Flipper Critters
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 20.04.2007
Von Tigern, Affen und Sprachstörungen
Flipperspiele sind auf dem Nintendo DS Mangelware. Dagegen möchten nun die Zen Studios mit ihrem Werk Flipper Critters angehen. Dabei bringen sie nicht einfach das altbekannte Spielprinzip auf die beiden Bildschirme, sondern kombinieren dieses auch noch mit Adventure-Elementen. Ob diese Mischung funktioniert?
Im Intro offenbart sich eine große Portion Humor. Ein Vogel bittet einen Artgenossen darum, ihm eine Geschichte zu erzählen, aber bitte „nicht über diesen Klempner der immer herumhüpft“. Leider stellt sich der angesprochene Vogel aber als eine nicht allzu große Spaßkanone heraus, so dass seine Geschichte, die die Rahmenhandlung des Spiels bildet, sehr unspektakulär ist. Die Freunde Tiger und Monkey, Nomen est Omen, müssen für den kranken Bull Erkältungsmedizin auftreiben. Die Geschichte ist von Anfang an belanglos und entwickelt sich im Spielverlauf auch nicht wirklich weiter. Das ist sehr schade, denn so wirken die Adventure-Elemente dieses Flipperspiels mehr aufgesetzt als durchdacht.
Um die Medizin aufzutreiben müssen die beiden Freunde durch die Fantasiewelt reisen, die sich in Form von Flippertischen präsentiert. Dabei gilt es auf jeden Tisch einige Ziele zu absolvieren, die meistens darauf hinauslaufen, mit der Kugel einen neuen Weg freizulegen. Die Missionsziele werden zu Beginn immer deutlich gezeigt, so dass dabei keine Unklarheiten auftreten sollten. Das Zeigen ist auch bitter nötig, denn die begleitenden und scheinbar erklärenden Dialoge der Charaktere sind eine Katastrophe. Vielleicht sind Tiger und Monkey erst drei Jahre alt und sprechen deswegen kein richtiges Deutsch oder die Übersetzer des Spiels kennen Deutschland selbst nur aus dem Atlas. Fest steht auf jeden Fall, dass die deutsche Übersetzung reihenweise grammatikalische Fehler aufweist, so dass die Bedeutung einiger Sätze im Dunklen bleibt.
Monkey (Pin-)Ball
Zum Glück ist das Spiel aber kein Textadventure, so dass sich die Dialoge in Grenzen halten und es schnell zur Flipperaction geht. Dafür rollt sich Monkey bereitwillig zusammen, damit Tiger ihn als Flipperkugel missbrauchen kann. Die Gestaltung der Tische weiß dabei durchaus zu gefallen. Marktplätze, Gassen, Brücken und Feldwege mimen die Bestandteile, wobei Jumper, Bumper und alles was ein richtiges Flipperspiel nun mal umfasst in großer Zahl vorhanden sind. Am unteren Bildschirmrand lassen sich natürlich die Paddles finden, mit denen die Kugel im Spielfeld gehalten wird.
Mit den L- und R-Tasten lassen sich jeweils das linke oder das rechte Paddle bewegen. Der Umgang mit diesen Hilfsmitteln ist schnell zu erlernen. Die Kugel kann von einem Paddle zum anderen gespielt, am Rand festgehalten und natürlich in das Spielfeld geschossen werden. Die Ziele lassen sich mit etwas Übung leicht treffen, so dass kein Spieler vor unlösbare Aufgaben gestellt werden sollte. Die Ballphysik ist dabei aber leider nicht ganz realistisch, da sich die Kugel etwas zu schwerfällig verhält.
Die Möglichkeiten des Nintendo DS werden von Flipper Critters gut genutzt. Die Tische erstrecken sich stets über beide Bildschirme, wobei die Übersichtlichkeit nie verloren geht. Auf den unteren Bildschirm muss gelegentlich mit dem Stylus eingegriffen werden, um bestimmte Aktionen auszuführen. Schilder können so gedreht, Schalter gedrückt und Wege geöffnet werden, damit alles weitere mit der Kugel erledigt werden kann. Das bringt Schwung und mehr Spaß in das Spiel.
Bunte Flippertisch-Welt
Das Auftreiben von Erkältungsmedizin klingt nicht nach einer allzu schweren Aufgabe und das ist sie auch in diesem Spiel nicht. Das ganze dauert zwar schon länger als ein Gang zur nächsten Apotheke, doch nach zwei bis drei Stunden wurden alle Tische gesehen, alle Missionen erfüllt und die Geschichte beendet. Eigentlich leben Flipperspiele aber eh von der Highscore-Jagd. Leider haben es die Entwickler von Flipper Critters aber ärgerlicher Weise versäumt, Highscore-Listen zu integrieren. Damit besteht nach dem Erledigen des Hauptspiels wenig Anreiz, sich weiterhin mit dem Spiel zu befassen.
Einen kleinen Anreiz stellen aber drei Minispiele dar, auch wenn diese nicht besonders spektakulär ausgefallen sind. Als Tigerfliege könnt Ihr Euch in einen Flugkampf stürzen, bei dem Lebensmittel als Geschosse dienen. Das ganze wirkt wie eine schwache Kopie des Klassikers R-Type. Außerdem könnt Ihr Platz in einem U-Boot nehmen oder Rennen fahren. Insgesamt bieten diese Minispiele aber nur wenig Spaß. Vorausgesetzt Ihr kennt einen weiteren Besitzer dieses Spiels könnt Ihr die Minispiele aber auch im Mehrspieler-Modus spielen, womit sie wenigstens etwas interessanter werden.
Die 3D-Grafik des Spiels ist knallbunt und auch die Gestaltung der niedlichen Charaktere zeigt, dass sich dieses Spiel an eine jüngere Zielgruppe richtet. Insgesamt wirken die Texturen zwar etwas grob, doch nette Details sorgen für ein angenehmes Gesamtbild. Nicht nur die Grafik ist absolut durchschnittlich, sondern auch der Sound. Die musikalische Untermalung hält sich dezent im Hintergrund und die Soundeffekte sind auch etwas schüchterner, als man es von anderen Flipperspielen gewöhnt ist.
Flipperspiele sind auf dem Nintendo DS Mangelware. Dagegen möchten nun die Zen Studios mit ihrem Werk Flipper Critters angehen. Dabei bringen sie nicht einfach das altbekannte Spielprinzip auf die beiden Bildschirme, sondern kombinieren dieses auch noch mit Adventure-Elementen. Ob diese Mischung funktioniert?
Im Intro offenbart sich eine große Portion Humor. Ein Vogel bittet einen Artgenossen darum, ihm eine Geschichte zu erzählen, aber bitte „nicht über diesen Klempner der immer herumhüpft“. Leider stellt sich der angesprochene Vogel aber als eine nicht allzu große Spaßkanone heraus, so dass seine Geschichte, die die Rahmenhandlung des Spiels bildet, sehr unspektakulär ist. Die Freunde Tiger und Monkey, Nomen est Omen, müssen für den kranken Bull Erkältungsmedizin auftreiben. Die Geschichte ist von Anfang an belanglos und entwickelt sich im Spielverlauf auch nicht wirklich weiter. Das ist sehr schade, denn so wirken die Adventure-Elemente dieses Flipperspiels mehr aufgesetzt als durchdacht.
Um die Medizin aufzutreiben müssen die beiden Freunde durch die Fantasiewelt reisen, die sich in Form von Flippertischen präsentiert. Dabei gilt es auf jeden Tisch einige Ziele zu absolvieren, die meistens darauf hinauslaufen, mit der Kugel einen neuen Weg freizulegen. Die Missionsziele werden zu Beginn immer deutlich gezeigt, so dass dabei keine Unklarheiten auftreten sollten. Das Zeigen ist auch bitter nötig, denn die begleitenden und scheinbar erklärenden Dialoge der Charaktere sind eine Katastrophe. Vielleicht sind Tiger und Monkey erst drei Jahre alt und sprechen deswegen kein richtiges Deutsch oder die Übersetzer des Spiels kennen Deutschland selbst nur aus dem Atlas. Fest steht auf jeden Fall, dass die deutsche Übersetzung reihenweise grammatikalische Fehler aufweist, so dass die Bedeutung einiger Sätze im Dunklen bleibt.
Monkey (Pin-)Ball
Zum Glück ist das Spiel aber kein Textadventure, so dass sich die Dialoge in Grenzen halten und es schnell zur Flipperaction geht. Dafür rollt sich Monkey bereitwillig zusammen, damit Tiger ihn als Flipperkugel missbrauchen kann. Die Gestaltung der Tische weiß dabei durchaus zu gefallen. Marktplätze, Gassen, Brücken und Feldwege mimen die Bestandteile, wobei Jumper, Bumper und alles was ein richtiges Flipperspiel nun mal umfasst in großer Zahl vorhanden sind. Am unteren Bildschirmrand lassen sich natürlich die Paddles finden, mit denen die Kugel im Spielfeld gehalten wird.
Mit den L- und R-Tasten lassen sich jeweils das linke oder das rechte Paddle bewegen. Der Umgang mit diesen Hilfsmitteln ist schnell zu erlernen. Die Kugel kann von einem Paddle zum anderen gespielt, am Rand festgehalten und natürlich in das Spielfeld geschossen werden. Die Ziele lassen sich mit etwas Übung leicht treffen, so dass kein Spieler vor unlösbare Aufgaben gestellt werden sollte. Die Ballphysik ist dabei aber leider nicht ganz realistisch, da sich die Kugel etwas zu schwerfällig verhält.
Die Möglichkeiten des Nintendo DS werden von Flipper Critters gut genutzt. Die Tische erstrecken sich stets über beide Bildschirme, wobei die Übersichtlichkeit nie verloren geht. Auf den unteren Bildschirm muss gelegentlich mit dem Stylus eingegriffen werden, um bestimmte Aktionen auszuführen. Schilder können so gedreht, Schalter gedrückt und Wege geöffnet werden, damit alles weitere mit der Kugel erledigt werden kann. Das bringt Schwung und mehr Spaß in das Spiel.
Bunte Flippertisch-Welt
Das Auftreiben von Erkältungsmedizin klingt nicht nach einer allzu schweren Aufgabe und das ist sie auch in diesem Spiel nicht. Das ganze dauert zwar schon länger als ein Gang zur nächsten Apotheke, doch nach zwei bis drei Stunden wurden alle Tische gesehen, alle Missionen erfüllt und die Geschichte beendet. Eigentlich leben Flipperspiele aber eh von der Highscore-Jagd. Leider haben es die Entwickler von Flipper Critters aber ärgerlicher Weise versäumt, Highscore-Listen zu integrieren. Damit besteht nach dem Erledigen des Hauptspiels wenig Anreiz, sich weiterhin mit dem Spiel zu befassen.
Einen kleinen Anreiz stellen aber drei Minispiele dar, auch wenn diese nicht besonders spektakulär ausgefallen sind. Als Tigerfliege könnt Ihr Euch in einen Flugkampf stürzen, bei dem Lebensmittel als Geschosse dienen. Das ganze wirkt wie eine schwache Kopie des Klassikers R-Type. Außerdem könnt Ihr Platz in einem U-Boot nehmen oder Rennen fahren. Insgesamt bieten diese Minispiele aber nur wenig Spaß. Vorausgesetzt Ihr kennt einen weiteren Besitzer dieses Spiels könnt Ihr die Minispiele aber auch im Mehrspieler-Modus spielen, womit sie wenigstens etwas interessanter werden.
Die 3D-Grafik des Spiels ist knallbunt und auch die Gestaltung der niedlichen Charaktere zeigt, dass sich dieses Spiel an eine jüngere Zielgruppe richtet. Insgesamt wirken die Texturen zwar etwas grob, doch nette Details sorgen für ein angenehmes Gesamtbild. Nicht nur die Grafik ist absolut durchschnittlich, sondern auch der Sound. Die musikalische Untermalung hält sich dezent im Hintergrund und die Soundeffekte sind auch etwas schüchterner, als man es von anderen Flipperspielen gewöhnt ist.
Sascha Geldermann meint...
Die Mischung aus Adventure und Flipperspiel kann bei Flipper Critters wenig überzeugen. Die Rahmenhandlung wirkt aufgesetzt, ist wenig spannend und leidet auch noch unter einer fürchterlichen Übersetzung. Die eigentliche Flipperaction zeigt durch eine außergewöhnliche Gestaltung und interessantem Touchscreen-Einsatz zwar nette Ansätze kann aber nur kurzzeitig beschäftigen. Das liegt nicht nur daran, dass dem Spielprinzip schnell die Luft ausgeht, sondern wird auch durch den geringen Umfang und vor allem durch die fehlenden Highscore-Listen verschuldet.
Die Mischung aus Adventure und Flipperspiel kann bei Flipper Critters wenig überzeugen. Die Rahmenhandlung wirkt aufgesetzt, ist wenig spannend und leidet auch noch unter einer fürchterlichen Übersetzung. Die eigentliche Flipperaction zeigt durch eine außergewöhnliche Gestaltung und interessantem Touchscreen-Einsatz zwar nette Ansätze kann aber nur kurzzeitig beschäftigen. Das liegt nicht nur daran, dass dem Spielprinzip schnell die Luft ausgeht, sondern wird auch durch den geringen Umfang und vor allem durch die fehlenden Highscore-Listen verschuldet.

GRAFIK
Die knallbunte 3D-Grafik macht trotz grober Texturen etwas her.
Die knallbunte 3D-Grafik macht trotz grober Texturen etwas her.

SOUND
Die Musik ist solide, während sich die Effekte unscheinbar im Hintergrund halten.
Die Musik ist solide, während sich die Effekte unscheinbar im Hintergrund halten.

BEDIENUNG
Der Touchscreen-Einsatz ist so gelungen wie interessant.
Der Touchscreen-Einsatz ist so gelungen wie interessant.

UMFANG
Die Minispiele sind unterhaltsam, es gibt aber nur wenige Tische und das Fehlen der Highscore-Liste ist kaum zu verzeihen.
Die Minispiele sind unterhaltsam, es gibt aber nur wenige Tische und das Fehlen der Highscore-Liste ist kaum zu verzeihen.
SPIELSPASS
Die schlechte Ballphysik trübt das bunte Flipperabenteuer.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Die schlechte Ballphysik trübt das bunte Flipperabenteuer.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel