Hotel Dusk: Room 215
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 26.05.2007
Willkommen im Hotel Dusk
Zwar ist das äußerst gut gelungene Adventure „Another Code: Doppelte Erinnerung“ eine echte Spielperle für den Nintendo DS, doch viele Fans sind sich einig: Das Abenteuer rund um Ashley und ihren Vater war viel zu kurz. Entsprechend groß war die Freude, als Nintendo in Zusammenarbeit mit dem Adventure-Spezialist Cing den inoffiziellen Nachfolger auf der E³ 2006 ankündigte. „Hotel Dusk: Room 215“ sollte ein komplett neues Spielerlebnis bieten und mit wesentlich mehr Umfang aufwarten können. Vor einigen Wochen kamen die Europäer endlich in den Genuss des neuen Abenteuers aus dem Hause Cing und wie bei „Another Code: Doppelte Erinnerung“ mit Ashley, so wuchs auch der neue Protagonist dem Spieler ans Herz. Erneut gilt es Licht ins Dunkle zu bringen und zahlreiche Rätsel zu lösen. Seid Ihr bereit, das Geheimnis des Hotel Dusks zu lüften?
In „Hotel Dusk: Room 215“ übernehmt Ihr die Rolle des Ex-Polizisten Kyle Hyde. Einst arbeitete er beim New York Police Department, doch nach einem Vorfall mit seinem Kollegen Brian Bradley gab er seine Polizeimarke ab. Fortan verdient er sich sein Brot als Vertreter für die Firma Red Crown. Eines Tages erteilt ihm sein Chef Ed einen Auftrag: Er soll sich zum Hotel Dusk, dass in der Nähe von Los Angeles liegt, begeben. Dort wird er ein Paket erhalten, in dem er Weiteres zu seinem Auftrag erfährt. Unfassbar, aber wahr – N-Life konnte für dieses Review den Protagonisten von „Hotel Dusk: Room 215“ gewinnen. Erfahrt von Kyle Hyde selbst, wie es ihm im Hotel Dusk ergangen ist und welche Rätsel er lösen musste, um letztendlich die Antwort zu finden auf das, wonach er schon so lange gesucht hat...

Ein Tag, wie jeder andere
Hallo, mein Name ist Hyde, Kyle Hyde. Ich trinke keinen Martini, sondern ausschließlich Whisky. Die Geschichte mit dem Hotel Dusk spielte sich in den letzten Tagen des Jahres 1976 ab. Da ich keine Familie habe, feierte ich Weihnachten auch nicht und mein Chef Ed nutzte die Gelegenheit schamlos aus, um mir einen neuen Auftrag zukommen zu lassen. Drei Jahre zuvor, sprich 1973, war ich im New York Police Department tätig. Wie viele Polizisten hatte auch ich einen Partner, er hieß Brian Bradley. Brian und ich waren ein unschlagbares Team, die Ganoven New Yorks hatten wahrlich Angst vor uns. Und dann dieser schreckliche Vorfall, Brian verkaufte streng vertrauliche Informationen der Polizei an eine Untergrundorganisation. Ich konnte es einfach nicht fassen, tagelang konnte ich kein Auge zu kriegen. Ich wollte Antworten, ich wollte von Brian wissen weshalb er das getan hat, weshalb er Mir das angetan hat. Und eines Tages fand ich ihn tatsächlich, am Steg eines Flusses. Es gab kaum Zeit die Wahrheit zu erfahren, er wollte flüchten. Also zog ich meine Pistole und schoss auf ihn, woraufhin er in den Fluss stürzte. Seine Leiche wurde aber nie gefunden und ich wurde einfach den Gedanken nicht los, dass er noch lebt. Doch ich musste mich damals geschlagen geben, denn das Einzige was ich zu hören bekam, war: „Wir verschwenden kein Personal auf die Suche nach einer toten Ratte, Hyde. Vergiss es!“
Das war der Grund, weshalb ich aus dem Polizeidienst ausgetreten bin. Seit jeher arbeite ich bei Red Crown, dessen Chef Ed ist. Die Firma hat nichts mit dem Getränk Red Bull zu tun, vielmehr verkaufen wir Haushaltswaren. Um Gottes Willen, es ist keine Untergrundorganisation oder irgendeine andere, illegale Institution, aber des Öfteren bekommen wir wirklich komische Aufträge. Beispielsweise dieser besagte Auftrag vom Dezember 1976. Ein Kunde hatte eine Nacht im Hotel Dusk verbracht und dort unglücklicherweise eine rote Schatulle vergessen oder besser gesagt verloren. Es lag an mir, diese zu finden. Um es kurz zu fassen, ich musste halt die Drecksarbeit machen – aber gut, daran war ich ja gewohnt.

Komisch, dieses Hotel Dusk
Ich stieg ins Auto und begab mich auf die lange Reise nach Los Angeles, wo sich in der Nähe das Hotel Dusk befand. Während der Fahrt wurde ich auf ein Mädchen aufmerksam, stand einsam am Straßenrand. Nichtsdestotrotz fuhr ich weiter und kam nach einiger Zeit endlich an. Der Schuppen war nicht gerade ein 5-Sterne Hotel, was hätte ich auch anderes erwarten sollen: Ed, der mich in ein Luxus-Hotel fahren lies, niemals. Nun denn, an der Rezeption musste ich ich mich erst einmal anmelden und wie man es nun einmal von einer Rezeption her gewohnt ist, war niemand da um einen neuen Kunden aufzufangen. Erfreulicherweise hatte man an einer Klingel auf der Theke gedacht, die ich natürlich ohne zu zögern betätigte. Der Besitzer des Hotel Dusk, Dunning hieß er, kam hervor und bat mich um eine Unterschrift und weitere Formalitäten. Doch etwas an diesem Kerl war komisch, vor allem auch seine Aussage, dass ich schon einmal hier gewesen wäre. Das war ich sicherlich nicht, hat wer meinen Namen benutzt? Wer, und vor allem weshalb? Ich machte mir keine weiteren Gedanken darüber und ging auf mein Zimmer, Zimmer 215 hatte ich bekommen. Angeblich sollte dieses Zimmer Wünsche erfüllen, was für ein Schwachsinn. Wäre aber etwas dran gewesen, hätte ich gerne einige Mädels auf mein Zimmer gehabt, aber das blieb wohl nur ein Traum.
Dieser Dunning wollte übrigens sofort das Geld für die Übernachtung haben, echt tolles Hotel. Ich wollte daraufhin den Koffer öffnen, worin sich das Geld befand. Doch kaum steckte ich den Schlüssel hinein, ging der einfach entzwei. Toller Mist, habe ich mir da gedacht. Zum Glück sagte mir Dunning, ich könnte mir etwas Zeit lassen. Also ging ich etwas durch das Hotel und machte mit einigen weiteren Gästen Bekanntschaft, alles verdammt komische Leute. Auch konnte ich es mir einfach nicht nehmen lassen, etwas im Hotel zu schnüffeln – ich habe halt das Polizist-Gen in mir. In einem Abstellraum fand ich dann eine Zange und weitere Werkzeuge, die ich mir dann mal ausgeliehen habe. Plötzlich fiel mir ein, dass ich ja das Paket von Ed erwartete. Doch wo blieb es nur? Ich ging auf mein Zimmer zurück, in der Hoffnung, dass mir irgendwer das Paket zukommen lassen würde. Und tatsächlich klopfte wer an meine Tür. Ein Bursche hatte zwei Pakete dabei, man konnte sein Gesicht kaum sehen. Kaum nahm ich das obere Paket erkannte ich den Knaben. Louis DeNonno, ein Taschendieb aus New York, den ich einige Male erwischt habe. Wir fingen ein Gespräch an und die Zeit verging rapide. Irgendwann merkte ich, dass ich ja Dunning das Geld bringen musste, aber der Koffer lies sich ja nicht öffnen. Dann bemerkte ich in meinem Zimmer einen Kleiderständer, dessen Draht ich mit der Zange zerschneiden konnte. Ob sich wohl dieser Draht als Dietrich eignen würde? Ich habe es einfach ausprobiert und es klappte tatsächlich, der Koffer öffnete sich. Ich nahm das Geld an mich und ging daraufhin zu Dunnings Büro.

Geheimnisvolles Hotel und komische Gäste
Ich denke, an dieser Stelle habe ich auch genug erzählt. Schließlich möchte ich die Fans dort draußen nicht zu viel von meiner Geschichte verraten, sonst haben sie ja selbst nichts mehr zu entdecken. Zu Schluss kann ich Euch nur sagen, dass das Hotel Dusk ein verdammt komischer Ort ist. Damit meine ich weniger das Hotel selbst, obwohl es die Bezeichnung Hotel wirklich nicht verdient hat. Vielmehr sind es die Gäste und die Rätsel auf die man stößt. Es ist, als hätte jeder etwas zu verbergen, eine schreckliche Vergangenheit. Mehr kann ich Euch leider nicht verraten, sonst bekomme ich noch Ärger mit Ed und mit den Leuten von Nintendo, weil ich zu viel spreche. Letzter Tipp noch von mir: Gebt niemals auf, auch wenn es Euch vorkommen mag, als wüsstet Ihr nicht weiter. Und vor allem, sagt keinesfalls etwas Falsches, beleidigt oder provoziert niemanden im Hotel. Andernfalls kommt Euch der böse Onkel Dunning besuchen und schmeißt Euch aus dem Hotel! Tschüss und vergesst nicht: Seid Schnüffler, denn schnüffeln ist gut. Und nun viel Spaß mit „Hotel Dusk: Room 215“. Euer Kyle Hyde.
Wirklich interessant, was Kyle Hyde zu berichten hatte. Doch kommen wir nun zu dem, was das Spiel letztendlich ausmacht. Euch wird sofort auffallen, dass man „Hotel Dusk: Room 215“ von der Haltung des Nintendo DS anders spielt. Diesmal wird der Handheld quer gehalten und fungiert wie ein Buch. In der Tat lässt sich „Hotel Dusk: Room 215“ mit einem Buch vergleichen, denn die Story, die Dialoge und generell die Präsentation sind einfach grandios. Die Bezeichnung „interaktiver Roman“ hat es demnach wahrlich verdient. Auf dem linken Bildschirm, das letztendlich der obere Bildschirm des Nintendo DS ist, erstrahlt das Hotel Dusk in einer detaillierten 3D-Optik. Auffällig am Grafikstil ist der Noir-Look, der dem Ganzen eine außerordentlich dichte und spannende Atmosphäre spendiert. Auch die Musikuntermalung passt perfekt zu den Geschehnissen und vermittelt eine gewisse Spannung. Kyle Hyde steuert Ihr über den rechten Bildschirm (Touchscreen). Die Steuerung geht erdenklich einfach von der Hand und ist schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Auf dem rechten Bildschirm seht Ihr eine Karte mit einem Punkt samt Pfeil. Dieser Pfeil seid Ihr und so steuert Ihr Kyle mit dem Stylus durch das Hotel Dusk. Die zahlreichen Rätsel machen vollen Gebrauch der Nintendo DS – Features. Mal muss ins Mikrofon gepustet werden, um Staub weg zu bekommen. Mal muss der Nintendo DS geschlossen und wieder geöffnet werden, damit die Puzzleteile ohne sich zu verschieben umgedreht werden. Mal muss ein Draht auf dem Touchscreen gebogen werden, damit dieser als Dietrich benutzt werden kann. Generell sind die Rätsel in „Hotel Dusk: Room 215“ vielfältig und Ihr werdet sicherlich von Anfang bis Ende keine Langeweile verspüren.

Im Laufe des Abenteuers lüftet Ihr auch die Geheimnisse der restlichen Gäste des Hotel Dusks und irgendwann werdet Ihr merken, dass diese auf mysteriöser Weise miteinander verbunden sind. Alle führen Euch letzten Endes zu dem großen Geheimnis, das Kyle Hyde schon immer lüften wollte – Brian Bradley. Und wie Kyle schon richtig sagte, müsst Ihr aufpassen auf das, was Ihr sagt. Tretet Ihr jemandem zu nahe, beleidigt oder provoziert ihn, habt Ihr das Rätsel um diese Person ein für alle Mal abgehakt – Game Over. Auch wenn Ihr Euch falsch verhaltet oder Dunning auf etwas aufmerksam wird, beispielsweise wie Ihr in seinem Büro schnüffelt, dürft Ihr das Weite suchen. Dieses Game Over ist wahrlich nervig, vor allem wenn man in einem längeren Dialog verwickelt ist und in eine der letzten Wortwechsel die falsche Frage stellt. Ihr müsst Euch wahrlich das gesamte Gespräch von Vorne anhören und habt nicht die Möglichkeit, einige Passagen des Dialogs zu überspringen oder schneller abspielen zu lassen, sprich das Ganze ist ziemlich langatmig. Nichtsdestotrotz wird man seinen Spaß im Hotel Dusk haben und des Rätsels Lösung finden.
Zwar ist das äußerst gut gelungene Adventure „Another Code: Doppelte Erinnerung“ eine echte Spielperle für den Nintendo DS, doch viele Fans sind sich einig: Das Abenteuer rund um Ashley und ihren Vater war viel zu kurz. Entsprechend groß war die Freude, als Nintendo in Zusammenarbeit mit dem Adventure-Spezialist Cing den inoffiziellen Nachfolger auf der E³ 2006 ankündigte. „Hotel Dusk: Room 215“ sollte ein komplett neues Spielerlebnis bieten und mit wesentlich mehr Umfang aufwarten können. Vor einigen Wochen kamen die Europäer endlich in den Genuss des neuen Abenteuers aus dem Hause Cing und wie bei „Another Code: Doppelte Erinnerung“ mit Ashley, so wuchs auch der neue Protagonist dem Spieler ans Herz. Erneut gilt es Licht ins Dunkle zu bringen und zahlreiche Rätsel zu lösen. Seid Ihr bereit, das Geheimnis des Hotel Dusks zu lüften?
In „Hotel Dusk: Room 215“ übernehmt Ihr die Rolle des Ex-Polizisten Kyle Hyde. Einst arbeitete er beim New York Police Department, doch nach einem Vorfall mit seinem Kollegen Brian Bradley gab er seine Polizeimarke ab. Fortan verdient er sich sein Brot als Vertreter für die Firma Red Crown. Eines Tages erteilt ihm sein Chef Ed einen Auftrag: Er soll sich zum Hotel Dusk, dass in der Nähe von Los Angeles liegt, begeben. Dort wird er ein Paket erhalten, in dem er Weiteres zu seinem Auftrag erfährt. Unfassbar, aber wahr – N-Life konnte für dieses Review den Protagonisten von „Hotel Dusk: Room 215“ gewinnen. Erfahrt von Kyle Hyde selbst, wie es ihm im Hotel Dusk ergangen ist und welche Rätsel er lösen musste, um letztendlich die Antwort zu finden auf das, wonach er schon so lange gesucht hat...

Ein Tag, wie jeder andere
Hallo, mein Name ist Hyde, Kyle Hyde. Ich trinke keinen Martini, sondern ausschließlich Whisky. Die Geschichte mit dem Hotel Dusk spielte sich in den letzten Tagen des Jahres 1976 ab. Da ich keine Familie habe, feierte ich Weihnachten auch nicht und mein Chef Ed nutzte die Gelegenheit schamlos aus, um mir einen neuen Auftrag zukommen zu lassen. Drei Jahre zuvor, sprich 1973, war ich im New York Police Department tätig. Wie viele Polizisten hatte auch ich einen Partner, er hieß Brian Bradley. Brian und ich waren ein unschlagbares Team, die Ganoven New Yorks hatten wahrlich Angst vor uns. Und dann dieser schreckliche Vorfall, Brian verkaufte streng vertrauliche Informationen der Polizei an eine Untergrundorganisation. Ich konnte es einfach nicht fassen, tagelang konnte ich kein Auge zu kriegen. Ich wollte Antworten, ich wollte von Brian wissen weshalb er das getan hat, weshalb er Mir das angetan hat. Und eines Tages fand ich ihn tatsächlich, am Steg eines Flusses. Es gab kaum Zeit die Wahrheit zu erfahren, er wollte flüchten. Also zog ich meine Pistole und schoss auf ihn, woraufhin er in den Fluss stürzte. Seine Leiche wurde aber nie gefunden und ich wurde einfach den Gedanken nicht los, dass er noch lebt. Doch ich musste mich damals geschlagen geben, denn das Einzige was ich zu hören bekam, war: „Wir verschwenden kein Personal auf die Suche nach einer toten Ratte, Hyde. Vergiss es!“
Das war der Grund, weshalb ich aus dem Polizeidienst ausgetreten bin. Seit jeher arbeite ich bei Red Crown, dessen Chef Ed ist. Die Firma hat nichts mit dem Getränk Red Bull zu tun, vielmehr verkaufen wir Haushaltswaren. Um Gottes Willen, es ist keine Untergrundorganisation oder irgendeine andere, illegale Institution, aber des Öfteren bekommen wir wirklich komische Aufträge. Beispielsweise dieser besagte Auftrag vom Dezember 1976. Ein Kunde hatte eine Nacht im Hotel Dusk verbracht und dort unglücklicherweise eine rote Schatulle vergessen oder besser gesagt verloren. Es lag an mir, diese zu finden. Um es kurz zu fassen, ich musste halt die Drecksarbeit machen – aber gut, daran war ich ja gewohnt.

Komisch, dieses Hotel Dusk
Ich stieg ins Auto und begab mich auf die lange Reise nach Los Angeles, wo sich in der Nähe das Hotel Dusk befand. Während der Fahrt wurde ich auf ein Mädchen aufmerksam, stand einsam am Straßenrand. Nichtsdestotrotz fuhr ich weiter und kam nach einiger Zeit endlich an. Der Schuppen war nicht gerade ein 5-Sterne Hotel, was hätte ich auch anderes erwarten sollen: Ed, der mich in ein Luxus-Hotel fahren lies, niemals. Nun denn, an der Rezeption musste ich ich mich erst einmal anmelden und wie man es nun einmal von einer Rezeption her gewohnt ist, war niemand da um einen neuen Kunden aufzufangen. Erfreulicherweise hatte man an einer Klingel auf der Theke gedacht, die ich natürlich ohne zu zögern betätigte. Der Besitzer des Hotel Dusk, Dunning hieß er, kam hervor und bat mich um eine Unterschrift und weitere Formalitäten. Doch etwas an diesem Kerl war komisch, vor allem auch seine Aussage, dass ich schon einmal hier gewesen wäre. Das war ich sicherlich nicht, hat wer meinen Namen benutzt? Wer, und vor allem weshalb? Ich machte mir keine weiteren Gedanken darüber und ging auf mein Zimmer, Zimmer 215 hatte ich bekommen. Angeblich sollte dieses Zimmer Wünsche erfüllen, was für ein Schwachsinn. Wäre aber etwas dran gewesen, hätte ich gerne einige Mädels auf mein Zimmer gehabt, aber das blieb wohl nur ein Traum.
Dieser Dunning wollte übrigens sofort das Geld für die Übernachtung haben, echt tolles Hotel. Ich wollte daraufhin den Koffer öffnen, worin sich das Geld befand. Doch kaum steckte ich den Schlüssel hinein, ging der einfach entzwei. Toller Mist, habe ich mir da gedacht. Zum Glück sagte mir Dunning, ich könnte mir etwas Zeit lassen. Also ging ich etwas durch das Hotel und machte mit einigen weiteren Gästen Bekanntschaft, alles verdammt komische Leute. Auch konnte ich es mir einfach nicht nehmen lassen, etwas im Hotel zu schnüffeln – ich habe halt das Polizist-Gen in mir. In einem Abstellraum fand ich dann eine Zange und weitere Werkzeuge, die ich mir dann mal ausgeliehen habe. Plötzlich fiel mir ein, dass ich ja das Paket von Ed erwartete. Doch wo blieb es nur? Ich ging auf mein Zimmer zurück, in der Hoffnung, dass mir irgendwer das Paket zukommen lassen würde. Und tatsächlich klopfte wer an meine Tür. Ein Bursche hatte zwei Pakete dabei, man konnte sein Gesicht kaum sehen. Kaum nahm ich das obere Paket erkannte ich den Knaben. Louis DeNonno, ein Taschendieb aus New York, den ich einige Male erwischt habe. Wir fingen ein Gespräch an und die Zeit verging rapide. Irgendwann merkte ich, dass ich ja Dunning das Geld bringen musste, aber der Koffer lies sich ja nicht öffnen. Dann bemerkte ich in meinem Zimmer einen Kleiderständer, dessen Draht ich mit der Zange zerschneiden konnte. Ob sich wohl dieser Draht als Dietrich eignen würde? Ich habe es einfach ausprobiert und es klappte tatsächlich, der Koffer öffnete sich. Ich nahm das Geld an mich und ging daraufhin zu Dunnings Büro.

Geheimnisvolles Hotel und komische Gäste
Ich denke, an dieser Stelle habe ich auch genug erzählt. Schließlich möchte ich die Fans dort draußen nicht zu viel von meiner Geschichte verraten, sonst haben sie ja selbst nichts mehr zu entdecken. Zu Schluss kann ich Euch nur sagen, dass das Hotel Dusk ein verdammt komischer Ort ist. Damit meine ich weniger das Hotel selbst, obwohl es die Bezeichnung Hotel wirklich nicht verdient hat. Vielmehr sind es die Gäste und die Rätsel auf die man stößt. Es ist, als hätte jeder etwas zu verbergen, eine schreckliche Vergangenheit. Mehr kann ich Euch leider nicht verraten, sonst bekomme ich noch Ärger mit Ed und mit den Leuten von Nintendo, weil ich zu viel spreche. Letzter Tipp noch von mir: Gebt niemals auf, auch wenn es Euch vorkommen mag, als wüsstet Ihr nicht weiter. Und vor allem, sagt keinesfalls etwas Falsches, beleidigt oder provoziert niemanden im Hotel. Andernfalls kommt Euch der böse Onkel Dunning besuchen und schmeißt Euch aus dem Hotel! Tschüss und vergesst nicht: Seid Schnüffler, denn schnüffeln ist gut. Und nun viel Spaß mit „Hotel Dusk: Room 215“. Euer Kyle Hyde.
Wirklich interessant, was Kyle Hyde zu berichten hatte. Doch kommen wir nun zu dem, was das Spiel letztendlich ausmacht. Euch wird sofort auffallen, dass man „Hotel Dusk: Room 215“ von der Haltung des Nintendo DS anders spielt. Diesmal wird der Handheld quer gehalten und fungiert wie ein Buch. In der Tat lässt sich „Hotel Dusk: Room 215“ mit einem Buch vergleichen, denn die Story, die Dialoge und generell die Präsentation sind einfach grandios. Die Bezeichnung „interaktiver Roman“ hat es demnach wahrlich verdient. Auf dem linken Bildschirm, das letztendlich der obere Bildschirm des Nintendo DS ist, erstrahlt das Hotel Dusk in einer detaillierten 3D-Optik. Auffällig am Grafikstil ist der Noir-Look, der dem Ganzen eine außerordentlich dichte und spannende Atmosphäre spendiert. Auch die Musikuntermalung passt perfekt zu den Geschehnissen und vermittelt eine gewisse Spannung. Kyle Hyde steuert Ihr über den rechten Bildschirm (Touchscreen). Die Steuerung geht erdenklich einfach von der Hand und ist schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Auf dem rechten Bildschirm seht Ihr eine Karte mit einem Punkt samt Pfeil. Dieser Pfeil seid Ihr und so steuert Ihr Kyle mit dem Stylus durch das Hotel Dusk. Die zahlreichen Rätsel machen vollen Gebrauch der Nintendo DS – Features. Mal muss ins Mikrofon gepustet werden, um Staub weg zu bekommen. Mal muss der Nintendo DS geschlossen und wieder geöffnet werden, damit die Puzzleteile ohne sich zu verschieben umgedreht werden. Mal muss ein Draht auf dem Touchscreen gebogen werden, damit dieser als Dietrich benutzt werden kann. Generell sind die Rätsel in „Hotel Dusk: Room 215“ vielfältig und Ihr werdet sicherlich von Anfang bis Ende keine Langeweile verspüren.

Im Laufe des Abenteuers lüftet Ihr auch die Geheimnisse der restlichen Gäste des Hotel Dusks und irgendwann werdet Ihr merken, dass diese auf mysteriöser Weise miteinander verbunden sind. Alle führen Euch letzten Endes zu dem großen Geheimnis, das Kyle Hyde schon immer lüften wollte – Brian Bradley. Und wie Kyle schon richtig sagte, müsst Ihr aufpassen auf das, was Ihr sagt. Tretet Ihr jemandem zu nahe, beleidigt oder provoziert ihn, habt Ihr das Rätsel um diese Person ein für alle Mal abgehakt – Game Over. Auch wenn Ihr Euch falsch verhaltet oder Dunning auf etwas aufmerksam wird, beispielsweise wie Ihr in seinem Büro schnüffelt, dürft Ihr das Weite suchen. Dieses Game Over ist wahrlich nervig, vor allem wenn man in einem längeren Dialog verwickelt ist und in eine der letzten Wortwechsel die falsche Frage stellt. Ihr müsst Euch wahrlich das gesamte Gespräch von Vorne anhören und habt nicht die Möglichkeit, einige Passagen des Dialogs zu überspringen oder schneller abspielen zu lassen, sprich das Ganze ist ziemlich langatmig. Nichtsdestotrotz wird man seinen Spaß im Hotel Dusk haben und des Rätsels Lösung finden.
Gennaro Grippo meint...
„Hotel Dusk: Room 215“ ist ein wirklich grandioses Adventure geworden und mit ca. 12 Stunden Spielzeit erfreulicherweise umfangreicher als „Another Code: Doppelte Erinnerung“. Fakt ist, dass Ihr in diesen 12 Stunden exzellente Unterhaltung erfahrt. Von Anfang bis Ende fesselt Euch dieser interaktive Roman und lässt Euch erst dann los, wenn Ihr das Geheimnis des Hotel Dusk gelüftet und die Wahrheit über Brian in Erfahrung gebracht habt. Alle Adventure-Liebhaber dürfen bedenkenlos zuschlagen, alle anderen werden womöglich aufgrund der äußerst langen Dialoge verschreckt werden, einen Blick sollte man dennoch riskieren.
„Hotel Dusk: Room 215“ ist ein wirklich grandioses Adventure geworden und mit ca. 12 Stunden Spielzeit erfreulicherweise umfangreicher als „Another Code: Doppelte Erinnerung“. Fakt ist, dass Ihr in diesen 12 Stunden exzellente Unterhaltung erfahrt. Von Anfang bis Ende fesselt Euch dieser interaktive Roman und lässt Euch erst dann los, wenn Ihr das Geheimnis des Hotel Dusk gelüftet und die Wahrheit über Brian in Erfahrung gebracht habt. Alle Adventure-Liebhaber dürfen bedenkenlos zuschlagen, alle anderen werden womöglich aufgrund der äußerst langen Dialoge verschreckt werden, einen Blick sollte man dennoch riskieren.

GRAFIK
Verblüffender Grafikstil mit zahlreichen Facetten und einer detailreichen 3D-Inszenierung des Hotels
Verblüffender Grafikstil mit zahlreichen Facetten und einer detailreichen 3D-Inszenierung des Hotels

SOUND
Schöner Soundtrack, der die Gemütslage des Protagonisten gekonnt einfängt und zu vermitteln weiß. Allerdings ohne Sprachausgabe
Schöner Soundtrack, der die Gemütslage des Protagonisten gekonnt einfängt und zu vermitteln weiß. Allerdings ohne Sprachausgabe

BEDIENUNG
Erstmalig wird der Nintendo DS senkrecht gehalten, wie ein Buch. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über Touchscreen und ist kaum kompliziert
Erstmalig wird der Nintendo DS senkrecht gehalten, wie ein Buch. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über Touchscreen und ist kaum kompliziert

UMFANG
Atemberaubende Story, die für Stunden an den Nintendo DS fesselt. Nach dem Durchspielen ist der Wiederspielwert jedoch gering
Atemberaubende Story, die für Stunden an den Nintendo DS fesselt. Nach dem Durchspielen ist der Wiederspielwert jedoch gering
SPIELSPASS
Beeindruckendes Adventure mit tiefgründiger Story und überraschenden Wendungen. Die technische Umsetzung unterstreicht zusätzlich die hohe Qualität
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Beeindruckendes Adventure mit tiefgründiger Story und überraschenden Wendungen. Die technische Umsetzung unterstreicht zusätzlich die hohe Qualität
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Adventure
Entwickler
Cing
Publisher
Nintendo
Releasedatum
13.04.2007
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel
Adventure
Entwickler
Cing
Publisher
Nintendo
Releasedatum
13.04.2007
USK-Freigabe

» Weitere Infos zum Titel