Tetris DS
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 26.06.2007
Von Versionen und Suchtentwicklung
Vor 21 Jahren entwickelte ein gewisser Alexey Pajitnov gemeinsam mit seinen Kollegen Dmitri Pawlowski und Wadim Gerassimov ein Spiel, dessen Erfolgsgeschichte er so wohl nie erwartet hätte. Vier Jahre später brachte die japanische Firma Nintendo eine tragbare Spielekonsole auf den Markt, den GameBoy. Pajitnovs Titel wurde von Nintendo für den GameBoy umgesetzt, jedem System beigelegt und war somit mit einer der Gründe für den äußerst erfolgreichen Start des Handhelds. Die Rede ist natürlich vom Urvater der Puzzle-Spiele, „Tetris“.
In den letzten siebzehn Jahren gab es viele Variationen und inoffizielle Fortsetzungen von „Tetris“. Sei dies nun die zweite Episode für den GameBoy, Versuche aus dem Hause THQ oder die unzählbaren und größtenteils kostenlosen Titel für den heimischen PC, die das unkomplizierte Gameplay aufgriffen. Das Spielprinzip wurde teilweise erweitert und mit Online-Modi angereichert oder wie im Falle von „BlockOut“ (Alexander Ustaszewski und Mirek Zabłocki aus Polen) gar in die dritte Dimension verfrachtet. Interessanterweise erschien „BlockOut“ ebenfalls im Jahre 1989, also zeitgleich zu „Tetris“ für den GameBoy. Der größere Erfolg ging allerdings an Nintendo.
Auch heute ist das Tetris-Phänomen noch deutlich spürbar. Der eine oder andere wird noch immer oder schon wieder den alten GameBoy aus der Kiste gezaubert und das Spiel eingelegt haben. Besitzer einer Xbox 360 spielen vielleicht „Tetris: The Grandmaster Ace“ und auch Nintendo hat sich fast zwei Jahrzehnte nach dem riesigen Erfolg der ersten Entwicklung abermals der Erfolgsserie zugewandt und mit „Tetris DS“ den Quasi-Nachfolger zum GameBoy-Hit für den Nintendo DS entwickelt.
Schaut man sich die hunderte Varianten von „Tetris“ an, gibt es viele kleine Unterschiede, doch im Grundsatz stimmen sie alle überein: „Tetris“ ist leicht zu erlernen, aber ungleich schwerer zu meistern. Dies gilt natürlich auch für „Tetris DS“, das aber darüber hinaus einiges mehr zu bieten halt, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
„Und diesmal speichert er die Punktzahl…“
Bevor wir uns nun endgültig „Tetris DS“ zuwenden, machen wir noch einmal einen Zeitsprung in die Vergangenheit. Schweißtreibende Minuten sind vergangen, die Finger halten zitternd einen grauen Klotz, der offiziell auf den Namen GameBoy hört. Im Schacht befindet sich Freizeit-Töter Nummer Eins „Tetris“ und auf dem Bildschirm erscheint eine neue Höchstpunktzahl. Glück und Trauer vermischen sich, denn auch im Angesicht des größten Triumphs steckt im Hinterkopf eine Gewissheit „Beim nächsten Start ist alles weg…“. Glücklicherweise sind speicherresistente Module die Vergangenheit und heute ist die Zukunft und somit kann man bei „Tetris DS“ nun endlich auch nach einem Neustart noch voller Freude weiterspielen, inklusive Höchstpunktzahl.
Doch wer nun denkt, bei „Tetris DS“ würde es sich nur um einen Aufguss des Klassikers mit Speicher-Funktion handeln, liegt gänzlich falsch. Denn Nintendo spendierte dem Titel stolze sechs Spielmodi, auf die wir im Folgenden einzeln eingehen werden.
Den Anfang macht natürlich der klassische Spielmodus, den wir so bereits aus dem Ur-Titel kennen. Hier ist es Eure Aufgabe, insgesamt zweihundert Reihen durch geschicktes Setzen der Tetriminos aufzulösen. Nach zehn Reihen steigt Ihr einen Level auf, wodurch die Spielgeschwindigkeit erhöht wird. Neu ist dabei allerdings, dass Ihr durch Druck auf eine der Schultertasten den aktuellen Stein in den Vorrat schieben könnt, um ihn später an passender Stelle einzusetzen. Außerdem werden in „Tetris DS“ die nächsten sechs Steine angezeigt. Optional gibt es außerdem einen Rahmen, der Euch die Stelle anzeigt, an der der aktuelle Tetrimino landen wird. Die maximale Spielgeschwindigkeit wurde im Vergleich zum Original deutlich erhöht, allerdings habt Ihr mit den Tetriminos mehr Spielraum beim Setzen, so dass Ihr den Stein durch Rotieren praktisch unendlich lange bewegen könnt.
Der erste Durchgang des Marathons ist zwar nach zweihundert Reihen beendet, allerdings ist damit noch lange nicht Schluss im klassischen Modus. Denn nach dem Meistern des Marathons könnt Ihr ein Endlos-Spiel auswählen und endgültig auf die ultimative Highscore-Jagd gehen.
Eine Abwandlung des klassischen Spielmodus ist die „Barrikade“. Hier bestimmt Ihr Starthöhe und Level und müsst dann versuchen, das entstandene Chaos durch wahllos verteilte Steine aufzulösen. Dieser Spielmodus war auch schon in der Ur-Version enthalten, nicht aber die Möglichkeit gegen einen CPU-Gegner anzutreten. Dabei könnt Ihr fünf verschiedene Stufen für den Gegner auswählen.
Praktischerweise werden alle Spielmodi im Spiel optional noch einmal in einer Spielanleitung erklärt.
Neue Spielmodi braucht das Tetris-Universum
Der klassische Modus ist zwar die altbekannte und natürlich noch immer süchtig machende Spielvariante, dennoch konnten natürlich auch neue Spielmodi nicht schaden, bringen diese doch frischen Wind und Gameplay-Vielfalt. Wie schon erwähnt, gibt es in „Tetris DS“ insgesamt sechs Spielmodi. Neben dem klassischen Modus wäre da zum Beispiel der anspruchsvolle Fang-Modus.
Im Fang-Modus beginnt Ihr mit einem Kreuz, dass Ihr frei bewegen könnt. Von oben fallen Tetriminos herab, an die Ihr das anfängliche Kreuz andocken müsst, um so ein größeres Gebilde entstehen zu lassen. Das Gebilde könnt Ihr dabei drehen und wenden wie Ihr wollt, nur den Winkel der herunterfallenden Tetriminos könnt Ihr nicht verändern. Erschafft Ihr durch eine kluge Spielweise ein mindestens vier mal vier Blöcke großes Quadrat, wird dieses entweder durch Drücken des X-Knopfes sofort, spätestens aber nach zehn Sekunden explodieren und Euch so Punkte einbringen.
Im Missions-Modus bekommt Ihr dagegen kleine Aufgaben gestellt. So müsst Ihr etwa eine Reihe mit einem bestimmten Tetrimino auflösen oder dürft nur Quadrate einsetzen. Im Marathon bekommt Ihr eine Aufgabe nach der anderen gestellt und sammelt Punkte. Im Zeitspiel geht es darum, zehn Aufgaben so schnell wie möglich zu lösen. Umso länger Ihr für eine Aufgabe braucht, desto mehr Herzen verliert Ihr. Habt Ihr alle Herzen verloren, ist aber nicht direkt Schluss. Stattdessen erscheinen einige Reihen als Hindernis und die nächste Aufgabe wird gestellt.
Zur Abwechslung ganz ruhig geht es im Puzzle-Modus zu. Hier habt Ihr weder Zeitdruck oder schnell fallende Steine zu befürchten und könnt Euch stattdessen soviel Zeit nehmen, wie Ihr möchtet. Ziel ist es hier, mit vorgegebenen Tetriminos alle Reihen auf dem Bildschirm aufzulösen. Dabei könnt Ihr selbst auswählen, welchen Stein Ihr wann einsetzt. Allerdings müsst Ihr genau überlegen, dass Ihr die richtige Reihenfolge wählt. Zweihundert Puzzle-Aufgaben müsst Ihr in diesem Modus lösen. Anfangs stehen nur drei Tetriminos zur Auswahl, in höheren Aufgaben gibt es dann bis zu fünf Tetriminos.
Ganz auf den Touchscreen zugeschnitten ist der Touch-Modus. Diesen könnt Ihr in zwei Varianten spielen. In der Turm-Variante werden wahllos viele Tetriminos übereinander zu einem Turm gestapelt und Ihr müsst diesen durch Verschieben und Drehen der Blöcke komplett auflösen. Dabei könnt Ihr jederzeit jeden Stein, der auf dem Touchscreen zu sehen ist, mit dem Stylus bewegen. Ein Zeitlimit gibt es bei diesem Modus nicht. Ebenfalls ohne Zeitdruck funktioniert die andere Variante. Im Touch Puzzle habt Ihr nur wenige Steine auf dem Bildschirm, allerdings auch genau so wenige Bewegungsmöglichkeiten, so dass Ihr gut überlegen müsst, welche Steine Ihr wie und wann bewegt, um alle Reihen aufzulösen.
Der sechste Spielmodus heißt „Druck“ und wird gegen einen Computer-Gegner gespielt. Das eigene Spielfeld befindet sich hier auf dem Topscreen, unten ist der Gegner zu sehen. Beide Spieler beginnen in der Mitte der beiden Bildschirme. Löst man mehr als eine Reihe auf, verschiebt sich das Spiel in Richtung des Gegners. So muss man den Gegner gehörig unter Druck setzen und in seine Richtung spielen, um zu gewinnen.
Zusammenspielen ganz ohne Linkkabel
Schon beim GameBoy-Titel konnte man seine Freunde herausfordern. Damals waren allerdings noch ein Linkkabel und ein weiteres Spielmodul nötig. Auch auf dem Nintendo DS müsst Ihr nicht alleine spielen und habt dabei sogar noch mehr Möglichkeiten als damals. Entsprechend ausgerüstete Freunde bei der Hand könnt Ihr mit insgesamt zehn Spielern kabellos zusammen spielen. Neben dem Standard-Modus stehen „Mission“ und „Druck“ zur Verfügung. Dabei können sich die Spieler auch zu Teams zusammenschließen, so dass Items bei Mitspielern keine Wirkung haben. Die Items sind optional einstellbar und aus den Super Mario-Titeln bekannt.
Sind Items eingestellt, erscheinen ab und an Fragezeichen-Blöcke auf dem Spielfeld. Wird die Reihe mit diesem Block aufgelöst, erhaltet Ihr ein Item, welches Ihr dann selbst einsetzen könnt, um so etwa mit einem roten Panzer zwei Reihen sofort aufzulösen.
Um ein Gleichgewicht zwischen erfahrenen und unerfahrenen Spielern einstellen zu können, lässt sich für jeden Spieler ein Handicap einstellen.
Zusätzlich zu dem kabellosen Spiel für bis zu zehn Spieler unterstützt „Tetris DS“ auch die Nintendo Wi-Fi Connection, Ihr könnt also kostenlos gegen Spieler aus aller Welt online antreten. Dabei stehen sowohl im globalen als auch im Spiel mit Freunden der Standard-Modus für zwei beziehungsweise vier Spieler und der Druck-Modus zur Verfügung. Im Wi-Fi Hauptmenü wird das Icon eines Gegners angezeigt, wenn dieser gerade nach Mitspielern sucht.
Sowohl Gegnersuche als auch Spielablauf funktionierten in der Testphase problemlos. Jeder Spieler hat zu Beginn 5000 Tetris-Punkte. Für einen Sieg werden Punkte addiert, für eine Niederlage subtrahiert. So ergibt sich in etwa ein Wert, der Eure Fähigkeiten beschreibt und Euch entsprechend Gegner zuweist.
Die volle Nintendo-Packung
Während die Tetriminos grafisch keine überragenden Möglichkeiten zur Verbesserung mitbringen, hat man sich bei Nintendo dazu entschlossen, das Drumherum ganz auf die erfolgreichen Serien aus eigenem Hause abzustimmen. Bekannte Nintendo-Melodien begleiten Euch im Spiel, auf dem Topscreen werden im klassischen Marathon Szenen aus „Super Mario Bros.“, „The Legend of Zelda“ und weiteren Titeln abgespielt. Mario bewegt sich dabei aber nur weiter, wenn Ihr Euch als erfolgreicher Spieler präsentiert.
Zwar hat man in höheren Geschwindigkeiten nur wenig Zeit, um diese kleinen Spielereien zu beobachten, aber vor allem beim Start einer Partie, bei dem es natürlich gemächlicher zugeht, kann man in Erinnerungen schwelgen.
Die Bestleistungen im Singleplayer und innerhalb der Nintendo Wi-Fi Connection lassen sich übrigens jederzeit anschauen. Die Musikstücke lassen sich außerdem über das Optionsmenü separat auswählen.
Vor 21 Jahren entwickelte ein gewisser Alexey Pajitnov gemeinsam mit seinen Kollegen Dmitri Pawlowski und Wadim Gerassimov ein Spiel, dessen Erfolgsgeschichte er so wohl nie erwartet hätte. Vier Jahre später brachte die japanische Firma Nintendo eine tragbare Spielekonsole auf den Markt, den GameBoy. Pajitnovs Titel wurde von Nintendo für den GameBoy umgesetzt, jedem System beigelegt und war somit mit einer der Gründe für den äußerst erfolgreichen Start des Handhelds. Die Rede ist natürlich vom Urvater der Puzzle-Spiele, „Tetris“.
In den letzten siebzehn Jahren gab es viele Variationen und inoffizielle Fortsetzungen von „Tetris“. Sei dies nun die zweite Episode für den GameBoy, Versuche aus dem Hause THQ oder die unzählbaren und größtenteils kostenlosen Titel für den heimischen PC, die das unkomplizierte Gameplay aufgriffen. Das Spielprinzip wurde teilweise erweitert und mit Online-Modi angereichert oder wie im Falle von „BlockOut“ (Alexander Ustaszewski und Mirek Zabłocki aus Polen) gar in die dritte Dimension verfrachtet. Interessanterweise erschien „BlockOut“ ebenfalls im Jahre 1989, also zeitgleich zu „Tetris“ für den GameBoy. Der größere Erfolg ging allerdings an Nintendo. Auch heute ist das Tetris-Phänomen noch deutlich spürbar. Der eine oder andere wird noch immer oder schon wieder den alten GameBoy aus der Kiste gezaubert und das Spiel eingelegt haben. Besitzer einer Xbox 360 spielen vielleicht „Tetris: The Grandmaster Ace“ und auch Nintendo hat sich fast zwei Jahrzehnte nach dem riesigen Erfolg der ersten Entwicklung abermals der Erfolgsserie zugewandt und mit „Tetris DS“ den Quasi-Nachfolger zum GameBoy-Hit für den Nintendo DS entwickelt.
Schaut man sich die hunderte Varianten von „Tetris“ an, gibt es viele kleine Unterschiede, doch im Grundsatz stimmen sie alle überein: „Tetris“ ist leicht zu erlernen, aber ungleich schwerer zu meistern. Dies gilt natürlich auch für „Tetris DS“, das aber darüber hinaus einiges mehr zu bieten halt, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
„Und diesmal speichert er die Punktzahl…“
Bevor wir uns nun endgültig „Tetris DS“ zuwenden, machen wir noch einmal einen Zeitsprung in die Vergangenheit. Schweißtreibende Minuten sind vergangen, die Finger halten zitternd einen grauen Klotz, der offiziell auf den Namen GameBoy hört. Im Schacht befindet sich Freizeit-Töter Nummer Eins „Tetris“ und auf dem Bildschirm erscheint eine neue Höchstpunktzahl. Glück und Trauer vermischen sich, denn auch im Angesicht des größten Triumphs steckt im Hinterkopf eine Gewissheit „Beim nächsten Start ist alles weg…“. Glücklicherweise sind speicherresistente Module die Vergangenheit und heute ist die Zukunft und somit kann man bei „Tetris DS“ nun endlich auch nach einem Neustart noch voller Freude weiterspielen, inklusive Höchstpunktzahl. Doch wer nun denkt, bei „Tetris DS“ würde es sich nur um einen Aufguss des Klassikers mit Speicher-Funktion handeln, liegt gänzlich falsch. Denn Nintendo spendierte dem Titel stolze sechs Spielmodi, auf die wir im Folgenden einzeln eingehen werden.
Den Anfang macht natürlich der klassische Spielmodus, den wir so bereits aus dem Ur-Titel kennen. Hier ist es Eure Aufgabe, insgesamt zweihundert Reihen durch geschicktes Setzen der Tetriminos aufzulösen. Nach zehn Reihen steigt Ihr einen Level auf, wodurch die Spielgeschwindigkeit erhöht wird. Neu ist dabei allerdings, dass Ihr durch Druck auf eine der Schultertasten den aktuellen Stein in den Vorrat schieben könnt, um ihn später an passender Stelle einzusetzen. Außerdem werden in „Tetris DS“ die nächsten sechs Steine angezeigt. Optional gibt es außerdem einen Rahmen, der Euch die Stelle anzeigt, an der der aktuelle Tetrimino landen wird. Die maximale Spielgeschwindigkeit wurde im Vergleich zum Original deutlich erhöht, allerdings habt Ihr mit den Tetriminos mehr Spielraum beim Setzen, so dass Ihr den Stein durch Rotieren praktisch unendlich lange bewegen könnt.
Der erste Durchgang des Marathons ist zwar nach zweihundert Reihen beendet, allerdings ist damit noch lange nicht Schluss im klassischen Modus. Denn nach dem Meistern des Marathons könnt Ihr ein Endlos-Spiel auswählen und endgültig auf die ultimative Highscore-Jagd gehen.
Eine Abwandlung des klassischen Spielmodus ist die „Barrikade“. Hier bestimmt Ihr Starthöhe und Level und müsst dann versuchen, das entstandene Chaos durch wahllos verteilte Steine aufzulösen. Dieser Spielmodus war auch schon in der Ur-Version enthalten, nicht aber die Möglichkeit gegen einen CPU-Gegner anzutreten. Dabei könnt Ihr fünf verschiedene Stufen für den Gegner auswählen.
Praktischerweise werden alle Spielmodi im Spiel optional noch einmal in einer Spielanleitung erklärt.
Neue Spielmodi braucht das Tetris-Universum
Der klassische Modus ist zwar die altbekannte und natürlich noch immer süchtig machende Spielvariante, dennoch konnten natürlich auch neue Spielmodi nicht schaden, bringen diese doch frischen Wind und Gameplay-Vielfalt. Wie schon erwähnt, gibt es in „Tetris DS“ insgesamt sechs Spielmodi. Neben dem klassischen Modus wäre da zum Beispiel der anspruchsvolle Fang-Modus. Im Fang-Modus beginnt Ihr mit einem Kreuz, dass Ihr frei bewegen könnt. Von oben fallen Tetriminos herab, an die Ihr das anfängliche Kreuz andocken müsst, um so ein größeres Gebilde entstehen zu lassen. Das Gebilde könnt Ihr dabei drehen und wenden wie Ihr wollt, nur den Winkel der herunterfallenden Tetriminos könnt Ihr nicht verändern. Erschafft Ihr durch eine kluge Spielweise ein mindestens vier mal vier Blöcke großes Quadrat, wird dieses entweder durch Drücken des X-Knopfes sofort, spätestens aber nach zehn Sekunden explodieren und Euch so Punkte einbringen.
Im Missions-Modus bekommt Ihr dagegen kleine Aufgaben gestellt. So müsst Ihr etwa eine Reihe mit einem bestimmten Tetrimino auflösen oder dürft nur Quadrate einsetzen. Im Marathon bekommt Ihr eine Aufgabe nach der anderen gestellt und sammelt Punkte. Im Zeitspiel geht es darum, zehn Aufgaben so schnell wie möglich zu lösen. Umso länger Ihr für eine Aufgabe braucht, desto mehr Herzen verliert Ihr. Habt Ihr alle Herzen verloren, ist aber nicht direkt Schluss. Stattdessen erscheinen einige Reihen als Hindernis und die nächste Aufgabe wird gestellt.
Zur Abwechslung ganz ruhig geht es im Puzzle-Modus zu. Hier habt Ihr weder Zeitdruck oder schnell fallende Steine zu befürchten und könnt Euch stattdessen soviel Zeit nehmen, wie Ihr möchtet. Ziel ist es hier, mit vorgegebenen Tetriminos alle Reihen auf dem Bildschirm aufzulösen. Dabei könnt Ihr selbst auswählen, welchen Stein Ihr wann einsetzt. Allerdings müsst Ihr genau überlegen, dass Ihr die richtige Reihenfolge wählt. Zweihundert Puzzle-Aufgaben müsst Ihr in diesem Modus lösen. Anfangs stehen nur drei Tetriminos zur Auswahl, in höheren Aufgaben gibt es dann bis zu fünf Tetriminos. Ganz auf den Touchscreen zugeschnitten ist der Touch-Modus. Diesen könnt Ihr in zwei Varianten spielen. In der Turm-Variante werden wahllos viele Tetriminos übereinander zu einem Turm gestapelt und Ihr müsst diesen durch Verschieben und Drehen der Blöcke komplett auflösen. Dabei könnt Ihr jederzeit jeden Stein, der auf dem Touchscreen zu sehen ist, mit dem Stylus bewegen. Ein Zeitlimit gibt es bei diesem Modus nicht. Ebenfalls ohne Zeitdruck funktioniert die andere Variante. Im Touch Puzzle habt Ihr nur wenige Steine auf dem Bildschirm, allerdings auch genau so wenige Bewegungsmöglichkeiten, so dass Ihr gut überlegen müsst, welche Steine Ihr wie und wann bewegt, um alle Reihen aufzulösen.
Der sechste Spielmodus heißt „Druck“ und wird gegen einen Computer-Gegner gespielt. Das eigene Spielfeld befindet sich hier auf dem Topscreen, unten ist der Gegner zu sehen. Beide Spieler beginnen in der Mitte der beiden Bildschirme. Löst man mehr als eine Reihe auf, verschiebt sich das Spiel in Richtung des Gegners. So muss man den Gegner gehörig unter Druck setzen und in seine Richtung spielen, um zu gewinnen.
Zusammenspielen ganz ohne Linkkabel
Schon beim GameBoy-Titel konnte man seine Freunde herausfordern. Damals waren allerdings noch ein Linkkabel und ein weiteres Spielmodul nötig. Auch auf dem Nintendo DS müsst Ihr nicht alleine spielen und habt dabei sogar noch mehr Möglichkeiten als damals. Entsprechend ausgerüstete Freunde bei der Hand könnt Ihr mit insgesamt zehn Spielern kabellos zusammen spielen. Neben dem Standard-Modus stehen „Mission“ und „Druck“ zur Verfügung. Dabei können sich die Spieler auch zu Teams zusammenschließen, so dass Items bei Mitspielern keine Wirkung haben. Die Items sind optional einstellbar und aus den Super Mario-Titeln bekannt. Sind Items eingestellt, erscheinen ab und an Fragezeichen-Blöcke auf dem Spielfeld. Wird die Reihe mit diesem Block aufgelöst, erhaltet Ihr ein Item, welches Ihr dann selbst einsetzen könnt, um so etwa mit einem roten Panzer zwei Reihen sofort aufzulösen.
Um ein Gleichgewicht zwischen erfahrenen und unerfahrenen Spielern einstellen zu können, lässt sich für jeden Spieler ein Handicap einstellen.
Zusätzlich zu dem kabellosen Spiel für bis zu zehn Spieler unterstützt „Tetris DS“ auch die Nintendo Wi-Fi Connection, Ihr könnt also kostenlos gegen Spieler aus aller Welt online antreten. Dabei stehen sowohl im globalen als auch im Spiel mit Freunden der Standard-Modus für zwei beziehungsweise vier Spieler und der Druck-Modus zur Verfügung. Im Wi-Fi Hauptmenü wird das Icon eines Gegners angezeigt, wenn dieser gerade nach Mitspielern sucht.
Sowohl Gegnersuche als auch Spielablauf funktionierten in der Testphase problemlos. Jeder Spieler hat zu Beginn 5000 Tetris-Punkte. Für einen Sieg werden Punkte addiert, für eine Niederlage subtrahiert. So ergibt sich in etwa ein Wert, der Eure Fähigkeiten beschreibt und Euch entsprechend Gegner zuweist.
Die volle Nintendo-Packung
Während die Tetriminos grafisch keine überragenden Möglichkeiten zur Verbesserung mitbringen, hat man sich bei Nintendo dazu entschlossen, das Drumherum ganz auf die erfolgreichen Serien aus eigenem Hause abzustimmen. Bekannte Nintendo-Melodien begleiten Euch im Spiel, auf dem Topscreen werden im klassischen Marathon Szenen aus „Super Mario Bros.“, „The Legend of Zelda“ und weiteren Titeln abgespielt. Mario bewegt sich dabei aber nur weiter, wenn Ihr Euch als erfolgreicher Spieler präsentiert.
Zwar hat man in höheren Geschwindigkeiten nur wenig Zeit, um diese kleinen Spielereien zu beobachten, aber vor allem beim Start einer Partie, bei dem es natürlich gemächlicher zugeht, kann man in Erinnerungen schwelgen.
Die Bestleistungen im Singleplayer und innerhalb der Nintendo Wi-Fi Connection lassen sich übrigens jederzeit anschauen. Die Musikstücke lassen sich außerdem über das Optionsmenü separat auswählen.
Heiko Ellinger meint...
„Tetris DS“ schlägt die hochkarätige Konkurrenz auf dem DS um ein gutes Stück. Dank Wi-Fi Connection, Single Card Multiplayer und sechs verschiedenen Spielmodi ist für Langzeitspaß gesorgt. Für Puzzle-Fans ist der Titel ein Pflichtkauf!
„Tetris DS“ schlägt die hochkarätige Konkurrenz auf dem DS um ein gutes Stück. Dank Wi-Fi Connection, Single Card Multiplayer und sechs verschiedenen Spielmodi ist für Langzeitspaß gesorgt. Für Puzzle-Fans ist der Titel ein Pflichtkauf!

GRAFIK
Die Klötzchen sind mittlerweile bunt, doch natürlich ist kein Effektfeuerwerk zu erwarten.
Die Klötzchen sind mittlerweile bunt, doch natürlich ist kein Effektfeuerwerk zu erwarten.

SOUND
Nintendosounds in Hülle und Fülle sorgen für besondere Fan-Momente.
Nintendosounds in Hülle und Fülle sorgen für besondere Fan-Momente.

BEDIENUNG
Die Rotation macht das Spiel fast schon zu einfach, die Bedienung ist simpel.
Die Rotation macht das Spiel fast schon zu einfach, die Bedienung ist simpel.

UMFANG
Viele Spielmodi, Onlineduelle, Suchtfaktor hoch zehn - Tetris ist und bleibt ein Dauerbrenner.
Viele Spielmodi, Onlineduelle, Suchtfaktor hoch zehn - Tetris ist und bleibt ein Dauerbrenner.
SPIELSPASS
Ein perfektes Tetris mit zahlreichen Möglichkeiten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ein perfektes Tetris mit zahlreichen Möglichkeiten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel