New Super Mario Bros.
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 19.11.2006
Elf Jahre des Wartens
Mario hüpft durch 3D-Welten, Mario spielt Fußball genau so gut wie Tennis, Golf oder andere Sportarten. Jahr um Jahr entwickelt Nintendo diverse Titel mit dem beliebten und beleibten Klempner, der jedes System der Mannen aus Kyoto treu mit seiner Anwesenheit begleitet.
Bei dieser Vielzahl an neuen Titeln mit blauer Latzhose, Gumbas und Schildkrötenpanzern fällt es im ersten Moment gar nicht auf, wie lange wir bereits keinen zweidimensionalen Jumper mehr für eine Nintendo-Plattform bekommen haben. Lassen wir diverse Remakes für den GameBoy Advance außer Acht, sind seit Marios letztem 2D-Jump & Run Auftritt stolze elf Jahre vergangen. Zu dieser Zeit, also im Jahr 1995, erschien „Super Mario World 2: Yoshi’s Island“. Hier steuerte man allerdings nicht Mario, sondern seinen Dino-Helfer Yoshi. Der Klempner selbst bemühte sich gar vor 16 Jahren zuletzt selbst vor die Bildschirme der Spieler in aller Welt. Einher mit dem Super Nintendo kam das grandiose „Super Mario World“. Da aber die Qualität des Nachfolgers bis dato unerreicht und der Titel in den Herzen eines jeden Spielers einen festen Platz haben dürfte, reichen in der Überschrift bereits elf lange Jahre des Wartens.
Wie schon erwähnt, wurde der GameBoy Advance leider nur mit Remakes bekannter Jump & Runs abgespeist. Zu gerne hätten wir ein neues Abenteuer von Mario auf Nintendos erfolgreichem Handheld gesehen. Was der GBA aber nicht bekommen hat, wird nun dank „New Super Mario Bros.“ für Nintendo DS endlich wahr.
In den USA erntet das Spiel von Nintendo EAD derzeit Traumwertungen, aus Japan kommen bereits erste Verkaufs-Erfolge über die News-Ticker zu uns. Für uns Grund genug, Euch schon jetzt zu verraten, ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann und ob Ihr einen 2D-Mario in Bestform erwarten dürft. Wir haben uns durch die US-Version des Titels gespielt und präsentieren Euch einen umfangreichen Test zum Spiel.
Prinzessinen-Retter gesucht!
Als Rauchschwaden aus dem Schloss von Prinzessin Peach aufsteigen, herrscht Chaos an einem sonst so ruhigen Tag im Pilzkönigreich. Kurz zuvor sehen wir Mario bei einem entspannenden Spaziergang mit der Prinzessin, die unruhigen Zeiten, in denen Bowser unserem Helden das Leben schwer machte, scheinen vorbei. Als sich der hilfsbereite Klempner allerdings gerade um das Schloss seiner Liebe kümmern will, wird diese hinter seinem Rücken von der Klein-Ausgabe des Übels, Bowser junior, entführt. Eine Hetzjagd quer durch das Pilzkönigreich, abwechslungsreiche Welten und fürchterliche Schlösser beginnt. Wird Mario die Prinzessin retten können? Spielt Bowser auch dieses Mal eine Rolle? Nun seid Ihr am Zug, die ewig gleiche, aber auch lieb gewonnene Geschichte zu einem guten Ende zu führen.
Am Spielprinzip hat sich dabei grundsätzlich natürlich nichts geändert. Ihr hüpft mit Mario durch diverse Level und schaltet dabei Gegner durch gezielte Sprünge oder den Einsatz von Items aus. Eure Aufgabe besteht darin, den Klempner sicher zur Zielfahne zu leiten und so in weitere Abschnitte vorzustoßen. Als Nebenaufgaben warten Sternenmünzen und alternative Ausgänge auf Euch, doch dazu später mehr.
Acht Themenwelten bietet „New Super Mario Bros.“ dem geneigten Mario-Fan. Sechs davon bekommt Ihr auf geradem Weg zu sehen, wenn Ihr bis zum letzten Gefecht kommen wollt. Die beiden weiteren Welten lassen sich aber ohne all zu großen Aufwand ebenfalls freispielen. Möchtet Ihr das Spiel wie damals schon beim originalen „Super Mario Bros.“ abkürzen und schneller in spätere Welten vordringen, könnt Ihr durch geheime Ausgänge Warp-Kanonen erreichen und so beispielsweise von Welt 2 in Welt 5 abkürzen.
„New Super Mario Bros.“ bietet wie die Vorgänger äußerst abwechslungsreiche Themen in den einzelnen Welten. Neben den typischen Abschnitten des Pilzkönigreichs warten unter anderem diverse Wüstenlevel und Eiswelten auf Euch. Darüber hinaus bietet das Spiel diverse Elemente, die wir bereits aus den zahlreichen Vorgängern kennen. Doch dazu nun mehr im nächsten Abschnitt.
Best of Super Mario Bros.?
Einige Elemente, die Ihr schon aus früheren Abenteuern von Mario kennen dürftet, haben wir bereits erwähnt. Die einzelnen Abschnitte einer Welt sind darüber hinaus durch eine Oberwelt-Karte verbunden, die am ehesten an „Super Mario Bros. 3“ erinnert. Hier tummeln sich erneut auch die Hammerbrüder, die über die Karte wandeln und Euch bei einem Zusammentreffen das Leben schwer machen wollen.
Die Oberweltkarte bietet darüber hinaus verschiedene Wege, um ans Ziel zu kommen. Diese müssen aber mit Hilfe von Sternenmünzen erst freigekauft werden. Drei solche Münzen finden sich in jedem Level, teilweise leichter, teilweise schwerer zu finden. Netterweise zeigt Euch das Spiel an, welche der Münzen Ihr bereits gefunden habt. So könnt Ihr das zu durchsuchende Gebiet eingrenzen, wenn Ihr wisst, dass nur noch die mittlere Münze fehlt. Die Sternenmünzen dienen aber nicht nur dem Freischalten von neuen Levels. Auch die Toadhäuser, die es ähnlich ebenfalls in „Super Mario Bros. 3“ gab gewähren Euch gegen einen kleinen Sternen-Obolus Zutritt. Hier gibt es dann entweder Extraleben oder eines der Items für den Vorrat abzustauben.
Unzählige Male haben sich Spieler aus aller Welt durch die Schlösser von Bowser und seinen Kindern gekämpft. Gespickt mit Fallen aller Art sind die Schlösser eine besondere Herausforderung im Mario-Universum. Auch in „New Super Mario Bros.“ gibt es solche Schlösser, wenn man auch anstatt den Bowser Kindern nur mit Bowser junior zu kämpfen hat. Am Ende einer Welt wartet das große Schloss mitsamt Endgegner auf Euch. Zuvor müsst Ihr Euch allerdings nur mindestens einen Turm kämpfen, der in etwa bei der Hälfte einer Welt zu finden ist. Schafft Ihr es, durch Türme oder Schlösser durchzukommen, dürft Ihr das Spiel speichern. Dies ist im ersten Durchgang sonst nur möglich, wenn Ihr einen alternativen Pfad mit den Sternenmünzen freischaltet. Nach einmaligem Durchspielen erlaubt das Spiel das Speichern jederzeit.
Nicht nur die Hammerbrüder sorgen indes für Bewegung auf der Weltkarte. Fliegende Fragezeichen-Blöcke eröffnen die Jagd auf Items. Betritt Mario nämlich einen Abschnitt, über dem gerade ein solcher Block schwebt, bekommt Ihr am Anfang des Levels ein zusätzliches Item. Voraussetzung ist dann natürlich, dass Ihr den Block mit einem gekonnten Sprung zum Stehen bringt.
Von Zielfahnen und Kanonen-Röhren
Nicht nur auf der Oberwelt verbindet Nintendo EAD Altes mit Neuem. Auch das Leveldesign strotzt nur so von der Kombination von neuen Elementen mit altbewährten Kniffen aus den Vorgängern. Wie schon erwähnt, hat es die Zielfahne wieder ins Spiel geschafft. Je höher der Sprung an diese, desto mehr Punkte werden Euch gut geschrieben. An der Spitze der Fahne wartet gar ein Extraleben auf Euch. Das Beenden des Levels wird mit einer neuen Melodie begleitet. Erfüllt Ihr aber bestimmte Zeitkriterien, könnt Ihr Euch auf die Original-Melodie von „Super Mario Bros.“ mitsamt Feuerwerk freuen.
Die Zeiten, in denen Ihr durch Warp-Röhren ausschließlich in den Untergrund befördert wurdet, sind mittlerweile vorbei. Einige Röhren schießen Euch wie Kanonen in die Luft, so dass Ihr neue Höhen erklimmen könnt und dort das Spiel fortsetzt. Teilweise werden Münzen in der Luft erst sicht- und erreichbar, wenn Ihr sie einmal berührt habt. So müsst Ihr noch ein weiteres Mal daran vorbeifliegen, um sie endgültig einzusammeln. Wie immer bekommt Ihr dabei für einhundert Münzen ein Extraleben.
Der Umfang der einzelnen Abschnitte ist im Vergleich zu früheren Titeln deutlich erhöht worden. Daher hat Nintendo in „New Super Mario Bros.“ in jedem Level einen Checkpoint eingebaut, der automatisch bei Überschreiten aktiviert wird. Nach Marios Ableben könnt Ihr den Abschnitt also von dort aus fortsetzen.
Auch wenn das Spielgeschehen wie immer von links nach rechts verläuft, hat man hier eine Veränderung vorgenommen. So könnt Ihr problemlos auch den Weg zurück antreten. Habt Ihr also noch genügend Zeit übrig (auch in „New Super Mario Bros.“ gibt es ein Zeitlimit) und vermisst eine Sternenmünze, könnt Ihr Euch auf die Suche zurück begeben.
Feuer, Sterne, blaue Panzer
Die fliegende Fragezeichen-Box haben wir schon erwähnt. Nun ist es an der Zeit, die Items in „New Super Mario Bros.“ genauer zu beleuchten. Da jeder Mario einmal klein anfängt, gibt es wie immer Power-Pilze, die Euch die normale Größe bringen. Dank einer Feuerblume könnt Ihr mit Feuerbällen werfen und ein Stern macht Euch für kurze Zeit unbesiegbar. Soweit nichts Neues, aber dafür gibt es ja auch drei neue Items. Der Riesen-Pilz ist dabei am längsten bekannt. Dieser lässt Euch auf eine spektakuläre Größe anwachsen, so dass im Folgenden kein Stein und Gegner mehr vor Euch sicher ist. Als Riesen-Mario könnt Ihr die Gegner einfach überrennen und auch Warp-Röhren werden ganz leicht abgerissen. Um das Ganze dann nicht zu einfach zu machen, ist der Einsatz des Riesen-Pilzes zeitlich begrenzt, außerdem gibt es undurchdringliche Wände, die auch ein Riesen-Mario nicht einreißen kann. Umso mehr Levelbestandteile Ihr zerstört, desto mehr Extraleben erhaltet Ihr nach der Rückverwandlung.
Das Gegenteil dieses Pilzes wurde gleich noch mit eingebaut und macht aus Euch den winzigsten Mario aller Zeiten. Dann seid Ihr nicht nur wahnsinnig klein, sondern auch ebenso schnell. In der Form des Winz-Mario könnt Ihr sogar über Wasser laufen, seid aber extrem anfällig. Ein Treffer eines Gegners und Mario segnet das Zeitliche.
Das dritte neue Item macht aus Mario einen Panzer-Helden. Der blaue Panzer wird Mario auf den Rücken geschnallt und verschafft ihm so die gleichen Eigenschaften wie die grünen und roten Vertreter, die der Klempner bereits seit Jahrzehnten durch die Level schickt. Auf dem Boden könnt Ihr Euch wie ein Panzer bewegen und so Gegner und Blöcke aus dem Weg räumen.
Der richtige Einsatz der Items ist vor allem bei den zahlreichen Verstecken gefragt. Auch alternative Pfade öffnen sich in der Regel nur, wenn Ihr dank dem passenden Item an einer Stelle einen anderen Weg einschlagen könnt. Um weitestgehend problemlos an die Items zu kommen, sind zahlreiche Toadhäuser auf der Oberwelt verteilt.
Extraleben gibt es in „New Super Mario Bros.“ leider wie Sand am Meer. Dies macht das Spiel natürlich leichter, bekommt Ihr Extraleben etwa zuhauf in Toadhäusern, durch das Sammeln von Münzen oder durch das Zerstören der Level als Riesen-Mario. Dazu finden sich Extraleben oft in Blöcken und müssen nur eingesammelt werden. Unter anderem ein Extraleben winkt auch beim Einsammeln von acht roten Münzen. Diese Münzen kennen wir bereits aus diversen Mario-Titeln. In „New Super Mario Bros.“ erscheinen die acht begehrten Münzen, nachdem man durch einen Ring springt. Dann bleiben einige Sekunden, um die Münzen einzusammeln. Bei Erfolg winkt ein Item.
Ein überzähliges Item ist bei „New Super Mario Bros.“ nicht völlig umsonst. Stattdessen habt Ihr einen kleinen Vorratsspeicher, in dem Ihr ein Item sammeln könnt. Per Druck auf das Symbol auf dem Touchscreen könnt Ihr dieses Item dann einsetzen und Euch so in misslichen Lagen ein wenig Luft verschaffen.
Bewegen und Kämpfen
Aus seiner 3D-Erfahrung hat sich Mario das eine oder andere auch für „New Super Mario Bros.“ abgeschaut. Den Doppel- und Dreifachsprung beherrscht er genauso wie die Stampfattacke. An Schrägen kann er auf dem Hosenboden rutschen und so Gegner aus dem Weg räumen. Höher gelegene Stellen erreicht der Klempner neuerdings durch einen Wandsprung. So könnt Ihr auch gekonnt an einer Wand herunter rutschen. Als hättet Ihr damit noch nicht genug Möglichkeiten, den Gegnern eins auszuwischen, könnt Ihr auch Panzer aufheben und mit Euch herumtragen. Lasst Ihr den Panzer dann los, schnellt er den Gegnern entgegen.
Marios Beweglichkeit ist auch bei der Interaktion mit der Umgebung von Vorteil. An Abhängen drückt er sich an die Wand oder hangelt an der Kante entlang. Lianen und Seile nutzt er, um sich über Abgründe zu schwingen. An Gittern könnt Ihr wie in „Super Mario World“ entlang hangeln und die Gegner auf der Gegenseite per Knopfdruck herunter boxen.
Bereits in vielen Titeln aus dem Mario-Universum hatten auch die bekannten Schalter eine Bedeutung, etwa in „Super Mario World“ in Form von Schalterpalästen. In „New Super Mario Bros. finden sich ebenfalls häufig Schalter, die vor allem in den Rätseleinlagen benötigt werden. Durch die Schalter werden etwa für kurze Zeit Blöcke aufgedeckt, über die Ihr dann das Level fortfahren könnt. Dabei ist allerdings Schnelligkeit gefragt, verschwinden die geschaffenen Blöcke doch nach kurzer Zeit wieder. In einem anderen Level könnt Ihr mit dem Schalter den Wasserstand regulieren.
Neben einfachen Trampolinen gibt es außerdem auch Drehblöcke. Springt Mario auf einen dieser Blöcke, die einem Trampolin nicht unähnlich aussehen, wird er nicht nur in die Luft geschossen, sondern dreht sich zusätzlich, so dass er nur langsam zu Boden schwebt. Der Schwebezustand hält bis zum Bodenkontakt an und kann sogar durch das Treffen eines Gegners verlängert werden, da Ihr dadurch erneut in die Luft geschossen werdet.
Wo wir grade beim Thema Luft sind. Auch Lakitu ist mitsamt seiner Wolke und den stacheligen Helfern wieder mit von der Partie. Er schwebt durch den Abschnitt und versucht Mario das Leben schwer zu machen. Doch in „New Super Mario Bros.“ könnt Ihr den Bösewicht alt aussehen lassen und selbst in die Lüfte empor steigen, ein gekonnter Wolken-Klau vorausgesetzt.
Während sich Euch in den Türmen ausschließlich Bowser junior entgegen stellt, bekommt Ihr es in den Schlössern mit diversen Gegnern zu tun. Dazu zählt auch Bowser, dem Ihr wie vor vielen Jahren in „Super Mario Bros.“ auf einer Brücke mitsamt Schalter begegnen werdet. Andere Gegner wie ein Maulwurf im Panzer und weitere lassen sich mit der richtigen Strategie leicht bekämpfen. Seid Ihr mit einem Item wie der Feuerblume ausgestattet, sind viele Kämpfe allerdings einen Tick zu leicht.
Allgemein steigt der Schwierigkeitsgrad zunächst nur gemächlich an. Erst die achte Welt fordert den Spieler mit vielen Geschicklichkeitseinlagen und Gegnern, immer neuen Ideen und der vollen Abwechslungspalette. Die achte Welt ist an Abwechslung und Spielwitz im Vergleich der 2D-Jump & Runs von Mario der allerbeste Beweis und Grund für den Erfolg der Reihe.
Die große Herausforderung des Titels liegt nicht darin, die End-Credits zu sehen und so schnell wie möglich ans Ende zu kommen, sondern darin, das gesamte Spiel mit all seinen Feinheiten und Geheimnissen zu entdecken. Das Ende könnt Ihr in wenigen Stunden sehen, zum vollständigen Durchspielen dauert es allerdings etwas länger. Wer nach vielen Stunden mit dem rotgekleideten Klempner ein neues Gesicht sehen will, sollte bei der Auswahl des Spielstandes (von denen es Mario-typisch wie immer drei gibt) die L+R Tasten gedrückt halten. Dann bekommt auch der Singleplayer-Modus die „Bros.“-Note verpasst, der Multiplayer hat diese sowieso inne.
Bruderkampf und Minispielspaß
Auf einen kooperativen Modus im Hauptspiel wurde leider verzichtet. Stattdessen bekämpfen sich im Vs.-Modus zwei Spieler in speziell designten Levels. In zufälligen Abständen erscheinen Sternmünzen im Level und Ihr müsst diese einsammeln. Der Gegner hat natürlich die gleiche Aufgabe und so entbrennt ein harter Kampf. Dem Gegner könnt Ihr sicher geglaubte Münzen auch durch einen Angriff etwa mit der Feuerblume abnehmen.
Wer am Ende warum gewinnt, entscheidet Ihr selbst, denn vor dem Spiel könnt Ihr diverse Einstellungen vornehmen. So entscheidet Ihr über die maximal nötigen Sterne, über den Abschnitt, in dem gespielt wird und einiges mehr. Der Vs.-Modus macht einige Zeit Laune, das Tüpfelchen auf dem I wäre aber sicherlich ein kooperativer Modus gewesen.
Während der Touchscreen im Einzelspieler-Abenteuer lediglich für den Item-Vorrat gebraucht und ansonsten äußerst stiefmütterlich behandelt wird, verhält es sich in den zahlreichen Minispielen anders. Die Minigames lassen bis zu vier Spieler gleichzeitig antreten, als Training könnt Ihr Euch aber auch alleine versuchen. Dann stehen allerdings natürlich nicht alle Spiele zur Verfügung.
Die Auswahl der Minigames ist teilweise bereits aus „Super Mario 64 DS“ bekannt, macht aber dadurch nicht weniger Spaß. Insgesamt bieten sich eine Fülle an tollen Ideen, die stundenlangen Spaß garantieren und so über den nicht vorhandenen Koop-Modus hinwegtrösten.
2D trifft 3D, Alt trifft Neu
Obwohl es sich bei „New Super Mario Bros.“ um einen waschechten 2D-Jumper handelt, ist auch die dritte Dimension nicht weit entfernt. So sind die Charaktermodelle dreidimensional gestaltet und machen aus Mario und seinen Kontrahenten plastische Wese, die sich von der Umwelt leicht abgeben. Durch die 3D-Implementierung sind feinere Animationen und mehrere kleine Spielereien, auch was die Interaktion mit der Umwelt angeht, möglich.
Beim Sound vermischt Nintendo Altes mit Neuem. Die Oberwelt wird von neuen, aber ebenfalls eingängigen Themen begleitet. Im Untergrund dagegen hören wir die bereits aus „Super Mario Bros.“ bekannte Melodie. Auch an musikalischer Abwechslung mangelt es nicht, im Geisterhaus hört Ihr schaurig schöne Klänge, während die Musik im Schloss gar bedrohlich wirkt. Die Soundeffekte wurden dagegen Serientreu übernommen.
Der Reiz bei „New Super Mario Bros.“ liegt nicht in den besonderen Fähigkeiten der DS-Hardware. Nicht umsonst macht das Einzelspieler-Spiel keinen wirklichen Gebrauch davon. Stattdessen geht es vielmehr darum, eine Welt voller Geheimnisse, Überraschungen und Gameplay-Finessen zu entdecken und Mario sicher durch die Welten zu geleiten. Die Spielzeit des Titels zu beziffern, ist unmöglich, hängt doch vieles von den Gewohnheiten des Spielers ab. Im Paket bieten Einzel- und Mehrspieler aber für viele Stunden Spaß.
Mario hüpft durch 3D-Welten, Mario spielt Fußball genau so gut wie Tennis, Golf oder andere Sportarten. Jahr um Jahr entwickelt Nintendo diverse Titel mit dem beliebten und beleibten Klempner, der jedes System der Mannen aus Kyoto treu mit seiner Anwesenheit begleitet.
Bei dieser Vielzahl an neuen Titeln mit blauer Latzhose, Gumbas und Schildkrötenpanzern fällt es im ersten Moment gar nicht auf, wie lange wir bereits keinen zweidimensionalen Jumper mehr für eine Nintendo-Plattform bekommen haben. Lassen wir diverse Remakes für den GameBoy Advance außer Acht, sind seit Marios letztem 2D-Jump & Run Auftritt stolze elf Jahre vergangen. Zu dieser Zeit, also im Jahr 1995, erschien „Super Mario World 2: Yoshi’s Island“. Hier steuerte man allerdings nicht Mario, sondern seinen Dino-Helfer Yoshi. Der Klempner selbst bemühte sich gar vor 16 Jahren zuletzt selbst vor die Bildschirme der Spieler in aller Welt. Einher mit dem Super Nintendo kam das grandiose „Super Mario World“. Da aber die Qualität des Nachfolgers bis dato unerreicht und der Titel in den Herzen eines jeden Spielers einen festen Platz haben dürfte, reichen in der Überschrift bereits elf lange Jahre des Wartens. Wie schon erwähnt, wurde der GameBoy Advance leider nur mit Remakes bekannter Jump & Runs abgespeist. Zu gerne hätten wir ein neues Abenteuer von Mario auf Nintendos erfolgreichem Handheld gesehen. Was der GBA aber nicht bekommen hat, wird nun dank „New Super Mario Bros.“ für Nintendo DS endlich wahr.
In den USA erntet das Spiel von Nintendo EAD derzeit Traumwertungen, aus Japan kommen bereits erste Verkaufs-Erfolge über die News-Ticker zu uns. Für uns Grund genug, Euch schon jetzt zu verraten, ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann und ob Ihr einen 2D-Mario in Bestform erwarten dürft. Wir haben uns durch die US-Version des Titels gespielt und präsentieren Euch einen umfangreichen Test zum Spiel.
Prinzessinen-Retter gesucht!
Als Rauchschwaden aus dem Schloss von Prinzessin Peach aufsteigen, herrscht Chaos an einem sonst so ruhigen Tag im Pilzkönigreich. Kurz zuvor sehen wir Mario bei einem entspannenden Spaziergang mit der Prinzessin, die unruhigen Zeiten, in denen Bowser unserem Helden das Leben schwer machte, scheinen vorbei. Als sich der hilfsbereite Klempner allerdings gerade um das Schloss seiner Liebe kümmern will, wird diese hinter seinem Rücken von der Klein-Ausgabe des Übels, Bowser junior, entführt. Eine Hetzjagd quer durch das Pilzkönigreich, abwechslungsreiche Welten und fürchterliche Schlösser beginnt. Wird Mario die Prinzessin retten können? Spielt Bowser auch dieses Mal eine Rolle? Nun seid Ihr am Zug, die ewig gleiche, aber auch lieb gewonnene Geschichte zu einem guten Ende zu führen. Am Spielprinzip hat sich dabei grundsätzlich natürlich nichts geändert. Ihr hüpft mit Mario durch diverse Level und schaltet dabei Gegner durch gezielte Sprünge oder den Einsatz von Items aus. Eure Aufgabe besteht darin, den Klempner sicher zur Zielfahne zu leiten und so in weitere Abschnitte vorzustoßen. Als Nebenaufgaben warten Sternenmünzen und alternative Ausgänge auf Euch, doch dazu später mehr.
Acht Themenwelten bietet „New Super Mario Bros.“ dem geneigten Mario-Fan. Sechs davon bekommt Ihr auf geradem Weg zu sehen, wenn Ihr bis zum letzten Gefecht kommen wollt. Die beiden weiteren Welten lassen sich aber ohne all zu großen Aufwand ebenfalls freispielen. Möchtet Ihr das Spiel wie damals schon beim originalen „Super Mario Bros.“ abkürzen und schneller in spätere Welten vordringen, könnt Ihr durch geheime Ausgänge Warp-Kanonen erreichen und so beispielsweise von Welt 2 in Welt 5 abkürzen.
„New Super Mario Bros.“ bietet wie die Vorgänger äußerst abwechslungsreiche Themen in den einzelnen Welten. Neben den typischen Abschnitten des Pilzkönigreichs warten unter anderem diverse Wüstenlevel und Eiswelten auf Euch. Darüber hinaus bietet das Spiel diverse Elemente, die wir bereits aus den zahlreichen Vorgängern kennen. Doch dazu nun mehr im nächsten Abschnitt.
Best of Super Mario Bros.?
Einige Elemente, die Ihr schon aus früheren Abenteuern von Mario kennen dürftet, haben wir bereits erwähnt. Die einzelnen Abschnitte einer Welt sind darüber hinaus durch eine Oberwelt-Karte verbunden, die am ehesten an „Super Mario Bros. 3“ erinnert. Hier tummeln sich erneut auch die Hammerbrüder, die über die Karte wandeln und Euch bei einem Zusammentreffen das Leben schwer machen wollen.
Die Oberweltkarte bietet darüber hinaus verschiedene Wege, um ans Ziel zu kommen. Diese müssen aber mit Hilfe von Sternenmünzen erst freigekauft werden. Drei solche Münzen finden sich in jedem Level, teilweise leichter, teilweise schwerer zu finden. Netterweise zeigt Euch das Spiel an, welche der Münzen Ihr bereits gefunden habt. So könnt Ihr das zu durchsuchende Gebiet eingrenzen, wenn Ihr wisst, dass nur noch die mittlere Münze fehlt. Die Sternenmünzen dienen aber nicht nur dem Freischalten von neuen Levels. Auch die Toadhäuser, die es ähnlich ebenfalls in „Super Mario Bros. 3“ gab gewähren Euch gegen einen kleinen Sternen-Obolus Zutritt. Hier gibt es dann entweder Extraleben oder eines der Items für den Vorrat abzustauben.
Unzählige Male haben sich Spieler aus aller Welt durch die Schlösser von Bowser und seinen Kindern gekämpft. Gespickt mit Fallen aller Art sind die Schlösser eine besondere Herausforderung im Mario-Universum. Auch in „New Super Mario Bros.“ gibt es solche Schlösser, wenn man auch anstatt den Bowser Kindern nur mit Bowser junior zu kämpfen hat. Am Ende einer Welt wartet das große Schloss mitsamt Endgegner auf Euch. Zuvor müsst Ihr Euch allerdings nur mindestens einen Turm kämpfen, der in etwa bei der Hälfte einer Welt zu finden ist. Schafft Ihr es, durch Türme oder Schlösser durchzukommen, dürft Ihr das Spiel speichern. Dies ist im ersten Durchgang sonst nur möglich, wenn Ihr einen alternativen Pfad mit den Sternenmünzen freischaltet. Nach einmaligem Durchspielen erlaubt das Spiel das Speichern jederzeit. Nicht nur die Hammerbrüder sorgen indes für Bewegung auf der Weltkarte. Fliegende Fragezeichen-Blöcke eröffnen die Jagd auf Items. Betritt Mario nämlich einen Abschnitt, über dem gerade ein solcher Block schwebt, bekommt Ihr am Anfang des Levels ein zusätzliches Item. Voraussetzung ist dann natürlich, dass Ihr den Block mit einem gekonnten Sprung zum Stehen bringt.
Von Zielfahnen und Kanonen-Röhren
Nicht nur auf der Oberwelt verbindet Nintendo EAD Altes mit Neuem. Auch das Leveldesign strotzt nur so von der Kombination von neuen Elementen mit altbewährten Kniffen aus den Vorgängern. Wie schon erwähnt, hat es die Zielfahne wieder ins Spiel geschafft. Je höher der Sprung an diese, desto mehr Punkte werden Euch gut geschrieben. An der Spitze der Fahne wartet gar ein Extraleben auf Euch. Das Beenden des Levels wird mit einer neuen Melodie begleitet. Erfüllt Ihr aber bestimmte Zeitkriterien, könnt Ihr Euch auf die Original-Melodie von „Super Mario Bros.“ mitsamt Feuerwerk freuen.
Die Zeiten, in denen Ihr durch Warp-Röhren ausschließlich in den Untergrund befördert wurdet, sind mittlerweile vorbei. Einige Röhren schießen Euch wie Kanonen in die Luft, so dass Ihr neue Höhen erklimmen könnt und dort das Spiel fortsetzt. Teilweise werden Münzen in der Luft erst sicht- und erreichbar, wenn Ihr sie einmal berührt habt. So müsst Ihr noch ein weiteres Mal daran vorbeifliegen, um sie endgültig einzusammeln. Wie immer bekommt Ihr dabei für einhundert Münzen ein Extraleben. Der Umfang der einzelnen Abschnitte ist im Vergleich zu früheren Titeln deutlich erhöht worden. Daher hat Nintendo in „New Super Mario Bros.“ in jedem Level einen Checkpoint eingebaut, der automatisch bei Überschreiten aktiviert wird. Nach Marios Ableben könnt Ihr den Abschnitt also von dort aus fortsetzen.
Auch wenn das Spielgeschehen wie immer von links nach rechts verläuft, hat man hier eine Veränderung vorgenommen. So könnt Ihr problemlos auch den Weg zurück antreten. Habt Ihr also noch genügend Zeit übrig (auch in „New Super Mario Bros.“ gibt es ein Zeitlimit) und vermisst eine Sternenmünze, könnt Ihr Euch auf die Suche zurück begeben.
Feuer, Sterne, blaue Panzer
Die fliegende Fragezeichen-Box haben wir schon erwähnt. Nun ist es an der Zeit, die Items in „New Super Mario Bros.“ genauer zu beleuchten. Da jeder Mario einmal klein anfängt, gibt es wie immer Power-Pilze, die Euch die normale Größe bringen. Dank einer Feuerblume könnt Ihr mit Feuerbällen werfen und ein Stern macht Euch für kurze Zeit unbesiegbar. Soweit nichts Neues, aber dafür gibt es ja auch drei neue Items. Der Riesen-Pilz ist dabei am längsten bekannt. Dieser lässt Euch auf eine spektakuläre Größe anwachsen, so dass im Folgenden kein Stein und Gegner mehr vor Euch sicher ist. Als Riesen-Mario könnt Ihr die Gegner einfach überrennen und auch Warp-Röhren werden ganz leicht abgerissen. Um das Ganze dann nicht zu einfach zu machen, ist der Einsatz des Riesen-Pilzes zeitlich begrenzt, außerdem gibt es undurchdringliche Wände, die auch ein Riesen-Mario nicht einreißen kann. Umso mehr Levelbestandteile Ihr zerstört, desto mehr Extraleben erhaltet Ihr nach der Rückverwandlung. Das Gegenteil dieses Pilzes wurde gleich noch mit eingebaut und macht aus Euch den winzigsten Mario aller Zeiten. Dann seid Ihr nicht nur wahnsinnig klein, sondern auch ebenso schnell. In der Form des Winz-Mario könnt Ihr sogar über Wasser laufen, seid aber extrem anfällig. Ein Treffer eines Gegners und Mario segnet das Zeitliche.
Das dritte neue Item macht aus Mario einen Panzer-Helden. Der blaue Panzer wird Mario auf den Rücken geschnallt und verschafft ihm so die gleichen Eigenschaften wie die grünen und roten Vertreter, die der Klempner bereits seit Jahrzehnten durch die Level schickt. Auf dem Boden könnt Ihr Euch wie ein Panzer bewegen und so Gegner und Blöcke aus dem Weg räumen.
Der richtige Einsatz der Items ist vor allem bei den zahlreichen Verstecken gefragt. Auch alternative Pfade öffnen sich in der Regel nur, wenn Ihr dank dem passenden Item an einer Stelle einen anderen Weg einschlagen könnt. Um weitestgehend problemlos an die Items zu kommen, sind zahlreiche Toadhäuser auf der Oberwelt verteilt. Extraleben gibt es in „New Super Mario Bros.“ leider wie Sand am Meer. Dies macht das Spiel natürlich leichter, bekommt Ihr Extraleben etwa zuhauf in Toadhäusern, durch das Sammeln von Münzen oder durch das Zerstören der Level als Riesen-Mario. Dazu finden sich Extraleben oft in Blöcken und müssen nur eingesammelt werden. Unter anderem ein Extraleben winkt auch beim Einsammeln von acht roten Münzen. Diese Münzen kennen wir bereits aus diversen Mario-Titeln. In „New Super Mario Bros.“ erscheinen die acht begehrten Münzen, nachdem man durch einen Ring springt. Dann bleiben einige Sekunden, um die Münzen einzusammeln. Bei Erfolg winkt ein Item.
Ein überzähliges Item ist bei „New Super Mario Bros.“ nicht völlig umsonst. Stattdessen habt Ihr einen kleinen Vorratsspeicher, in dem Ihr ein Item sammeln könnt. Per Druck auf das Symbol auf dem Touchscreen könnt Ihr dieses Item dann einsetzen und Euch so in misslichen Lagen ein wenig Luft verschaffen.
Bewegen und Kämpfen
Aus seiner 3D-Erfahrung hat sich Mario das eine oder andere auch für „New Super Mario Bros.“ abgeschaut. Den Doppel- und Dreifachsprung beherrscht er genauso wie die Stampfattacke. An Schrägen kann er auf dem Hosenboden rutschen und so Gegner aus dem Weg räumen. Höher gelegene Stellen erreicht der Klempner neuerdings durch einen Wandsprung. So könnt Ihr auch gekonnt an einer Wand herunter rutschen. Als hättet Ihr damit noch nicht genug Möglichkeiten, den Gegnern eins auszuwischen, könnt Ihr auch Panzer aufheben und mit Euch herumtragen. Lasst Ihr den Panzer dann los, schnellt er den Gegnern entgegen.
Marios Beweglichkeit ist auch bei der Interaktion mit der Umgebung von Vorteil. An Abhängen drückt er sich an die Wand oder hangelt an der Kante entlang. Lianen und Seile nutzt er, um sich über Abgründe zu schwingen. An Gittern könnt Ihr wie in „Super Mario World“ entlang hangeln und die Gegner auf der Gegenseite per Knopfdruck herunter boxen.
Bereits in vielen Titeln aus dem Mario-Universum hatten auch die bekannten Schalter eine Bedeutung, etwa in „Super Mario World“ in Form von Schalterpalästen. In „New Super Mario Bros. finden sich ebenfalls häufig Schalter, die vor allem in den Rätseleinlagen benötigt werden. Durch die Schalter werden etwa für kurze Zeit Blöcke aufgedeckt, über die Ihr dann das Level fortfahren könnt. Dabei ist allerdings Schnelligkeit gefragt, verschwinden die geschaffenen Blöcke doch nach kurzer Zeit wieder. In einem anderen Level könnt Ihr mit dem Schalter den Wasserstand regulieren. Neben einfachen Trampolinen gibt es außerdem auch Drehblöcke. Springt Mario auf einen dieser Blöcke, die einem Trampolin nicht unähnlich aussehen, wird er nicht nur in die Luft geschossen, sondern dreht sich zusätzlich, so dass er nur langsam zu Boden schwebt. Der Schwebezustand hält bis zum Bodenkontakt an und kann sogar durch das Treffen eines Gegners verlängert werden, da Ihr dadurch erneut in die Luft geschossen werdet.
Wo wir grade beim Thema Luft sind. Auch Lakitu ist mitsamt seiner Wolke und den stacheligen Helfern wieder mit von der Partie. Er schwebt durch den Abschnitt und versucht Mario das Leben schwer zu machen. Doch in „New Super Mario Bros.“ könnt Ihr den Bösewicht alt aussehen lassen und selbst in die Lüfte empor steigen, ein gekonnter Wolken-Klau vorausgesetzt.
Während sich Euch in den Türmen ausschließlich Bowser junior entgegen stellt, bekommt Ihr es in den Schlössern mit diversen Gegnern zu tun. Dazu zählt auch Bowser, dem Ihr wie vor vielen Jahren in „Super Mario Bros.“ auf einer Brücke mitsamt Schalter begegnen werdet. Andere Gegner wie ein Maulwurf im Panzer und weitere lassen sich mit der richtigen Strategie leicht bekämpfen. Seid Ihr mit einem Item wie der Feuerblume ausgestattet, sind viele Kämpfe allerdings einen Tick zu leicht. Allgemein steigt der Schwierigkeitsgrad zunächst nur gemächlich an. Erst die achte Welt fordert den Spieler mit vielen Geschicklichkeitseinlagen und Gegnern, immer neuen Ideen und der vollen Abwechslungspalette. Die achte Welt ist an Abwechslung und Spielwitz im Vergleich der 2D-Jump & Runs von Mario der allerbeste Beweis und Grund für den Erfolg der Reihe.
Die große Herausforderung des Titels liegt nicht darin, die End-Credits zu sehen und so schnell wie möglich ans Ende zu kommen, sondern darin, das gesamte Spiel mit all seinen Feinheiten und Geheimnissen zu entdecken. Das Ende könnt Ihr in wenigen Stunden sehen, zum vollständigen Durchspielen dauert es allerdings etwas länger. Wer nach vielen Stunden mit dem rotgekleideten Klempner ein neues Gesicht sehen will, sollte bei der Auswahl des Spielstandes (von denen es Mario-typisch wie immer drei gibt) die L+R Tasten gedrückt halten. Dann bekommt auch der Singleplayer-Modus die „Bros.“-Note verpasst, der Multiplayer hat diese sowieso inne.
Bruderkampf und Minispielspaß
Auf einen kooperativen Modus im Hauptspiel wurde leider verzichtet. Stattdessen bekämpfen sich im Vs.-Modus zwei Spieler in speziell designten Levels. In zufälligen Abständen erscheinen Sternmünzen im Level und Ihr müsst diese einsammeln. Der Gegner hat natürlich die gleiche Aufgabe und so entbrennt ein harter Kampf. Dem Gegner könnt Ihr sicher geglaubte Münzen auch durch einen Angriff etwa mit der Feuerblume abnehmen. Wer am Ende warum gewinnt, entscheidet Ihr selbst, denn vor dem Spiel könnt Ihr diverse Einstellungen vornehmen. So entscheidet Ihr über die maximal nötigen Sterne, über den Abschnitt, in dem gespielt wird und einiges mehr. Der Vs.-Modus macht einige Zeit Laune, das Tüpfelchen auf dem I wäre aber sicherlich ein kooperativer Modus gewesen.
Während der Touchscreen im Einzelspieler-Abenteuer lediglich für den Item-Vorrat gebraucht und ansonsten äußerst stiefmütterlich behandelt wird, verhält es sich in den zahlreichen Minispielen anders. Die Minigames lassen bis zu vier Spieler gleichzeitig antreten, als Training könnt Ihr Euch aber auch alleine versuchen. Dann stehen allerdings natürlich nicht alle Spiele zur Verfügung.
Die Auswahl der Minigames ist teilweise bereits aus „Super Mario 64 DS“ bekannt, macht aber dadurch nicht weniger Spaß. Insgesamt bieten sich eine Fülle an tollen Ideen, die stundenlangen Spaß garantieren und so über den nicht vorhandenen Koop-Modus hinwegtrösten.
2D trifft 3D, Alt trifft Neu
Obwohl es sich bei „New Super Mario Bros.“ um einen waschechten 2D-Jumper handelt, ist auch die dritte Dimension nicht weit entfernt. So sind die Charaktermodelle dreidimensional gestaltet und machen aus Mario und seinen Kontrahenten plastische Wese, die sich von der Umwelt leicht abgeben. Durch die 3D-Implementierung sind feinere Animationen und mehrere kleine Spielereien, auch was die Interaktion mit der Umwelt angeht, möglich.
Beim Sound vermischt Nintendo Altes mit Neuem. Die Oberwelt wird von neuen, aber ebenfalls eingängigen Themen begleitet. Im Untergrund dagegen hören wir die bereits aus „Super Mario Bros.“ bekannte Melodie. Auch an musikalischer Abwechslung mangelt es nicht, im Geisterhaus hört Ihr schaurig schöne Klänge, während die Musik im Schloss gar bedrohlich wirkt. Die Soundeffekte wurden dagegen Serientreu übernommen. Der Reiz bei „New Super Mario Bros.“ liegt nicht in den besonderen Fähigkeiten der DS-Hardware. Nicht umsonst macht das Einzelspieler-Spiel keinen wirklichen Gebrauch davon. Stattdessen geht es vielmehr darum, eine Welt voller Geheimnisse, Überraschungen und Gameplay-Finessen zu entdecken und Mario sicher durch die Welten zu geleiten. Die Spielzeit des Titels zu beziffern, ist unmöglich, hängt doch vieles von den Gewohnheiten des Spielers ab. Im Paket bieten Einzel- und Mehrspieler aber für viele Stunden Spaß.
Heiko Ellinger meint...
New Super Mario Bros. ist von Anfang bis Ende ein Erlebnis. Die Spielwelten sind prall gefüllt mit Überraschungen und Altbekanntem. Das Leveldesign sowie die Präsentation sind fantastisch, die Spielbarkeit ist wie immer ungeschlagen. Für einen Handheld findet man mit diesem Titel den besten Vertreter aus dem Mario-Universum. Leider fehlt ein Koop-Modus, die Minispiele und der Vs.-Mode entschädigen aber vorzüglich.
New Super Mario Bros. ist von Anfang bis Ende ein Erlebnis. Die Spielwelten sind prall gefüllt mit Überraschungen und Altbekanntem. Das Leveldesign sowie die Präsentation sind fantastisch, die Spielbarkeit ist wie immer ungeschlagen. Für einen Handheld findet man mit diesem Titel den besten Vertreter aus dem Mario-Universum. Leider fehlt ein Koop-Modus, die Minispiele und der Vs.-Mode entschädigen aber vorzüglich.

GRAFIK
Hübsch, plastisch - die gekonnte Aufarbeitung des klassischen Stils und Anpassung an moderne Zeiten.
Hübsch, plastisch - die gekonnte Aufarbeitung des klassischen Stils und Anpassung an moderne Zeiten.

SOUND
Typische Mario-Musik und Soundeffekte - teilweise mit Retro-Bonus.
Typische Mario-Musik und Soundeffekte - teilweise mit Retro-Bonus.

BEDIENUNG
Problemlose Steuerung mit dem Steuerkreuz, Touchscreen größtenteils Beiwerk.
Problemlose Steuerung mit dem Steuerkreuz, Touchscreen größtenteils Beiwerk.

UMFANG
Eine bunte Welt mit vielen Geheimnissen, dazu ein kurzweiliger Mehrspieler-Part.
Eine bunte Welt mit vielen Geheimnissen, dazu ein kurzweiliger Mehrspieler-Part.
SPIELSPASS
Ein würdiger "Neuanfang" mit vielem Bewährtem.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ein würdiger "Neuanfang" mit vielem Bewährtem.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel