Worms: Open Warfare
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 26.06.2007
Würmer mit Tradition
Zwölf Jahre ist es nun her, als der erste Titel aus der Reihe „Worms“ erschien. Versionen für den PC, Amiga, GameBoy, Super Nintendo, die PlayStation und einige weitere Systeme sorgten für die weite Verbreitung und den verdienten Erfolg der damals noch jungen Franchise.
Obwohl drei Jahre später für den PC der Nachfolger „Worms 2“ erschien, ist heute vor allem der Erstling den meisten im Gedächtnis geblieben. Dies liegt vor allem daran, dass alle erfolgreichen Ableger der letzten Jahre nur dann erfolgreich waren, wenn das Gameplay der eigenen Vorlage erhalten blieb. Titel wie „Worms 3D“ scheiterten dagegen vor allem an der Spielbarkeit in der dritten Dimension.
Die Entwickler von Team 17 besinnen sich daher auf ihre Stärken und präsentieren mit „Worms: Open Warfare“ die Rückkehr zum bewährten 2D-Konzept, das die Fans schon seit 1994 lieben gelernt haben. Warum man mit dem erwähnten Erstling dennoch mehr Spaß haben wird als mit dem neusten Titel für Nintendo DS, zeigt ein Blick ins Detail des Titels für den Dual Screen.
Da ist der Wurm drin
Eines vorneweg: „Worms: Open Warfare“ ist ein zweischneidiges Schwert und zeigt zwei Spielspaß-Gesichter. Vor allem im Multiplayer-Modus kann der Titel mit dem einfachen Spielprinzip punkten, der Singleplayer dagegen ist längst nicht so gut gelungen.
Dies liegt vor allem daran, dass Ihr Euch beim alleinigen Spielen mit einer teilweise äußerst trägen Künstlichen Intelligenz auseinander setzen müsst. So kommt es nicht selten vor, dass man bis zu 30 Sekunden warten muss, bis die KI ihren Zug macht. Dies wäre bei ausgeklügelten taktischen Maßnahmen durchaus verständlich und frei nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“ auch erwünscht. Wenn dann aber nach der abgelaufenen Zeit nicht einmal ein Angriff herauskommt und der aktive Wurm nur ein paar Meter bewegt wurde, fragt man sich doch, was daran aufwendig gewesen sein soll. Auf Dauer bremst dieses Problem den Spielspaß für einen Spieler deutlich aus, was auf jeden Fall vermeidbar gewesen wäre.
Doch abseits von KI-Macken bietet auch „Worms: Open Warfare“ das beliebte Spielprinzip, in dem sich mindestens zwei Teams mit den verschiedensten Waffen beharken. Dabei geht es wenig zimperlich zu und Millionen von harmlosen, kleinen Würmern wurden von Team 17 bereits in die virtuellen ewigen Jagdgründe geschickt. Damit dies möglichst effektiv geschieht, gibt es ein riesiges Waffenarsenal für die kampflustigen Würmer. Neben Standard-Waffen wie der Bazooka oder einer Lenkrakete gibt es auch außergewöhnliche Waffen wie eine Bananenbombe oder ein explodierendes Schaf. Für Kenner der Serie sicherlich ein Verlust: Die brutale Großmutter und die äußerst durchschlagskräftige Heilige Granate suchten wir vergebens.
Die Spielmodi sorgen dagegen für einigen Spaß. Das kurzweilige Spielprinzip eignet sich problemlos für eine kleine Runde zwischendurch. Dies haben natürlich auch die Entwickler von Team 17 erkannt und dem Spiel daher eine Funktion für ein schnelles Spiel spendiert. Mit wenigen Klicks könnt Ihr so einen Kampf gegen einen Computergegner bestreiten.
Etwas umfangreicher geht es natürlich auch. Ihr könnt die Teams nach eigenen Vorstellungen gestalten, den Würmern Namen geben und dann natürlich auch verschiedene Spieleinstellungen vornehmen. Als besonderes Extra gibt es verschiedene Sprachfiles für die Teams, die man allerdings leider nur kollektiv vor der Partie auswählen kann. Verschiedene Sprachsamples während einer Partie gibt es also nicht zu hören.
Die Teams in „Worms: Open Warfare“ bestehen aus vier Würmern. Diese Zahl kann in den Einstellungen weder nach oben noch nach unten abgeändert werden. Allerdings könnt Ihr zumindest die Namen frei wählen und Euch so die Wunschteams zusammenstellen. Auch für die Zeit nach dem Kampf ist dabei gesorgt, es gibt verschiedene Grabsteine zur Auswahl.
Touch-Worm
Bevor wir auf die genaueren technischen Aspekte des Titels eingehen, bleiben noch zwei Spielmodi. Zum einen gibt es da die Herausforderung, die neben drei Tutorial-Missionen für den Spieleinstieg diverse Deathmatch-Herausforderungen bietet. Ob Ihr dabei gegen den Computer oder gegen weitere menschliche Spieler antretet, bleibt Euch überlassen, denn dank der „Hot Seat“ Funktion des Titels können auch mehrere Spieler nacheinander spielen, indem der Dual Screen herumgereicht wird.
Sollte Ihr es Leid sein, den DS die ganze Zeit aus der Hand geben zu müssen, könnt Ihr das Spiel auch problemlos per WLAN mit bis zu drei Freunden spielen. Der besondere Clou: Es reicht, wenn ein Spieler das Spiel besitzt, es gibt keine Einschränkungen in der Mehrspieler-Partie. Dabei bleibt „Worms: Open Warfare“ natürlich dennoch rundenbasiert und die Spieler dürfen nacheinander ihre Züge machen, inklusive Zeitlimit, damit es nicht zu lange dauert.
Die beiden Screens des Dual Screens werden in „Worms: Open Warfare“ sehr gut genutzt. Auf dem Top-Screen seht Ihr das Spielgeschehen, während der Touchscreen für eine kleine Übersichtskarte und das Waffenarsenal verwendet wurde. Außerdem könnt Ihr hier immer gleich sehen, welches Team gerade am Zug ist. Auf der kleinen Übersichtskarte könnt Ihr mit dem Stylus den sichtbaren Ausschnitt des oberen Screens bewegen. Außerdem könnt Ihr mit dem Stylus die Waffen durchwechseln.
Das grafische 2D-Gerüst von „Worms: Open Warfare“ ist mit kleinen grafischen Effekten leicht aufgepeppt worden. Sehr schön sind dabei auch die verschiedenen Themengebiete, aus denen die Karten dann durch Zufall generiert werden, so dass keine Partie der vorigen gleicht. Die Optik ist nett gemacht, aber eigentlich kein Thema für die Hardware-Leistung des Dual Screen. Leider kommt es dennoch des Öfteren zu unverständlichen Ruckeleinlagen. Da wäre, wie schon bei der KI, sicher mehr drin gewesen. Dies gilt in etwa auch für die Sounduntermalung, denn die angesprochenen Sprachsamples gibt es zwar aus den verschiedensten Themenbereichen, dafür sind in den einzelnen Einstellungen allerdings oft die gleichen Samples zu hören. Hier hätte man sich lieber auf weniger Themen mit mehr Variationen beschränken sollen.
Zwölf Jahre ist es nun her, als der erste Titel aus der Reihe „Worms“ erschien. Versionen für den PC, Amiga, GameBoy, Super Nintendo, die PlayStation und einige weitere Systeme sorgten für die weite Verbreitung und den verdienten Erfolg der damals noch jungen Franchise. Obwohl drei Jahre später für den PC der Nachfolger „Worms 2“ erschien, ist heute vor allem der Erstling den meisten im Gedächtnis geblieben. Dies liegt vor allem daran, dass alle erfolgreichen Ableger der letzten Jahre nur dann erfolgreich waren, wenn das Gameplay der eigenen Vorlage erhalten blieb. Titel wie „Worms 3D“ scheiterten dagegen vor allem an der Spielbarkeit in der dritten Dimension.
Die Entwickler von Team 17 besinnen sich daher auf ihre Stärken und präsentieren mit „Worms: Open Warfare“ die Rückkehr zum bewährten 2D-Konzept, das die Fans schon seit 1994 lieben gelernt haben. Warum man mit dem erwähnten Erstling dennoch mehr Spaß haben wird als mit dem neusten Titel für Nintendo DS, zeigt ein Blick ins Detail des Titels für den Dual Screen.
Da ist der Wurm drin
Eines vorneweg: „Worms: Open Warfare“ ist ein zweischneidiges Schwert und zeigt zwei Spielspaß-Gesichter. Vor allem im Multiplayer-Modus kann der Titel mit dem einfachen Spielprinzip punkten, der Singleplayer dagegen ist längst nicht so gut gelungen.
Dies liegt vor allem daran, dass Ihr Euch beim alleinigen Spielen mit einer teilweise äußerst trägen Künstlichen Intelligenz auseinander setzen müsst. So kommt es nicht selten vor, dass man bis zu 30 Sekunden warten muss, bis die KI ihren Zug macht. Dies wäre bei ausgeklügelten taktischen Maßnahmen durchaus verständlich und frei nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“ auch erwünscht. Wenn dann aber nach der abgelaufenen Zeit nicht einmal ein Angriff herauskommt und der aktive Wurm nur ein paar Meter bewegt wurde, fragt man sich doch, was daran aufwendig gewesen sein soll. Auf Dauer bremst dieses Problem den Spielspaß für einen Spieler deutlich aus, was auf jeden Fall vermeidbar gewesen wäre. Doch abseits von KI-Macken bietet auch „Worms: Open Warfare“ das beliebte Spielprinzip, in dem sich mindestens zwei Teams mit den verschiedensten Waffen beharken. Dabei geht es wenig zimperlich zu und Millionen von harmlosen, kleinen Würmern wurden von Team 17 bereits in die virtuellen ewigen Jagdgründe geschickt. Damit dies möglichst effektiv geschieht, gibt es ein riesiges Waffenarsenal für die kampflustigen Würmer. Neben Standard-Waffen wie der Bazooka oder einer Lenkrakete gibt es auch außergewöhnliche Waffen wie eine Bananenbombe oder ein explodierendes Schaf. Für Kenner der Serie sicherlich ein Verlust: Die brutale Großmutter und die äußerst durchschlagskräftige Heilige Granate suchten wir vergebens.
Die Spielmodi sorgen dagegen für einigen Spaß. Das kurzweilige Spielprinzip eignet sich problemlos für eine kleine Runde zwischendurch. Dies haben natürlich auch die Entwickler von Team 17 erkannt und dem Spiel daher eine Funktion für ein schnelles Spiel spendiert. Mit wenigen Klicks könnt Ihr so einen Kampf gegen einen Computergegner bestreiten.
Etwas umfangreicher geht es natürlich auch. Ihr könnt die Teams nach eigenen Vorstellungen gestalten, den Würmern Namen geben und dann natürlich auch verschiedene Spieleinstellungen vornehmen. Als besonderes Extra gibt es verschiedene Sprachfiles für die Teams, die man allerdings leider nur kollektiv vor der Partie auswählen kann. Verschiedene Sprachsamples während einer Partie gibt es also nicht zu hören.
Die Teams in „Worms: Open Warfare“ bestehen aus vier Würmern. Diese Zahl kann in den Einstellungen weder nach oben noch nach unten abgeändert werden. Allerdings könnt Ihr zumindest die Namen frei wählen und Euch so die Wunschteams zusammenstellen. Auch für die Zeit nach dem Kampf ist dabei gesorgt, es gibt verschiedene Grabsteine zur Auswahl.
Touch-Worm
Bevor wir auf die genaueren technischen Aspekte des Titels eingehen, bleiben noch zwei Spielmodi. Zum einen gibt es da die Herausforderung, die neben drei Tutorial-Missionen für den Spieleinstieg diverse Deathmatch-Herausforderungen bietet. Ob Ihr dabei gegen den Computer oder gegen weitere menschliche Spieler antretet, bleibt Euch überlassen, denn dank der „Hot Seat“ Funktion des Titels können auch mehrere Spieler nacheinander spielen, indem der Dual Screen herumgereicht wird.
Sollte Ihr es Leid sein, den DS die ganze Zeit aus der Hand geben zu müssen, könnt Ihr das Spiel auch problemlos per WLAN mit bis zu drei Freunden spielen. Der besondere Clou: Es reicht, wenn ein Spieler das Spiel besitzt, es gibt keine Einschränkungen in der Mehrspieler-Partie. Dabei bleibt „Worms: Open Warfare“ natürlich dennoch rundenbasiert und die Spieler dürfen nacheinander ihre Züge machen, inklusive Zeitlimit, damit es nicht zu lange dauert. Die beiden Screens des Dual Screens werden in „Worms: Open Warfare“ sehr gut genutzt. Auf dem Top-Screen seht Ihr das Spielgeschehen, während der Touchscreen für eine kleine Übersichtskarte und das Waffenarsenal verwendet wurde. Außerdem könnt Ihr hier immer gleich sehen, welches Team gerade am Zug ist. Auf der kleinen Übersichtskarte könnt Ihr mit dem Stylus den sichtbaren Ausschnitt des oberen Screens bewegen. Außerdem könnt Ihr mit dem Stylus die Waffen durchwechseln.
Das grafische 2D-Gerüst von „Worms: Open Warfare“ ist mit kleinen grafischen Effekten leicht aufgepeppt worden. Sehr schön sind dabei auch die verschiedenen Themengebiete, aus denen die Karten dann durch Zufall generiert werden, so dass keine Partie der vorigen gleicht. Die Optik ist nett gemacht, aber eigentlich kein Thema für die Hardware-Leistung des Dual Screen. Leider kommt es dennoch des Öfteren zu unverständlichen Ruckeleinlagen. Da wäre, wie schon bei der KI, sicher mehr drin gewesen. Dies gilt in etwa auch für die Sounduntermalung, denn die angesprochenen Sprachsamples gibt es zwar aus den verschiedensten Themenbereichen, dafür sind in den einzelnen Einstellungen allerdings oft die gleichen Samples zu hören. Hier hätte man sich lieber auf weniger Themen mit mehr Variationen beschränken sollen.
Heiko Ellinger meint...
„Worms: Open Warfare“ ist vor allem im Multiplayer-Modus ein netter Zeitvertreib. Für Spieler, die bevorzugt alleine spielen, lohnt sich der Titel allerdings nicht, außer natürlich man ist Worms-Fanatiker der ersten Stunde. Das ordentliche Gesamtbild trüben die KI-Patzer und die gelegentlichen Ruckler im Spiel.
„Worms: Open Warfare“ ist vor allem im Multiplayer-Modus ein netter Zeitvertreib. Für Spieler, die bevorzugt alleine spielen, lohnt sich der Titel allerdings nicht, außer natürlich man ist Worms-Fanatiker der ersten Stunde. Das ordentliche Gesamtbild trüben die KI-Patzer und die gelegentlichen Ruckler im Spiel.

GRAFIK
Ordentliche Optik ohne Höhepunkte, dafür mit Wurm-Witz.
Ordentliche Optik ohne Höhepunkte, dafür mit Wurm-Witz.

SOUND
Typische Soundkulisse.
Typische Soundkulisse.

BEDIENUNG
Pointer-Steuerung funktioniert so gut wie die Maus am PC.
Pointer-Steuerung funktioniert so gut wie die Maus am PC.

UMFANG
Einige Klassiker fehlen im Waffenarsenal, für Zwischendurch ist das Spiel aber immer geeignet.
Einige Klassiker fehlen im Waffenarsenal, für Zwischendurch ist das Spiel aber immer geeignet.
SPIELSPASS
Ordentlicher Wurm-Spaß mit Schwächen im Detail.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ordentlicher Wurm-Spaß mit Schwächen im Detail.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel