Sonic und die geheimen Ringe
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 04.03.2007
Pfeilschnell unterwegs im Morgenland
Der schnellste Igel der Welt ist zurück und bestreitet nach dem ernüchternden Start in die Next-Generation den ersten exklusiven New-Generation-Auftritt auf Nintendos Wii-Konsole. Das Sega-Maskottchen Sonic gibt sich die Ehre und beschert Nintendo-Spielern ein Abenteuer aus dem arabischen Morgenland.
Die Märchen aus 1001 Nacht sind weltweit bekannt. Doch als ein böser Flaschengeist die orientalische Zauberwelt ins Chaos stürzt, da er auf der Jagd nach den allmächtigen Geheimen Ringen ist, bleibt nur der Hoffnungsschimmer eines rasend schnellen Igels. An dieser Einleitung merkt man bereits, dass die Geschichte in „Sonic und die geheimen Ringe“ nicht mehr als schmückendes Beiwerk ist. In Zwischensequenzen wird sie nach einigen Missionen immer wieder vorangetrieben, ohne jedoch wirklich wichtig zu werden. Dass Ihr eigentlich den Ringgeist Shahra unterstützt, wird dann zur Nebensache.
Stattdessen besinnt sich Sonic vor allem auf die alten Stärken. Rasend schnelle Levels und kompromisslose Action. Dank dem größtenteils vorgegebenen Pfad (dazu später mehr) erinnert der Titel dabei mehr an die alten zweidimensionalen Abenteuer von Segas Aushängeschild. Inklusive einem Wiedersehen mit alten Bekannten.
Dieser Weg wird kein leichter sein
„Sonic und die geheimen Ringe“ wird komplett über die Wii-Fernbedienung gesteuert, einen Nunchuck-Zusatz braucht Ihr sowohl im Einzel- als auch im Mehrspieler nicht.
Im Gegensatz zu bisherigen Vertretern der Reihe hat sich der Levelaufbau deutlich verändert. In verschiedenen Welten müsst Ihr diverse Aufgaben erfüllen, um im Spiel weiter zu kommen. So besucht Ihr jede Welt also diverse Male. Ist ein Abschnitt neu geöffnet, muss Sonic erst einmal die ganze Strecke zurücklegen. Weitere Aufgaben innerhalb der Welt, etwa das Besiegen aller Gegner oder das Beenden des Abschnitts ohne Lebensverlust werden innerhalb dieser Welten erfüllt.
Obwohl Ihr eine Welt also öfters besuchen müsst, bietet sich dennoch Abwechslung. So werden viele Elemente eines Abschnitts von Aufgabe zu Aufgabe anders verteilt, außerdem gibt es alternative Wege. Dazu unterscheiden sich die Aufgaben stark voneinander und verlangen unterschiedliches Geschick.
Sonic bewegt sich dabei fast wie auf Schienen. Ihr könnt zwar jederzeit auch zurückhüpfen beziehungsweise nach links oder rechts ausweichen, der grobe Pfad bis zum Ende eines Abschnittes ist allerdings vorgegeben. Die bisher aus dreidimensionalen Abenteuern bekannten Kameraprobleme konnten somit weitestgehend eingedämmt werden und treten höchstens noch dann auf, wenn Ihr Sonic zurückbewegt. Sonic nimmt ansonsten allerdings automatisch Tempo auf. An kritischen Stellen sollte es dann von Nöten sein, den blauen Igel auch einmal auszubremsen.
Denn neben diversen Hindernissen stellen sich Euch natürlich auch einige Gegner in den Weg. Zum Ende einer Welt wartet darüber hinaus wie üblich ein Bossgegner auf Sonic. Hier gilt es, sich die richtige Taktik zu Recht zu legen und die Schwachstelle des Gegners ausfindig zu machen und schon dürftet Ihr keine Probleme haben.
Die zahlreichen Missionen bieten immer Geheimnisse und Möglichkeiten, Rekorde aufzustellen. So könnt Ihr Medaillen sammeln, müsst die Abschnitte dafür aber schnell genug überstehen. Für Sammler ist der Titel eine wahre Schatztruhe. Die Suche motiviert ungemein und der Umfang wird dadurch natürlich erheblich gesteigert.
Übung macht den Meister
Am Anfang dürfte Euch auffallen, dass der gute Sonic ein wenig träge in die Kurven geht und auch lange braucht, um wirklich Tempo aufzunehmen. Doch keine Sorge, der schnelle Igel ist noch nicht reif für die Rente. Stattdessen sammelt Ihr durch erfolgreiches Spielen der Story Erfahrungspunkte, die Ihr in mehr als einhundert Fähigkeiten investieren könnt.
Dabei wird nicht nur Sonics Geschwindigkeit beeinflusst, er lernt auch völlig neue Talente und kann beispielsweise einen Blitzstart zu Beginn einer Runde durchführen. Allerdings könnt Ihr nicht unbegrenzt Fertigkeiten einsetzen. Mit jedem Level stehen Euch Punkte zur Verfügung, mit denen Ihr den kleinen Ring, den Sonic am Finger trägt, mit Fertigkeiten aufbessern könnt.
Im Mehrspieler-Part des Titels bekämpfen sich bis zu vier Spieler. Wie bereits erwähnt wurde auch hier auf den Einsatz des Nunchuck verzichtet, alle Spiele lassen sich durch Bewegungen der Fernbedienung steuern. So müsst Ihr mit der Fernbedienung rudern oder diese kräftig schütteln. Insgesamt bieten sich so 40 spaßige Minispiele für die kurze Partie zwischendurch.
Technisch kann „Sonic und die geheimen Ringe“ durchaus gefallen. Grafisch nett in Szene gesetzt ist es vor allem sehr förderlich, dass das Spiel ruckelfrei und pfeilschnell über die Bildschirme flimmert. So erreicht man teilweise ein Geschwindigkeitsgefühl, welches sich zuletzt bei den 2D-Abenteuern eingestellt hat. Zugleich erfreuen nette Effekte, etwa die Sonneneinstrahlung oder Wasserreflexionen, das Auge des Spielers.
Die Musikuntermalung des Titels stört zwar mehr als sie nützt, aber immerhin unterstützt der Titel Dolby Pro Logic II-Sound. Die Sprachausgabe der Zwischensequenzen könnt Ihr wahlweise auf Englisch oder Japanisch stellen, alles Weitere wird mit deutschen Bildschirmtexten erklärt.
Die Steuerung funktioniert größtenteils gut. An bestimmten Stellen wie den Attacken auf angriffslustige Gegner kann es aber mitunter auch zu Problemen kommen. Hier fehlt ein wenig Feinschliff, so dass die Steuerung nicht ganz genau funktioniert. Nach einiger Zeit sollte aber zumindest das Bewegen des Igels kein Problem mehr darstellen.
Der schnellste Igel der Welt ist zurück und bestreitet nach dem ernüchternden Start in die Next-Generation den ersten exklusiven New-Generation-Auftritt auf Nintendos Wii-Konsole. Das Sega-Maskottchen Sonic gibt sich die Ehre und beschert Nintendo-Spielern ein Abenteuer aus dem arabischen Morgenland. Die Märchen aus 1001 Nacht sind weltweit bekannt. Doch als ein böser Flaschengeist die orientalische Zauberwelt ins Chaos stürzt, da er auf der Jagd nach den allmächtigen Geheimen Ringen ist, bleibt nur der Hoffnungsschimmer eines rasend schnellen Igels. An dieser Einleitung merkt man bereits, dass die Geschichte in „Sonic und die geheimen Ringe“ nicht mehr als schmückendes Beiwerk ist. In Zwischensequenzen wird sie nach einigen Missionen immer wieder vorangetrieben, ohne jedoch wirklich wichtig zu werden. Dass Ihr eigentlich den Ringgeist Shahra unterstützt, wird dann zur Nebensache.
Stattdessen besinnt sich Sonic vor allem auf die alten Stärken. Rasend schnelle Levels und kompromisslose Action. Dank dem größtenteils vorgegebenen Pfad (dazu später mehr) erinnert der Titel dabei mehr an die alten zweidimensionalen Abenteuer von Segas Aushängeschild. Inklusive einem Wiedersehen mit alten Bekannten.
Dieser Weg wird kein leichter sein
„Sonic und die geheimen Ringe“ wird komplett über die Wii-Fernbedienung gesteuert, einen Nunchuck-Zusatz braucht Ihr sowohl im Einzel- als auch im Mehrspieler nicht.
Im Gegensatz zu bisherigen Vertretern der Reihe hat sich der Levelaufbau deutlich verändert. In verschiedenen Welten müsst Ihr diverse Aufgaben erfüllen, um im Spiel weiter zu kommen. So besucht Ihr jede Welt also diverse Male. Ist ein Abschnitt neu geöffnet, muss Sonic erst einmal die ganze Strecke zurücklegen. Weitere Aufgaben innerhalb der Welt, etwa das Besiegen aller Gegner oder das Beenden des Abschnitts ohne Lebensverlust werden innerhalb dieser Welten erfüllt. Obwohl Ihr eine Welt also öfters besuchen müsst, bietet sich dennoch Abwechslung. So werden viele Elemente eines Abschnitts von Aufgabe zu Aufgabe anders verteilt, außerdem gibt es alternative Wege. Dazu unterscheiden sich die Aufgaben stark voneinander und verlangen unterschiedliches Geschick.
Sonic bewegt sich dabei fast wie auf Schienen. Ihr könnt zwar jederzeit auch zurückhüpfen beziehungsweise nach links oder rechts ausweichen, der grobe Pfad bis zum Ende eines Abschnittes ist allerdings vorgegeben. Die bisher aus dreidimensionalen Abenteuern bekannten Kameraprobleme konnten somit weitestgehend eingedämmt werden und treten höchstens noch dann auf, wenn Ihr Sonic zurückbewegt. Sonic nimmt ansonsten allerdings automatisch Tempo auf. An kritischen Stellen sollte es dann von Nöten sein, den blauen Igel auch einmal auszubremsen.
Denn neben diversen Hindernissen stellen sich Euch natürlich auch einige Gegner in den Weg. Zum Ende einer Welt wartet darüber hinaus wie üblich ein Bossgegner auf Sonic. Hier gilt es, sich die richtige Taktik zu Recht zu legen und die Schwachstelle des Gegners ausfindig zu machen und schon dürftet Ihr keine Probleme haben. Die zahlreichen Missionen bieten immer Geheimnisse und Möglichkeiten, Rekorde aufzustellen. So könnt Ihr Medaillen sammeln, müsst die Abschnitte dafür aber schnell genug überstehen. Für Sammler ist der Titel eine wahre Schatztruhe. Die Suche motiviert ungemein und der Umfang wird dadurch natürlich erheblich gesteigert.
Übung macht den Meister
Am Anfang dürfte Euch auffallen, dass der gute Sonic ein wenig träge in die Kurven geht und auch lange braucht, um wirklich Tempo aufzunehmen. Doch keine Sorge, der schnelle Igel ist noch nicht reif für die Rente. Stattdessen sammelt Ihr durch erfolgreiches Spielen der Story Erfahrungspunkte, die Ihr in mehr als einhundert Fähigkeiten investieren könnt.
Dabei wird nicht nur Sonics Geschwindigkeit beeinflusst, er lernt auch völlig neue Talente und kann beispielsweise einen Blitzstart zu Beginn einer Runde durchführen. Allerdings könnt Ihr nicht unbegrenzt Fertigkeiten einsetzen. Mit jedem Level stehen Euch Punkte zur Verfügung, mit denen Ihr den kleinen Ring, den Sonic am Finger trägt, mit Fertigkeiten aufbessern könnt.
Im Mehrspieler-Part des Titels bekämpfen sich bis zu vier Spieler. Wie bereits erwähnt wurde auch hier auf den Einsatz des Nunchuck verzichtet, alle Spiele lassen sich durch Bewegungen der Fernbedienung steuern. So müsst Ihr mit der Fernbedienung rudern oder diese kräftig schütteln. Insgesamt bieten sich so 40 spaßige Minispiele für die kurze Partie zwischendurch. Technisch kann „Sonic und die geheimen Ringe“ durchaus gefallen. Grafisch nett in Szene gesetzt ist es vor allem sehr förderlich, dass das Spiel ruckelfrei und pfeilschnell über die Bildschirme flimmert. So erreicht man teilweise ein Geschwindigkeitsgefühl, welches sich zuletzt bei den 2D-Abenteuern eingestellt hat. Zugleich erfreuen nette Effekte, etwa die Sonneneinstrahlung oder Wasserreflexionen, das Auge des Spielers.
Die Musikuntermalung des Titels stört zwar mehr als sie nützt, aber immerhin unterstützt der Titel Dolby Pro Logic II-Sound. Die Sprachausgabe der Zwischensequenzen könnt Ihr wahlweise auf Englisch oder Japanisch stellen, alles Weitere wird mit deutschen Bildschirmtexten erklärt.
Die Steuerung funktioniert größtenteils gut. An bestimmten Stellen wie den Attacken auf angriffslustige Gegner kann es aber mitunter auch zu Problemen kommen. Hier fehlt ein wenig Feinschliff, so dass die Steuerung nicht ganz genau funktioniert. Nach einiger Zeit sollte aber zumindest das Bewegen des Igels kein Problem mehr darstellen.
Heiko Ellinger meint...
Mit „Sonic und die geheimen Ringe“ kehrt das Sonic Team in die Erfolgsspur zurück. Während die Story nur schmückendes Beiwerk ist, hat es das rasend schnelle Gameplay in sich. Sonic nähert sich damit näher an die erfolgreichen und zeitlosen Klassiker seiner 2D-Geschichte an und rückt vom Spielprinzip der letzten Abenteuer ab. Auch technisch ist der Titel mehr als ordentlich und zaubert das Morgenland gekonnt auf den Bildschirm. Die Steuerung funktioniert zwar nicht perfekt und auch der Missionsaufbau ist sicher Geschmackssache, aber dennoch: Ein Pflichtkauf für Tempofanatiker und natürlich alle Fans von Sonic.
Mit „Sonic und die geheimen Ringe“ kehrt das Sonic Team in die Erfolgsspur zurück. Während die Story nur schmückendes Beiwerk ist, hat es das rasend schnelle Gameplay in sich. Sonic nähert sich damit näher an die erfolgreichen und zeitlosen Klassiker seiner 2D-Geschichte an und rückt vom Spielprinzip der letzten Abenteuer ab. Auch technisch ist der Titel mehr als ordentlich und zaubert das Morgenland gekonnt auf den Bildschirm. Die Steuerung funktioniert zwar nicht perfekt und auch der Missionsaufbau ist sicher Geschmackssache, aber dennoch: Ein Pflichtkauf für Tempofanatiker und natürlich alle Fans von Sonic.

GRAFIK
Hübsche und vor allem pfeilschnelle Grafik, die Sonic gut einfängt.
Hübsche und vor allem pfeilschnelle Grafik, die Sonic gut einfängt.

SOUND
Englische und Japanische Sprachausgabe zur Auswahl, auf Deutsch wird nur gelesen. Ansonsten solide Musikuntermalung.
Englische und Japanische Sprachausgabe zur Auswahl, auf Deutsch wird nur gelesen. Ansonsten solide Musikuntermalung.

BEDIENUNG
Eingängige Steuerung, die auch in den Geschwindigkeitspassagen beherrschbar ist.
Eingängige Steuerung, die auch in den Geschwindigkeitspassagen beherrschbar ist.

UMFANG
Zahlreiche Geheimnisse und abwechslungsreiche Welten.
Zahlreiche Geheimnisse und abwechslungsreiche Welten.
SPIELSPASS
Sonic kann es noch immer - schnell und gut, so mögen wir den Igel!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Sonic kann es noch immer - schnell und gut, so mögen wir den Igel!
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel