Platinum Sudoku
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 17.05.2007
Wenn Zahlen zur Sucht werden
Der Ursprung der Sudoku-Rätsel ist im 18. Jahrhundert zu suchen, in dem der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler einen Vorläufer erfand. Der große Durchbruch erfolgte für die Zahlenrätsel aber erst vor gar nicht allzu langer Zeit in Japan. Von dort aus überrollte die Sudoku-Welle dann die ganze Welt, so dass die Rätsel mittlerweile auch in hiesigen Zeitschriften regelmäßig abgedruckt werden. Mit Platinum Sudoku erreichen sie nun auch den Nintendo DS.
Ihr werdet im Hauptmenü freundlich von einem weiblichen und einem männlichen Charakter empfangen, die sich als Trainer anbieten. Ihr müsst Euch für einen von den beiden entscheiden, wobei die Wahl allerdings wirklich nur Auswirkungen auf das Aussehen hat. Ihre Rolle als Trainer erfüllen nämlich beide Figuren gleichermaßen gut und werden Euch beim ersten Spielen sofort auf eine Übungsrunde einladen. Erprobte Sudoku-Süchtige werden diese wohl ablehnen, Neulinge ohne Vorkenntnisse können im Trainingsmodus das Spielprinzip aber schnell erlernen. Die Erklärungen sind leicht verständlich und werden gleich demonstriert, so dass das Training seinen Zweck voll erfüllt.
Das Prinzip hinter den japanischen Rätseln ist einfach. In einem Gitter sind 3x3 Blöcke angeordnet, die wiederum in 3x3 Felder unterteilt sind. Nun müssen die Zahlen von 1 bis 9 so eingesetzt werden, dass sie in jeder waagerechten und in jeder senkechten Reihe, sowie in jedem Block nur ein einziges Mal vorkommen. Natürlich sind schon von Anfang an Zahlen vorgegeben, damit die Lösung durch logisches Kombinieren herausgefunden werden kann. Die Anzahl dieser Hilfszahlen variiert dabei abhängig vom Schwierigkeitsgrad.
Lange Beschäftigung
Die Spielbeschreibung spricht von 20 Millionen Sudoku-Rätseln, was allerdings nur bedingt stimmt. In Wirklichkeit sind es „nur“ 5 Millionen Rätsel, die sich allerdings jeweils in vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen lassen. Das ist aber natürlich immer noch eine große Auswahl, so dass Fans lange auf ihre Kosten kommen. Der bestimmbare Schwierigkeitsgrad garantiert zudem, dass kein Spieler über- oder unterfordert wird. In leichteren Spielstufen bekommt Ihr viele Tipps von eurem Trainer, in höheren verliert Ihr dagegen bei falschen Einträgen Leben, die Ihr nicht auf Null sinken lassen solltet, wenn Ihr das aktuelle Rätsel nicht von vorne beginnen möchtet.
Auf dem oberen Bildschirm werden der Schwierigkeitsgrad, die benötigte Zeit und noch andere sinnvolle Informationen angezeigt. Die Gitter sind dagegen auf dem Touchscreen zu sehen, was eine leichte Eingabe der Zahlen ermöglicht. Dabei haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben. So können Zahlen direkt in die Kästchen geschrieben werden, was aufgrund der kleinen Größe aber manchmal zu Problemen bei der Schrifterkennung führt. Aber Ihr könnt auch einfach auf ein Kästchen tippen, damit es vergrößert wird. Nun können Zahlen besser eingetragen werden, wobei die Schrifterkennung sehr gut funktioniert. Wer damit dennoch nicht zufrieden sein sollte, kann die gewünschte Zahl aber auch einfach am Bildschirmrand antippen. Somit ist in jedem Falle eine bequeme Zahleneingabe möglich.
Die Rätsel sind oft kniffelig, so dass es sinnvoll wird, auch mögliche Zahlen in die Felder einzutragen. Dafür muss einfach ein Symbol am Rand berührt werden und schon lassen sich alle möglichen Zahlen in ein Feld nebeneinander eintragen. Somit habt Ihr jeder Zeit die volle Übersicht und könnt später leichter die richtige Zahl herausfinden. Diese Funktion stellt sich als sehr wichtig heraus und sorgt dafür, dass die virtuelle Sudoku-Variante Rätselzeitschriften in Nichts nachsteht.
Abseits bekannter Sudoku-Pfade
Mit 5 Millionen Rätseln sollten alle Sudoku-Süchtigen lange auf ihre Kosten kommen. Ein Kauf lohnt sich für diese deswegen eigentlich allein schon wegen des Hauptmodus. Vor allem da das Spiel zum Budgetpreis von 20 Euro angeboten wird. Erfreulicher Weise haben sich die Entwickler aber nicht nur darauf beschränkt, sondern dem Spiel noch weitere Modi spendiert. So können mit einem Editor sogar eigene Rätsel erstellt werden. Die Software prüft dabei automatisch, ob diese auch lösbar sind und wenn dass der Fall sein sollte, dürft Ihr Euch eurem eigenen Rätsel stellen.
Darüber hinaus wird das normale Sudoku-Spiel noch durch sechs Challenges aufgelockert, die alle eigene Regeln beinhalten. Sie werden Euch beim ersten Mal zufällig gestellt und werden dann in einem eigenen Menüpunkt jeder Zeit verfügbar. Zur Abwechslung wurden auch noch 300 Kakuro-Rätsel integriert, die sich von den normalen Sudoku-Rätseln deutlich unterscheiden und Additionsfähigkeiten verlangen. Außerdem ist auch ein Mehrspieler-Modus anwählbar. Hier könnt Ihr zusammen mit einem weiteren Spieler ein Rätsel lösen oder aber auch gegen ihn antreten. Damit könnt Ihr endlich herausfinden, wer der bessere Sudoku-Meister ist. Die Sache hat aber leider einen Haken. Um diesen Modus nutzen zu können muss auch der Mitspieler über ein Exemplar von Platinum Sudoku verfügen. Leider werden nämlich nur Multi-Karten-Spiele unterstützt.
Die Präsentation erfolgt schlicht, was bei einem Sudoku-Spiel aber keine Rolle spielt. Sowohl die Grafik, als auch der Sound sind sehr einfach gehalten, dafür sind in beiden Fällen aber viele Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. So kann der Hintergründ verändert werden, um zum Beispiel einen Zeitungslook zu bekommen. Und auch die Hintergrundsmusik ist auswählbar, wobei die Entwickler überwiegend auf japanische Klänge gesetzt haben. Am Anfang sind noch nicht alle Einstellungen möglich, womit deren Erspielen für Motivation sorgt.
Der Ursprung der Sudoku-Rätsel ist im 18. Jahrhundert zu suchen, in dem der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler einen Vorläufer erfand. Der große Durchbruch erfolgte für die Zahlenrätsel aber erst vor gar nicht allzu langer Zeit in Japan. Von dort aus überrollte die Sudoku-Welle dann die ganze Welt, so dass die Rätsel mittlerweile auch in hiesigen Zeitschriften regelmäßig abgedruckt werden. Mit Platinum Sudoku erreichen sie nun auch den Nintendo DS.
Ihr werdet im Hauptmenü freundlich von einem weiblichen und einem männlichen Charakter empfangen, die sich als Trainer anbieten. Ihr müsst Euch für einen von den beiden entscheiden, wobei die Wahl allerdings wirklich nur Auswirkungen auf das Aussehen hat. Ihre Rolle als Trainer erfüllen nämlich beide Figuren gleichermaßen gut und werden Euch beim ersten Spielen sofort auf eine Übungsrunde einladen. Erprobte Sudoku-Süchtige werden diese wohl ablehnen, Neulinge ohne Vorkenntnisse können im Trainingsmodus das Spielprinzip aber schnell erlernen. Die Erklärungen sind leicht verständlich und werden gleich demonstriert, so dass das Training seinen Zweck voll erfüllt.
Das Prinzip hinter den japanischen Rätseln ist einfach. In einem Gitter sind 3x3 Blöcke angeordnet, die wiederum in 3x3 Felder unterteilt sind. Nun müssen die Zahlen von 1 bis 9 so eingesetzt werden, dass sie in jeder waagerechten und in jeder senkechten Reihe, sowie in jedem Block nur ein einziges Mal vorkommen. Natürlich sind schon von Anfang an Zahlen vorgegeben, damit die Lösung durch logisches Kombinieren herausgefunden werden kann. Die Anzahl dieser Hilfszahlen variiert dabei abhängig vom Schwierigkeitsgrad.
Lange Beschäftigung
Die Spielbeschreibung spricht von 20 Millionen Sudoku-Rätseln, was allerdings nur bedingt stimmt. In Wirklichkeit sind es „nur“ 5 Millionen Rätsel, die sich allerdings jeweils in vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen lassen. Das ist aber natürlich immer noch eine große Auswahl, so dass Fans lange auf ihre Kosten kommen. Der bestimmbare Schwierigkeitsgrad garantiert zudem, dass kein Spieler über- oder unterfordert wird. In leichteren Spielstufen bekommt Ihr viele Tipps von eurem Trainer, in höheren verliert Ihr dagegen bei falschen Einträgen Leben, die Ihr nicht auf Null sinken lassen solltet, wenn Ihr das aktuelle Rätsel nicht von vorne beginnen möchtet.
Auf dem oberen Bildschirm werden der Schwierigkeitsgrad, die benötigte Zeit und noch andere sinnvolle Informationen angezeigt. Die Gitter sind dagegen auf dem Touchscreen zu sehen, was eine leichte Eingabe der Zahlen ermöglicht. Dabei haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben. So können Zahlen direkt in die Kästchen geschrieben werden, was aufgrund der kleinen Größe aber manchmal zu Problemen bei der Schrifterkennung führt. Aber Ihr könnt auch einfach auf ein Kästchen tippen, damit es vergrößert wird. Nun können Zahlen besser eingetragen werden, wobei die Schrifterkennung sehr gut funktioniert. Wer damit dennoch nicht zufrieden sein sollte, kann die gewünschte Zahl aber auch einfach am Bildschirmrand antippen. Somit ist in jedem Falle eine bequeme Zahleneingabe möglich.
Die Rätsel sind oft kniffelig, so dass es sinnvoll wird, auch mögliche Zahlen in die Felder einzutragen. Dafür muss einfach ein Symbol am Rand berührt werden und schon lassen sich alle möglichen Zahlen in ein Feld nebeneinander eintragen. Somit habt Ihr jeder Zeit die volle Übersicht und könnt später leichter die richtige Zahl herausfinden. Diese Funktion stellt sich als sehr wichtig heraus und sorgt dafür, dass die virtuelle Sudoku-Variante Rätselzeitschriften in Nichts nachsteht.
Abseits bekannter Sudoku-Pfade
Mit 5 Millionen Rätseln sollten alle Sudoku-Süchtigen lange auf ihre Kosten kommen. Ein Kauf lohnt sich für diese deswegen eigentlich allein schon wegen des Hauptmodus. Vor allem da das Spiel zum Budgetpreis von 20 Euro angeboten wird. Erfreulicher Weise haben sich die Entwickler aber nicht nur darauf beschränkt, sondern dem Spiel noch weitere Modi spendiert. So können mit einem Editor sogar eigene Rätsel erstellt werden. Die Software prüft dabei automatisch, ob diese auch lösbar sind und wenn dass der Fall sein sollte, dürft Ihr Euch eurem eigenen Rätsel stellen.
Darüber hinaus wird das normale Sudoku-Spiel noch durch sechs Challenges aufgelockert, die alle eigene Regeln beinhalten. Sie werden Euch beim ersten Mal zufällig gestellt und werden dann in einem eigenen Menüpunkt jeder Zeit verfügbar. Zur Abwechslung wurden auch noch 300 Kakuro-Rätsel integriert, die sich von den normalen Sudoku-Rätseln deutlich unterscheiden und Additionsfähigkeiten verlangen. Außerdem ist auch ein Mehrspieler-Modus anwählbar. Hier könnt Ihr zusammen mit einem weiteren Spieler ein Rätsel lösen oder aber auch gegen ihn antreten. Damit könnt Ihr endlich herausfinden, wer der bessere Sudoku-Meister ist. Die Sache hat aber leider einen Haken. Um diesen Modus nutzen zu können muss auch der Mitspieler über ein Exemplar von Platinum Sudoku verfügen. Leider werden nämlich nur Multi-Karten-Spiele unterstützt.
Die Präsentation erfolgt schlicht, was bei einem Sudoku-Spiel aber keine Rolle spielt. Sowohl die Grafik, als auch der Sound sind sehr einfach gehalten, dafür sind in beiden Fällen aber viele Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. So kann der Hintergründ verändert werden, um zum Beispiel einen Zeitungslook zu bekommen. Und auch die Hintergrundsmusik ist auswählbar, wobei die Entwickler überwiegend auf japanische Klänge gesetzt haben. Am Anfang sind noch nicht alle Einstellungen möglich, womit deren Erspielen für Motivation sorgt.
Sascha Geldermann meint...
Platinum Sudoku zeigt, dass die japanischen Zahlenrätsel auch auf dem Nintendo DS eine sehr gute Figur machen können. Eine leichte Zahleneingabe, viele Modi, verschiedene Schwierigkeitsstufen und zusätzliche Kakuro-Rätsel sollten kaum Wünsche offen lassen. Für Sudoku-Fans lohnt sich der Kauf eh, da sie zum Budgetpreis von 20 Euro ganze 5 Millionen Rätsel erhalten.
Platinum Sudoku zeigt, dass die japanischen Zahlenrätsel auch auf dem Nintendo DS eine sehr gute Figur machen können. Eine leichte Zahleneingabe, viele Modi, verschiedene Schwierigkeitsstufen und zusätzliche Kakuro-Rätsel sollten kaum Wünsche offen lassen. Für Sudoku-Fans lohnt sich der Kauf eh, da sie zum Budgetpreis von 20 Euro ganze 5 Millionen Rätsel erhalten.

GRAFIK
Die Grafik ist extrem einfach gehalten, besticht aber durch viele Hintergründe.
Die Grafik ist extrem einfach gehalten, besticht aber durch viele Hintergründe.

SOUND
Die Musik ist unscheinbar, viele Stücke sorgen aber für Abwechslung.
Die Musik ist unscheinbar, viele Stücke sorgen aber für Abwechslung.

BEDIENUNG
Viel bequemer könnte die Zahleneingabe gar nicht ablaufen.
Viel bequemer könnte die Zahleneingabe gar nicht ablaufen.

UMFANG
5 Millionen Sudoku und viele Modi können theoretisch Jahre beschäftigen. Schade ist nur, dass ein Einzelkarten-Multiplayer fehlt.
5 Millionen Sudoku und viele Modi können theoretisch Jahre beschäftigen. Schade ist nur, dass ein Einzelkarten-Multiplayer fehlt.
SPIELSPASS
Perfekter Rätselspaß, der Jahre beschäftigen kann.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Perfekter Rätselspaß, der Jahre beschäftigen kann.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel