Teenage Mutant Ninja Turtles
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 01.04.2007
Die getrennten Wege der Turtles
Skurrile Superhelden hat die Welt schon viele gesehen. Die Krönung stellen aber sicherlich die vier berühmten Mutanten-Schildkröten im Jugendalter dar, die über Ninja-Fähigkeiten verfügen. In den letzten Jahren sind die vier Kämpfer allerdings in die Kanalisation untergetauscht und beehrten Fans nicht mehr allzu oft mir ihren Auftritten. Nach einer neuen TV-Serie bringt aber nun auch ein frischer Kinofilm die Wende und die vier Brüder feiern ihr Comeback in alter Frische.
Die Wii-Umsetzung des Films orientiert sich stark an dessen Geschichte und kann sogar einige Szenen aus dem Streifen vorweisen. Allerdings wird die Story nicht direkt an den Spieler vermittelt, sondern von den vier Turtles selbst erzählt. Diese sitzen nämlich in gemütlicher Runde zusammen und erinnern sich an die damaligen Geschehnisse, die die einzelnen Kapitel des Spiels darstellen. Diese Erzählweise hat den Vorteil, dass die Kämpfer ihr damaliges Abenteuer mit lustigen Kommentaren unterlegen können, was eine passende Atmosphäre erzeugt. Die Entwickler haben sich also sichtlich viel Mühe bei der Präsentation gegeben, was ihnen vor allem die Fans danken werden.
Die Geschichte selbst erzählt von einer Zeit, in der Leonardo, Raphael, Donatello und Michelangelo getrennte Wege gingen und alle Ihr eigenes Leben führten. Die ersten Kapitel des Spiels zeigen daher die Lebensumstände jeder einzelnen Ninja-Schildkröte. Dabei werden Leonardos Abenteuer in Südamerika, Raphaels Kampf gegen das Böse in den Straßen von New York, Donatellos unglaubliche Entdeckung in der Kanalisation und Michelangelos Wege über die Dächer der Stadt gezeigt. Im Laufe des Spiels werden die vier Brüder durch bedrohliche Ereignisse allerdings wieder vereint, womit in den Kapiteln auch Teamwork gefordert wird.
Akrobatische Schildkröten
Den größten Teil des Spiels nehmen Sprungpassagen ein. Die Turtles verbringen ununterbrochen akrobatische Meisterleistungen, um sich durch die Level zu bewegen. Doppelsprünge, Klettern und das Entlanglaufen an Mauern stellen die Grundvorrausetzungen dar, um überhaupt von der Stelle zu kommen. Für diese spektakuläre Fortbewegung werden neben dem Analog-Stick allerdings nur wenige Knöpfe benötigt. Das erlaubt eine intuitive Steuerung, die einfach und zuverlässig von der Hand geht. Überraschend problemlos kann man so die Hindernisse überwinden und dabei auch noch ein hohes Tempo an den Tag legen. Auch wenn die Gestaltung der Sprungpassagen selten wirklich einfallsreich ist, machen diese doch sehr viel Spaß.
Im Laufe des Abenteuers werdet Ihr die Möglichkeit bekommen jeden der vier Mutanten und dazu noch den mysteriösen Nightwatcher zu übernehmen. Für Abwechslung sorgen dabei individuelle Akrobatik-Fähigkeiten. Während Michelangelo weite Abgründe überwindet, indem er seine Nunchucks als Helikopter missbraucht, setzten Donatello dabei auf Stabhochsprung mit seinem Kampfstock. Den interessantesten Move hat aber mit Sicherheit Leonardo auf den Kasten. Nachdem dieser ein magisches Amulett ergattern kann, eröffnet sich ihm die Fähigkeit, sich einfach durch Hindernisse zu teleportieren.
Leichte Angelegenheit
Wenn die Panzer-Träger nicht gerade mit Akrobatik beschäftigt sind, setzen sie sich mit den zahlreichen Gegnern des Spiels auseinander. Wenn Ihr auf einem größeren Platz landet, deutet der Schriftzug „Kampf“ an, dass es gleich rund gehen wird. Und nur wenige Augenblicke später stürmen dann auch tatsächlich Ganoven, Ninjas oder auch schon mal Hightech-Junkies auf Euch zu. In den Kämpfen macht das Spiel, im Gegensatz zu den Sprungpassagen, auch intensiven Gebrauch von den Fähigkeiten von Wii-Remote und Nunchuck. Um Schläge oder Tritte zu verteilen müsst ihr diese nämlich schwingen. Leider gibt es nur sehr wenige Angriffe. Diese werden gelegentlich durch die Möglichkeit eine Zeitlupe zu aktivieren oder in späteren Level durch Familienangriffe zweier Turtles aufgelockert. Leider kann auch das nicht verhindern, dass den Kämpfen sehr schnell die Luft ausgeht und sie nicht mehr für Spaß, sondern nur noch für Langeweile sorgen.
Während normale Gegner scharenweise auf die grünen Kämpfer einstürmen, bestehen besonders dicke Brocken auf eine Sonderbehandlung. Zwar ist für das Besiegen der Bossgegner auch nicht viel mehr nötig, als einfach auf zu einzuschlagen, dafür trumpfen diese aber mit wechselnden Angriffsequenzen auf, die geschicktes Ausweichen erfordern. Leider wird auch bei den Bossgegnern ein Problem deutlich, unter dem das gesamte Spiel leidet. Der Schwierigkeitsgrad ist einfach viel zu einfach ausgefallen. Weder die Sprungpassagen noch die Kämpfe stellen wirklich eine Herausforderung dar, was den Spielspaß trübt. Selbst wenn ein Charakter mal in einen Abgrund stürzen oder besiegt werden sollte, sorgen die sehr großzügig verteilten Checkpoints dafür, dass sie fast an der gleichen Stelle wieder in das Spiel einsteigen können.
Privileg für Wii-Besitzer
Ähnlich wie auf dem Game Boy Advance und dem Nintendo DS ist die Geschichte des Turtles-Abenteuers sehr schnell erzählt. Nach ungefähr fünf Stunden ist der Spaß schon vorbei, was aber zum Glück noch nicht bedeutet, dass das Spiel nichts mehr zu bieten hätte. Absolvierte Level können jeder Zeit erneut besucht werden, um die Statistik zu verbessern oder auch spezielle Münzen zu sammeln. Diese lassen sich wiederum in jede Menge Extras investieren, wie Grafiken und Videos aus dem Turtles-Universum.
Außerdem hat Ubisoft der Wii-Version des Spiels neun exklusive Minispiele spendiert, die durchaus zu gefallen wissen. Dabei wird nicht nur eine Trutles-Version des Kultspiels Moorhuhn geboten, sondern auch einige frische Ideen. So wird ein Charakter durch ein 2D-Level manövriert, indem die Wii-Remote und die Nunchuck-Erweiterng abwechselnd nach oben und unten geschwungen werden. Leider lassen sich aber weder die Minispiele, noch das Hauptspiel in einem Mehrspieler-Modi absolvieren.
In grafischer Hinsicht könnte das Spiel auch auf einem GameCube laufen und selbst dann wäre es nicht besonders hübsch. Zumindest läuft das Spiel aber selbst bei hohen Gegneraufkommen und schnellen Akrobatikeinlagen absolut flüssig. Viel mehr Lob hat aber der Sound des Spiels verdient. Nicht nur die musikalische Untermalung ist sehr gut gelungen, sondern auch die deutsche Synchronisation. Das Geschehen wird auf eine zumeist lustige Art und Weise kommentiert, auch wenn Ausrufe wie „Mega cool“ nicht unbedingt nötig gewesen wären. Schade ist auch, dass der Kultausruf der Turtles im ganzen Spiel nicht zu vernehmen ist: „Cowabunga“!
Skurrile Superhelden hat die Welt schon viele gesehen. Die Krönung stellen aber sicherlich die vier berühmten Mutanten-Schildkröten im Jugendalter dar, die über Ninja-Fähigkeiten verfügen. In den letzten Jahren sind die vier Kämpfer allerdings in die Kanalisation untergetauscht und beehrten Fans nicht mehr allzu oft mir ihren Auftritten. Nach einer neuen TV-Serie bringt aber nun auch ein frischer Kinofilm die Wende und die vier Brüder feiern ihr Comeback in alter Frische.
Die Wii-Umsetzung des Films orientiert sich stark an dessen Geschichte und kann sogar einige Szenen aus dem Streifen vorweisen. Allerdings wird die Story nicht direkt an den Spieler vermittelt, sondern von den vier Turtles selbst erzählt. Diese sitzen nämlich in gemütlicher Runde zusammen und erinnern sich an die damaligen Geschehnisse, die die einzelnen Kapitel des Spiels darstellen. Diese Erzählweise hat den Vorteil, dass die Kämpfer ihr damaliges Abenteuer mit lustigen Kommentaren unterlegen können, was eine passende Atmosphäre erzeugt. Die Entwickler haben sich also sichtlich viel Mühe bei der Präsentation gegeben, was ihnen vor allem die Fans danken werden.
Die Geschichte selbst erzählt von einer Zeit, in der Leonardo, Raphael, Donatello und Michelangelo getrennte Wege gingen und alle Ihr eigenes Leben führten. Die ersten Kapitel des Spiels zeigen daher die Lebensumstände jeder einzelnen Ninja-Schildkröte. Dabei werden Leonardos Abenteuer in Südamerika, Raphaels Kampf gegen das Böse in den Straßen von New York, Donatellos unglaubliche Entdeckung in der Kanalisation und Michelangelos Wege über die Dächer der Stadt gezeigt. Im Laufe des Spiels werden die vier Brüder durch bedrohliche Ereignisse allerdings wieder vereint, womit in den Kapiteln auch Teamwork gefordert wird.
Akrobatische Schildkröten
Den größten Teil des Spiels nehmen Sprungpassagen ein. Die Turtles verbringen ununterbrochen akrobatische Meisterleistungen, um sich durch die Level zu bewegen. Doppelsprünge, Klettern und das Entlanglaufen an Mauern stellen die Grundvorrausetzungen dar, um überhaupt von der Stelle zu kommen. Für diese spektakuläre Fortbewegung werden neben dem Analog-Stick allerdings nur wenige Knöpfe benötigt. Das erlaubt eine intuitive Steuerung, die einfach und zuverlässig von der Hand geht. Überraschend problemlos kann man so die Hindernisse überwinden und dabei auch noch ein hohes Tempo an den Tag legen. Auch wenn die Gestaltung der Sprungpassagen selten wirklich einfallsreich ist, machen diese doch sehr viel Spaß.
Im Laufe des Abenteuers werdet Ihr die Möglichkeit bekommen jeden der vier Mutanten und dazu noch den mysteriösen Nightwatcher zu übernehmen. Für Abwechslung sorgen dabei individuelle Akrobatik-Fähigkeiten. Während Michelangelo weite Abgründe überwindet, indem er seine Nunchucks als Helikopter missbraucht, setzten Donatello dabei auf Stabhochsprung mit seinem Kampfstock. Den interessantesten Move hat aber mit Sicherheit Leonardo auf den Kasten. Nachdem dieser ein magisches Amulett ergattern kann, eröffnet sich ihm die Fähigkeit, sich einfach durch Hindernisse zu teleportieren.
Leichte Angelegenheit
Wenn die Panzer-Träger nicht gerade mit Akrobatik beschäftigt sind, setzen sie sich mit den zahlreichen Gegnern des Spiels auseinander. Wenn Ihr auf einem größeren Platz landet, deutet der Schriftzug „Kampf“ an, dass es gleich rund gehen wird. Und nur wenige Augenblicke später stürmen dann auch tatsächlich Ganoven, Ninjas oder auch schon mal Hightech-Junkies auf Euch zu. In den Kämpfen macht das Spiel, im Gegensatz zu den Sprungpassagen, auch intensiven Gebrauch von den Fähigkeiten von Wii-Remote und Nunchuck. Um Schläge oder Tritte zu verteilen müsst ihr diese nämlich schwingen. Leider gibt es nur sehr wenige Angriffe. Diese werden gelegentlich durch die Möglichkeit eine Zeitlupe zu aktivieren oder in späteren Level durch Familienangriffe zweier Turtles aufgelockert. Leider kann auch das nicht verhindern, dass den Kämpfen sehr schnell die Luft ausgeht und sie nicht mehr für Spaß, sondern nur noch für Langeweile sorgen.
Während normale Gegner scharenweise auf die grünen Kämpfer einstürmen, bestehen besonders dicke Brocken auf eine Sonderbehandlung. Zwar ist für das Besiegen der Bossgegner auch nicht viel mehr nötig, als einfach auf zu einzuschlagen, dafür trumpfen diese aber mit wechselnden Angriffsequenzen auf, die geschicktes Ausweichen erfordern. Leider wird auch bei den Bossgegnern ein Problem deutlich, unter dem das gesamte Spiel leidet. Der Schwierigkeitsgrad ist einfach viel zu einfach ausgefallen. Weder die Sprungpassagen noch die Kämpfe stellen wirklich eine Herausforderung dar, was den Spielspaß trübt. Selbst wenn ein Charakter mal in einen Abgrund stürzen oder besiegt werden sollte, sorgen die sehr großzügig verteilten Checkpoints dafür, dass sie fast an der gleichen Stelle wieder in das Spiel einsteigen können.
Privileg für Wii-Besitzer
Ähnlich wie auf dem Game Boy Advance und dem Nintendo DS ist die Geschichte des Turtles-Abenteuers sehr schnell erzählt. Nach ungefähr fünf Stunden ist der Spaß schon vorbei, was aber zum Glück noch nicht bedeutet, dass das Spiel nichts mehr zu bieten hätte. Absolvierte Level können jeder Zeit erneut besucht werden, um die Statistik zu verbessern oder auch spezielle Münzen zu sammeln. Diese lassen sich wiederum in jede Menge Extras investieren, wie Grafiken und Videos aus dem Turtles-Universum.
Außerdem hat Ubisoft der Wii-Version des Spiels neun exklusive Minispiele spendiert, die durchaus zu gefallen wissen. Dabei wird nicht nur eine Trutles-Version des Kultspiels Moorhuhn geboten, sondern auch einige frische Ideen. So wird ein Charakter durch ein 2D-Level manövriert, indem die Wii-Remote und die Nunchuck-Erweiterng abwechselnd nach oben und unten geschwungen werden. Leider lassen sich aber weder die Minispiele, noch das Hauptspiel in einem Mehrspieler-Modi absolvieren.
In grafischer Hinsicht könnte das Spiel auch auf einem GameCube laufen und selbst dann wäre es nicht besonders hübsch. Zumindest läuft das Spiel aber selbst bei hohen Gegneraufkommen und schnellen Akrobatikeinlagen absolut flüssig. Viel mehr Lob hat aber der Sound des Spiels verdient. Nicht nur die musikalische Untermalung ist sehr gut gelungen, sondern auch die deutsche Synchronisation. Das Geschehen wird auf eine zumeist lustige Art und Weise kommentiert, auch wenn Ausrufe wie „Mega cool“ nicht unbedingt nötig gewesen wären. Schade ist auch, dass der Kultausruf der Turtles im ganzen Spiel nicht zu vernehmen ist: „Cowabunga“!
Sascha Geldermann meint...
Mit Teenage Mutant Ninja Turtles liefert Ubisoft ein ordentliches Lizenzspiel mit einer tollen Präsentation, vielen Extras und neun Wii-exklusiven Minispielen ab. Während die Sprungpassagen zu gefallen wissen, sorgen die gelegentlichen Kämpfe allerdings leider schnell für Langeweile. Außerdem sollten Fans über den geringen Umfang und den sehr leichten Schwierigkeitsgrad hinwegsehen können, um mit dieser gelungenen Filmumsetzung wirklich glücklich zu werden.
Mit Teenage Mutant Ninja Turtles liefert Ubisoft ein ordentliches Lizenzspiel mit einer tollen Präsentation, vielen Extras und neun Wii-exklusiven Minispielen ab. Während die Sprungpassagen zu gefallen wissen, sorgen die gelegentlichen Kämpfe allerdings leider schnell für Langeweile. Außerdem sollten Fans über den geringen Umfang und den sehr leichten Schwierigkeitsgrad hinwegsehen können, um mit dieser gelungenen Filmumsetzung wirklich glücklich zu werden.

GRAFIK
Die Grafik ist etwas veraltet, läuft aber wenigstens flüssig.
Die Grafik ist etwas veraltet, läuft aber wenigstens flüssig.

SOUND
Vor allem die gelungene Synchronisation überzeugt.
Vor allem die gelungene Synchronisation überzeugt.

BEDIENUNG
Die Steuerung funktioniert sehr gut.
Die Steuerung funktioniert sehr gut.

UMFANG
Das Abenteuer ist kurz, viele Extras und neun exklusive Minispiele gleichen das aber wieder ein wenig aus.
Das Abenteuer ist kurz, viele Extras und neun exklusive Minispiele gleichen das aber wieder ein wenig aus.
SPIELSPASS
Unterhaltsame Akrobatik gepaart mit lahmen Kämpfen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Unterhaltsame Akrobatik gepaart mit lahmen Kämpfen.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel