Animal Crossing: Wild World
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 19.11.2006
Kein normales Spiel – aber in Echtzeit
Animal Crossing, ein Online-Spiel für den Nintendo DS, eine Lebenssimulation der etwas anderen Art und eines der zur Zeit erfolgreichsten Nintendo DS-Spiele überhaupt. Allein in Japan konnten seit Markteinführung Ende November 2005 mehr als 3,4 Millionen Einheiten des Spiels abgesetzt werden und auch in den USA ist Animal Crossing: Wild World schnell zu einem Top-Titel herangewachsen.
Bereits in unserem Animal Crossing – Tagebuch, welches ihr unter den Specials findet, konntet ihr 14 Tage lang miterleben, wie das Leben in Animal Crossing abläuft. Um jetzt zum Europa-Release die eventuell vorhandenen Zweifel an diesem Spiel noch beseitigen zu können, gibt es jetzt endlich den Test zum Spiel, nachdem eine Wertung bereits am Ende des Tagebuchs gegeben wurde.
Jedem sollte klar sein, dass man in Animal Crossing: Wild World kein normales Spiel erwarten darf, wobei jeder Spieler wohl eine andere Definition für „normal“ besitzt. Es gibt weder ein richtiges Spielziel noch Gegner, die es zu bekämpfen gilt, trotzdem hat man immer was zu tun.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Man ist gerade frisch aus seinem alten zu Hause ausgezogen und befindet sich nun im Taxi auf dem Weg zum neuen Eigenheim. Der eigene Name sowie der Name der Stadt lässt sich dabei zuvor leicht festlegen, ebenso wie das Geschlecht des Spielers. In der neuen Stadt angekommen beginnt auch schon das volle Leben rund um Animal Crossing. Man bekommt ein neues Haus, welches der Ladenbesitzer Tom Nook einem vermacht. Zwar muss man dafür zunächst ein paar kleinere Aufgaben für ihn erledigen, aber schon nach kurzer Zeit kann man selbstständig die nicht all zu große Stadt erkunden, während man die auferlegten Schulden für das Haus nach und nach abstottert.
Das Spiel folgt dabei der Uhrzeit des Nintendo DS, welche bestenfalls natürlich der realen Uhrzeit entsprechen sollte. So ist es im Spiel z.B. 17 Uhr, wenn man selber um 17 Uhr den Nintendo DS einschaltet. Das hat zur Folge, das Ereignisse im Spiel zeitgebunden stattfinden können, so ist Tom Nooks Laden nicht Tag und Nacht geöffnet, sondern schließt am späten Abend um 23 Uhr seine Tür. Andere Beispiele sind die Tageszeiten selber, abends ist es logischerweise dunkler als mittags, nachts sieht man den Sternenhimmel am Top-Screen und Ereignisse, wie z.B. ein Angelturnier, können zeitlich begrenzt werden. Außerdem wird auch das Datum übernommen, sodass es sogar verschiedene Jahreszeiten gibt und es im Winter schneit.
Animal Crossing – Die Stadt
Die Stadt wird, wie auch schon bei der Gamecube-Version von Animal Crossing, nach einem Zufallsprinzip zusammengesetzt. So wird sichergestellt, dass kein Spieler dieselbe Stadt hat wie ein anderer. Der Fluss verläuft dann anders durch die Stadt, die Gebäude sind anders angeordnet und es leben andere Bewohner, welches immer Tiere sind, in der Stadt. Einige grundlegende Dinge sind jedoch in jeder Stadt vorhanden. Das sind Tom Nooks Laden, die Schneiderei der Able-Sisters, die Stadthalle, das Museum sowie das große Stadttor. In Tom Nooks Laden kann man sich mit neuen Möbeln, Pflanzen und Werkzeugen eindecken, andersrum aber auch gefundenes Obst, Fische, nicht benötigte Möbel etc. verkaufen, um an Geld zu kommen. Bei den Able-Sisters kann man sich täglich neue Kleidung verschiedenster Designs sowie Hüte, Brillen oder Masken kaufen. Die Stadthalle dient als zentrale Stelle um Briefe zu verschicken und zu lagern, seine Schulden zu begleichen und Geld auf dem Konto zu sichern, sowie Tipps zu erhalten, wie man die Natur in der Stadt verbessern könnte. Außerdem findet sich hier eine kleine Recycling-Box, in der manchmal Müll, öfters aber auch schicke Items vor sich hin liegen. Zuletzt bleiben das Museum und das Stadttor übrig. Im Museum kann man gleich drei Kategorien voneinander unterscheiden. Im Keller befindet sich eine kleine Bar, in der man sich täglich bei Brewster dem Kellner einen Kaffee bestellen kann und in der auch Samstag abends K.K. Slider, ein Hund, mit seiner Gitarre auftritt und Songs vorspielt. Im Erdgeschoss werden hingegen die gefundenen Dinosaurier-Fossile, Insekten, Fische und Gemälde ausgestellt, während sich im ersten Stock ein Planetarium befindet, in dem man die Sterne betrachten kann und sogar selber neue Sternzeichen entwerfen kann. Das Stadttor bietet, wie es ein Tor eben tut, die Möglichkeit seine eigene Stadt zu verlassen, sei es im lokalen Netzwerk oder online. Es ist möglich in Städte anderer Spieler zu reisen, was dem Spiel noch mehr Anreiz verleiht, dazu gibt es später mehr.
Hat man sich nun mit der Umgebung vertraut gemacht, kann man sich auch gleich mit den Bewohnern der Stadt anfreunden. Diese sind alles Tiere. Von Katzen, Fröschen, Hühnern, Hasen usw. ist alles dabei. Besonders auffällig gegenüber der Gamecube-Version sind die erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten mit den Tieren. Zuvor war es nur möglich die Tiere selber anzusprechen, um ihnen einen gefallen zu tun, oder einfach nur zum Plaudern. Jetzt kommen die Tiere aber auch selber auf einen zu, wenn sie ein Anliegen haben oder einem einfach nur etwas sagen möchten. Sei es was über „den tollen Film“, den sie gesehen haben, Gerüchte ob zwei Bewohner vielleicht mehr als Freunde sind, Quizze zu Feiertagen oder den Eigenschaften der Tiere, Einladungen zu ihren Geburtstagen (an denen man ihnen auch was schenken muss), Bitten, ihnen einen Gefallen zu tun, etwa einen Brief oder Geschenk zu anderen Bewohnern zu bringen, oder einfach nur weil sie einen mögen und einem ein Geschenk schenken möchten. Diese Horde an Dingen überrumpelt einen nahezu und das waren sicherlich nicht alle Dinge, die sie tun.
Darüber hinaus ist es auch möglich, dass man von den Tieren Besuch bekommt. Sie fragen dann einfach irgendwann nach, ob sie mal vorbeikommen dürften und man kann ihnen dann eine Uhrzeit vorschlagen, an der sie kommen können. Dann inspizieren sie genau das Haus des Spielers und benoten es mit Sternen.
Apropos Benotung: Auch in Animal Crossing: Wild World gibt es weiterhin die Happy Room Academy, welche dem Haus nach der Einrichtung, den aufgestellten Möbeln, der Ordnung und weiteren Kriterien Punkte erteilt. Dies erfolgt per Post, diesmal nur noch jeden Sonntag, anstatt täglich.
Angelturnier, Trödelmarkt und La-Di-Day – Freizeit in Animal Crossing
La-Di-Day ?? Klingt komisch, ist aber so ;) Der La-Di-Day ist ein fiktiver Tag in Animal Crossing, an dem einem die Tiere immer wieder Melodien vorsummen, welche zur Stadtmelodie werden soll. Diese wird stündlich abgespielt, ist aber nur einige Takte lang. Neben dem La-Di-Day gibt es aber auch noch sinnvollere Ereignisse in Animal Crossing, auch wenn reale Feiertage leider komplett abgeschafft wurden, nicht einmal Weihnachten ist mehr im Spiel enthalten, lediglich Neujahr darf noch mit einem Feuerwerk begrüßt werden.
Ansonsten gibt es noch zahlreiche andere Ereignisse, etwa Angelturniere, in denen der Bewohner mit dem größten Fisch gewinnt oder der Flohmarkt. Dies ist ein ganz besonderes Ereignis welches fast jeden Monat stattfindet. Man läuft durch die Stadt und besucht die Bewohner, welche nur schon auf einen warten. Sie verkaufen Teile ihrer Möbel, schlagen einen Preis vor, den man annehmen kann aber natürlich nicht muss. Noch besser ist es andersrum, wenn man selber im eigenen Haus auf die Bewohner wartet. Zuvor schnell die Möbel, die man nicht mehr haben möchte ins Haus stellen und schon kommen die Bewohner und räumen einem die Bude aus. Die Preise kann man selber festlegen, aber sehr oft bekommt man dann Beschwerden wie teuer es doch wäre und ob man den Preis nicht senken könne. Macht man dies und verkauft seine Möbel schließlich, stellen die Bewohner sie sogar in ihren eigenen Häusern aus, was auch wirklich nötig ist. Anders als bei der Gamecube-Version sehen die Häuser der Stadtbewohner in Wild World nämlich oft recht leer aus, was sehr schade ist, da man sich eigentlich schöne Inspirationen bei ihnen hätte holen können.
Neben diesen weniger häufigen „Events“ gibt es auch regelmäßige Besuche in der Stadt, welche meist wöchentlich stattfinden. Das wären z.B. Redd, ein Schwarzmarkthändler der seine Waren in einem Zelt vor der Stadthalle loserwerden möchte (und meist sogar nicht einmal Originale, etwa bei Gemälden). Außerdem taucht immer wieder ein Versicherungsfuzzie namens Lyle auf, der einen gegen die erwähnten Betrugsfälle bei Redd versichert oder gegen Verletzungen etc. K.K. Slider habe ich oben bereits erwähnt, es gibt natürlich noch einige mehr, diese könnt ihr aber auch mit detaillierteren Beschreibungen im Animal Crossing-Tagebuch unter den Specials finden :) Das Leben leben
Was bleibt einem noch, wenn grad kein besonderer Tag ist, kein Besuch in der Stadt ist und man auch sonst nix besonderes in der Stadt finden kann ?? Ein bisschen bleibt jedoch immer übrig, auch wenn einem die Situation aussichtslos erscheint. Man kann Angeln gehen, Insekten fangen, Fossile suchen und ausgraben, Obst sammeln und verkaufen und ab und zu fliegt auch mal ein Geschenk an einem Ballon über den Top-Screen, welches man dann mit seiner Zwille abschießen kann. Wenn einem das auch nicht passt kann man auch Blumen pflanzen und sogar verschiedene Arten kreuzen (die Bewohner pflanzen übrigens auch selber Blumen), Briefe an die Bewohner schreiben, sein Haus umgestalten, mit den Bewohnern plaudern oder einfach mal bei Nook shoppen gehen, was auch noch einen positiven Nebeneffekt hat. Ab einem bestimmten Umsatz baut Nook seinen Shop nämlich aus und erweitert sein Sortiment. Nach dem letzten Umbau besitzt er sogar einen eigenen Friseur, in dem man sich stylen lassen kann. Darüber hinaus baut Nook auch das Haus des Spielers um, sobald man die ersten Schulden abbezahlt hat. Das geht dann so weiter, bis man das Haus letztendlich sieben mal erweitert hat, mit mehreren Stöcken und einer großen Grundfläche im Erdgeschoss.
Wem das noch nicht reicht, der bekommt dank der Netzwerkmöglichkeiten auch noch die Chance, eine andere Stadt unsicher zu machen.
Online oder lokal ?? – Eine fremde Stadt „erobern“
Mit dem Nintendo DS und seinen Netzwerkmöglichkeiten ist es diesmal erfreulicherweise sehr einfach eine fremde Stadt zu besuchen. Auf dem Gamecube musste man dazu immer die Memory Card des anderen Spielers haben, und die längeren Reisen in die andere Stadt nervten auf Dauer.
Beim Nintendo DS sieht das anders aus. Am Stadttor kann man dem Wärter Copper sagen, dass man gerne eine andere Stadt besuchen möchte. Das geht entweder online oder lokal, funktioniert aber im Grunde gleich. Möchte man über das Internet in eine andere Stadt reisen, so müssen beide Spiele den Freundescode des anderen Spielers in ihre Freundesliste eingegeben haben. Somit wird dem Spieler erlaubt die andere Stadt zu besuchen. Befindet sich Spieler B nun auch online, und hat sein Stadttor geöffnet, können bis zu drei weitere Spieler in dessen Stadt reisen und ihn besuchen. Genau so funktioniert es beim lokalen Netzwerk, nur dass dort keine Freundescodes benötigt werden. In der Stadt des anderen Spielers befinden sich nun natürlich andere Bewohner, andere Artikel bei Nook im Shop, eventuell anderes Obst und auch die Stadt selbst ist natürlich völlig anders aufgebaut. Man kann dann mit den anderen Spielern chatten, was über den Touchscreen des Nintendo DS sehr einfach zu handhaben ist. Item-Tausch / Verkauf ist somit auch kein Problem, da man vorher über alles reden kann. Ein kleines Turnier a la „wer fängt die meisten Fische/Insekten in 5 Minuten“ ist dank eines Timers kein Problem. Lustig sind auch Versteckspiele in der fremden Stadt. Alles in allem macht es sehr viel Spaß die fremden Städte zu erkunden. Manchmal hat man sogar das Glück (oder auch Pech), dass Bewohner anderer Städte dort ausziehen und sich zur eigenen Bewohnerschar gesellen, von denen es immerhin bis zu acht Stück gibt.
Durch den Online-Modus bekommt man darüber hinaus auch ab und zu noch Geschenke von Nintendo. Geht man an bestimmten Tagen online liegt wenig später ein Brief von ihnen im Briefkasten und dazu meist ein kleines Geschenk, ein Item, welches man sonst nicht bekäme.
Sound, Grafik, Steuerung – Dem NDS würdig?
Eine Wertung zu diesen Dingen habe ich ja bereits im Tagebuch abgegeben, aber um diese noch etwas zu erläutern darf dies natürlich auch nicht im Test fehlen. Grafisch braucht sich Animal Crossing jedenfalls nicht zu verstecken. Eine schöne 3D-Grafik, welche der der Gamecube-Version stark ähnelt (welche ja eigentlich auch nur eine verbesserte N64-Version war). An Animal Crossing können sich andere Entwickler mal ein Beispiel nehmen, wie gut die Fähigkeiten des DS wirklich sind, auch wenn Grafikbomben wie Metroid Prime Hunters natürlich noch eine Menge draufsetzen können.
Der Sound ist auch sehr angenehm, bzw. je nach Spieler auch nervig ;) Das gequassle der Bewohner mag manchen Spieler stören, anderen (wie mir) gefällt es aber eigentlich recht gut und unterstützt die Atmosphäre. Wer mag kann sie aber auch abstellen.
Kommen wir nun zur Steuerung. Diese ist sowohl übers Steuerkreuz und Tasten möglich als auch über den Touchscreen und funktioniert bei beidem problemlos. Läuft man mit dem Steuerkreuz muss man zum Rennen z.B. noch eine extra Taste drücken, per Touchscreen drückt man einfach in die Gewünschte Richtung auf den Screen und die Entfernung zur Spielfigur bestimmt die Geschwindigkeit. Vor allem im Inventar beim Item-Verwalten und Briefe-Schreiben und chatten macht sich der Touchscreen sehr gut und erleichtert die Bedienung sehr, während das Steuerkreuz beim Verrücken von Möbeln hingegen besser geeignet ist. Öfters wechselt man daher zwischen Touchscreen-Steuerung und Steuerkreuz hin und her, aber da beide Arten sehr gut zu bedienen sind macht das auch nichts.
Animal Crossing, ein Online-Spiel für den Nintendo DS, eine Lebenssimulation der etwas anderen Art und eines der zur Zeit erfolgreichsten Nintendo DS-Spiele überhaupt. Allein in Japan konnten seit Markteinführung Ende November 2005 mehr als 3,4 Millionen Einheiten des Spiels abgesetzt werden und auch in den USA ist Animal Crossing: Wild World schnell zu einem Top-Titel herangewachsen.
Bereits in unserem Animal Crossing – Tagebuch, welches ihr unter den Specials findet, konntet ihr 14 Tage lang miterleben, wie das Leben in Animal Crossing abläuft. Um jetzt zum Europa-Release die eventuell vorhandenen Zweifel an diesem Spiel noch beseitigen zu können, gibt es jetzt endlich den Test zum Spiel, nachdem eine Wertung bereits am Ende des Tagebuchs gegeben wurde.
Jedem sollte klar sein, dass man in Animal Crossing: Wild World kein normales Spiel erwarten darf, wobei jeder Spieler wohl eine andere Definition für „normal“ besitzt. Es gibt weder ein richtiges Spielziel noch Gegner, die es zu bekämpfen gilt, trotzdem hat man immer was zu tun.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Man ist gerade frisch aus seinem alten zu Hause ausgezogen und befindet sich nun im Taxi auf dem Weg zum neuen Eigenheim. Der eigene Name sowie der Name der Stadt lässt sich dabei zuvor leicht festlegen, ebenso wie das Geschlecht des Spielers. In der neuen Stadt angekommen beginnt auch schon das volle Leben rund um Animal Crossing. Man bekommt ein neues Haus, welches der Ladenbesitzer Tom Nook einem vermacht. Zwar muss man dafür zunächst ein paar kleinere Aufgaben für ihn erledigen, aber schon nach kurzer Zeit kann man selbstständig die nicht all zu große Stadt erkunden, während man die auferlegten Schulden für das Haus nach und nach abstottert.
Das Spiel folgt dabei der Uhrzeit des Nintendo DS, welche bestenfalls natürlich der realen Uhrzeit entsprechen sollte. So ist es im Spiel z.B. 17 Uhr, wenn man selber um 17 Uhr den Nintendo DS einschaltet. Das hat zur Folge, das Ereignisse im Spiel zeitgebunden stattfinden können, so ist Tom Nooks Laden nicht Tag und Nacht geöffnet, sondern schließt am späten Abend um 23 Uhr seine Tür. Andere Beispiele sind die Tageszeiten selber, abends ist es logischerweise dunkler als mittags, nachts sieht man den Sternenhimmel am Top-Screen und Ereignisse, wie z.B. ein Angelturnier, können zeitlich begrenzt werden. Außerdem wird auch das Datum übernommen, sodass es sogar verschiedene Jahreszeiten gibt und es im Winter schneit.
Animal Crossing – Die Stadt
Die Stadt wird, wie auch schon bei der Gamecube-Version von Animal Crossing, nach einem Zufallsprinzip zusammengesetzt. So wird sichergestellt, dass kein Spieler dieselbe Stadt hat wie ein anderer. Der Fluss verläuft dann anders durch die Stadt, die Gebäude sind anders angeordnet und es leben andere Bewohner, welches immer Tiere sind, in der Stadt. Einige grundlegende Dinge sind jedoch in jeder Stadt vorhanden. Das sind Tom Nooks Laden, die Schneiderei der Able-Sisters, die Stadthalle, das Museum sowie das große Stadttor. In Tom Nooks Laden kann man sich mit neuen Möbeln, Pflanzen und Werkzeugen eindecken, andersrum aber auch gefundenes Obst, Fische, nicht benötigte Möbel etc. verkaufen, um an Geld zu kommen. Bei den Able-Sisters kann man sich täglich neue Kleidung verschiedenster Designs sowie Hüte, Brillen oder Masken kaufen. Die Stadthalle dient als zentrale Stelle um Briefe zu verschicken und zu lagern, seine Schulden zu begleichen und Geld auf dem Konto zu sichern, sowie Tipps zu erhalten, wie man die Natur in der Stadt verbessern könnte. Außerdem findet sich hier eine kleine Recycling-Box, in der manchmal Müll, öfters aber auch schicke Items vor sich hin liegen. Zuletzt bleiben das Museum und das Stadttor übrig. Im Museum kann man gleich drei Kategorien voneinander unterscheiden. Im Keller befindet sich eine kleine Bar, in der man sich täglich bei Brewster dem Kellner einen Kaffee bestellen kann und in der auch Samstag abends K.K. Slider, ein Hund, mit seiner Gitarre auftritt und Songs vorspielt. Im Erdgeschoss werden hingegen die gefundenen Dinosaurier-Fossile, Insekten, Fische und Gemälde ausgestellt, während sich im ersten Stock ein Planetarium befindet, in dem man die Sterne betrachten kann und sogar selber neue Sternzeichen entwerfen kann. Das Stadttor bietet, wie es ein Tor eben tut, die Möglichkeit seine eigene Stadt zu verlassen, sei es im lokalen Netzwerk oder online. Es ist möglich in Städte anderer Spieler zu reisen, was dem Spiel noch mehr Anreiz verleiht, dazu gibt es später mehr.
Hat man sich nun mit der Umgebung vertraut gemacht, kann man sich auch gleich mit den Bewohnern der Stadt anfreunden. Diese sind alles Tiere. Von Katzen, Fröschen, Hühnern, Hasen usw. ist alles dabei. Besonders auffällig gegenüber der Gamecube-Version sind die erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten mit den Tieren. Zuvor war es nur möglich die Tiere selber anzusprechen, um ihnen einen gefallen zu tun, oder einfach nur zum Plaudern. Jetzt kommen die Tiere aber auch selber auf einen zu, wenn sie ein Anliegen haben oder einem einfach nur etwas sagen möchten. Sei es was über „den tollen Film“, den sie gesehen haben, Gerüchte ob zwei Bewohner vielleicht mehr als Freunde sind, Quizze zu Feiertagen oder den Eigenschaften der Tiere, Einladungen zu ihren Geburtstagen (an denen man ihnen auch was schenken muss), Bitten, ihnen einen Gefallen zu tun, etwa einen Brief oder Geschenk zu anderen Bewohnern zu bringen, oder einfach nur weil sie einen mögen und einem ein Geschenk schenken möchten. Diese Horde an Dingen überrumpelt einen nahezu und das waren sicherlich nicht alle Dinge, die sie tun.
Darüber hinaus ist es auch möglich, dass man von den Tieren Besuch bekommt. Sie fragen dann einfach irgendwann nach, ob sie mal vorbeikommen dürften und man kann ihnen dann eine Uhrzeit vorschlagen, an der sie kommen können. Dann inspizieren sie genau das Haus des Spielers und benoten es mit Sternen.
Apropos Benotung: Auch in Animal Crossing: Wild World gibt es weiterhin die Happy Room Academy, welche dem Haus nach der Einrichtung, den aufgestellten Möbeln, der Ordnung und weiteren Kriterien Punkte erteilt. Dies erfolgt per Post, diesmal nur noch jeden Sonntag, anstatt täglich.
Angelturnier, Trödelmarkt und La-Di-Day – Freizeit in Animal Crossing
La-Di-Day ?? Klingt komisch, ist aber so ;) Der La-Di-Day ist ein fiktiver Tag in Animal Crossing, an dem einem die Tiere immer wieder Melodien vorsummen, welche zur Stadtmelodie werden soll. Diese wird stündlich abgespielt, ist aber nur einige Takte lang. Neben dem La-Di-Day gibt es aber auch noch sinnvollere Ereignisse in Animal Crossing, auch wenn reale Feiertage leider komplett abgeschafft wurden, nicht einmal Weihnachten ist mehr im Spiel enthalten, lediglich Neujahr darf noch mit einem Feuerwerk begrüßt werden.
Ansonsten gibt es noch zahlreiche andere Ereignisse, etwa Angelturniere, in denen der Bewohner mit dem größten Fisch gewinnt oder der Flohmarkt. Dies ist ein ganz besonderes Ereignis welches fast jeden Monat stattfindet. Man läuft durch die Stadt und besucht die Bewohner, welche nur schon auf einen warten. Sie verkaufen Teile ihrer Möbel, schlagen einen Preis vor, den man annehmen kann aber natürlich nicht muss. Noch besser ist es andersrum, wenn man selber im eigenen Haus auf die Bewohner wartet. Zuvor schnell die Möbel, die man nicht mehr haben möchte ins Haus stellen und schon kommen die Bewohner und räumen einem die Bude aus. Die Preise kann man selber festlegen, aber sehr oft bekommt man dann Beschwerden wie teuer es doch wäre und ob man den Preis nicht senken könne. Macht man dies und verkauft seine Möbel schließlich, stellen die Bewohner sie sogar in ihren eigenen Häusern aus, was auch wirklich nötig ist. Anders als bei der Gamecube-Version sehen die Häuser der Stadtbewohner in Wild World nämlich oft recht leer aus, was sehr schade ist, da man sich eigentlich schöne Inspirationen bei ihnen hätte holen können.
Neben diesen weniger häufigen „Events“ gibt es auch regelmäßige Besuche in der Stadt, welche meist wöchentlich stattfinden. Das wären z.B. Redd, ein Schwarzmarkthändler der seine Waren in einem Zelt vor der Stadthalle loserwerden möchte (und meist sogar nicht einmal Originale, etwa bei Gemälden). Außerdem taucht immer wieder ein Versicherungsfuzzie namens Lyle auf, der einen gegen die erwähnten Betrugsfälle bei Redd versichert oder gegen Verletzungen etc. K.K. Slider habe ich oben bereits erwähnt, es gibt natürlich noch einige mehr, diese könnt ihr aber auch mit detaillierteren Beschreibungen im Animal Crossing-Tagebuch unter den Specials finden :) Das Leben leben
Was bleibt einem noch, wenn grad kein besonderer Tag ist, kein Besuch in der Stadt ist und man auch sonst nix besonderes in der Stadt finden kann ?? Ein bisschen bleibt jedoch immer übrig, auch wenn einem die Situation aussichtslos erscheint. Man kann Angeln gehen, Insekten fangen, Fossile suchen und ausgraben, Obst sammeln und verkaufen und ab und zu fliegt auch mal ein Geschenk an einem Ballon über den Top-Screen, welches man dann mit seiner Zwille abschießen kann. Wenn einem das auch nicht passt kann man auch Blumen pflanzen und sogar verschiedene Arten kreuzen (die Bewohner pflanzen übrigens auch selber Blumen), Briefe an die Bewohner schreiben, sein Haus umgestalten, mit den Bewohnern plaudern oder einfach mal bei Nook shoppen gehen, was auch noch einen positiven Nebeneffekt hat. Ab einem bestimmten Umsatz baut Nook seinen Shop nämlich aus und erweitert sein Sortiment. Nach dem letzten Umbau besitzt er sogar einen eigenen Friseur, in dem man sich stylen lassen kann. Darüber hinaus baut Nook auch das Haus des Spielers um, sobald man die ersten Schulden abbezahlt hat. Das geht dann so weiter, bis man das Haus letztendlich sieben mal erweitert hat, mit mehreren Stöcken und einer großen Grundfläche im Erdgeschoss.
Wem das noch nicht reicht, der bekommt dank der Netzwerkmöglichkeiten auch noch die Chance, eine andere Stadt unsicher zu machen.
Online oder lokal ?? – Eine fremde Stadt „erobern“
Mit dem Nintendo DS und seinen Netzwerkmöglichkeiten ist es diesmal erfreulicherweise sehr einfach eine fremde Stadt zu besuchen. Auf dem Gamecube musste man dazu immer die Memory Card des anderen Spielers haben, und die längeren Reisen in die andere Stadt nervten auf Dauer.
Beim Nintendo DS sieht das anders aus. Am Stadttor kann man dem Wärter Copper sagen, dass man gerne eine andere Stadt besuchen möchte. Das geht entweder online oder lokal, funktioniert aber im Grunde gleich. Möchte man über das Internet in eine andere Stadt reisen, so müssen beide Spiele den Freundescode des anderen Spielers in ihre Freundesliste eingegeben haben. Somit wird dem Spieler erlaubt die andere Stadt zu besuchen. Befindet sich Spieler B nun auch online, und hat sein Stadttor geöffnet, können bis zu drei weitere Spieler in dessen Stadt reisen und ihn besuchen. Genau so funktioniert es beim lokalen Netzwerk, nur dass dort keine Freundescodes benötigt werden. In der Stadt des anderen Spielers befinden sich nun natürlich andere Bewohner, andere Artikel bei Nook im Shop, eventuell anderes Obst und auch die Stadt selbst ist natürlich völlig anders aufgebaut. Man kann dann mit den anderen Spielern chatten, was über den Touchscreen des Nintendo DS sehr einfach zu handhaben ist. Item-Tausch / Verkauf ist somit auch kein Problem, da man vorher über alles reden kann. Ein kleines Turnier a la „wer fängt die meisten Fische/Insekten in 5 Minuten“ ist dank eines Timers kein Problem. Lustig sind auch Versteckspiele in der fremden Stadt. Alles in allem macht es sehr viel Spaß die fremden Städte zu erkunden. Manchmal hat man sogar das Glück (oder auch Pech), dass Bewohner anderer Städte dort ausziehen und sich zur eigenen Bewohnerschar gesellen, von denen es immerhin bis zu acht Stück gibt.
Durch den Online-Modus bekommt man darüber hinaus auch ab und zu noch Geschenke von Nintendo. Geht man an bestimmten Tagen online liegt wenig später ein Brief von ihnen im Briefkasten und dazu meist ein kleines Geschenk, ein Item, welches man sonst nicht bekäme.
Sound, Grafik, Steuerung – Dem NDS würdig?
Eine Wertung zu diesen Dingen habe ich ja bereits im Tagebuch abgegeben, aber um diese noch etwas zu erläutern darf dies natürlich auch nicht im Test fehlen. Grafisch braucht sich Animal Crossing jedenfalls nicht zu verstecken. Eine schöne 3D-Grafik, welche der der Gamecube-Version stark ähnelt (welche ja eigentlich auch nur eine verbesserte N64-Version war). An Animal Crossing können sich andere Entwickler mal ein Beispiel nehmen, wie gut die Fähigkeiten des DS wirklich sind, auch wenn Grafikbomben wie Metroid Prime Hunters natürlich noch eine Menge draufsetzen können.
Der Sound ist auch sehr angenehm, bzw. je nach Spieler auch nervig ;) Das gequassle der Bewohner mag manchen Spieler stören, anderen (wie mir) gefällt es aber eigentlich recht gut und unterstützt die Atmosphäre. Wer mag kann sie aber auch abstellen.
Kommen wir nun zur Steuerung. Diese ist sowohl übers Steuerkreuz und Tasten möglich als auch über den Touchscreen und funktioniert bei beidem problemlos. Läuft man mit dem Steuerkreuz muss man zum Rennen z.B. noch eine extra Taste drücken, per Touchscreen drückt man einfach in die Gewünschte Richtung auf den Screen und die Entfernung zur Spielfigur bestimmt die Geschwindigkeit. Vor allem im Inventar beim Item-Verwalten und Briefe-Schreiben und chatten macht sich der Touchscreen sehr gut und erleichtert die Bedienung sehr, während das Steuerkreuz beim Verrücken von Möbeln hingegen besser geeignet ist. Öfters wechselt man daher zwischen Touchscreen-Steuerung und Steuerkreuz hin und her, aber da beide Arten sehr gut zu bedienen sind macht das auch nichts.
Gennaro Grippo meint...
Letztendlich kann ich nicht entscheiden, ob ihr euch das Spiel kaufen sollt oder nicht, aber ich kann hiermit eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Wer auch mit nicht „normalen“ Spielen zurecht kommt, nicht immer nur Ballern muss, sondern auch mal entspannt ein Spiel zocken möchte und dem Sammelwahn erlegen ist (Animal Crossing bietet weit mehr als 1.000 verschiedene Items) ist mit Animal Crossing gut bedient. Allen Spielern der Gamecube-Version sei zudem gesagt, dass die DS-Version jene um längen schlägt, auch wenn die Stadt verkleinert und die Anzahl der Bewohner verringert wurde. Die Neuerungen machen es auf jeden Fall zu einem Spiel welches es Wert ist, gekauft zu werden.
Letztendlich kann ich nicht entscheiden, ob ihr euch das Spiel kaufen sollt oder nicht, aber ich kann hiermit eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Wer auch mit nicht „normalen“ Spielen zurecht kommt, nicht immer nur Ballern muss, sondern auch mal entspannt ein Spiel zocken möchte und dem Sammelwahn erlegen ist (Animal Crossing bietet weit mehr als 1.000 verschiedene Items) ist mit Animal Crossing gut bedient. Allen Spielern der Gamecube-Version sei zudem gesagt, dass die DS-Version jene um längen schlägt, auch wenn die Stadt verkleinert und die Anzahl der Bewohner verringert wurde. Die Neuerungen machen es auf jeden Fall zu einem Spiel welches es Wert ist, gekauft zu werden.

GRAFIK
Liebevoll designte Charaktere und schöne 3D-Umgebung, jedoch müssen stellenweise unscharfe Texturen in Kauf genommen werden
Liebevoll designte Charaktere und schöne 3D-Umgebung, jedoch müssen stellenweise unscharfe Texturen in Kauf genommen werden

SOUND
Unterhaltsame Relax-Melodien, die sich allerdings schnell wiederholen
Unterhaltsame Relax-Melodien, die sich allerdings schnell wiederholen

BEDIENUNG
Gesunder Mix aus klassischer Steuerung und Touchscreen-Einsatz, die alles in allem sehr einfach von der Hand geht
Gesunder Mix aus klassischer Steuerung und Touchscreen-Einsatz, die alles in allem sehr einfach von der Hand geht

UMFANG
Zahlreiche Gimmicks und Items, unzählige Sachen zu entdecken und dank Online-Modus nahezu unendlicher Spielspaß.
Zahlreiche Gimmicks und Items, unzählige Sachen zu entdecken und dank Online-Modus nahezu unendlicher Spielspaß.
SPIELSPASS
Würdiger NDS-Ableger der Animal Crossing - Reihe, die dank Online-Modus neue, erfrischende Wege einschlägt
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Würdiger NDS-Ableger der Animal Crossing - Reihe, die dank Online-Modus neue, erfrischende Wege einschlägt
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel

Genre
Adventure
Entwickler
Nintendo EAD
Publisher
Nintendo
Releasedatum
31.03.2006
USK-Freigabe

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Adventure
Entwickler
Nintendo EAD
Publisher
Nintendo
Releasedatum
31.03.2006
USK-Freigabe

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