Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 26.06.2007
Die doppelten Brüder
Es waren einmal virtuelle Abenteuer, in denen man mit einem Helden ganze Gegnerhorden besiegen und der Welt den Frieden zurückbringen musste. Es waren einmal virtuelle Abenteuer, in denen man zwei furchtlose Recken auf ihrem Weg begleiten und dank ihrem Teamwork zahllose Rätsel lösen konnte. Von den besiegten Gegnerhorden ganz zu schweigen, denn davon kamen dann ja auch doppelt so viele unseren Helden in die Quere.
Doch in Zeiten von Handhelds mit zwei Bildschirmen scheinen auch diese alten Systeme nicht mehr auszureichen. Wer braucht schon den stummen Einzelgänger, der nichts mehr liebt als sein Schwert oder die zwei Streithähne, die bei einer demokratischen Wahl wohl niemals eine Entscheidung herbeiführen könnten – außer durch ihre Schwerter vielleicht. Das dachten sich wohl auch die Entwickler von Alphadream und schicken daher in „Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ (englischer Untertitel: Partners in Time) gleich vier Helden in ein neues Abenteuer im Pilzkönigreich. Neben den zwei Protagonisten aus dem Vorgänger „Mario & Luigi: Superstar Saga“ (GameBoy Advance), den altbekannten Nintendo-Gesichtern Mario und Luigi, kommen im zweiten Teil des Action-Adventures auch die Baby-Pendants der Beiden zum Zug. Warum sich zwei Generationen der gleichen Personen in einem Spiel treffen, kann ein kurzer Ausflug in die Storyline des Titels schnell klären.
Könnte man doch in die Vergangenheit reisen, dachte sich Professor Immanuel Gidd eines Tages. Der verrückte Wissenschaftler, der uns schon seit „Luigi’s Mansion“ des Öfteren durch Titel aus dem Nintendo-Universum begleitete, fackelte nicht lange und machte sich daran, die größte Erfindung aller Zeiten zu bauen, eine Zeitmaschine. Natürlich war dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt und so konnte Professor I. Gidd seine Erfindung stolz der immer wieder geretteten Prinzessin Peach vorführen. Diese war, sehr zum Leidwesen unserer Helden, äußerst angetan von der neuen Maschine und startete sogleich einen Selbstversuch mit einer Reise in das Pilzkönigreich der Vergangenheit. Und da Prinzessin Peach seit jeher ein Talent hatte, entführt zu werden oder zu verschwinden, musste der Ausflug natürlich auch dieses Mal in einer Katastrophe enden. Die Zeitmaschine kehrte zerstört zurück, von der Prinzessin fehlte (natürlich) jede Spur. Da sich gleichzeitig im ganzen Schloss Zeitstrudel öffneten, war ein neues Abenteuer für Mario und Luigi schnell in Sicht. In der Vergangenheit trafen unsere zwei Helden dann auf ihre jungen Alter Egos…
Wechsel der Welten
Die größte Änderung gegenüber „Mario & Luigi: Superstar Saga“ ist, abgesehen von nun vier statt bisher zwei Helden, wohl das Verschwinden der Oberwelt. Stattdessen geht Euer Abenteuer von Prinzessin Peachs Schloss aus, welches Ihr durch die Zeitstrudel in Richtung der Spielabschnitte verlassen müsst. Am Ende eines Abschnitts kehrt Ihr dann immer wieder in die Gegenwart zurück, um Euch mit Professor I. Gidd über die neusten Entwicklungen zu unterhalten.
Außerdem lernen Mario und Luigi in der Gegenwart neue Moves für das weitere Abenteuer. Denn da auch Toadsworth auf sein jüngeres Ich trifft, habt Ihr gleich zwei talentierte Lehrer. Darüber hinaus gibt es in der Gegenwart einen Shop, in dem Ihr Euch mit neuen Items und neuer Ausrüstung eindecken könnt. Neue Items? Ausrüstung? Genau, denn auch „Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ ist ein Adventure mit starken Rollenspielanteilen. So besitzen unsere Helden Werte für Angriff, Verteidigung, Lebenspunkte und noch einiges mehr, besiegte Gegner bringen Erfahrungspunkte und ermöglichen so Levelaufstiege. Darüber hinaus findet Ihr neue Ausrüstungsgegenstände, die es in zwei Varianten gibt. Die Hosen machen unsere Helden zwar unwesentlich schicker, schützen sie aber durch erhöhte Verteidigung oder andere Attribute. Orden dagegen bringen Euch unter anderem besondere Vorteile im Kampf, indem Ihr Eure Stärke erhöhen könnt oder fortan gegen besondere Statusveränderungen immun seid.
Ein besonderer Statuswert ist der Bart unserer Helden. Dabei gilt eine einfache Faustregel: Je höher der Bart-Wert desto günstiger gibt es die Items im Shop zu kaufen. Frei nach dem Motto: Ein dichter Bart macht einen charmanten Geschäftsmann ;-)
Das Spiel lässt Euch wenig Freiraum im Gestalten Eures Abenteuers. So könnt Ihr zwar jederzeit in bereits geöffnete Zeitstrudel springen und Euch so in diverse Gebiete der Vergangenheit katapultieren. Allerdings kann es vorkommen, dass Ihr dann dort auf Grund fehlender Fähigkeiten nicht großartig weit kommt und so die Rückreise antreten müsst. Um Euch aber nicht ratend durch die Welten zu schicken, wird auf dem Topscreen im Schloss jederzeit angezeigt, wohin Ihr Euch als nächstes begeben solltet. Solltet Ihr Euch nach einer Schloss-Erkundungstour also wieder auf den Story-Pfad begeben wollen, sollte die Orientierung leicht fallen.
Auf Rätsel, die die Welten überbrücken, wurde glücklicherweise verzichtet. Diese hätten wahrscheinlich für zu viel Verwirrung im sonst so flüssigen Spielablauf sorgen können. Alle Rätsel im Spiel sind zwar nicht all zu schwer zu knacken, aber dennoch wundervoll durchdacht. Zumeist geht es darum, mit einem Brüderpaar dem anderen den weiteren Weg zu ebnen. Dabei kommt es auf den sinnvollen Einsatz der Spezialfähigkeiten an. So können beispielsweise nur Baby Mario und Baby Luigi kleine Höhlen betreten, während die Erwachsenen größere Abgründe per Wirbelsprung überwinden.
Es gibt allerdings auch Rätsel, in denen alle vier Brüder zusammen arbeiten müssen. Im Wüsten-Abschnitt könnt Ihr einen Geheimgang beispielsweise nur öffnen, wenn Ihr vier Säulen aktiviert. Dafür müssen je zwei Brüder an den gegenüberliegenden Säulen stehen und diese dann mit richtig getimten Sprüngen aktivieren. Doch keine Angst: Auf des Rätsels Lösung werdet Ihr zumeist recht eindeutig hingewiesen. Neben den zahlreichen Rätseln liegt ein Schwerpunkt auf dem Ablauf der Kämpfe, die wir im folgenden Abschnitt genauer beleuchten.
Duett oder Quartett – so kämpft man harmonisch
Im Gegensatz zu vielen anderen Rollenspielen setzt „Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ nicht auf Zufallskämpfe. Stattdessen könnt Ihr alle Gegner direkt sehen und Euch so teilweise selbst entscheiden, ob Ihr es zu einem Kampf kommen lassen wollt oder nicht. Manche Gegner lassen Euch in Ruhe durchqueren, andere greifen Euch ihrerseits an. Daher solltet Ihr von vorneherein abwägen, ob Ausweichen lohnt oder ob Ihr lieber den Vorteil eines direkten Angriffs ausnutzen solltet. Denn springt Ihr auf den Kopf des Gegners, ohne dass dieser Euch vorher treffen kann, erleiden alle Gegner bereits vor Kampfbeginn Schaden.
Der Kampf selbst läuft dann genauso schnell ab, wie Ihr es möchtet. Denn, anderen Rollenspielen nicht unähnlich, läuft die Kampfreihenfolge nacheinander ab, so dass Ihr mit jedem Charakter in Ruhe über den nächsten Zug grübeln könnt. Dabei stehen Euch diverse Funktionen zur Verfügung und auch die Anzahl Eurer Helden im Kampf ist von Bedeutung.
Seid Ihr im Duo unterwegs habt Ihr keine Möglichkeit, Euren jüngeren beziehungsweise älteren Partner mit einzusetzen. Der Sprung bezeichnet die Standard-Attacke. Mit dem richtigen Timing beim Drücken der jeweiligen Taste könnt Ihr dem Gegner sogar noch mehr Schaden zu fügen. Neben der normalen Attacke steht den Babys auch noch eine Hammer-Attacke zur Verfügung, sobald Ihr dieses nützliche Item von den Hammerbrüdern erhalten habt. Vor allem stachelige Gegner sind sehr gut mit dem Hammer zu bearbeiten.
Um Eure Lebensenergie aufzufüllen oder Statusveränderungen auszugleichen, könnt Ihr dagegen Items einsetzen, die es in verschiedenen Abstufungen gibt. Pilze werden zum Regenerieren der Lebensenergie eingesetzt und sind in verschiedenen Größen zu bekommen. Den Einstieg machen die normalen Pilze, die Euch 20 Lebenspunkte zurückbringen. Neben den normalen Items, die zu Eurer Verteidigung dienen, gibt es dann noch die Bros. Items, die Ihr dem Namen nach im Team einsetzen könnt. Die Feuerblume etwa setzt Ihr mit dem jeweiligen Bruder ein. Dafür müsst Ihr abwechselnd die Aktions-Taste des Kameraden drücken, um so alle Gegner auf dem Schirm zu befeuern. Seht Ihr im Kampf keinen Ausweg, steht Euch auch noch die Flucht zur Verfügung, welche allerdings nicht bei Bosskämpfen gestattet ist.
Der Kampf im Quartett läuft ähnlich ab. Allerdings könnt Ihr beispielsweise mit der Sprung- und der Hammerattacke mehr Schaden anrichten, da Ihr auch noch den anderen Partner einsetzen könnt. Beim Sprung solltet Ihr zunächst im richtigen Moment die Taste des Babys drücken und dann auch die des „großen Bruders“. So könnt Ihr maximalen Schaden anrichten.
Das Besondere am Kampfsystem ist aber das ausgewogene Balancing der Gegner. So hat nicht nur jeder Gegnertyp eigene Angriffsvarianten, sondern auch in der Abwehr eigene Schwächen. Fliegende Gegner können etwa nicht mit dem Hammer oder einem Panzer angegriffen werden, sind aber gegen Sprünge anfällig. So könnte es bei einigen Gegnern erst einmal dauern, bis Ihr deren Stärken und Schwächen ausgemacht habt. Denn auch die Angriffe solltet Ihr genau studieren, geben die Gegner doch häufig Tipps, welchen Bruder sie schlussendlich angreifen werden. Dies ist auch deshalb von Vorteil, da Ihr einen Konter setzen könnt, der dem Gegner entweder Schaden zufügt oder zumindest dessen Attacke abschwächt.
Das Kampfsystem ist die große Stärke des Titels, nimmt allerdings bei Bosskämpfen teilweise zu viel Zeit in Anspruch. Weniger Lebenspunkte für die Bossgegner wären so wohl ein sinnvoller Ansatz gewesen. Dennoch gehört das Kampfsystem zum Besten aus Rollenspielen allgemein in den letzten Jahren.
Nein, es ist wirklich ein DS-Spiel!
Sowohl Grafik als auch Sound erinnern stark an den GBA-Vorgänger. Stellt man die Bilder beider Titel gegenüber, fällt der Unterschied nur dank den zwei Babys auf den Bildern auf. Dennoch ist das Gesamtbild auch dieses Mal sehr stimmig, auch wenn der Dual Screen nicht ins Schwitzen gebracht wird.
Viel wichtiger ist sowieso das Ausnutzen der zwei Screens, die für eine optimale Übersicht sorgen. So habt Ihr jederzeit beide Brüderpaare im Blick, wenn diese sich zum Lösen der Rätsel trennen müssen. Ansonsten bekommt Ihr dank einer Mini-Map auf dem Topscreen jederzeit den Überblick über Euren aktuellen Standpunkt und den nächsten Speicherpunkt. Diese sind sehr gut verteilt und lassen Euch oft genug die Möglichkeit, Euren Fortschritt zu speichern.
Touchscreen des DS und auch das Mikrofon werden dagegen nicht verwendet, wodurch die Innovationen natürlich etwas auf der Strecke bleiben. Ein neues Feature, was vom GBA-Slot des Dual Screens Gebrauch macht, wird dagegen genutzt, konnte von uns allerdings noch nicht ausgetestet werden.
Es waren einmal virtuelle Abenteuer, in denen man mit einem Helden ganze Gegnerhorden besiegen und der Welt den Frieden zurückbringen musste. Es waren einmal virtuelle Abenteuer, in denen man zwei furchtlose Recken auf ihrem Weg begleiten und dank ihrem Teamwork zahllose Rätsel lösen konnte. Von den besiegten Gegnerhorden ganz zu schweigen, denn davon kamen dann ja auch doppelt so viele unseren Helden in die Quere.
Doch in Zeiten von Handhelds mit zwei Bildschirmen scheinen auch diese alten Systeme nicht mehr auszureichen. Wer braucht schon den stummen Einzelgänger, der nichts mehr liebt als sein Schwert oder die zwei Streithähne, die bei einer demokratischen Wahl wohl niemals eine Entscheidung herbeiführen könnten – außer durch ihre Schwerter vielleicht. Das dachten sich wohl auch die Entwickler von Alphadream und schicken daher in „Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ (englischer Untertitel: Partners in Time) gleich vier Helden in ein neues Abenteuer im Pilzkönigreich. Neben den zwei Protagonisten aus dem Vorgänger „Mario & Luigi: Superstar Saga“ (GameBoy Advance), den altbekannten Nintendo-Gesichtern Mario und Luigi, kommen im zweiten Teil des Action-Adventures auch die Baby-Pendants der Beiden zum Zug. Warum sich zwei Generationen der gleichen Personen in einem Spiel treffen, kann ein kurzer Ausflug in die Storyline des Titels schnell klären. Könnte man doch in die Vergangenheit reisen, dachte sich Professor Immanuel Gidd eines Tages. Der verrückte Wissenschaftler, der uns schon seit „Luigi’s Mansion“ des Öfteren durch Titel aus dem Nintendo-Universum begleitete, fackelte nicht lange und machte sich daran, die größte Erfindung aller Zeiten zu bauen, eine Zeitmaschine. Natürlich war dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt und so konnte Professor I. Gidd seine Erfindung stolz der immer wieder geretteten Prinzessin Peach vorführen. Diese war, sehr zum Leidwesen unserer Helden, äußerst angetan von der neuen Maschine und startete sogleich einen Selbstversuch mit einer Reise in das Pilzkönigreich der Vergangenheit. Und da Prinzessin Peach seit jeher ein Talent hatte, entführt zu werden oder zu verschwinden, musste der Ausflug natürlich auch dieses Mal in einer Katastrophe enden. Die Zeitmaschine kehrte zerstört zurück, von der Prinzessin fehlte (natürlich) jede Spur. Da sich gleichzeitig im ganzen Schloss Zeitstrudel öffneten, war ein neues Abenteuer für Mario und Luigi schnell in Sicht. In der Vergangenheit trafen unsere zwei Helden dann auf ihre jungen Alter Egos…
Wechsel der Welten
Die größte Änderung gegenüber „Mario & Luigi: Superstar Saga“ ist, abgesehen von nun vier statt bisher zwei Helden, wohl das Verschwinden der Oberwelt. Stattdessen geht Euer Abenteuer von Prinzessin Peachs Schloss aus, welches Ihr durch die Zeitstrudel in Richtung der Spielabschnitte verlassen müsst. Am Ende eines Abschnitts kehrt Ihr dann immer wieder in die Gegenwart zurück, um Euch mit Professor I. Gidd über die neusten Entwicklungen zu unterhalten. Außerdem lernen Mario und Luigi in der Gegenwart neue Moves für das weitere Abenteuer. Denn da auch Toadsworth auf sein jüngeres Ich trifft, habt Ihr gleich zwei talentierte Lehrer. Darüber hinaus gibt es in der Gegenwart einen Shop, in dem Ihr Euch mit neuen Items und neuer Ausrüstung eindecken könnt. Neue Items? Ausrüstung? Genau, denn auch „Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ ist ein Adventure mit starken Rollenspielanteilen. So besitzen unsere Helden Werte für Angriff, Verteidigung, Lebenspunkte und noch einiges mehr, besiegte Gegner bringen Erfahrungspunkte und ermöglichen so Levelaufstiege. Darüber hinaus findet Ihr neue Ausrüstungsgegenstände, die es in zwei Varianten gibt. Die Hosen machen unsere Helden zwar unwesentlich schicker, schützen sie aber durch erhöhte Verteidigung oder andere Attribute. Orden dagegen bringen Euch unter anderem besondere Vorteile im Kampf, indem Ihr Eure Stärke erhöhen könnt oder fortan gegen besondere Statusveränderungen immun seid.
Ein besonderer Statuswert ist der Bart unserer Helden. Dabei gilt eine einfache Faustregel: Je höher der Bart-Wert desto günstiger gibt es die Items im Shop zu kaufen. Frei nach dem Motto: Ein dichter Bart macht einen charmanten Geschäftsmann ;-)
Das Spiel lässt Euch wenig Freiraum im Gestalten Eures Abenteuers. So könnt Ihr zwar jederzeit in bereits geöffnete Zeitstrudel springen und Euch so in diverse Gebiete der Vergangenheit katapultieren. Allerdings kann es vorkommen, dass Ihr dann dort auf Grund fehlender Fähigkeiten nicht großartig weit kommt und so die Rückreise antreten müsst. Um Euch aber nicht ratend durch die Welten zu schicken, wird auf dem Topscreen im Schloss jederzeit angezeigt, wohin Ihr Euch als nächstes begeben solltet. Solltet Ihr Euch nach einer Schloss-Erkundungstour also wieder auf den Story-Pfad begeben wollen, sollte die Orientierung leicht fallen. Auf Rätsel, die die Welten überbrücken, wurde glücklicherweise verzichtet. Diese hätten wahrscheinlich für zu viel Verwirrung im sonst so flüssigen Spielablauf sorgen können. Alle Rätsel im Spiel sind zwar nicht all zu schwer zu knacken, aber dennoch wundervoll durchdacht. Zumeist geht es darum, mit einem Brüderpaar dem anderen den weiteren Weg zu ebnen. Dabei kommt es auf den sinnvollen Einsatz der Spezialfähigkeiten an. So können beispielsweise nur Baby Mario und Baby Luigi kleine Höhlen betreten, während die Erwachsenen größere Abgründe per Wirbelsprung überwinden.
Es gibt allerdings auch Rätsel, in denen alle vier Brüder zusammen arbeiten müssen. Im Wüsten-Abschnitt könnt Ihr einen Geheimgang beispielsweise nur öffnen, wenn Ihr vier Säulen aktiviert. Dafür müssen je zwei Brüder an den gegenüberliegenden Säulen stehen und diese dann mit richtig getimten Sprüngen aktivieren. Doch keine Angst: Auf des Rätsels Lösung werdet Ihr zumeist recht eindeutig hingewiesen. Neben den zahlreichen Rätseln liegt ein Schwerpunkt auf dem Ablauf der Kämpfe, die wir im folgenden Abschnitt genauer beleuchten.
Duett oder Quartett – so kämpft man harmonisch
Im Gegensatz zu vielen anderen Rollenspielen setzt „Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ nicht auf Zufallskämpfe. Stattdessen könnt Ihr alle Gegner direkt sehen und Euch so teilweise selbst entscheiden, ob Ihr es zu einem Kampf kommen lassen wollt oder nicht. Manche Gegner lassen Euch in Ruhe durchqueren, andere greifen Euch ihrerseits an. Daher solltet Ihr von vorneherein abwägen, ob Ausweichen lohnt oder ob Ihr lieber den Vorteil eines direkten Angriffs ausnutzen solltet. Denn springt Ihr auf den Kopf des Gegners, ohne dass dieser Euch vorher treffen kann, erleiden alle Gegner bereits vor Kampfbeginn Schaden.
Der Kampf selbst läuft dann genauso schnell ab, wie Ihr es möchtet. Denn, anderen Rollenspielen nicht unähnlich, läuft die Kampfreihenfolge nacheinander ab, so dass Ihr mit jedem Charakter in Ruhe über den nächsten Zug grübeln könnt. Dabei stehen Euch diverse Funktionen zur Verfügung und auch die Anzahl Eurer Helden im Kampf ist von Bedeutung. Seid Ihr im Duo unterwegs habt Ihr keine Möglichkeit, Euren jüngeren beziehungsweise älteren Partner mit einzusetzen. Der Sprung bezeichnet die Standard-Attacke. Mit dem richtigen Timing beim Drücken der jeweiligen Taste könnt Ihr dem Gegner sogar noch mehr Schaden zu fügen. Neben der normalen Attacke steht den Babys auch noch eine Hammer-Attacke zur Verfügung, sobald Ihr dieses nützliche Item von den Hammerbrüdern erhalten habt. Vor allem stachelige Gegner sind sehr gut mit dem Hammer zu bearbeiten.
Um Eure Lebensenergie aufzufüllen oder Statusveränderungen auszugleichen, könnt Ihr dagegen Items einsetzen, die es in verschiedenen Abstufungen gibt. Pilze werden zum Regenerieren der Lebensenergie eingesetzt und sind in verschiedenen Größen zu bekommen. Den Einstieg machen die normalen Pilze, die Euch 20 Lebenspunkte zurückbringen. Neben den normalen Items, die zu Eurer Verteidigung dienen, gibt es dann noch die Bros. Items, die Ihr dem Namen nach im Team einsetzen könnt. Die Feuerblume etwa setzt Ihr mit dem jeweiligen Bruder ein. Dafür müsst Ihr abwechselnd die Aktions-Taste des Kameraden drücken, um so alle Gegner auf dem Schirm zu befeuern. Seht Ihr im Kampf keinen Ausweg, steht Euch auch noch die Flucht zur Verfügung, welche allerdings nicht bei Bosskämpfen gestattet ist.
Der Kampf im Quartett läuft ähnlich ab. Allerdings könnt Ihr beispielsweise mit der Sprung- und der Hammerattacke mehr Schaden anrichten, da Ihr auch noch den anderen Partner einsetzen könnt. Beim Sprung solltet Ihr zunächst im richtigen Moment die Taste des Babys drücken und dann auch die des „großen Bruders“. So könnt Ihr maximalen Schaden anrichten.
Das Besondere am Kampfsystem ist aber das ausgewogene Balancing der Gegner. So hat nicht nur jeder Gegnertyp eigene Angriffsvarianten, sondern auch in der Abwehr eigene Schwächen. Fliegende Gegner können etwa nicht mit dem Hammer oder einem Panzer angegriffen werden, sind aber gegen Sprünge anfällig. So könnte es bei einigen Gegnern erst einmal dauern, bis Ihr deren Stärken und Schwächen ausgemacht habt. Denn auch die Angriffe solltet Ihr genau studieren, geben die Gegner doch häufig Tipps, welchen Bruder sie schlussendlich angreifen werden. Dies ist auch deshalb von Vorteil, da Ihr einen Konter setzen könnt, der dem Gegner entweder Schaden zufügt oder zumindest dessen Attacke abschwächt. Das Kampfsystem ist die große Stärke des Titels, nimmt allerdings bei Bosskämpfen teilweise zu viel Zeit in Anspruch. Weniger Lebenspunkte für die Bossgegner wären so wohl ein sinnvoller Ansatz gewesen. Dennoch gehört das Kampfsystem zum Besten aus Rollenspielen allgemein in den letzten Jahren.
Nein, es ist wirklich ein DS-Spiel!
Sowohl Grafik als auch Sound erinnern stark an den GBA-Vorgänger. Stellt man die Bilder beider Titel gegenüber, fällt der Unterschied nur dank den zwei Babys auf den Bildern auf. Dennoch ist das Gesamtbild auch dieses Mal sehr stimmig, auch wenn der Dual Screen nicht ins Schwitzen gebracht wird.
Viel wichtiger ist sowieso das Ausnutzen der zwei Screens, die für eine optimale Übersicht sorgen. So habt Ihr jederzeit beide Brüderpaare im Blick, wenn diese sich zum Lösen der Rätsel trennen müssen. Ansonsten bekommt Ihr dank einer Mini-Map auf dem Topscreen jederzeit den Überblick über Euren aktuellen Standpunkt und den nächsten Speicherpunkt. Diese sind sehr gut verteilt und lassen Euch oft genug die Möglichkeit, Euren Fortschritt zu speichern.
Touchscreen des DS und auch das Mikrofon werden dagegen nicht verwendet, wodurch die Innovationen natürlich etwas auf der Strecke bleiben. Ein neues Feature, was vom GBA-Slot des Dual Screens Gebrauch macht, wird dagegen genutzt, konnte von uns allerdings noch nicht ausgetestet werden.
Heiko Ellinger meint...
„Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ ist ein tolles Action-Adventure mit einer netten Story, atmosphärischen Technik und vor allem einem wunderbar ausbalancierten Kampfsystem. Der Titel gehört bei einer Spielzeit zwischen 15 und 20 Stunden zwar nicht zu den längsten, unterhält während dieser Zeit allerdings vorzüglich. Auf Grund fehlender Oberwelt, die dem Spiel im Vorgänger besser zu Gesicht stand, als das Level-Schema kommt der Titel aber nicht an den Vorgänger heran. Doch dies ist Jammern auf hohem Niveau.
„Mario & Luigi: Zusammen durch die Zeit“ ist ein tolles Action-Adventure mit einer netten Story, atmosphärischen Technik und vor allem einem wunderbar ausbalancierten Kampfsystem. Der Titel gehört bei einer Spielzeit zwischen 15 und 20 Stunden zwar nicht zu den längsten, unterhält während dieser Zeit allerdings vorzüglich. Auf Grund fehlender Oberwelt, die dem Spiel im Vorgänger besser zu Gesicht stand, als das Level-Schema kommt der Titel aber nicht an den Vorgänger heran. Doch dies ist Jammern auf hohem Niveau.

GRAFIK
Sehr hübsche 2D-Grafik, die den Slapstick-Humor gekonnt unterstützt.
Sehr hübsche 2D-Grafik, die den Slapstick-Humor gekonnt unterstützt.

SOUND
Witzige Charaktersounds, ansonsten Standardkost.
Witzige Charaktersounds, ansonsten Standardkost.

BEDIENUNG
Simple und effektive Steuerung.
Simple und effektive Steuerung.

UMFANG
Ordentlicher Umfang und fantastische Geschichte.
Ordentlicher Umfang und fantastische Geschichte.
SPIELSPASS
Grandioses Spiel mit den zwei Vorzeige-Klempnern.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Grandioses Spiel mit den zwei Vorzeige-Klempnern.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel