Castlevania: Portrait of Ruin
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 03.06.2007
Auferstanden aus dem Leiden der Welt
1944 ist die Welt voller Zerstörung und Chaos. Das Leid der Menschen ist unermesslich, denn der Zweite Weltkrieg hat ungeahnte Ausmaße angenommen. Schrecken, Hass und Angst dominieren die Menschheit und lassen das Schloss des dunklen Fürsten Dracula abermals aus den Tiefen auferstehen. Viele Schlachten wurden bereits geschlagen, der Belmont-Clan ist teil zahlreicher Geschichten und Abenteuer. Doch dieses Mal muss sich ein völlig unerfahrener Held an das Abenteuer wagen, der 18 Jahre alte Jonathan Morris.
Gemeinsam mit der zwei Jahre jüngeren Charlotte Aulin begibt sich Jonathan in Draculas Schloss. Bei sich trägt er die legendäre Peitsche Vampirkiller, deren Macht er allerdings nicht voll ausschöpfen kann. Erst später im Spiel wird es die Möglichkeit geben, die ganze Macht der Peitsche zu entfesseln. Charlotte unterstützt Jonathan mit ihren umfassenden Magie-Kenntnissen. Auf Ihrem Weg durch das Schloss verbünden sich die beiden mit dem Geist Wind, der sie fortan neue Fähigkeiten lehrt und tatkräftig unterstützt. In Draculas Schloss scheint außerdem nicht der bekannteste der Vampire sein Unwesen zu treiben. Stattdessen stellt sich ein Vampir namens Brauner im Verlaufe des Abenteuers unseren Helden in den Weg. Doch kann Dracula wirklich weit weg sein?
Zusammen ergeben Jonathan und Charlotte ein unschlagbares Team. Zumindest dann, wenn es der Spieler versteht, das Zusammenspiel der beiden Protagonisten gekonnt einzusetzen. Denn in „Castlevania: Portrait of Ruin“ könnt Ihr jederzeit beide Helden befehligen. Entweder im Team oder einzeln. Welche Möglichkeiten sich dabei bieten, sollen die folgenden Zeilen klären. Ob „Portrait of Ruin“ den großen Erfolg von „Dawn of Sorrow“ fortsetzen kann?
Bildhafte Abenteuer
Der Untertitel „Portrait of Ruin“ lässt es bereits vermuten, dass Gemälde im Spiel eine besondere Rolle spielen. Vier magische Bilder warten auf Euch, um Euch in eine magische Welt hineinzuziehen. So sucht Ihr diverse Areale auf, die sich alle stark voneinander unterscheiden. Diese bieten eine willkommene Abwechslung zum leider häufig eintönigen Schloss. Dieses ist allerdings der Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Alle Helfer von Jonathan und Charlotte finden sich hier, die Zugänge zu den Gemälden, Teleporter und Speicherstationen sind durch die dunklen Gemäuer wild verstreut.
An vielen Stellen kommt Ihr im Spiel in einem Gebiet nicht weiter. Hier fehlt Euch dann etwa der Doppelsprung, um eine höher gelegene Plattform zu erreichen. Dies sorgt dafür, dass Ihr manche Orte öfters aufsuchen müsst, kann bei Zeiten aber auch zu Orientierungsproblemen führen. Ein ums andere Mal verliert man sich so in dem großen Schloss. Ein wenig mehr Führung durch das Spiel wäre hier von Nutzen gewesen.
Die Areale in den Gemälden sind keineswegs klein. Auch hier stehen Teleporter und Speicherstationen zur Verfügung, so dass man sich lange Wege, auch nach einem Ableben, ersparen kann. Die Gegnertypen passen sich dabei dem Umfeld an. In einer Metzgerei etwa werden wir von einem Hackebeil angegriffen, in der Wüste versuchen sich Monster aus dem Treibsand an uns heranzuschleichen.
Während die langen Wege und die Schwierigkeiten der Orientierung die Motivation schnell in den Keller drücken könnten, wird dies gekonnt durch das Levelsystem aufgefangen. Es vergeht kaum ein Moment, indem man nicht etwas Neues entdeckt oder die Fähigkeiten der Charaktere verbessert hat. Erfahrungspunkte gibt es für jeden Gegner, da diese nach Verlassen und erneutem Betreten eines Raumes sofort wieder auftauchen, ist Leveln nicht wirklich schwierig. Außerdem verbessern sich automatisch die Fertigkeiten mit einer Waffe, wenn man diese öfter im Kampf einsetzt.
Teamwork nicht gefragt
Während uns in „Dawn of Sorrow“ vor allem das Sammeln von Seelen beschäftigte, legt „Portrait of Ruin“ mehr wert auf das Teamwork von Jonathan und Charlotte. Zumindest sollte dies ursprünglich so sein, leider wurde im finalen Produkt aus dieser Möglichkeit zu wenig gemacht. Selten müsst Ihr ein Rätsel im Duo lösen, lediglich die mächtigen Kombi-Angriffe erfüllen ihren Zweck. So bleibt ein fahler Beigeschmack, wären die Möglichkeiten doch weit umfassender gewesen als Konami uns dies im fertigen Produkt zeigen möchte.
Während der Testphase haben wir uns so größtenteils auf die Kampfkraft von Jonathan verlassen und den Computer die Arbeit von Charlotte übernehmen lassen. Nur selten war ein Wechsel der Charaktere wirklich nötig und sinnvoll – schade. Für Spieler, die gerne aus der Ferne angreifen, ist dagegen Charlotte mit ihrer kraftvollen Magie mehr als einen Blick wert.
Ausgezeichnet ist dagegen wieder einmal das Bestiarium ausgefallen. Zahlreiche Gegner, teilweise bekannt, teilweise aber auch wahnsinnig schräg und neu, etwa die staubsaugenden Untoten-Putzfrauen, begleiten diverse riesige Bossgegner. Nicht selten sind die Bosse um ein vielfaches größer als unsere beiden Helden, können mit der richtigen Taktik aber doch besiegt werden. Oft hilft im ersten Versuch einfaches Zuschauen, um die Taktik des Gegners zu entschlüsseln. Dies macht den anschließenden Kampf dann viel leichter.
An dieser Stelle sei es verraten, auch „Portrait of Ruin“ bietet nicht nur ein Ende im Spiel Die Auswirkungen an bestimmter Stelle sind gravierend, denn das vermeintlich schlechtere Ende verweigert Euch einige weitere Abenteuer und spannende Kämpfe. Wenn ihr alles richtig macht, könnt Ihr aber sogar die legendäre Peitsche Vampirkiller befehligen, denn Jonathan lernt den Umgang im Verlauf des Abenteuers.
Sammeln und Aufgaben lösen
Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände warten darauf, von Euch gefunden zu werden. Einfachere Items findet Ihr dabei durchgehend, einige wenige sind aber besser versteckt. Gleiches gilt für die Waffen, hier habt ihr die Auswahl zwischen diversen Typen. Ihr müsst Euch also nicht nur mit Peitschen zufrieden geben, sondern könnt dem Bösen auch mit Schwertern, Äxten und zahlreichen anderen Waffen auf den Leib rücken. Die einzelnen Typen unterscheiden sich dabei in der Angriffskraft, aber auch in der Geschwindigkeit. Mit einer Axt schlägt Jonathan dann natürlich langsamer zu als mit dem leichten Einhandschwert. Und auch der Angriffswinkel verändert sich dabei.
Im Spiel könnt Ihr diverse Gegenstände käuflich erwerben die Euch das Leben sicherlich leichter machen. Tränke bringen Euch die Lebenspunkte zurück oder heben Krankheiten und Flüche auf. Rüstungen verstärken Eure Abwehr und lassen Euch robuster den Monstern entgegen treten. Tränke in Gegenständen findet Ihr auch in diesem Teil nicht. Allerdings ist dies später kein Problem mehr, da ich durch das Verkaufen von Gegenständen genügend Geld einnehmen solltet, um Euch gut mit Heilungsmitteln eindecken zu können.
Ein neuartiges Questsystem versorgt Euch darüber hinaus mit diversen Belohnungen. Die Aufgaben werden meistens nur umschrieben und sollen Euch an die Lösung heranführen. Im ersten Gemälde etwa müsst Ihr in der Metzgerei ein Stück Fleisch mit der Faust schlagen. Kommt Ihr dann zurück, erhaltet Ihr eine Belohnung. Teilweise sind dies neue Ausrüstungsgegenstände, es gibt allerdings auch neue Angriffsfähigkeiten oder Fertigkeiten.
Die Sammelwut stellt sich auch bei „Portrait of Ruin“ ein, insgesamt stimmiger dank besserem Leveldesign war dennoch „Dawn of Sorrow“.
Zusammen Monster verprügeln
Ist das Einzelspieler-Abenteuer beendet und das Böse abermals besiegt, könnt Ihr Euch mit bis zu drei Freunden in ein kooperatives Abenteuer wagen. Hier geht es darum, in verschiedenen Levels so schnell wie möglich das Ende zu erreichen. Dass sich Euch dabei zahlreiche Monster in den Weg stellen, dürfte klar sein. Wahlweise online über die Nintendo Wi-Fi Connection oder offline ist dieser Modus spielbar. Leider brauchen im Offline-Spiel alle Spieler ein eigenes Modul. Dieser Spielmodus kann zwar sicherlich nicht über Tage motivieren, zum Spielen ab und an ist er aber gut geeignet.
Außerdem ist ein Shop-Modus dabei. Über diesen könnt Ihr abermals on- und offline Gegenstände mit Spielern aus aller Welt tauschen, Euch neue Gegenstände kaufen oder selbst Dinge aus dem Inventar veräußern. Eine nette Idee, die Euch im Idealfall gutes Geld einbringt.
Für Einzelspieler gibt es neben der Geschichte auch noch den Boss-Rush Modus. Hier müsst Ihr die bereits im Abenteuer besiegten Boss-Gegner nacheinander nochmals bekämpfen und Euch dabei noch beeilen, um eine möglichst gute Zeit zu erreichen. Die richtige Taktik ist hier Pflicht, sonst ist das Spiel schneller vorbei als man denkt.
Technisch wieder einmal gelungen
Bereits der Vorgänger „Dawn of Sorrow“ begeisterte mit wunderschönen 2D-Arealen und effektvollen Kämpfen. „Portrait of Ruin“ steht dem in Nichts nach. Stattdessen sehen wir abermals toll animierte Kämpfe in schönen und teils schaurigen Umgebungen. Für genügend Vielfalt ist dabei wie schon erwähnt dank den Gemälden gesorgt. Darüber hinaus peppen einige 3D-Effekte das Ganze noch ein wenig auf, ohne dabei befremdlich und unpassend zu wirken. Zahlreiche Bossgegner sind zwar schon bekannt, dennoch bieten sich einem in diesen großen Kämpfen immer wieder tolle Momente.
Ein langes Intro im Anime-Stil stimmt auf das Abenteuer ein. Das Video bietet eine ausgezeichnete Qualität und dürfte von den meisten Spielern nicht nur einmal angeschaut werden.
Waren unsere Ohren bei „Dawn of Sorrow“ dank der opulenten Musikuntermalung noch vollends verwöhnt, zieht „Portrait of Ruin“ hier leider den Kürzeren. Dies liegt zum Einen daran, dass die Musikstücke weniger eingängig sind, als es noch beim Vorgänger der Fall war und zum anderen daran, dass die Anzahl der Stücke weniger geworden ist. Dennoch gehört der Soundtrack natürlich zum Besten, was man derzeit auf dem Nintendo DS zu hören bekommt. Sogar ein wenig Sprachausgabe hat es auf das Modul geschafft. So lassen sich einige Zauber und Flüche der Gegner schon an dem gesprochenen Sample erkennen.
Auf Experimente mit den Fähigkeiten wurde dieses Mal gänzlich verzichtet, nachdem schon „Dawn of Sorrow“ nicht dadurch punkten konnte. Stattdessen beschränkt sich die Nutzung der DS-Funktionen auf die Verwendung des Doppelscreens. Auf dem Touchscreen seht Ihr das Spielgeschehen. Auf dem Topscreen könnt Ihr dagegen zwischen einer praktischen Übersichtskarte oder einem Statusbildschirm umschalten.
1944 ist die Welt voller Zerstörung und Chaos. Das Leid der Menschen ist unermesslich, denn der Zweite Weltkrieg hat ungeahnte Ausmaße angenommen. Schrecken, Hass und Angst dominieren die Menschheit und lassen das Schloss des dunklen Fürsten Dracula abermals aus den Tiefen auferstehen. Viele Schlachten wurden bereits geschlagen, der Belmont-Clan ist teil zahlreicher Geschichten und Abenteuer. Doch dieses Mal muss sich ein völlig unerfahrener Held an das Abenteuer wagen, der 18 Jahre alte Jonathan Morris. Gemeinsam mit der zwei Jahre jüngeren Charlotte Aulin begibt sich Jonathan in Draculas Schloss. Bei sich trägt er die legendäre Peitsche Vampirkiller, deren Macht er allerdings nicht voll ausschöpfen kann. Erst später im Spiel wird es die Möglichkeit geben, die ganze Macht der Peitsche zu entfesseln. Charlotte unterstützt Jonathan mit ihren umfassenden Magie-Kenntnissen. Auf Ihrem Weg durch das Schloss verbünden sich die beiden mit dem Geist Wind, der sie fortan neue Fähigkeiten lehrt und tatkräftig unterstützt. In Draculas Schloss scheint außerdem nicht der bekannteste der Vampire sein Unwesen zu treiben. Stattdessen stellt sich ein Vampir namens Brauner im Verlaufe des Abenteuers unseren Helden in den Weg. Doch kann Dracula wirklich weit weg sein?
Zusammen ergeben Jonathan und Charlotte ein unschlagbares Team. Zumindest dann, wenn es der Spieler versteht, das Zusammenspiel der beiden Protagonisten gekonnt einzusetzen. Denn in „Castlevania: Portrait of Ruin“ könnt Ihr jederzeit beide Helden befehligen. Entweder im Team oder einzeln. Welche Möglichkeiten sich dabei bieten, sollen die folgenden Zeilen klären. Ob „Portrait of Ruin“ den großen Erfolg von „Dawn of Sorrow“ fortsetzen kann?
Bildhafte Abenteuer
Der Untertitel „Portrait of Ruin“ lässt es bereits vermuten, dass Gemälde im Spiel eine besondere Rolle spielen. Vier magische Bilder warten auf Euch, um Euch in eine magische Welt hineinzuziehen. So sucht Ihr diverse Areale auf, die sich alle stark voneinander unterscheiden. Diese bieten eine willkommene Abwechslung zum leider häufig eintönigen Schloss. Dieses ist allerdings der Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Alle Helfer von Jonathan und Charlotte finden sich hier, die Zugänge zu den Gemälden, Teleporter und Speicherstationen sind durch die dunklen Gemäuer wild verstreut.
An vielen Stellen kommt Ihr im Spiel in einem Gebiet nicht weiter. Hier fehlt Euch dann etwa der Doppelsprung, um eine höher gelegene Plattform zu erreichen. Dies sorgt dafür, dass Ihr manche Orte öfters aufsuchen müsst, kann bei Zeiten aber auch zu Orientierungsproblemen führen. Ein ums andere Mal verliert man sich so in dem großen Schloss. Ein wenig mehr Führung durch das Spiel wäre hier von Nutzen gewesen. Die Areale in den Gemälden sind keineswegs klein. Auch hier stehen Teleporter und Speicherstationen zur Verfügung, so dass man sich lange Wege, auch nach einem Ableben, ersparen kann. Die Gegnertypen passen sich dabei dem Umfeld an. In einer Metzgerei etwa werden wir von einem Hackebeil angegriffen, in der Wüste versuchen sich Monster aus dem Treibsand an uns heranzuschleichen.
Während die langen Wege und die Schwierigkeiten der Orientierung die Motivation schnell in den Keller drücken könnten, wird dies gekonnt durch das Levelsystem aufgefangen. Es vergeht kaum ein Moment, indem man nicht etwas Neues entdeckt oder die Fähigkeiten der Charaktere verbessert hat. Erfahrungspunkte gibt es für jeden Gegner, da diese nach Verlassen und erneutem Betreten eines Raumes sofort wieder auftauchen, ist Leveln nicht wirklich schwierig. Außerdem verbessern sich automatisch die Fertigkeiten mit einer Waffe, wenn man diese öfter im Kampf einsetzt.
Teamwork nicht gefragt
Während uns in „Dawn of Sorrow“ vor allem das Sammeln von Seelen beschäftigte, legt „Portrait of Ruin“ mehr wert auf das Teamwork von Jonathan und Charlotte. Zumindest sollte dies ursprünglich so sein, leider wurde im finalen Produkt aus dieser Möglichkeit zu wenig gemacht. Selten müsst Ihr ein Rätsel im Duo lösen, lediglich die mächtigen Kombi-Angriffe erfüllen ihren Zweck. So bleibt ein fahler Beigeschmack, wären die Möglichkeiten doch weit umfassender gewesen als Konami uns dies im fertigen Produkt zeigen möchte.
Während der Testphase haben wir uns so größtenteils auf die Kampfkraft von Jonathan verlassen und den Computer die Arbeit von Charlotte übernehmen lassen. Nur selten war ein Wechsel der Charaktere wirklich nötig und sinnvoll – schade. Für Spieler, die gerne aus der Ferne angreifen, ist dagegen Charlotte mit ihrer kraftvollen Magie mehr als einen Blick wert. Ausgezeichnet ist dagegen wieder einmal das Bestiarium ausgefallen. Zahlreiche Gegner, teilweise bekannt, teilweise aber auch wahnsinnig schräg und neu, etwa die staubsaugenden Untoten-Putzfrauen, begleiten diverse riesige Bossgegner. Nicht selten sind die Bosse um ein vielfaches größer als unsere beiden Helden, können mit der richtigen Taktik aber doch besiegt werden. Oft hilft im ersten Versuch einfaches Zuschauen, um die Taktik des Gegners zu entschlüsseln. Dies macht den anschließenden Kampf dann viel leichter.
An dieser Stelle sei es verraten, auch „Portrait of Ruin“ bietet nicht nur ein Ende im Spiel Die Auswirkungen an bestimmter Stelle sind gravierend, denn das vermeintlich schlechtere Ende verweigert Euch einige weitere Abenteuer und spannende Kämpfe. Wenn ihr alles richtig macht, könnt Ihr aber sogar die legendäre Peitsche Vampirkiller befehligen, denn Jonathan lernt den Umgang im Verlauf des Abenteuers.
Sammeln und Aufgaben lösen
Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände warten darauf, von Euch gefunden zu werden. Einfachere Items findet Ihr dabei durchgehend, einige wenige sind aber besser versteckt. Gleiches gilt für die Waffen, hier habt ihr die Auswahl zwischen diversen Typen. Ihr müsst Euch also nicht nur mit Peitschen zufrieden geben, sondern könnt dem Bösen auch mit Schwertern, Äxten und zahlreichen anderen Waffen auf den Leib rücken. Die einzelnen Typen unterscheiden sich dabei in der Angriffskraft, aber auch in der Geschwindigkeit. Mit einer Axt schlägt Jonathan dann natürlich langsamer zu als mit dem leichten Einhandschwert. Und auch der Angriffswinkel verändert sich dabei. Im Spiel könnt Ihr diverse Gegenstände käuflich erwerben die Euch das Leben sicherlich leichter machen. Tränke bringen Euch die Lebenspunkte zurück oder heben Krankheiten und Flüche auf. Rüstungen verstärken Eure Abwehr und lassen Euch robuster den Monstern entgegen treten. Tränke in Gegenständen findet Ihr auch in diesem Teil nicht. Allerdings ist dies später kein Problem mehr, da ich durch das Verkaufen von Gegenständen genügend Geld einnehmen solltet, um Euch gut mit Heilungsmitteln eindecken zu können.
Ein neuartiges Questsystem versorgt Euch darüber hinaus mit diversen Belohnungen. Die Aufgaben werden meistens nur umschrieben und sollen Euch an die Lösung heranführen. Im ersten Gemälde etwa müsst Ihr in der Metzgerei ein Stück Fleisch mit der Faust schlagen. Kommt Ihr dann zurück, erhaltet Ihr eine Belohnung. Teilweise sind dies neue Ausrüstungsgegenstände, es gibt allerdings auch neue Angriffsfähigkeiten oder Fertigkeiten.
Die Sammelwut stellt sich auch bei „Portrait of Ruin“ ein, insgesamt stimmiger dank besserem Leveldesign war dennoch „Dawn of Sorrow“.
Zusammen Monster verprügeln
Ist das Einzelspieler-Abenteuer beendet und das Böse abermals besiegt, könnt Ihr Euch mit bis zu drei Freunden in ein kooperatives Abenteuer wagen. Hier geht es darum, in verschiedenen Levels so schnell wie möglich das Ende zu erreichen. Dass sich Euch dabei zahlreiche Monster in den Weg stellen, dürfte klar sein. Wahlweise online über die Nintendo Wi-Fi Connection oder offline ist dieser Modus spielbar. Leider brauchen im Offline-Spiel alle Spieler ein eigenes Modul. Dieser Spielmodus kann zwar sicherlich nicht über Tage motivieren, zum Spielen ab und an ist er aber gut geeignet. Außerdem ist ein Shop-Modus dabei. Über diesen könnt Ihr abermals on- und offline Gegenstände mit Spielern aus aller Welt tauschen, Euch neue Gegenstände kaufen oder selbst Dinge aus dem Inventar veräußern. Eine nette Idee, die Euch im Idealfall gutes Geld einbringt.
Für Einzelspieler gibt es neben der Geschichte auch noch den Boss-Rush Modus. Hier müsst Ihr die bereits im Abenteuer besiegten Boss-Gegner nacheinander nochmals bekämpfen und Euch dabei noch beeilen, um eine möglichst gute Zeit zu erreichen. Die richtige Taktik ist hier Pflicht, sonst ist das Spiel schneller vorbei als man denkt.
Technisch wieder einmal gelungen
Bereits der Vorgänger „Dawn of Sorrow“ begeisterte mit wunderschönen 2D-Arealen und effektvollen Kämpfen. „Portrait of Ruin“ steht dem in Nichts nach. Stattdessen sehen wir abermals toll animierte Kämpfe in schönen und teils schaurigen Umgebungen. Für genügend Vielfalt ist dabei wie schon erwähnt dank den Gemälden gesorgt. Darüber hinaus peppen einige 3D-Effekte das Ganze noch ein wenig auf, ohne dabei befremdlich und unpassend zu wirken. Zahlreiche Bossgegner sind zwar schon bekannt, dennoch bieten sich einem in diesen großen Kämpfen immer wieder tolle Momente.
Ein langes Intro im Anime-Stil stimmt auf das Abenteuer ein. Das Video bietet eine ausgezeichnete Qualität und dürfte von den meisten Spielern nicht nur einmal angeschaut werden. Waren unsere Ohren bei „Dawn of Sorrow“ dank der opulenten Musikuntermalung noch vollends verwöhnt, zieht „Portrait of Ruin“ hier leider den Kürzeren. Dies liegt zum Einen daran, dass die Musikstücke weniger eingängig sind, als es noch beim Vorgänger der Fall war und zum anderen daran, dass die Anzahl der Stücke weniger geworden ist. Dennoch gehört der Soundtrack natürlich zum Besten, was man derzeit auf dem Nintendo DS zu hören bekommt. Sogar ein wenig Sprachausgabe hat es auf das Modul geschafft. So lassen sich einige Zauber und Flüche der Gegner schon an dem gesprochenen Sample erkennen.
Auf Experimente mit den Fähigkeiten wurde dieses Mal gänzlich verzichtet, nachdem schon „Dawn of Sorrow“ nicht dadurch punkten konnte. Stattdessen beschränkt sich die Nutzung der DS-Funktionen auf die Verwendung des Doppelscreens. Auf dem Touchscreen seht Ihr das Spielgeschehen. Auf dem Topscreen könnt Ihr dagegen zwischen einer praktischen Übersichtskarte oder einem Statusbildschirm umschalten.
Heiko Ellinger meint...
„Castlevania: Portrait of Ruin“ ist ohne Frage ein sehr gutes Spiel. Dennoch bleibt der Gesamteindruck von „Dawn of Sorrow“ ein gutes Stück runder. Leider wurde das Teamfeature nicht konsequent verwendet, hier wäre sicherlich grade auf Seiten der Rätsel mehr drin gewesen. Bombastisch ist dagegen wieder einmal die Präsentation und auch die Suche nach Items kann abermals ungemein motivieren.
„Castlevania: Portrait of Ruin“ ist ohne Frage ein sehr gutes Spiel. Dennoch bleibt der Gesamteindruck von „Dawn of Sorrow“ ein gutes Stück runder. Leider wurde das Teamfeature nicht konsequent verwendet, hier wäre sicherlich grade auf Seiten der Rätsel mehr drin gewesen. Bombastisch ist dagegen wieder einmal die Präsentation und auch die Suche nach Items kann abermals ungemein motivieren.

GRAFIK
Weiterhin hübsche 2D-Engine mit netten Effekten.
Weiterhin hübsche 2D-Engine mit netten Effekten.

SOUND
Etwas schwächer als im Vorgänger, trotzdem weiterhin gute Musikuntermalung.
Etwas schwächer als im Vorgänger, trotzdem weiterhin gute Musikuntermalung.

BEDIENUNG
Problemlose Bedienung, auch im Team.
Problemlose Bedienung, auch im Team.

UMFANG
Solide, das Teamfeature allerdings wird zu wenig sinnvoll eingesetzt.
Solide, das Teamfeature allerdings wird zu wenig sinnvoll eingesetzt.
SPIELSPASS
Solide Fortsetzung mit Höhen und Tiefen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Solide Fortsetzung mit Höhen und Tiefen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel