Spectrobes
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 25.03.2007
Rette die Galaxis
Schaut man sich derzeit die Releaselisten von verschiedenen Plattformen an, fallen einem häufig Fortsetzungen, routinierte Updates oder Lizenztitel ins Auge. Selten, so scheint es, trauen sich Entwickler und Publisher, neuen und daher auch frischen Charakteren eine Chance zu geben. Mit Spectrobes zeigen die Disney Interactive Studios und der japanische Entwickler Jupiter Corporation (Kingdom Hearts: Chain of Memories, Mario’s Picross) entgegen aller Tendenzen Mut zu Neuem.
In Spectrobes begleitet Ihr Rallen und Jeena, zwei Nachwuchsoffiziere der Planeten-Patrouille, auf ihrem unfreiwilligen Abenteuer. Bei einer einfachen Bergungsmission finden sie einen alten Mann, der zu ihrer Überraschung noch lebt. Neben dem abgestürzten Raumschiff findet Rallen ein Armband. Recht schnell findet das Duo heraus, dass sich mit diesem Armband machtvolle Wesen kontrollieren lassen, die Spectrobes, prähistorische Wesen, die fortan aus Fossilien gewonnen und eingesetzt werden können. Mit Hilfe der Spectrobes sind Rallen und Jeena in der Lage, den gnadenlosen Krawl Einhalt zu gebieten und der Galaxis den Frieden zurück zu geben.
Das für Nintendo DS exklusiv entwickelte Action-Rollenspiel überlässt es nun Euch, welche der zahlreichen Spectrobes Ihr im Kampf gegen die Krawl einsetzen wollt. Das Spielprinzip ähnelt dabei den Pokémon, das futuristische Setting dagegen hebt den Titel doch deutlich von Nintendos Vorzeige-Serie ab.
Machtvolle Fossilien
Bevor Ihr einen Spectrobe im Kampf einsetzen könnt, müsst Ihr zunächst nach Fossilien suchen. Denn nur in diesen findet Ihr die zahlreichen nützlichen Helfer, die Euch im Abenteuer zur Seite stehen werden. Habt Ihr mit Hilfe eines bereits wiederbelebten Spectrobe ein Fossil geortet, müsst Ihr wie ein Archäologe vorsichtig Gesteinsschichten abtragen und dabei das Fossil möglichst unversehrt lassen. Neben Fossilien finden manche Spectrobes außerdem Mineralien und Kuben, die sich ebenso unter der Erde befinden.
Am Anfang steht jedoch die erfolgreiche Grabung, um ein Fossil zu erhalten. Dazu stehen Euch diverse Werkzeuge zur Verfügung, die komfortabel über den Touchscreen eingesetzt werden können. Einen gewissen Prozentsatz an Beschädigung während der Grabung dürft Ihr dabei nicht überschreiten. Ansonsten ist das Fossil verloren. Das Mikrofon nutzt Ihr, um Staub vom Fossil zu pusten.

Gehen wir aber mal von einem erfolgreichen Versuch aus. Im nächsten Schritt muss das Spectrobe wiederbelebt werden. Denn als Fossil können Euch die Wesen nur schwerlich helfen. Bei der Wiederbelebung spielt das Mikrofon des Nintendo DS eine entscheidende Rolle. Hier müsst Ihr für einige Sekunden eine entsprechende Tonlage halten, um das Spectrobe auf die Erde zurück zu holen. Im Gegensatz zur Ausgrabung des Fossils habt Ihr hier allerdings unendlich viele Versuche. So können auch die unmelodischsten Stimmen dem Fossil keinen Schaden zufügen.
Die weitere Motivation im Spiel kommt dann auch, man kennt es bereits von Pokémon, weniger von der Story, sondern vielmehr vom Sammeldrang des Spielers. Zahlreiche verschiedene Spectrobes mit neuen Talenten und Fähigkeiten wollen gefunden und trainiert werden, um so in späteren Kämpfen das bestmögliche Team aufbieten zu können. Die kleinen Helfer durchleben drei verschiedene Ausbaustufen und nehmen so eine Entwicklung bis hin zu einem mächtigen Wesen und wichtigem Verbündeten.
Kampf im Trio
Natürlich kann sich Rallen im Kampf nicht nur auf die Spectrobes verlassen. Daher muss auch unser Held entsprechend ausgestattet werden, um seinerseits den Krawl das Leben schwer zu machen. Verschiedene Schwerter und Blaster verbessern beispielsweise die Kampfkraft des Herren der Spectrobes.
Mineralien werden benötigt, um die Spectrobes zu stärken. Ein gerade erst wiederbelebtes Wesen kann beispielsweise nicht direkt im Kampf eingesetzt werden. Ein Aufenthalt im Inkubator mit Pflege des Spectrobe und natürlich hartem Training ist die Voraussetzung für einen späteren Kampfeinsatz.
Kommt es zum Kampf gegen die Krawl, steht Rallen wie bereits erwähnt nicht alleine da. Zwei seiner Spectrobes können ihn im Kampf unterstützen. Die Auseinandersetzungen finden dabei in Echtzeit steht und den Spectrobes können über die Schultertasten Befehle gegeben werden. Weitere Spectrobes stehen optional als Hilfe zur Verfügung. Die Kombination dieser bis zu vier Mitstreiter kann zwar nicht im Kampf eingreifen, stärkt allerdings die Attribute der Kämpfer. Das Kampfsystem motiviert leider bei Weitem nicht so wie es das Sammeln der Spectrobes schafft. Daher sind es gerade im späteren Spielverlauf die Kämpfe, die den Spielspaß doch deutlich einschränken.
Dank Eures Raumschiffs seid Ihr im Verlauf des Spiels im ganzen Nanairo-Sternsystem unterwegs. Verschiedene Planeten wollen im Abenteuer erkundet werden. Hier findet Ihr dann auch diverse Läden, bei denen Ihr überflüssige Gegenstände verkaufen oder neue Ausrüstung kaufen könnt.
Zusätzlich liegen dem Spiel vier Sammelkarten bei. Über diese Lochkarten könnt Ihr Euch weitere Spectrobes ins Boot holen. In Zukunft soll dieses System interessanterweise weiter verfolgt werden. Da auch Merchandising und eine TV-Serie zu den Spectrobes geplant sind, werden es auch weitere Karten in den freien Verkauf schaffen.
Tauschen und Kämpfen
Bis zu sechzehn Spieler können sich im lokalen Mehrspieler-Modus in Turnieren beharken. Gut trainierte Spectrobes sind dabei natürlich Pflicht. Zum Duell Mann gegen Mann kommt es dagegen, wenn sich nur zwei Spieler ins Spiel einklinken. Da Ihr in jedem Spielmodus auf Eure eigenen Spectrobes zurückgreifen müsst, ist der lokale Mehrspieler-Modus außerdem nur spielbar, wenn jeder Mitspieler ein eigenes Exemplar des Spiels besitzt.
Darüber hinaus könnt Ihr auch mit anderen Spielern tauschen. Spectrobes, Spezialteile oder Fossilien wechseln so munter den Besitzer und Ihr könnt Eure Sammlung dank fleißiger Freunde schneller vervollständigen.
Die Community-Funktionen beschränken sich allerdings nicht nur auf einen Offline-Part. Über die Nintendo Wi-Fi Connection könnt Ihr Spectrobes, Spezialteile oder Videoclips downloaden und Eure Kampfergebnisse auf einen zentralen Server hochladen. Für Downloads benötigt Ihr allerdings Punkte, die jeden Freitag aufgefrischt werden. So könnt Ihr auf immer neue Inhalte zugreifen.
Technisch ist das Spiel ordentlich umgesetzt, wenn der DS eigentlich auch mehr kann.
Schaut man sich derzeit die Releaselisten von verschiedenen Plattformen an, fallen einem häufig Fortsetzungen, routinierte Updates oder Lizenztitel ins Auge. Selten, so scheint es, trauen sich Entwickler und Publisher, neuen und daher auch frischen Charakteren eine Chance zu geben. Mit Spectrobes zeigen die Disney Interactive Studios und der japanische Entwickler Jupiter Corporation (Kingdom Hearts: Chain of Memories, Mario’s Picross) entgegen aller Tendenzen Mut zu Neuem.
In Spectrobes begleitet Ihr Rallen und Jeena, zwei Nachwuchsoffiziere der Planeten-Patrouille, auf ihrem unfreiwilligen Abenteuer. Bei einer einfachen Bergungsmission finden sie einen alten Mann, der zu ihrer Überraschung noch lebt. Neben dem abgestürzten Raumschiff findet Rallen ein Armband. Recht schnell findet das Duo heraus, dass sich mit diesem Armband machtvolle Wesen kontrollieren lassen, die Spectrobes, prähistorische Wesen, die fortan aus Fossilien gewonnen und eingesetzt werden können. Mit Hilfe der Spectrobes sind Rallen und Jeena in der Lage, den gnadenlosen Krawl Einhalt zu gebieten und der Galaxis den Frieden zurück zu geben. Das für Nintendo DS exklusiv entwickelte Action-Rollenspiel überlässt es nun Euch, welche der zahlreichen Spectrobes Ihr im Kampf gegen die Krawl einsetzen wollt. Das Spielprinzip ähnelt dabei den Pokémon, das futuristische Setting dagegen hebt den Titel doch deutlich von Nintendos Vorzeige-Serie ab.
Machtvolle Fossilien
Bevor Ihr einen Spectrobe im Kampf einsetzen könnt, müsst Ihr zunächst nach Fossilien suchen. Denn nur in diesen findet Ihr die zahlreichen nützlichen Helfer, die Euch im Abenteuer zur Seite stehen werden. Habt Ihr mit Hilfe eines bereits wiederbelebten Spectrobe ein Fossil geortet, müsst Ihr wie ein Archäologe vorsichtig Gesteinsschichten abtragen und dabei das Fossil möglichst unversehrt lassen. Neben Fossilien finden manche Spectrobes außerdem Mineralien und Kuben, die sich ebenso unter der Erde befinden.
Am Anfang steht jedoch die erfolgreiche Grabung, um ein Fossil zu erhalten. Dazu stehen Euch diverse Werkzeuge zur Verfügung, die komfortabel über den Touchscreen eingesetzt werden können. Einen gewissen Prozentsatz an Beschädigung während der Grabung dürft Ihr dabei nicht überschreiten. Ansonsten ist das Fossil verloren. Das Mikrofon nutzt Ihr, um Staub vom Fossil zu pusten.

Gehen wir aber mal von einem erfolgreichen Versuch aus. Im nächsten Schritt muss das Spectrobe wiederbelebt werden. Denn als Fossil können Euch die Wesen nur schwerlich helfen. Bei der Wiederbelebung spielt das Mikrofon des Nintendo DS eine entscheidende Rolle. Hier müsst Ihr für einige Sekunden eine entsprechende Tonlage halten, um das Spectrobe auf die Erde zurück zu holen. Im Gegensatz zur Ausgrabung des Fossils habt Ihr hier allerdings unendlich viele Versuche. So können auch die unmelodischsten Stimmen dem Fossil keinen Schaden zufügen.
Die weitere Motivation im Spiel kommt dann auch, man kennt es bereits von Pokémon, weniger von der Story, sondern vielmehr vom Sammeldrang des Spielers. Zahlreiche verschiedene Spectrobes mit neuen Talenten und Fähigkeiten wollen gefunden und trainiert werden, um so in späteren Kämpfen das bestmögliche Team aufbieten zu können. Die kleinen Helfer durchleben drei verschiedene Ausbaustufen und nehmen so eine Entwicklung bis hin zu einem mächtigen Wesen und wichtigem Verbündeten.
Kampf im Trio
Natürlich kann sich Rallen im Kampf nicht nur auf die Spectrobes verlassen. Daher muss auch unser Held entsprechend ausgestattet werden, um seinerseits den Krawl das Leben schwer zu machen. Verschiedene Schwerter und Blaster verbessern beispielsweise die Kampfkraft des Herren der Spectrobes.
Mineralien werden benötigt, um die Spectrobes zu stärken. Ein gerade erst wiederbelebtes Wesen kann beispielsweise nicht direkt im Kampf eingesetzt werden. Ein Aufenthalt im Inkubator mit Pflege des Spectrobe und natürlich hartem Training ist die Voraussetzung für einen späteren Kampfeinsatz.
Kommt es zum Kampf gegen die Krawl, steht Rallen wie bereits erwähnt nicht alleine da. Zwei seiner Spectrobes können ihn im Kampf unterstützen. Die Auseinandersetzungen finden dabei in Echtzeit steht und den Spectrobes können über die Schultertasten Befehle gegeben werden. Weitere Spectrobes stehen optional als Hilfe zur Verfügung. Die Kombination dieser bis zu vier Mitstreiter kann zwar nicht im Kampf eingreifen, stärkt allerdings die Attribute der Kämpfer. Das Kampfsystem motiviert leider bei Weitem nicht so wie es das Sammeln der Spectrobes schafft. Daher sind es gerade im späteren Spielverlauf die Kämpfe, die den Spielspaß doch deutlich einschränken. Dank Eures Raumschiffs seid Ihr im Verlauf des Spiels im ganzen Nanairo-Sternsystem unterwegs. Verschiedene Planeten wollen im Abenteuer erkundet werden. Hier findet Ihr dann auch diverse Läden, bei denen Ihr überflüssige Gegenstände verkaufen oder neue Ausrüstung kaufen könnt.
Zusätzlich liegen dem Spiel vier Sammelkarten bei. Über diese Lochkarten könnt Ihr Euch weitere Spectrobes ins Boot holen. In Zukunft soll dieses System interessanterweise weiter verfolgt werden. Da auch Merchandising und eine TV-Serie zu den Spectrobes geplant sind, werden es auch weitere Karten in den freien Verkauf schaffen.
Tauschen und Kämpfen
Bis zu sechzehn Spieler können sich im lokalen Mehrspieler-Modus in Turnieren beharken. Gut trainierte Spectrobes sind dabei natürlich Pflicht. Zum Duell Mann gegen Mann kommt es dagegen, wenn sich nur zwei Spieler ins Spiel einklinken. Da Ihr in jedem Spielmodus auf Eure eigenen Spectrobes zurückgreifen müsst, ist der lokale Mehrspieler-Modus außerdem nur spielbar, wenn jeder Mitspieler ein eigenes Exemplar des Spiels besitzt.
Darüber hinaus könnt Ihr auch mit anderen Spielern tauschen. Spectrobes, Spezialteile oder Fossilien wechseln so munter den Besitzer und Ihr könnt Eure Sammlung dank fleißiger Freunde schneller vervollständigen. Die Community-Funktionen beschränken sich allerdings nicht nur auf einen Offline-Part. Über die Nintendo Wi-Fi Connection könnt Ihr Spectrobes, Spezialteile oder Videoclips downloaden und Eure Kampfergebnisse auf einen zentralen Server hochladen. Für Downloads benötigt Ihr allerdings Punkte, die jeden Freitag aufgefrischt werden. So könnt Ihr auf immer neue Inhalte zugreifen.
Technisch ist das Spiel ordentlich umgesetzt, wenn der DS eigentlich auch mehr kann.
Heiko Ellinger meint...
Spectrobes macht vieles richtig, hat aber an einigen Stellen noch Nachholbedarf. Das Sammeln der Spectrobes motiviert ungemein, in einem eventuellen Nachfolger sollte aber das Kampfsystem überarbeitet und der Fokus mehr auf die Geschichte gelegt werden. Die vorbildlichen Online-Funktionen könnten ebenfalls um die Inhalte des lokalen Mehrspieler-Parts erweitert werden.
Spectrobes macht vieles richtig, hat aber an einigen Stellen noch Nachholbedarf. Das Sammeln der Spectrobes motiviert ungemein, in einem eventuellen Nachfolger sollte aber das Kampfsystem überarbeitet und der Fokus mehr auf die Geschichte gelegt werden. Die vorbildlichen Online-Funktionen könnten ebenfalls um die Inhalte des lokalen Mehrspieler-Parts erweitert werden.

GRAFIK
Ordentlicher Anime-Stil ohne herausragende Effekte
Ordentlicher Anime-Stil ohne herausragende Effekte

SOUND
keine deutsche Sprachausgabe, dafür solide Musikuntermalung
keine deutsche Sprachausgabe, dafür solide Musikuntermalung

BEDIENUNG
problemlos mit dem Touchscreen spielbar
problemlos mit dem Touchscreen spielbar

UMFANG
Sammelsucht garantiert
Sammelsucht garantiert
SPIELSPASS
Ordentlicher Pokemon-Klon mit neuen Ansätzen
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Ordentlicher Pokemon-Klon mit neuen Ansätzen
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel