erst, wenn man gegen andere Zauberer antreten muss. Diese haben meist auch selbst
Monster auf ihre Seite und haben beherrschen Zaubersprüche, die euch mit einem Schlag ins Paradies befördern. Demnach ist große
Vorsicht und viel Taktik gefragt. Die Einheiten steuern sich recht einfach: Mit dem Stylus zeichnet Ihr einen Kreis um die Einheiten und tippt daraufhin auf einen beliebigen Ort auf der Karte. Sofort begeben sich die Monster samt Isaac, wenn auch nur im Schneckentempo, Richtung Ziel. Sollte eines eurer Einheiten verletzt sein, könnt Ihr durch eine Lichtrune die Lebenspunkte wiederherstellen. Dabei müsst Ihr zuvr die Rune zeichnen und danach auf die Einheit klicken, die den Zauber erfahren soll. Alles in allem geht die Steuerung recht einfach von der Hand. Aufgrund des zu hohen Schwierigkeitsgrades führt das Spiel des Öfteren zu Frustmomenten und Wutausbrüche scheinen der logische Nebeneffekt zu sein, auch wenn leider nicht in der Packungsbeilage erwähnt.
Prepare to get bashed
Um ehrlich zu sein gibt es wenig an Lost Magic wirklich zu loben. Kurzgefasst kommt solide Technik zum Vorschein, die
sogar auf dem Gameboy Advance umsetzbar gewesen wäre. Der einzige Grund, der Lost Magic Nintendo DS-tauglich macht ist
sein einzigartiges Konzept, welches es womöglich kein zweites Mal gibt. Sogar Fire Emblem oder Pokémon bieten viel mehr
Abwechslung und Spaß, während Lost Magic sehr wahrscheinlich ein Synonym für Frust wird. Man muss auch gestehen, dass abgesehen
vom unmenschlichen Schwierigkeitsgrad eigentlich alles im akzeptablen Bereich ist. Die Grafik reißt keine Bäume aus und sieht
bei weitem nicht so großartig aus wie Final Fantasy III oder Dragon Quest Monsters: Joker aus, aber immerhin nett anzusehen ist.
Der Sound hält sich eher im wahrsten Sinne des Wortes im Hintergrund und ist leider nicht allzu berauschend. Schön anzuhöhrende
Melodien kommen aus den Lautsprechern heraus, die von harmonisch bis dramatisch reichen. Auf Sprachausgabe wurde gänzlich
verzichtet, stattdessen darf sich der Spieler durch Sprechblasen durchklicken und gelegentlich seine Meinung in Form einer
Antwortmöglichkeit kundtun. Wie man gut erkennen kann, ist aus Lost Magic nichts Großes geworden - ein gutes Spiel, nicht mehr.
Gennaro Grippo meint...
Mit Lost Magic hat Taito ein recht gutes, neuartiges Rollenspiel entwickelt. Man gab sich viel Mühe ein einzigartiges und innovatives Konzept auf die Beine zu stellen, was ihnen letztlich auch gelungen ist. Doch leider verschenkt das Spiel aufgrund des zu hohen Schwierigkeitsgrades enorm viel Potenzial. Alles in allem ist Lost Magic ein recht gut gelungenes Strategie-Rollenspiel, welches jedoch eindeutig Profis anspricht. Anfänger haben hier nicht gut lachen.
Mit Lost Magic hat Taito ein recht gutes, neuartiges Rollenspiel entwickelt. Man gab sich viel Mühe ein einzigartiges und innovatives Konzept auf die Beine zu stellen, was ihnen letztlich auch gelungen ist. Doch leider verschenkt das Spiel aufgrund des zu hohen Schwierigkeitsgrades enorm viel Potenzial. Alles in allem ist Lost Magic ein recht gut gelungenes Strategie-Rollenspiel, welches jedoch eindeutig Profis anspricht. Anfänger haben hier nicht gut lachen.

GRAFIK
Oldschool 2D-Optik mit schönen Zaubereffekten und ansehlichen Animationen
Oldschool 2D-Optik mit schönen Zaubereffekten und ansehlichen Animationen

SOUND
Sich zu oft wiederholendes Gedudel, die Melodien kennt man nach wenigen Minuten auswendig
Sich zu oft wiederholendes Gedudel, die Melodien kennt man nach wenigen Minuten auswendig

BEDIENUNG
Zauberrunen werden per Stylus auf den Touchscreen gezeichnet, Einheiten befehligt und Menüs durchstreift
Zauberrunen werden per Stylus auf den Touchscreen gezeichnet, Einheiten befehligt und Menüs durchstreift

UMFANG
Umfangreiche Story mit stellenweise ziemlich schwierigen Passagen, mehr Abwechslung gibts dann aber auch nicht
Umfangreiche Story mit stellenweise ziemlich schwierigen Passagen, mehr Abwechslung gibts dann aber auch nicht
SPIELSPASS
Liebevoll gestaltetes Strategie-RPG der alten Schule, dessen größter Kritikpunkt der stellenweise unmenschliche Schwierigkeitsgrad ist
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Liebevoll gestaltetes Strategie-RPG der alten Schule, dessen größter Kritikpunkt der stellenweise unmenschliche Schwierigkeitsgrad ist
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Strategie
Entwickler
Taito
Publisher
Ubisoft
Releasedatum
25.05.2006
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Strategie
Entwickler
Taito
Publisher
Ubisoft
Releasedatum
25.05.2006
USK-Freigabe

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