Kirby Power-Malpinsel
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 26.06.2007
Malpinsel oder Paintbrush?
Man kann Nintendo vieles vorwerfen, doch in einem Punkt zeichnet sich der Arbeitgeber von Mario und Co. immer besonders aus und zwar, wenn es um die Lokalisation von Spielen für unsere Märkte geht. Selten erleben wir Übersetzungsdesaster vom Kaliber eines Final Fantasy X, stattdessen gibt es liebevolle Übersetzungen, die einen ganz eigenen Charme versprühen.
Im Falle von dem neusten Kirby-Ableger für Nintendo DS kommt daher ein doppelter Spielname für Europa zu Stande. In den meisten Ländern erschien der Titel als „Kirby Power-Paintbrush“, im deutschsprachigen Raum wurde der Titel allerdings eingedeutscht. „Kirby Power-Malpinsel“, so der Titel, den Ihr allerdings nur im Handbuch und bei einem auf Deutsch eingestellten DS finden werdet, sowohl Boxart als auch Cartridge sind mit Paintbrush bedruckt. Doch damit genug von deutschen und englischen Titeln und hin zu dem, was wirklich wichtig ist, dem neusten Abenteuer der rosa Knutsch-Kugel Kirby.
Das Gameplay des Titels orientiert sich am bereits erschienenen „Yoshi Touch & Go“. Dank des Touch Screens könnt Ihr nicht nur Kirby direkt befehligen, sondern zur Unterstützung auch noch bunte Hilfslinien einzeichnen. Dies funktioniert in etwa so wie die Wölkchen aus dem genannten Vertreter mit Dino Yoshi. Doch bevor wir genauer darauf eingehen, wollen wir Euch nicht vorenthalten, warum Kirby dieses Mal keinen Gegner einsaugen kann und stattdessen als Kugel durch die Level rollt. Unglücklicherweise wurde der niedliche Klops verwandelt und muss nun durch sieben Welten wandeln, um sich seine ursprüngliche Gestalt zurück zu holen.
Rollin’ All Over The World
Der Aufbau des Spiels erinnert ein wenig an die klassischen Abenteuer des knuddeligen Helden. In den normalen Levelabschnitten müsst Ihr lediglich das Ziel erreichen, am Ende einer Welt folgt dann allerdings ein Bosskampf gegen altbekannte Gegner der Reihe. Diese Kämpfe gehen allerdings in „Kirby Power-Malpinsel“ über zwei Level. Habt Ihr die zweite Stufe beendet, stehen Euch Minispiele wie das Lorenrennen zur Verfügung. Diese Spiele entsprechen den Bosskämpfen gegen Dedede und Co.
Obwohl Kirby wie schon erwähnt keine Gegner einsaugen kann, bleiben Euch die Spezialfähigkeiten der Gegner nicht verwehrt. Denn sobald Ihr einen Gegner, der selbst über eine spezielle Fähigkeit verfügt, besiegt, erhaltet Ihr automatisch dessen Fähigkeit. Dann müsst Ihr mit dem Touchscreen Kirby antippen, um die Spezialfähigkeit einzusetzen. Praktischerweise müsst Ihr eine ungeliebte Spezialfähigkeit nicht behalten, sondern könnt diese ganz einfach über den Klick auf das entsprechende Feld in der unteren linken Ecke loswerden.
Doch dieser Einsatz des Touchscreens ist natürlich nichts Besonderes. Die wirkliche Neuerung bei „Kirby Power-Malpinsel“ ist die Verwendung der Regenbogen-Linien. Damit könnt Ihr Kirby einerseits steuern und andererseits auch vor lästigen Gegner-Attacken schützen. Denn berührt Kirby eine Regenbogen-Linie, rollt er weiter an ihr entlang. So könnt Ihr Kirby über Abgründe, Hindernisse oder die bösen Gegner manövrieren und ihn dem Levelende Stück für Stück näher bringen. Seit jeher versucht Euch die Gegnerschar auch aus der Entfernung zu eliminieren, Wurfgeschosse und Kanonen haben uns schon früher Sorgen bereitet. Wohl dem, der die Regenbogen-Linien hat, denn da geht kein Geschoss durch. Möchtet Ihr Kirby also vor solch einem Geschoss retten, reicht eine einfache Schutzlinie schon aus. Ihr habt das Spiel über immer einen bestimmten Vorrat, um diese Linien zu zeichnen. Solange Ihr keine Linie zeichnet, füllt sich der Vorrat automatisch wieder auf. Ist der ganze Vorrat allerdings aufgebraucht, solltet Ihr an einer sicheren Stelle eine Pause einlegen.
Doch immer nur Ausweichen ist natürlich langweilig. Daher könnt Ihr die Gegner auch komfortabel attackieren und Euch auch dabei den Touchscreen zu Nutze machen. Denn ein einfacher Klick auf einen Gegner genügt, um diesen kurzzeitig zu betäuben. Tippt Ihr nun Kirby an, legt er einen kurzen Spurt hin und kann so die Gegner überrollen. Diese müssen dafür dann nicht einmal betäubt sein, können aber im unbeweglichen Zustand leichter umgangen werden.
Von Spielmodi und Münzen
Ein ungewöhnliches Gameplay, was man ohne den DS nur schwer hätte umsetzen können – das erfordert natürlich eine Umgewöhnung des Spielers. Wer sich also nicht direkt ins Hauptspiel stürzen will, kann sich zunächst im Trainings-Modus mit dem erweiterten Spielprinzip vertraut machen. Das Training wird dabei durch Tipps auf dem oberen Screen unterstützt, im späteren Spiel dient der Topscreen allerdings unter anderem als Übersichtskarte.
In bereits beendeten Abschnitten erwarten Euch außerdem neue Herausforderungen. Das Rainbow-Rennen bietet zwei verschiedene Spielmodi, die Unterschiedliches von Euch verlangen. Im Zeitspiel müsst Ihr so schnell wie möglich das Ende des Abschnittes erreichen, im Linienspiel dagegen müsst Ihr so wenige Linien wie möglich zeichnen, um das Ziel zu erreichen. Je nach Erfolg erhaltet Ihr in beiden Spielmodi bis zu drei Münzen in einem Level, die Ihr dann gegen Prämien eintauschen könnt. Unter anderem warten hier auch spezielle Bonus-Abschnitte auf Euch.
So abwechslungsreich wie die Spielmodi präsentiert sich zumeist auch das Leveldesign. Dabei seid Ich nicht nur oberhalb des Meeresspiegels unterwegs, sondern auch darunter. Obwohl Kirby eigentlich nicht schwimmen kann, könnt Ihr ihn dank der Regenbogen-Linien auch tauchend fortbewegen. Dank des neuartigen Gameplays kommt eigentlich nie Langeweile auf, da das Spiel zusätzlich nicht zu den längsten Titeln auf dem DS gehört. Dank weiterer Spielmodi und freischaltbaren Inhalten habt Ihr aber einiges zu tun, auch wenn wir uns noch mehr Level gewünscht hätten.
Wie auch schon „Yoshi Touch & Go“ ist „Kirby Power-Malpinsel“ komplett zweidimensional. Die Grafik kann allerdings dank vieler verspielter Details uneingeschränkt überzeugen und ist sehr bunt und übersichtlich, genau so ist es für das Gameplay richtig. Ruckler gibt es dadurch natürlich keine, denn 2D-Spiele schafft der DS dann doch ohne große Mühen. Die Hintergrund-Musik bietet ebenfalls bekannte Klänge, die sofort an alte Kirby-Titel erinnern, dazu kamen allerdings auch neue Melodien, die sich allesamt sehr stimmig ins Gesamtbild einfügen. Auf einen Multiplayer-Modus hat man leider verzichtet, obwohl man diesen im Stile des Modus beim Yoshi-Abenteuer sicherlich gut hätte gestalten können.
Man kann Nintendo vieles vorwerfen, doch in einem Punkt zeichnet sich der Arbeitgeber von Mario und Co. immer besonders aus und zwar, wenn es um die Lokalisation von Spielen für unsere Märkte geht. Selten erleben wir Übersetzungsdesaster vom Kaliber eines Final Fantasy X, stattdessen gibt es liebevolle Übersetzungen, die einen ganz eigenen Charme versprühen. Im Falle von dem neusten Kirby-Ableger für Nintendo DS kommt daher ein doppelter Spielname für Europa zu Stande. In den meisten Ländern erschien der Titel als „Kirby Power-Paintbrush“, im deutschsprachigen Raum wurde der Titel allerdings eingedeutscht. „Kirby Power-Malpinsel“, so der Titel, den Ihr allerdings nur im Handbuch und bei einem auf Deutsch eingestellten DS finden werdet, sowohl Boxart als auch Cartridge sind mit Paintbrush bedruckt. Doch damit genug von deutschen und englischen Titeln und hin zu dem, was wirklich wichtig ist, dem neusten Abenteuer der rosa Knutsch-Kugel Kirby.
Das Gameplay des Titels orientiert sich am bereits erschienenen „Yoshi Touch & Go“. Dank des Touch Screens könnt Ihr nicht nur Kirby direkt befehligen, sondern zur Unterstützung auch noch bunte Hilfslinien einzeichnen. Dies funktioniert in etwa so wie die Wölkchen aus dem genannten Vertreter mit Dino Yoshi. Doch bevor wir genauer darauf eingehen, wollen wir Euch nicht vorenthalten, warum Kirby dieses Mal keinen Gegner einsaugen kann und stattdessen als Kugel durch die Level rollt. Unglücklicherweise wurde der niedliche Klops verwandelt und muss nun durch sieben Welten wandeln, um sich seine ursprüngliche Gestalt zurück zu holen.
Rollin’ All Over The World
Der Aufbau des Spiels erinnert ein wenig an die klassischen Abenteuer des knuddeligen Helden. In den normalen Levelabschnitten müsst Ihr lediglich das Ziel erreichen, am Ende einer Welt folgt dann allerdings ein Bosskampf gegen altbekannte Gegner der Reihe. Diese Kämpfe gehen allerdings in „Kirby Power-Malpinsel“ über zwei Level. Habt Ihr die zweite Stufe beendet, stehen Euch Minispiele wie das Lorenrennen zur Verfügung. Diese Spiele entsprechen den Bosskämpfen gegen Dedede und Co.
Obwohl Kirby wie schon erwähnt keine Gegner einsaugen kann, bleiben Euch die Spezialfähigkeiten der Gegner nicht verwehrt. Denn sobald Ihr einen Gegner, der selbst über eine spezielle Fähigkeit verfügt, besiegt, erhaltet Ihr automatisch dessen Fähigkeit. Dann müsst Ihr mit dem Touchscreen Kirby antippen, um die Spezialfähigkeit einzusetzen. Praktischerweise müsst Ihr eine ungeliebte Spezialfähigkeit nicht behalten, sondern könnt diese ganz einfach über den Klick auf das entsprechende Feld in der unteren linken Ecke loswerden. Doch dieser Einsatz des Touchscreens ist natürlich nichts Besonderes. Die wirkliche Neuerung bei „Kirby Power-Malpinsel“ ist die Verwendung der Regenbogen-Linien. Damit könnt Ihr Kirby einerseits steuern und andererseits auch vor lästigen Gegner-Attacken schützen. Denn berührt Kirby eine Regenbogen-Linie, rollt er weiter an ihr entlang. So könnt Ihr Kirby über Abgründe, Hindernisse oder die bösen Gegner manövrieren und ihn dem Levelende Stück für Stück näher bringen. Seit jeher versucht Euch die Gegnerschar auch aus der Entfernung zu eliminieren, Wurfgeschosse und Kanonen haben uns schon früher Sorgen bereitet. Wohl dem, der die Regenbogen-Linien hat, denn da geht kein Geschoss durch. Möchtet Ihr Kirby also vor solch einem Geschoss retten, reicht eine einfache Schutzlinie schon aus. Ihr habt das Spiel über immer einen bestimmten Vorrat, um diese Linien zu zeichnen. Solange Ihr keine Linie zeichnet, füllt sich der Vorrat automatisch wieder auf. Ist der ganze Vorrat allerdings aufgebraucht, solltet Ihr an einer sicheren Stelle eine Pause einlegen.
Doch immer nur Ausweichen ist natürlich langweilig. Daher könnt Ihr die Gegner auch komfortabel attackieren und Euch auch dabei den Touchscreen zu Nutze machen. Denn ein einfacher Klick auf einen Gegner genügt, um diesen kurzzeitig zu betäuben. Tippt Ihr nun Kirby an, legt er einen kurzen Spurt hin und kann so die Gegner überrollen. Diese müssen dafür dann nicht einmal betäubt sein, können aber im unbeweglichen Zustand leichter umgangen werden.
Von Spielmodi und Münzen
Ein ungewöhnliches Gameplay, was man ohne den DS nur schwer hätte umsetzen können – das erfordert natürlich eine Umgewöhnung des Spielers. Wer sich also nicht direkt ins Hauptspiel stürzen will, kann sich zunächst im Trainings-Modus mit dem erweiterten Spielprinzip vertraut machen. Das Training wird dabei durch Tipps auf dem oberen Screen unterstützt, im späteren Spiel dient der Topscreen allerdings unter anderem als Übersichtskarte.
In bereits beendeten Abschnitten erwarten Euch außerdem neue Herausforderungen. Das Rainbow-Rennen bietet zwei verschiedene Spielmodi, die Unterschiedliches von Euch verlangen. Im Zeitspiel müsst Ihr so schnell wie möglich das Ende des Abschnittes erreichen, im Linienspiel dagegen müsst Ihr so wenige Linien wie möglich zeichnen, um das Ziel zu erreichen. Je nach Erfolg erhaltet Ihr in beiden Spielmodi bis zu drei Münzen in einem Level, die Ihr dann gegen Prämien eintauschen könnt. Unter anderem warten hier auch spezielle Bonus-Abschnitte auf Euch. So abwechslungsreich wie die Spielmodi präsentiert sich zumeist auch das Leveldesign. Dabei seid Ich nicht nur oberhalb des Meeresspiegels unterwegs, sondern auch darunter. Obwohl Kirby eigentlich nicht schwimmen kann, könnt Ihr ihn dank der Regenbogen-Linien auch tauchend fortbewegen. Dank des neuartigen Gameplays kommt eigentlich nie Langeweile auf, da das Spiel zusätzlich nicht zu den längsten Titeln auf dem DS gehört. Dank weiterer Spielmodi und freischaltbaren Inhalten habt Ihr aber einiges zu tun, auch wenn wir uns noch mehr Level gewünscht hätten.
Wie auch schon „Yoshi Touch & Go“ ist „Kirby Power-Malpinsel“ komplett zweidimensional. Die Grafik kann allerdings dank vieler verspielter Details uneingeschränkt überzeugen und ist sehr bunt und übersichtlich, genau so ist es für das Gameplay richtig. Ruckler gibt es dadurch natürlich keine, denn 2D-Spiele schafft der DS dann doch ohne große Mühen. Die Hintergrund-Musik bietet ebenfalls bekannte Klänge, die sofort an alte Kirby-Titel erinnern, dazu kamen allerdings auch neue Melodien, die sich allesamt sehr stimmig ins Gesamtbild einfügen. Auf einen Multiplayer-Modus hat man leider verzichtet, obwohl man diesen im Stile des Modus beim Yoshi-Abenteuer sicherlich gut hätte gestalten können.
Heiko Ellinger meint...
„Kirby Power-Malpinsel“ zeigt, wozu DS-Spiele fähig sind. Bewährtes kombiniert mit einzigartigen Elementen, die so nur auf dem Dual Screen möglich sind, bringen ein einmaliges Spielerlebnis. Den Touchscreen haben die Entwickler von HAL toll eingesetzt, technisch ist das Spiel sehr stimmig. Zum vollkommenen Glück fehlen lediglich Multiplayer und noch mehr Level für den Singleplayer.
„Kirby Power-Malpinsel“ zeigt, wozu DS-Spiele fähig sind. Bewährtes kombiniert mit einzigartigen Elementen, die so nur auf dem Dual Screen möglich sind, bringen ein einmaliges Spielerlebnis. Den Touchscreen haben die Entwickler von HAL toll eingesetzt, technisch ist das Spiel sehr stimmig. Zum vollkommenen Glück fehlen lediglich Multiplayer und noch mehr Level für den Singleplayer.

GRAFIK
Bunt, zuckersüß, feinstes 2D.
Bunt, zuckersüß, feinstes 2D.

SOUND
Passende Sounduntermalung, wie man sie von Kirby gewohnt ist.
Passende Sounduntermalung, wie man sie von Kirby gewohnt ist.

BEDIENUNG
Gelungene Erweiterung des klassischen Spielprinzips.
Gelungene Erweiterung des klassischen Spielprinzips.

UMFANG
Abwechslungsreich, wenn auch etwas kurz.
Abwechslungsreich, wenn auch etwas kurz.
SPIELSPASS
Gelungenes Abenteuer mit dem kugelrunden Nintendo-Helden.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Gelungenes Abenteuer mit dem kugelrunden Nintendo-Helden.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel