Teenage Mutant Ninja Turtles
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 15.03.2007
Die Rückkehr der Ninja-Schildkröten
1984 tauchten die Teenage Mutant Ninja Turtles zum ersten Mal als Underground-Comic auf. Ihre Abenteuer fanden großen Anklang, womit sie schnell zu Kultfiguren aufstiegen. Es folgten Anfang der 90er Jahre auch drei Kinofilme, bevor die Mutanten-Schildkröten für 14 Jahre von der Leinwand verschwinden sollten. Nun wagen die vier Kämpfer für das Recht aber ein Comeback und nehmen in einem neuen Film erneut den Kampf gegen das Böse auf. Natürlich darf dabei auch eine Videospielumsetzung nicht fehlen. Es hat sich allerdings vieles verändert. Nicht nur, dass sich nun Ubisoft der Turtles-Lizenz angenommen hat, auch bei den Kultfiguren selbst gab es einige Veränderungen.
Es ist nicht wenig Zeit in das Land gezogen, seitdem die vier Turtles ihren ehemaligen Erzfeind Shredder besiegen konnten. Mittlerweile gehen sie alle ihre eigenen Wege und haben sich dabei aus den Augen verloren. Als allerdings der Foot-Clan wieder beginnt, sein Unwesen zu treiben und neue mächtige Gegner auftauchen, sieht sich Meister Splinter, Vater und Lehrmeister der Turtles, gezwungen, seine ehemaligen Schüler wieder zusammenzuführen. Doch auch, wenn er sie schnell wieder vereinen kann, sorgen Meinungsverschiedenheiten der Brüder doch immer wieder für Probleme.
Innerhalb von 15 Missionen müssen die Turtles wieder lernen, was Familienzusammengehörigkeit bedeutet, um sich den neuen Gegnern stellen zu können. Die Geschichte gleich in ihren Grundzügen der des Films. Allerdings wird sie in Standbildern in sehr zusammengefasster Form erzählt. Da die Erzählung in einer wirklich sehr kurzen Form erfolgt, kommt die Handlung leider nicht richtig über, so dass Ihr ohne den Film zu kennen oder zumindest mal einen Blick in die Spielanleitung geworfen zu haben, oft nicht verstehen werdet, was gerade eigentlich los ist. Das ist vor allem für Fans des Films schade, die darauf gehofft haben, dessen Geschichte selbst nachzuspielen.
Von Punkt zu Punkt
Das Spielprinzip des Titels ist sehr einfach gehalten. Trotz 3D-Umgebung seid Ihr dabei in eurer Bewegungsfreiheit stark eingegrenzt. Da Ninja-Schildkröten wohl nicht besonders gerne laufen, bewegen sie sich mit Sprüngen durch die Level. Der Weg ist dabei mit leuchtenden Punkten fest vorgegeben, so dass Ihr mit dem Drücken von Knöpfen diesen dann nur noch verfolgen müsst. Mit dem X-Knopf führt Ihr Sprünge zu Punkten direkt vor Euch aus, während Ihr mit dem Y- bzw. A-Knopf Punkte links oder rechts von Euch anpeilt. Während an blauen Markierungen ein einfaches Drücken reicht, müssen die Köpfe an orangefarbenen Hervorhebungen einige Sekunde gehalten und dann erst losgelassen werden. Auch wenn gelegentlich Timing gefragt ist, damit ein Sprung klappt, ist das ganze Prinzip sehr einfach, so dass kein Spieler vor eine Herausforderung gestellt werden sollte.
Auf vorgegeben Pfaden von einem Punkt zum anderen zu Springen ist im ersten Level noch ganz interessant. Bereits im zweiten Level kommt der Wunsch nach Abwechslung auf, der aber bis zum Erreichen des Abspanns unerfüllt bleibt. Daran können auch gelegentliche Kämpfe gegen Gegner nichts ändern. Von denen gibt es nämlich nur drei verschiedene Arten, die sich auch noch allesamt gleich verhalten und auch alle auf die gleiche Weise leicht zu besiegen ind. Mit dem B-Knopf könnt Ihr sie leicht auf die Matte schicken, um ihnen dort den Todesstoss zu verpassen. Auch der jeweilige Endgegner der Missionen erfordert nicht merklich mehr Geschick. Zwar behauptet die Spielbeschreibung, dass Taktik für das Besiegen der Bossgegner notwendig ist, doch diese beschränkt sich darauf, den feindlichen Attacken auszuweichen, um danach die eigenen Schläge auszuführen. Selbst der letzte Endgegner, dem ein eigener Level spendiert wurde, lässt sich auf diese Weise binnen zweier Minuten erledigen.
Das Fehlen von Abwechslung ist schon allein deswegen ärgerlich, weil die vier verschiedenen Charakterzüge der Turtles und deren individuellen Fähigkeiten überhaupt keine Beachtung gefunden haben. Sie verfügen zwar alle über andere Waffen, mit denen sie aber alle auf die gleiche Weise auf die Gegner eindreschen. Auch bei den Sprungpassagen sind keine Unterschiede bei der Sprungweite oder der Geschwindigkeit auszumachen. Um die Monotonie im Gameplay noch zu unterstreichen, haben die Entwickler mehr Recycling betrieben, als ambitionierte Geenpeace-Anhänger. Innerhalb der Level werdet Ihr nicht selten ein Déjà-vu-Erlebnis haben und am Ende einer Mission stellen sich Euch oft auch Endgegner entgegen, die Ihr einige Level vorher schon einmal besiegt habt.
Kurzes Comeback
Die 15 Level sind allesamt nicht besonders lang, womit der Abspann nach keinen zwei Stunden über die beiden Bildschirme des Nintendo DS flimmert. Der Umfang ist damit leider äußerst kurz ausgefallen. Zumindest sind die einzelnen Missionen aber immer wieder anwählbar, wobei immer auch vier verschiedene Medaillen ergattert werden können. Eine für die Schnelligkeit mit der Ihr die Mission abschließt, eine für das Sammeln von den vier versteckten Buchstaben T-M-N-T und eine für die Anzahl von Akrobatikketten, die Ihr durch mehre Sprünge hintereinander ohne Unterbrechung erhaltet. Außerdem erhaltet Ihr auch Medaillen für gewonnene Ninja-Rnnen. Innerhalb der Level werdet Ihr immer wieder auf einen eurer Brüder treffen, der Euch dann zu einem kurzen Rennen herausfordert. Gewinnt Ihr dieses erhaltet Ihr Familienbänder, mit denen Ihr die anderen Turtles in den Kämpfen zur Unterstützung rufen könnt. Insgesamt sorgen die Medaillen für ein bisschen Motivation, eröffnen allerdings keine Extras. Minispiele oder Konzeptskizzen der Filmvorlage fehlen vollkommen.
Neben der Geschichte hat es auch noch ein Mehrspieler-Modus auf die Cartridge geschafft. In diesem können zwei Spieler gegeneinander antreten, vorausgesetzt, sie sind beide in dem Besitz des Spiels. Ausgetragen wird das Duell als freundschaftliches Ninja-Rennen zwischen den Turtles, wobei Ihr um die Wette durch ein Areal springen dürft. Interessant wird das ganze durch Items, mit denen die eigene Geschwindigkeit erhöht oder der Gegner außer Gefecht gesetzt wird. Die besten Zeiten der Rennen werden gespeichert und können als Statistik jeder immer wieder eingesehen werden.
Grafisch macht der Titel nicht besonders viel her. Zwar bewegen sich die Panzerträger flüssig durch die 3D-Umgebung, grobe Texturen und wenige Details lassen das Spiel aber unschön aussehen. Vor allem die Charaktermodelle wirken etwas verschwommen. Der Sound macht da schon einen besseren Eindruck. Die Melodien sind hübsch, allerdings auch unscheinbar und auf Dauer zu abwechslungsarm. Großes Lob gebührt aber der Steuerung, die leicht von der Hand geht und das Spiel schnell zugänglich macht. Allerdings konnten die Entwickler, aufgrund der vorgegeben Wege, dabei auch wenig falsch machen.
1984 tauchten die Teenage Mutant Ninja Turtles zum ersten Mal als Underground-Comic auf. Ihre Abenteuer fanden großen Anklang, womit sie schnell zu Kultfiguren aufstiegen. Es folgten Anfang der 90er Jahre auch drei Kinofilme, bevor die Mutanten-Schildkröten für 14 Jahre von der Leinwand verschwinden sollten. Nun wagen die vier Kämpfer für das Recht aber ein Comeback und nehmen in einem neuen Film erneut den Kampf gegen das Böse auf. Natürlich darf dabei auch eine Videospielumsetzung nicht fehlen. Es hat sich allerdings vieles verändert. Nicht nur, dass sich nun Ubisoft der Turtles-Lizenz angenommen hat, auch bei den Kultfiguren selbst gab es einige Veränderungen.
Es ist nicht wenig Zeit in das Land gezogen, seitdem die vier Turtles ihren ehemaligen Erzfeind Shredder besiegen konnten. Mittlerweile gehen sie alle ihre eigenen Wege und haben sich dabei aus den Augen verloren. Als allerdings der Foot-Clan wieder beginnt, sein Unwesen zu treiben und neue mächtige Gegner auftauchen, sieht sich Meister Splinter, Vater und Lehrmeister der Turtles, gezwungen, seine ehemaligen Schüler wieder zusammenzuführen. Doch auch, wenn er sie schnell wieder vereinen kann, sorgen Meinungsverschiedenheiten der Brüder doch immer wieder für Probleme.
Innerhalb von 15 Missionen müssen die Turtles wieder lernen, was Familienzusammengehörigkeit bedeutet, um sich den neuen Gegnern stellen zu können. Die Geschichte gleich in ihren Grundzügen der des Films. Allerdings wird sie in Standbildern in sehr zusammengefasster Form erzählt. Da die Erzählung in einer wirklich sehr kurzen Form erfolgt, kommt die Handlung leider nicht richtig über, so dass Ihr ohne den Film zu kennen oder zumindest mal einen Blick in die Spielanleitung geworfen zu haben, oft nicht verstehen werdet, was gerade eigentlich los ist. Das ist vor allem für Fans des Films schade, die darauf gehofft haben, dessen Geschichte selbst nachzuspielen.
Von Punkt zu Punkt
Das Spielprinzip des Titels ist sehr einfach gehalten. Trotz 3D-Umgebung seid Ihr dabei in eurer Bewegungsfreiheit stark eingegrenzt. Da Ninja-Schildkröten wohl nicht besonders gerne laufen, bewegen sie sich mit Sprüngen durch die Level. Der Weg ist dabei mit leuchtenden Punkten fest vorgegeben, so dass Ihr mit dem Drücken von Knöpfen diesen dann nur noch verfolgen müsst. Mit dem X-Knopf führt Ihr Sprünge zu Punkten direkt vor Euch aus, während Ihr mit dem Y- bzw. A-Knopf Punkte links oder rechts von Euch anpeilt. Während an blauen Markierungen ein einfaches Drücken reicht, müssen die Köpfe an orangefarbenen Hervorhebungen einige Sekunde gehalten und dann erst losgelassen werden. Auch wenn gelegentlich Timing gefragt ist, damit ein Sprung klappt, ist das ganze Prinzip sehr einfach, so dass kein Spieler vor eine Herausforderung gestellt werden sollte.
Das Fehlen von Abwechslung ist schon allein deswegen ärgerlich, weil die vier verschiedenen Charakterzüge der Turtles und deren individuellen Fähigkeiten überhaupt keine Beachtung gefunden haben. Sie verfügen zwar alle über andere Waffen, mit denen sie aber alle auf die gleiche Weise auf die Gegner eindreschen. Auch bei den Sprungpassagen sind keine Unterschiede bei der Sprungweite oder der Geschwindigkeit auszumachen. Um die Monotonie im Gameplay noch zu unterstreichen, haben die Entwickler mehr Recycling betrieben, als ambitionierte Geenpeace-Anhänger. Innerhalb der Level werdet Ihr nicht selten ein Déjà-vu-Erlebnis haben und am Ende einer Mission stellen sich Euch oft auch Endgegner entgegen, die Ihr einige Level vorher schon einmal besiegt habt.
Kurzes Comeback
Die 15 Level sind allesamt nicht besonders lang, womit der Abspann nach keinen zwei Stunden über die beiden Bildschirme des Nintendo DS flimmert. Der Umfang ist damit leider äußerst kurz ausgefallen. Zumindest sind die einzelnen Missionen aber immer wieder anwählbar, wobei immer auch vier verschiedene Medaillen ergattert werden können. Eine für die Schnelligkeit mit der Ihr die Mission abschließt, eine für das Sammeln von den vier versteckten Buchstaben T-M-N-T und eine für die Anzahl von Akrobatikketten, die Ihr durch mehre Sprünge hintereinander ohne Unterbrechung erhaltet. Außerdem erhaltet Ihr auch Medaillen für gewonnene Ninja-Rnnen. Innerhalb der Level werdet Ihr immer wieder auf einen eurer Brüder treffen, der Euch dann zu einem kurzen Rennen herausfordert. Gewinnt Ihr dieses erhaltet Ihr Familienbänder, mit denen Ihr die anderen Turtles in den Kämpfen zur Unterstützung rufen könnt. Insgesamt sorgen die Medaillen für ein bisschen Motivation, eröffnen allerdings keine Extras. Minispiele oder Konzeptskizzen der Filmvorlage fehlen vollkommen.
Neben der Geschichte hat es auch noch ein Mehrspieler-Modus auf die Cartridge geschafft. In diesem können zwei Spieler gegeneinander antreten, vorausgesetzt, sie sind beide in dem Besitz des Spiels. Ausgetragen wird das Duell als freundschaftliches Ninja-Rennen zwischen den Turtles, wobei Ihr um die Wette durch ein Areal springen dürft. Interessant wird das ganze durch Items, mit denen die eigene Geschwindigkeit erhöht oder der Gegner außer Gefecht gesetzt wird. Die besten Zeiten der Rennen werden gespeichert und können als Statistik jeder immer wieder eingesehen werden.
Grafisch macht der Titel nicht besonders viel her. Zwar bewegen sich die Panzerträger flüssig durch die 3D-Umgebung, grobe Texturen und wenige Details lassen das Spiel aber unschön aussehen. Vor allem die Charaktermodelle wirken etwas verschwommen. Der Sound macht da schon einen besseren Eindruck. Die Melodien sind hübsch, allerdings auch unscheinbar und auf Dauer zu abwechslungsarm. Großes Lob gebührt aber der Steuerung, die leicht von der Hand geht und das Spiel schnell zugänglich macht. Allerdings konnten die Entwickler, aufgrund der vorgegeben Wege, dabei auch wenig falsch machen.
Sascha Geldermann meint...
Die Turtles scheinen im Laufe der Jahre aus der Form gekommen zu sein. Das abwechslungsarme und anspruchslose Springen von einem vorgegeben Punkt zum nächsten, kann nicht einmal die kurze Spielzeit von zwei Stunden ausfüllen. Die gelegentlichen Kämpfe sind ebenfalls sehr monoton und einfach, womit sie das Spielprinzip nicht aufzulockern vermögen. Die lückenhafte Geschichte, das häufige Recycling und die schwache Technik sind weitere Gründe dafür, dass selbst Turtles-Fans sich den Kauf dieser Videospielumsetzung genau überlegen sollten.
Die Turtles scheinen im Laufe der Jahre aus der Form gekommen zu sein. Das abwechslungsarme und anspruchslose Springen von einem vorgegeben Punkt zum nächsten, kann nicht einmal die kurze Spielzeit von zwei Stunden ausfüllen. Die gelegentlichen Kämpfe sind ebenfalls sehr monoton und einfach, womit sie das Spielprinzip nicht aufzulockern vermögen. Die lückenhafte Geschichte, das häufige Recycling und die schwache Technik sind weitere Gründe dafür, dass selbst Turtles-Fans sich den Kauf dieser Videospielumsetzung genau überlegen sollten.

GRAFIK
Die 3D-Grafik ist ganz nett, leidet aber unter groben Texturen und wenig Details.
Die 3D-Grafik ist ganz nett, leidet aber unter groben Texturen und wenig Details.

SOUND
Die Melodien sind hübsch, bieten aber wenig Abwechslung.
Die Melodien sind hübsch, bieten aber wenig Abwechslung.

BEDIENUNG
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.

UMFANG
Das Abenteuer ist nicht nur kurz, sondern leidet auch noch unter häufigem Recycling. Die Medaillen motivieren aber.
Das Abenteuer ist nicht nur kurz, sondern leidet auch noch unter häufigem Recycling. Die Medaillen motivieren aber.
SPIELSPASS
Auf dem Nintendo DS schwächeln die Schildkröten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Auf dem Nintendo DS schwächeln die Schildkröten.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel