Cartoon Network Racing
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 05.03.2007
Cartoon-Helden auf der Kart-Bahn
Cartoon Network schickt seine altbekannten Helden auf die Kartbahn. Wie schon die Nintendo-Bande in Mario Kart machen nun auch die Powerpuff Girls, Dexter und Co. die Rennbahn zum Schlachtfeld und streben nicht immer mit ganz fairen Mitteln nach dem Sieg. Wer am Ende den Pokal der Meisterschaften in den Händen halten möchte, bracht Geschick, eine gute Portion Glück und vor allem kein allzu ausgeprägtes Gewissen.
Insgesamt stehen zwanzig Charaktere mit Cartoon Network-Lizenz zur Auswahl. Anfänglich sind es nur neun, doch mit dem Davontragen einiger Siege verändert sich das Angebot an Fahrern zum positiven. Mit dabei sind viele Urgesteine der Cartoon-Geschichte, wie Muhkuh, Johnny Bravo oder Weasel. Diese machen die Strecken natürlich nicht in einfachen Fahrzeugen unsicher, sondern rasen auch schon mal auf einem riesigen Kürbis oder in einer Badewanne über die Strecke.
Fahrer und Fahrzeuge sind schon mal vorhanden, nun fehlen für eine Meisterschaft nur noch die Strecken. Von diesen gibt es 16 Stück, was ausreichend, wenn auch nicht besonders viel ist. Oft führen die Strecke durch bekannte Cartoon-Settings, wie Dexters Labor, aber auch gänzlich neutrale Orte werden besucht. So rast die Comicbande zum Beispiel durch den Wilden Westen oder zumindest durch ein Filmstudio, dass den Wilden Westen vortäuscht, wie bemalte Requisiten und Kameras schnell deutlich machen.
Allseits bekannte Geheimwege
Im Mittelpunkt des Spiels steht der Meisterschaftsmodus. Die vier Cups „Hasenfuß“, „Popel“, „Schwein“ und „Chemikalie X“ können dabei in drei verschiedenen Geschwindigkeitsstufen gemeistert werden. Jeder Cup besteht aus vier Rennen, bei denen durch gute Platzierungen Punkte geholt werden können. Um als erster über die Ziellinie fahren zu können, solltet Ihr auf den Strecken ein wachsames Auge haben. Nutzt Geschwindigkeitsfelder, weicht Schleuderfeldern aus und hütet Euch vor Gefahrenquellen, wie Wirbelstürmen.
Leider ist das Streckendesign der meisten Kurse nicht wirklich gut gelungen. Viele Kurven lassen sich zwar elegant bewältigen und etwas engere sind mit Slides leicht zu meistern, doch die Entwickler haben immer wieder dermaßen spitzwinkelige Kurven eingebaut, dass sich ein Abkommen von der Strecke einfach nicht vermeiden lässt, was für Frust sorgt. Gut gelungen ist es eigentlich, dass jede Strecke viele Abkürzungen bietet. Diese sind zwar oft nicht leicht zu finden, seltsamerweise aber bei allen CPU-Gegnern bestens bekannt. Diese nehmen die Abkürzungen nämlich fast immer, während Ihr Euch wundert warum auf der normalen Strecke keine Fahrer mehr unterwegs sind. Abkürzungen können damit nicht genutzt werden, um schneller als die Konkurrenz am Ziel zu sein, sondern müssen in Anspruch genommen werden, um nicht den Anschluss zu verlieren, was nicht wirklich viel Sinn macht.
Auf den Spuren von Mario und Co.
Durch Fahrkünste allein gibt es bei der Cartoon-Network-Meisterschaft keinen Preis zu gewinnen. Wichtiger sind die Gegenstände, die durch das Einsammeln von Boxen verfügbar werden. Es gibt Chili für einen Geschwindigkeitsschub, Schutzschilder und Magneten mit denen der Konkurrenz ihre Items gestohlen werden können. Unter anderem sind auch noch Raketen mit an Bord. Rote fliegen geradeaus, gelbe suchen sich ihr Ziel und blaue Raketen peilen den Erstplatzierten an. Die Wirkungen der Gegenstände wurden allesamt aus Mario Kart DS übernommen. Das ist sehr schade, da das Ausdenken und Integrieren von neuen Gegenständen sicherlich keinen allzu großen Arbeitsaufwand dargestellt hätte. So wirkt das Spiel wie ein uninspirierter Mario-Kart-Klon, dem die eigene Note fehlt.
Ein bisschen Eigenleistung haben die Entwickler dann mit den so genannten Toon-Kräften doch geleistet. Durch das Abschießen von Gegnern durch Items oder dem Aufsammeln von Sternen kann ein Balken gefüllt werden. Ist dieser voll, wird es durch das Drücken des X-Knopfes möglich, eine für jeden Charakter individuelle Toon-Kraft zu aktivieren. Diese äußert sich in einer Attacke oder auch eines Geschwindigkeitsschubes. Allerdings werdet Ihr es selten schaffen, die Leiste in einem Rennen wirklich zu füllen. Da auch die Boxen sehr rar gesät wurden, ist selten Action auf den Strecken zu beobachten. Meistens werdet Ihr ohne wirklichen Widerstand anderer Fahrer an die Spitzenposition gelangen können. Das liegt nicht nur an den selten Boxen, sondern auch an der geringen KI der CPU-Fahrer und sorgt natürlich nur sehr begrenzt für Spaß.
Zusammen durch die Cartoon-Welt
Neben der Meisterschaft gibt es auch noch ein Zeitrennen. Hierbei müsst Ihr die Bestzeiten anderer Fahren schlagen, wobei auf Gegenstände oder Hindernisse komplett verzichtet wird. Damit fahrt Ihr einfach nur die Strecke entlang, womit der Kampf gegen die Uhr nicht besonders spannend ist. Mehr Spannung versprechen dagegen Duelle gegen menschliche Gegner. Bei dem Versus-Sprint können vier Fahrer gegeneinander antreten, wenn nur eine Cartridge vorhanden ist. Dabei stehen aber nur wenige Fahrer und mit Dexters Labor auch nur eine Strecke zur Auswahl. Die volle Auswahl an Fahrern und Strecken sind nur beim Versus-Rennen verfügbar, für das jeder Spieler eine Cartridge benötigt.
Trotz weniger Spannung bei den Rennen, sorgen wenigstens einige Extras für etwas Motivation. Im Toon Up Shop kann bei den Rennen gewonnenes oder eingesammeltes Geld ausgegeben werden. Zur Verfügung stehen zum Beispiel zwei Minispiele, bei denen der Stlus als Stift bzw. zum Curling verwendet wird. Interessant sind auch drei kurze Cartoon-Episoden, die sich auf dem Nintendo DS angucken lassen. Eine Rekorde-Liste zeigt außerdem übersichtlich, welche Leistungen Ihr bisher auf den einzelnen Strecken vollbracht habt.
Bunte Farben zeigen bei der grafischen Gestaltung deutlich den Cartoon-Hintergrund des Spiels. Dennoch wären deutlich mehr Details zu erwarten gewesen, diese müssen nämlich fast mit der Lupe gesucht werden. Für die Betrachtung der Texturen ist eine Lupe dagegen ganz und gar nicht von Nöten, da diese sehr grob ausgefallen sind. Auch bei der Gestaltung der Charaktere ist nicht annähernd so viel Liebe zum Detail zu erkennen, wie bei den jeweiligen TV-Serien. Von den Hintergründen ganz zu schweigen, die oft aus 2D-Bäumen und Pünktlichen-Publikum bestehen. Die Grafik ist aber immer nicht recht ordentlich, wenn sie mit dem Sound verglichen wird. Die unscheinbare Musik dudelt leise im Hintergrund, während sich die Soundeffekte auf Freudenrufe und seltsame Motorengeräusche beschränken. Beim Erreichen der Ziellinie ist nichtmals ein Fanfarengeräusch zu hören, was etwas unfertig wirkt.
Cartoon Network schickt seine altbekannten Helden auf die Kartbahn. Wie schon die Nintendo-Bande in Mario Kart machen nun auch die Powerpuff Girls, Dexter und Co. die Rennbahn zum Schlachtfeld und streben nicht immer mit ganz fairen Mitteln nach dem Sieg. Wer am Ende den Pokal der Meisterschaften in den Händen halten möchte, bracht Geschick, eine gute Portion Glück und vor allem kein allzu ausgeprägtes Gewissen.
Insgesamt stehen zwanzig Charaktere mit Cartoon Network-Lizenz zur Auswahl. Anfänglich sind es nur neun, doch mit dem Davontragen einiger Siege verändert sich das Angebot an Fahrern zum positiven. Mit dabei sind viele Urgesteine der Cartoon-Geschichte, wie Muhkuh, Johnny Bravo oder Weasel. Diese machen die Strecken natürlich nicht in einfachen Fahrzeugen unsicher, sondern rasen auch schon mal auf einem riesigen Kürbis oder in einer Badewanne über die Strecke.
Fahrer und Fahrzeuge sind schon mal vorhanden, nun fehlen für eine Meisterschaft nur noch die Strecken. Von diesen gibt es 16 Stück, was ausreichend, wenn auch nicht besonders viel ist. Oft führen die Strecke durch bekannte Cartoon-Settings, wie Dexters Labor, aber auch gänzlich neutrale Orte werden besucht. So rast die Comicbande zum Beispiel durch den Wilden Westen oder zumindest durch ein Filmstudio, dass den Wilden Westen vortäuscht, wie bemalte Requisiten und Kameras schnell deutlich machen.
Allseits bekannte Geheimwege
Im Mittelpunkt des Spiels steht der Meisterschaftsmodus. Die vier Cups „Hasenfuß“, „Popel“, „Schwein“ und „Chemikalie X“ können dabei in drei verschiedenen Geschwindigkeitsstufen gemeistert werden. Jeder Cup besteht aus vier Rennen, bei denen durch gute Platzierungen Punkte geholt werden können. Um als erster über die Ziellinie fahren zu können, solltet Ihr auf den Strecken ein wachsames Auge haben. Nutzt Geschwindigkeitsfelder, weicht Schleuderfeldern aus und hütet Euch vor Gefahrenquellen, wie Wirbelstürmen.
Leider ist das Streckendesign der meisten Kurse nicht wirklich gut gelungen. Viele Kurven lassen sich zwar elegant bewältigen und etwas engere sind mit Slides leicht zu meistern, doch die Entwickler haben immer wieder dermaßen spitzwinkelige Kurven eingebaut, dass sich ein Abkommen von der Strecke einfach nicht vermeiden lässt, was für Frust sorgt. Gut gelungen ist es eigentlich, dass jede Strecke viele Abkürzungen bietet. Diese sind zwar oft nicht leicht zu finden, seltsamerweise aber bei allen CPU-Gegnern bestens bekannt. Diese nehmen die Abkürzungen nämlich fast immer, während Ihr Euch wundert warum auf der normalen Strecke keine Fahrer mehr unterwegs sind. Abkürzungen können damit nicht genutzt werden, um schneller als die Konkurrenz am Ziel zu sein, sondern müssen in Anspruch genommen werden, um nicht den Anschluss zu verlieren, was nicht wirklich viel Sinn macht.
Auf den Spuren von Mario und Co.
Durch Fahrkünste allein gibt es bei der Cartoon-Network-Meisterschaft keinen Preis zu gewinnen. Wichtiger sind die Gegenstände, die durch das Einsammeln von Boxen verfügbar werden. Es gibt Chili für einen Geschwindigkeitsschub, Schutzschilder und Magneten mit denen der Konkurrenz ihre Items gestohlen werden können. Unter anderem sind auch noch Raketen mit an Bord. Rote fliegen geradeaus, gelbe suchen sich ihr Ziel und blaue Raketen peilen den Erstplatzierten an. Die Wirkungen der Gegenstände wurden allesamt aus Mario Kart DS übernommen. Das ist sehr schade, da das Ausdenken und Integrieren von neuen Gegenständen sicherlich keinen allzu großen Arbeitsaufwand dargestellt hätte. So wirkt das Spiel wie ein uninspirierter Mario-Kart-Klon, dem die eigene Note fehlt.
Ein bisschen Eigenleistung haben die Entwickler dann mit den so genannten Toon-Kräften doch geleistet. Durch das Abschießen von Gegnern durch Items oder dem Aufsammeln von Sternen kann ein Balken gefüllt werden. Ist dieser voll, wird es durch das Drücken des X-Knopfes möglich, eine für jeden Charakter individuelle Toon-Kraft zu aktivieren. Diese äußert sich in einer Attacke oder auch eines Geschwindigkeitsschubes. Allerdings werdet Ihr es selten schaffen, die Leiste in einem Rennen wirklich zu füllen. Da auch die Boxen sehr rar gesät wurden, ist selten Action auf den Strecken zu beobachten. Meistens werdet Ihr ohne wirklichen Widerstand anderer Fahrer an die Spitzenposition gelangen können. Das liegt nicht nur an den selten Boxen, sondern auch an der geringen KI der CPU-Fahrer und sorgt natürlich nur sehr begrenzt für Spaß.
Zusammen durch die Cartoon-Welt
Neben der Meisterschaft gibt es auch noch ein Zeitrennen. Hierbei müsst Ihr die Bestzeiten anderer Fahren schlagen, wobei auf Gegenstände oder Hindernisse komplett verzichtet wird. Damit fahrt Ihr einfach nur die Strecke entlang, womit der Kampf gegen die Uhr nicht besonders spannend ist. Mehr Spannung versprechen dagegen Duelle gegen menschliche Gegner. Bei dem Versus-Sprint können vier Fahrer gegeneinander antreten, wenn nur eine Cartridge vorhanden ist. Dabei stehen aber nur wenige Fahrer und mit Dexters Labor auch nur eine Strecke zur Auswahl. Die volle Auswahl an Fahrern und Strecken sind nur beim Versus-Rennen verfügbar, für das jeder Spieler eine Cartridge benötigt.
Trotz weniger Spannung bei den Rennen, sorgen wenigstens einige Extras für etwas Motivation. Im Toon Up Shop kann bei den Rennen gewonnenes oder eingesammeltes Geld ausgegeben werden. Zur Verfügung stehen zum Beispiel zwei Minispiele, bei denen der Stlus als Stift bzw. zum Curling verwendet wird. Interessant sind auch drei kurze Cartoon-Episoden, die sich auf dem Nintendo DS angucken lassen. Eine Rekorde-Liste zeigt außerdem übersichtlich, welche Leistungen Ihr bisher auf den einzelnen Strecken vollbracht habt.
Bunte Farben zeigen bei der grafischen Gestaltung deutlich den Cartoon-Hintergrund des Spiels. Dennoch wären deutlich mehr Details zu erwarten gewesen, diese müssen nämlich fast mit der Lupe gesucht werden. Für die Betrachtung der Texturen ist eine Lupe dagegen ganz und gar nicht von Nöten, da diese sehr grob ausgefallen sind. Auch bei der Gestaltung der Charaktere ist nicht annähernd so viel Liebe zum Detail zu erkennen, wie bei den jeweiligen TV-Serien. Von den Hintergründen ganz zu schweigen, die oft aus 2D-Bäumen und Pünktlichen-Publikum bestehen. Die Grafik ist aber immer nicht recht ordentlich, wenn sie mit dem Sound verglichen wird. Die unscheinbare Musik dudelt leise im Hintergrund, während sich die Soundeffekte auf Freudenrufe und seltsame Motorengeräusche beschränken. Beim Erreichen der Ziellinie ist nichtmals ein Fanfarengeräusch zu hören, was etwas unfertig wirkt.
Sascha Geldermann meint...
Cartoon Network Racing bietet nichts Neues und hat sich auch noch, vor allem bei den Wirkungsweisen der Items, etwas zu stark und offensichtlich von Mario Kart inspirieren lassen. Doch trotz altbewährter Spielmechanismen kommt nur wenig Spaß auf, was dumme Gegner, wenig Spannung und ein katastrophales Streckendesign zu verantworten haben. Auch in technischer Hinsicht bewegt sich das Spiel unter dem Niveau der meisten vergleichbaren Titel. Die Cartoon Network-Lizenz mag zwar so manchen Spieler ansprechen, viel Spaß wird aber Niemand mit diesem Rennspiel haben.
Cartoon Network Racing bietet nichts Neues und hat sich auch noch, vor allem bei den Wirkungsweisen der Items, etwas zu stark und offensichtlich von Mario Kart inspirieren lassen. Doch trotz altbewährter Spielmechanismen kommt nur wenig Spaß auf, was dumme Gegner, wenig Spannung und ein katastrophales Streckendesign zu verantworten haben. Auch in technischer Hinsicht bewegt sich das Spiel unter dem Niveau der meisten vergleichbaren Titel. Die Cartoon Network-Lizenz mag zwar so manchen Spieler ansprechen, viel Spaß wird aber Niemand mit diesem Rennspiel haben.

GRAFIK
Die Grafik ist angenehm bunt, bietet aber zu wenige Details.
Die Grafik ist angenehm bunt, bietet aber zu wenige Details.

SOUND
Die Musik ist wenigstens noch solide, aber die merkwürdigen Motorengeräusche wirken einfach nur Fehl am Platz.
Die Musik ist wenigstens noch solide, aber die merkwürdigen Motorengeräusche wirken einfach nur Fehl am Platz.

BEDIENUNG
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.
Bei der Steuerung gibt es keine Probleme.

UMFANG
Die vielen Extras können die zu kleine Streckenauswahl nur bedingt wieder ausgleichen.
Die vielen Extras können die zu kleine Streckenauswahl nur bedingt wieder ausgleichen.
SPIELSPASS
Autofahren sollten die CN-Stars noch mal üben.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Autofahren sollten die CN-Stars noch mal üben.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel