Zoo Keeper
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 26.06.2007
Zoo anders!
Ab und an beschert uns das Land der aufgehenden Sonne Spiele, deren Präsentation schon vor dem Anspielen die europäischen Geister scheidet. Zumeist handelt es sich dabei um quietschbunte Titel, die mitsamt einer unschuldigen knappen Story und im Allgemeinen auch nervigen Soundeffekten daher kommen. Im Mature-Titel-Verseuchten PAL-Gebiet stößt diese Art der Videospiele oft auf Ablehnung oder aber eben auf euphorische Zustimmung. Kurz gesagt: Entweder man liebt das Spiel oder man wird es auch dann nicht anfassen, wenn es das einzige Verbliebene auf diesem Planeten wäre.
Solch ein Titel ist auch Zoo Keeper, der verrückte Puzzler von Budiez.inc. Als Zoowärter habt Ihr in dem Titel alle Hände voll zu tun und müsst die chaotischen Zustände im historischen Zoo am Stadtrand. Denn die Tiere des Zoos hatten genug von der arroganten Art ihres alten Wärters und rebellierten aus diesem Grund. Euch im Nacken sitzt ein erbarmungsloser Chef, der zwar selbst keinen Finger krumm macht, der aber zumindest weiß, wie er Euch zu „motivieren“ hat. Eure Aufgabe ist eigentlich simpel. Versucht, in dem Chaos den Überblick zu behalten und fangt die Zootiere wieder ein.
Zoo süchtig!
Fünf Spielmodi beinhaltet der Puzzler, welche sich marginal von einander unterscheiden. Im Spielmodus „Normal“ erhaltet Ihr in jedem Level eine Vorgabe, wie viele Tiere Ihr einfangen müsst. Habt Ihr diese Vorgabe erfüllt, gelangt Ihr in das nächste Level. Die Tiere einzufangen ist dank Touch Screen sehr einfach. Das quadratische Spielfeld mit insgesamt 64 Feldern beinhaltet 64 Tiere, unter anderem Krokodile oder Giraffen. Um die Tiere nun wieder einzufangen, müsst Ihr drei von Ihnen in eine Reihe bringen. Dies wird dadurch erschwert, dass Ihr jedes Tier immer nur horizontal oder vertikal bewegen könnt, falls es mit dieser Bewegung eine (mindestens) Dreier-Reihe vollendet oder wenn dies dem Tauschpartner gelingt. Werden durch den Zug allerdings keine Tiere gefangen, nehmen beide Arten wieder die vorherige Position ein.
Während dem Spielen läuft die Zeit erbarmungslos gegen Euch. Ihr könnt Sie durch das Einfangen der Tiere allerdings wieder aufladen, wobei Ihr in höheren Levelstufen sehr schnell sein müsst. Solltet Ihr einmal den Überblick verlieren und keine Bewegungsmöglichkeit sehen, könnt Ihr Euch eine kleine Hilfe zu Nutzen machen. Drei Ferngläser stehen Euch zur Verfügung, die Ihr jeweils einmal verwenden könnt. Diese zeigen dann Stellen an, an denen Ihr weiter verschieben könnt. Erreicht Ihr bestimmte Punktzahlen, erhaltet Ihr benutzte Ferngläser zurück.
Um möglichst viele Punkte zu erreichen, solltet Ihr dabei darauf achten, Combos mit Euren Zügen durchzuführen. Denn umso mehr Reihen hintereinander gefangen werde, desto mehr Punkte landen auf Eurem Konto. In jedem Level gibt es außerdem ein spezielles Glückstier, welches auf dem oberen Screen angezeigt wird. Für dieses erhaltet Ihr die doppelte Punktzahl, wenn Ihr es fangt. Außerdem tauchen ab und an Spezialfelder auf, die das Spielfeld gehörig durcheinander würfeln können. Auf diesen werden alle aktuell verfügbaren Tierarten durchgeschaltet. Klickt Ihr mit dem Stylus auf diesen Block, stoppt er bei einer Tierart. Diese wird dann komplett auf dem ganzen Spielfeld gefangen.
Neben dem normalen Spielmodus ist es vor allem der Tokoton-Modus, der den Suchtfaktor von Zoo Keeper ausmacht. In diesem Endlos-Modus müsst Ihr einfach so viele Tiere fangen wie Ihr könnt. Schafft Ihr es dabei, 100 Tiere einer Art zu fangen, erreicht Ihr ein weiteres Level. Dort erhaltet Ihr noch mehr Punkte pro gefangenes Tier, allerdings nimmt auch der Schwierigkeitsgrad zu. Zum einen kommen neue Tiere hinzu, die dann natürlich die Verschiebe-Möglichkeiten eingrenzen. Zum anderen sitzt Euch auch im Tokoton-Modus das Zeitlimit im Nacken. Ähnlich dem Urvater des Puzzle-Spiels Tetris könnt Ihr im Tokoton-Modus einige Stunden vorbeiziehen lassen, ohne dass Ihr es wirklich merkt. Und dies ist wohl das wichtigste Kriterium für einen Puzzler.
Zoo zusammen!
Im Quest-Modus kommt der große Auftritt des Zoodirektors. Während sich der impulsive Kerl in den anderen Spielmodi zurückhält, gibt er Euch hier Aufgaben vor, die Ihr bewältigen müsst. Dabei warten insgesamt zehn Aufgaben auf Euch.
Der Modus „Auf Zeit“ ist dagegen perfekt für das kurze Spiel zwischendurch geeignet. Denn egal, wie gut Ihr seid, nach sechs Minuten ist das Spiel in jedem Fall beendet. Hier geht es also darum, in dieser kurzen Zeit so viele Punkte wie möglich zu sammeln.
Um bei Suchtspielen nicht völlig sozial zu verarmen, wird in der Regel ein Multiplayer-Modus eingebaut, damit Ihr wenigstens einige wenige Freunde nicht komplett vergesst. Zoo Keeper macht da keine Ausnahme und bricht auch nicht mit der Tradition vieler DS-Spiele, Multiplayer-Spiele mit nur einem Modul dank Download Play zuzulassen. So muss also nur einer von Euch Zoo Keeper selbst besitzen und der andere lädt per WLAN alle erforderlichen Daten in seinen Zwischenspeicher.
Im Multiplayer-Modus geht es darum, dem Gegner zu schaden. Fangt Ihr Tiere, stehlt Ihr zugleich Eurem Kontrahenten wertvolle Zeit. Der Spieler, dessen Zeitbalken sich als erster zum Ende neigt, hat verloren. Es werden maximal drei Runden gespielt. Wer also zuerst zwei Siege verbuchen kann, hat insgesamt gewonnen. Dabei unterstützen Euch noch einige Gegenstände. Ein Herz etwa füllt Eure gesamte Zeit wieder auf. Das Fernglas erfüllt den gleichen Zweck wie im Singleplayer. Um Euren Gegner aus dem Tritt zu bringen, gibt es außerdem einen Eimer, der für den Gegner die Tierfarbe ändert und auch einen störrischen Pfleger, der eine Tierart auf dem gegnerischen Bildschirm einnimmt und fortan im Weg steht. Gerade dank Download Play ist der Multiplayer-Part sehr gelungen. Noch dazu hilft er, Neueinsteigern direkt das Suchtpotenzial des Titels vorzuführen.
Zoo technisch!
Spartanische Grafik und quietschige Soundeffekte. Seien wir doch ehrlich, etwas anderes erwarten wir bei einem Puzzler gar nicht. Die Grafik des Spiels ist äußerst zweckmäßig, ohne dabei aber wirklich zu stören. Denn nur mit dieser einfachen Aufmachung bleibt zumindest ein wenig Übersicht im Zoo-Chaos gewährleistet.
Die Soundeffekte dagegen wollen alles, aber nicht harmonisch klingen. Diese erfüllen einzig und allein den Zweck, Euch in schwierigen Situationen die Konzentration zu rauben und Euch abzulenken. Und vor allem in den letzten Atemzügen vor Ende eines Zeitlimits, wenn eine Art Sirene zugeschaltet wird und alle Tiere auf dem Schirm beginnen, hin und her zu wackeln, erfüllt alles vollkommen seinen Zweck. Wer in dieser Spielphase keinen Anflug von Panik und totaler Orientierungslosigkeit erfährt, muss eindeutig zu cool für diese Welt sein.
Ab und an beschert uns das Land der aufgehenden Sonne Spiele, deren Präsentation schon vor dem Anspielen die europäischen Geister scheidet. Zumeist handelt es sich dabei um quietschbunte Titel, die mitsamt einer unschuldigen knappen Story und im Allgemeinen auch nervigen Soundeffekten daher kommen. Im Mature-Titel-Verseuchten PAL-Gebiet stößt diese Art der Videospiele oft auf Ablehnung oder aber eben auf euphorische Zustimmung. Kurz gesagt: Entweder man liebt das Spiel oder man wird es auch dann nicht anfassen, wenn es das einzige Verbliebene auf diesem Planeten wäre. Solch ein Titel ist auch Zoo Keeper, der verrückte Puzzler von Budiez.inc. Als Zoowärter habt Ihr in dem Titel alle Hände voll zu tun und müsst die chaotischen Zustände im historischen Zoo am Stadtrand. Denn die Tiere des Zoos hatten genug von der arroganten Art ihres alten Wärters und rebellierten aus diesem Grund. Euch im Nacken sitzt ein erbarmungsloser Chef, der zwar selbst keinen Finger krumm macht, der aber zumindest weiß, wie er Euch zu „motivieren“ hat. Eure Aufgabe ist eigentlich simpel. Versucht, in dem Chaos den Überblick zu behalten und fangt die Zootiere wieder ein.
Zoo süchtig!
Fünf Spielmodi beinhaltet der Puzzler, welche sich marginal von einander unterscheiden. Im Spielmodus „Normal“ erhaltet Ihr in jedem Level eine Vorgabe, wie viele Tiere Ihr einfangen müsst. Habt Ihr diese Vorgabe erfüllt, gelangt Ihr in das nächste Level. Die Tiere einzufangen ist dank Touch Screen sehr einfach. Das quadratische Spielfeld mit insgesamt 64 Feldern beinhaltet 64 Tiere, unter anderem Krokodile oder Giraffen. Um die Tiere nun wieder einzufangen, müsst Ihr drei von Ihnen in eine Reihe bringen. Dies wird dadurch erschwert, dass Ihr jedes Tier immer nur horizontal oder vertikal bewegen könnt, falls es mit dieser Bewegung eine (mindestens) Dreier-Reihe vollendet oder wenn dies dem Tauschpartner gelingt. Werden durch den Zug allerdings keine Tiere gefangen, nehmen beide Arten wieder die vorherige Position ein.
Während dem Spielen läuft die Zeit erbarmungslos gegen Euch. Ihr könnt Sie durch das Einfangen der Tiere allerdings wieder aufladen, wobei Ihr in höheren Levelstufen sehr schnell sein müsst. Solltet Ihr einmal den Überblick verlieren und keine Bewegungsmöglichkeit sehen, könnt Ihr Euch eine kleine Hilfe zu Nutzen machen. Drei Ferngläser stehen Euch zur Verfügung, die Ihr jeweils einmal verwenden könnt. Diese zeigen dann Stellen an, an denen Ihr weiter verschieben könnt. Erreicht Ihr bestimmte Punktzahlen, erhaltet Ihr benutzte Ferngläser zurück. Um möglichst viele Punkte zu erreichen, solltet Ihr dabei darauf achten, Combos mit Euren Zügen durchzuführen. Denn umso mehr Reihen hintereinander gefangen werde, desto mehr Punkte landen auf Eurem Konto. In jedem Level gibt es außerdem ein spezielles Glückstier, welches auf dem oberen Screen angezeigt wird. Für dieses erhaltet Ihr die doppelte Punktzahl, wenn Ihr es fangt. Außerdem tauchen ab und an Spezialfelder auf, die das Spielfeld gehörig durcheinander würfeln können. Auf diesen werden alle aktuell verfügbaren Tierarten durchgeschaltet. Klickt Ihr mit dem Stylus auf diesen Block, stoppt er bei einer Tierart. Diese wird dann komplett auf dem ganzen Spielfeld gefangen.
Neben dem normalen Spielmodus ist es vor allem der Tokoton-Modus, der den Suchtfaktor von Zoo Keeper ausmacht. In diesem Endlos-Modus müsst Ihr einfach so viele Tiere fangen wie Ihr könnt. Schafft Ihr es dabei, 100 Tiere einer Art zu fangen, erreicht Ihr ein weiteres Level. Dort erhaltet Ihr noch mehr Punkte pro gefangenes Tier, allerdings nimmt auch der Schwierigkeitsgrad zu. Zum einen kommen neue Tiere hinzu, die dann natürlich die Verschiebe-Möglichkeiten eingrenzen. Zum anderen sitzt Euch auch im Tokoton-Modus das Zeitlimit im Nacken. Ähnlich dem Urvater des Puzzle-Spiels Tetris könnt Ihr im Tokoton-Modus einige Stunden vorbeiziehen lassen, ohne dass Ihr es wirklich merkt. Und dies ist wohl das wichtigste Kriterium für einen Puzzler.
Zoo zusammen!
Im Quest-Modus kommt der große Auftritt des Zoodirektors. Während sich der impulsive Kerl in den anderen Spielmodi zurückhält, gibt er Euch hier Aufgaben vor, die Ihr bewältigen müsst. Dabei warten insgesamt zehn Aufgaben auf Euch.
Der Modus „Auf Zeit“ ist dagegen perfekt für das kurze Spiel zwischendurch geeignet. Denn egal, wie gut Ihr seid, nach sechs Minuten ist das Spiel in jedem Fall beendet. Hier geht es also darum, in dieser kurzen Zeit so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Um bei Suchtspielen nicht völlig sozial zu verarmen, wird in der Regel ein Multiplayer-Modus eingebaut, damit Ihr wenigstens einige wenige Freunde nicht komplett vergesst. Zoo Keeper macht da keine Ausnahme und bricht auch nicht mit der Tradition vieler DS-Spiele, Multiplayer-Spiele mit nur einem Modul dank Download Play zuzulassen. So muss also nur einer von Euch Zoo Keeper selbst besitzen und der andere lädt per WLAN alle erforderlichen Daten in seinen Zwischenspeicher.
Im Multiplayer-Modus geht es darum, dem Gegner zu schaden. Fangt Ihr Tiere, stehlt Ihr zugleich Eurem Kontrahenten wertvolle Zeit. Der Spieler, dessen Zeitbalken sich als erster zum Ende neigt, hat verloren. Es werden maximal drei Runden gespielt. Wer also zuerst zwei Siege verbuchen kann, hat insgesamt gewonnen. Dabei unterstützen Euch noch einige Gegenstände. Ein Herz etwa füllt Eure gesamte Zeit wieder auf. Das Fernglas erfüllt den gleichen Zweck wie im Singleplayer. Um Euren Gegner aus dem Tritt zu bringen, gibt es außerdem einen Eimer, der für den Gegner die Tierfarbe ändert und auch einen störrischen Pfleger, der eine Tierart auf dem gegnerischen Bildschirm einnimmt und fortan im Weg steht. Gerade dank Download Play ist der Multiplayer-Part sehr gelungen. Noch dazu hilft er, Neueinsteigern direkt das Suchtpotenzial des Titels vorzuführen.
Zoo technisch!
Spartanische Grafik und quietschige Soundeffekte. Seien wir doch ehrlich, etwas anderes erwarten wir bei einem Puzzler gar nicht. Die Grafik des Spiels ist äußerst zweckmäßig, ohne dabei aber wirklich zu stören. Denn nur mit dieser einfachen Aufmachung bleibt zumindest ein wenig Übersicht im Zoo-Chaos gewährleistet.
Die Soundeffekte dagegen wollen alles, aber nicht harmonisch klingen. Diese erfüllen einzig und allein den Zweck, Euch in schwierigen Situationen die Konzentration zu rauben und Euch abzulenken. Und vor allem in den letzten Atemzügen vor Ende eines Zeitlimits, wenn eine Art Sirene zugeschaltet wird und alle Tiere auf dem Schirm beginnen, hin und her zu wackeln, erfüllt alles vollkommen seinen Zweck. Wer in dieser Spielphase keinen Anflug von Panik und totaler Orientierungslosigkeit erfährt, muss eindeutig zu cool für diese Welt sein.
Heiko Ellinger meint...
Eine Warnung: Trotz für einige Menschen abschreckender Präsentation ist Zoo Keeper schädlich für Ihr soziales Umfeld. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie zum Zeitpunkt des Spielstarts sowieso keine Freunde mehr hatten, denn spätestens nach diesem Start wird Zoo Keeper zu oft in Ihrem Nintendo DS landen, als es auch dickste Freundschaften aushalten können.
Eine Warnung: Trotz für einige Menschen abschreckender Präsentation ist Zoo Keeper schädlich für Ihr soziales Umfeld. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie zum Zeitpunkt des Spielstarts sowieso keine Freunde mehr hatten, denn spätestens nach diesem Start wird Zoo Keeper zu oft in Ihrem Nintendo DS landen, als es auch dickste Freundschaften aushalten können.

GRAFIK
Bunt, zweckmäßig - einfach passend für einen Puzzler.
Bunt, zweckmäßig - einfach passend für einen Puzzler.

SOUND
Anfangs nervt die Musik, später geht sie nicht mehr aus dem Ohr - außerdem wird Dramatik aufgebaut, wenn das Spiel kurz vor dem Game Over steht.
Anfangs nervt die Musik, später geht sie nicht mehr aus dem Ohr - außerdem wird Dramatik aufgebaut, wenn das Spiel kurz vor dem Game Over steht.

BEDIENUNG
Intuitive und schnelle Bedienung mit dem Touchscreen.
Intuitive und schnelle Bedienung mit dem Touchscreen.

UMFANG
Wer dieses Spiel einmal angefangen hat, legt es nicht so schnell aus der Hand.
Wer dieses Spiel einmal angefangen hat, legt es nicht so schnell aus der Hand.
SPIELSPASS
Vorsicht: Suchtfaktor sehr hoch!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Vorsicht: Suchtfaktor sehr hoch!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel