Star Fox Command
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 04.03.2007
Das Comeback des Star Fox Teams
Vor vielen Jahren bedrohte der größenwahnsinnige Andross die Galaxy. Von dem Planeten Venom aus entsandte er seine Handlanger und lies seine Armeen bis zum Planeten Corneria vordringen. Dort aber stellte sich ihm das Star Fox Team in den Weg. Die vier mutigen Söldner befreiten die belagerten Planeten und ihr Anführer Fox McCloud besiegte Andross letztendlich in einem Zweikampf. Die Zeit verging und das ehemals so heldenhafte Team entschloss sich getrennte Wege zu gehen. Doch es kommt der Tag, an dem sie eine neue Bedrohung wieder zur Zusammenarbeit zwingt. Dieser Tag naht in Form von Star Fox Command für den Nintendo DS.
Da der Planet Venom, ehemalige Basis von Andross, von allen Völkern gemieden wurde, konnte sich in seinen toxischen Sümpfen eine neue Bedrohung zusammenbrauen. Ohne dass es Jemand merkte, hat der geheimnisvolle Imperator Anglar eine neue Armee aufgebaut und setzt da an, wo Andross aufgehört hatte. Als das gesamte Lylat-System wieder in Gefahr schwebt, stürzt sich Fox McCloud erneut in den Kampf. Unterstützung erfährt er dabei zu Anfang nur von seinem mechanischen Gehilfen ROB, der die Stellung auf dem Mutterschiff Great Fox hält. Doch Fox muss schnell einsehen, dass er weitere Unterstützung benötigt, um den Frieden wieder herstellen zu können. Damit werdet Ihr nach und nach die ehemaligen Mitglieder des Teams finden und von einer Zusammenarbeit überzeugen müssen. Die Geschichte ist dabei nicht gradlinig gehalten und Ihr habt oft die Wahl zwischen verschiednen Missionen und Planeten. Dementsprechend gibt es auch verschiedene Enden, wodurch mehrmalige Durchgänge zur Pflicht werden und das Spiel sehr lange beschäftigen kann.
Überzeugende Strategie
Die Anfänge des Star Fox-Reihe sind im Action-Genre zu finden, doch auf dem GameCube wurde Fox auch schon in ein Adventure geschickt. Star Fox Command hebt sich wiederum von all seinen Vorgängern ab, denn dieses Mal steht strategisches Handeln im Vordergrund. Die meiste der Zeit des Spies werdet Ihr deswegen auch auf der Taktik-Karte verbringen. Die Kämpfe werden rundenbasiert ausgetragen. Ausgehend von der Great Fox aus, können Fox, Crystal, Falco und Co. als Einheiten entsandt werden. Das läuft über den Touchscreen ab. Mit dem Stylus müssen einfach Routen für jeden Piloten gezeichnet werden, die dann auch penibel verfolgt werden. In jeder Runde kann jeder Pilot nur eine begrenzte Strecke zurücklegen, was sehr viel taktisches Geschick erfordert. Immerhin ist die Anzahl der Runden auch fest vorgegeben. Mit dem Aufbrauchen aller Runden gilt die Mission als verloren und muss komplett von vorne begonnen werden. Leider ist ein Speichern innerhalb der Missionen, wie es Advance Wars Dual Strike überzeugend vorgemacht hat, nicht möglich.
Das Ziel sieht in jeder der Missionen gleich aus. Es muss eine vorgegebene Anzahl an Energiekernen errungen werden, die Ihr durch das besiegen von feindlichen Einheiten und das Einnehmen von Basen erhaltet. Letzteres ist besonders wichtig, da durch Basen nicht nur Energiekerne, sondern auch weitere Runden verfügbar werden. Das Besiegen aller Gegner klingt zwar nach keiner sehr anspruchsvollen Aufgabe, ist aber vor allem in spätere Missionen sehr schwierig. Viel Schuld trägt daran der Kriegsnebel, der Gegner und Basen verdeckt. Der Nebel kann zwar durch Reiben mit dem Stylus gezielt gelichtet werden, aber da dieses in jeder Runde auch nur in einem begrenzten Maße möglich ist, kann es schwer werden, innerhalb der Rundenvorgabe alle Feine ausfindig zu machen. Ungeplante Züge könnt Ihr Euch daher nicht leisten.
Langweilig werden die Missionen nie. Auf der einen Seite müssen unter dem Druck der begrenzten Rundenanzahl die Gegner gefunden werden, auf der anderen gilt es auch die Great Fox zu beschützen. Euer Mutterschiff ist nämlich das bevorzugte Ziel eurer Feinde. Erreichen diese das Schiff, wird es zerstört und die Mission ist für Euch vorbei. Oft schießen feindliche Basen auch noch Raketen ab, die schnell und zielsicher die Great Fox anpeilen. Um allen Aufgaben gerecht zu werden, müssen die Piloten intelligent verteilt, eingenommene Basen zur Verlängerung der eigenen Flugroute genutzt und auch Items eingesammelt werden. Praktisch sind dabei vor allem Raketen für die Great Fox, mit der sie in der Nähe befindliche Gegner im Notfall auch selbst unschädlich machen kann. Der Schwierigkeitsgrad steigt von Mission zu Mission an und ist sehr knackig gehalten. Gelegentlich kann es auch zu Frust kommen, wenn ein Gegner im Schutze des Nebels überraschend die Great Fox erreicht oder eine Rakete nicht aufgehalten werden kann. Das ist aber selten und kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Strategiepart des Spiels auf ganzer Linie überzeugen kann.
Wo ist die Action?
Während Strategen hellauf begeistert von diesem Spiel sein werden, fragen sich Fans der Serie sicherlich was aus den actionreichen Luftkämpfen geworden ist. Auf diese muss zum Glück nicht verzichtet werden, denn sobald Ihr auf der Strategiekarte auf einen Feind trefft, andet Ihr auf einem 3D-Schlachtfeld. Hier könnt Ihr Euch frei bewegen und müsst in altbekannter Manier einen Feind nach dem nächsten vom Himmel holen. Die Anzahl der zu besiegenden Feinde ist dabei vorgegeben. Gegen Euch arbeitet nicht nur eure Lebensanzeige, sondern auch eine Zeitlimit. Dieses ist so bemessen, dass Ihr nicht absolut hetzen müsst, Euch aber auch nicht übermäßig viel Zeit lassen dürft. Schade dabei ist, dass die Kämpfe nur in kleinen Arenen ausgetragen werden, die sich alle sehr ähnlich sehen und an deren Ränder der jeweilige Pilot automatisch eine Wende vollführt. Ein Kampf gilt als gewonnen, wenn alle angegeben Gegner besiegt wurden. Verliert Ihr den Kampf, kann der Gegner auf der Taktikkarte weiter in Richtung der Great Fox vorrücken. Außerdem verliert Ihr ein Leben, deren vollkommener Verlust eine weitere Möglichkeit darstellt, eine Mission zu verlieren.
Bei der Steuerung macht Star Fox Command vollen Gebrauch von dem Touchscreen. Während die Luftkämpfe auf dem oberen Bildschirm in drei Dimensionen ausgetragen werden, wird auf diesem ein Radar dargestellt. Ähnlich wie bei vielen Egoshootern für den Nintendo DS wird mit dem Stylus das Zielkreuz gesteuert, in deren Richtung nicht nur eure Lasersalven abgefeuert werden, sondern auch das gesamte Schiff fliegt. Diese Art von Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, ermöglicht aber eine intuitive Kontrolle über das Schiff. Leider haben die Entwickler aber auch so ziemlich jedes andere Manöver auf den Touchscreen gelegt. Eine Rolle, die feindlichen Beschuss abblockt, wird mit einer ruckartigen Bewegung ausgeführt. Tippt Ihr kurz auf den oberen Rand des Touchscreen aktiviert Ihr den Boost, mit der Berührung des unteren Randes bremst Ihr. Außerdem gibt es am Rand des Bildschirms Schaltflächen für Wenden, Loopings oder das Abwerfen von besonders kraftvollen Bomben. Die Steuerung wird mit der Überstrapazierung des Touchscreens etwas zu kompliziert. Warum viele der Funktionen nicht auf die Knöpfe gelegt wurden ist vollkommen unverständlich, denn diese erfüllen mit dem Abfeuern des Lasers allesamt die selbe Aufgabe.
Insgesamt können die Luftkämpfe nicht so überzeugen, wie der Strategiepart des Spiels. Das liegt nicht nur an der sehr gewöhnungsbedürftigen Steuerung, sondern auch an der ihrer Kürze. Richtig viel Action kommt nicht auf, wenn in einer kleinen Arena drei Gegner eliminiert werden müssen. Vor allem, da diese kaum über KI zu verfügen und sich manchmal freiwillig abschießen zu lassen scheinen. Besonders abwechslungsreich sind die meisten Kämpfe leider auch nicht. Allerdings wird Monotonie durch das Einnehmen von Basen und das Abfangen von Raketen verhindert. Um Basen einzunehmen müssen zuerst einige Gegner besiegt werden. Dann tauscht ein Leitsignal zum Mutterschiff auf, dem Ihr folgen müsst. Kommt Ihr von der Bahn ab, ist der Kampf verloren, tut Ihr es nicht, könnt Ihr das Mutterschiff erreichen und mit einer Rolle einnehmen. Bei den Raketen wird das Prinzip mit dem Leitsignal extremer genutzt. Dieses muss dabei nämlich mit einer hohen Geschwindigkeit verfolgt werden bis die Rakete in Sicht kommt. Dann müsst Ihr dem Signal weiterhin folgen, aber zusätzlich noch auf die Rakete feuern, um diese vom Himmel zu holen. Langweilig sind die Luftkämpfe damit zwar nicht, doch Action im Sinne der Vorgänger wird nicht geboten, was Fans enttäuschen könnte.
Online-Schlachten im Weltraum
Mehr Action kommt bei Schlachten im Mehrspieler-Modus auf. Hier können bis zu sechs Spieler mit nur einer Cartridge in die Luftarena steigen. Zwischen diesen entbrennt dann eine Schlacht, bei der die meisten Abschüsse errungen werden müssen, um als Sieger hervorzugehen. Vorteile können mit verschiedenen Items gesichert werden, wie stärkeren Lasern, Tarnvorrichtungen oder Bomben. Wer in näherer Umgebung keine Mitspieler findet, kann sich über die Wi-Fi Connection auch mit Gegnern aus aller Welt treffen. Bis zu vier Mitspieler können dabei eine Schlacht bestreiten, an deren Ende jeder Spieler für sein Können bewertet wird. Die dadurch erhaltenen Ränge werden statistisch genauso festgehalten, wie die Anzahl der errungenen Siege. Neben den verschiedenen Enden bilden die Mehrspieler-Schlachten einen weiteren Grund dafür, warum Star Fox Command nicht allzu schnell im Regal verstauben sollte.
Die Grafik des Spiels hat zwei Seiten. Für die Effekte bei den Luftkämpfen und dem flüssige Ablauf selbst bei hohem Gegneraufkommen gebührt den Entwicklern Lob. Auf der anderen Seite wirkt die Grafik aufgrund von groben Texturen und sehr wenigen Details aber auch nicht wirklich hübsch. Die zweidimensionale Taktikkarte wurde natürlich nur sehr einfach gestaltet, allerdings ist das nicht zu bemängeln, da auf diese Art und Weise die wichtige Übersichtlichkeit garantiert wird. Die musikalische Untermalung wird sowohl Neueinsteiger, als auch Serien-Fans überzeugen können. Oft wurden Lieder der Vorgänger in überarbeiteter Form übernommen. Aber auch die neuen Untermalungen passen sehr gut zu dem Szenario. Die Kämpfe werden von überzeugenden Soundeffekten untermauert. Aber nicht nur diese sorgen für eine dichtere Atmosphäre, sondern auch die Unterstützung des separat erhältlichen Rumble Pack, das Treffer deutlich erkennbar macht.
Vor vielen Jahren bedrohte der größenwahnsinnige Andross die Galaxy. Von dem Planeten Venom aus entsandte er seine Handlanger und lies seine Armeen bis zum Planeten Corneria vordringen. Dort aber stellte sich ihm das Star Fox Team in den Weg. Die vier mutigen Söldner befreiten die belagerten Planeten und ihr Anführer Fox McCloud besiegte Andross letztendlich in einem Zweikampf. Die Zeit verging und das ehemals so heldenhafte Team entschloss sich getrennte Wege zu gehen. Doch es kommt der Tag, an dem sie eine neue Bedrohung wieder zur Zusammenarbeit zwingt. Dieser Tag naht in Form von Star Fox Command für den Nintendo DS.
Da der Planet Venom, ehemalige Basis von Andross, von allen Völkern gemieden wurde, konnte sich in seinen toxischen Sümpfen eine neue Bedrohung zusammenbrauen. Ohne dass es Jemand merkte, hat der geheimnisvolle Imperator Anglar eine neue Armee aufgebaut und setzt da an, wo Andross aufgehört hatte. Als das gesamte Lylat-System wieder in Gefahr schwebt, stürzt sich Fox McCloud erneut in den Kampf. Unterstützung erfährt er dabei zu Anfang nur von seinem mechanischen Gehilfen ROB, der die Stellung auf dem Mutterschiff Great Fox hält. Doch Fox muss schnell einsehen, dass er weitere Unterstützung benötigt, um den Frieden wieder herstellen zu können. Damit werdet Ihr nach und nach die ehemaligen Mitglieder des Teams finden und von einer Zusammenarbeit überzeugen müssen. Die Geschichte ist dabei nicht gradlinig gehalten und Ihr habt oft die Wahl zwischen verschiednen Missionen und Planeten. Dementsprechend gibt es auch verschiedene Enden, wodurch mehrmalige Durchgänge zur Pflicht werden und das Spiel sehr lange beschäftigen kann.
Überzeugende Strategie
Die Anfänge des Star Fox-Reihe sind im Action-Genre zu finden, doch auf dem GameCube wurde Fox auch schon in ein Adventure geschickt. Star Fox Command hebt sich wiederum von all seinen Vorgängern ab, denn dieses Mal steht strategisches Handeln im Vordergrund. Die meiste der Zeit des Spies werdet Ihr deswegen auch auf der Taktik-Karte verbringen. Die Kämpfe werden rundenbasiert ausgetragen. Ausgehend von der Great Fox aus, können Fox, Crystal, Falco und Co. als Einheiten entsandt werden. Das läuft über den Touchscreen ab. Mit dem Stylus müssen einfach Routen für jeden Piloten gezeichnet werden, die dann auch penibel verfolgt werden. In jeder Runde kann jeder Pilot nur eine begrenzte Strecke zurücklegen, was sehr viel taktisches Geschick erfordert. Immerhin ist die Anzahl der Runden auch fest vorgegeben. Mit dem Aufbrauchen aller Runden gilt die Mission als verloren und muss komplett von vorne begonnen werden. Leider ist ein Speichern innerhalb der Missionen, wie es Advance Wars Dual Strike überzeugend vorgemacht hat, nicht möglich.
Das Ziel sieht in jeder der Missionen gleich aus. Es muss eine vorgegebene Anzahl an Energiekernen errungen werden, die Ihr durch das besiegen von feindlichen Einheiten und das Einnehmen von Basen erhaltet. Letzteres ist besonders wichtig, da durch Basen nicht nur Energiekerne, sondern auch weitere Runden verfügbar werden. Das Besiegen aller Gegner klingt zwar nach keiner sehr anspruchsvollen Aufgabe, ist aber vor allem in spätere Missionen sehr schwierig. Viel Schuld trägt daran der Kriegsnebel, der Gegner und Basen verdeckt. Der Nebel kann zwar durch Reiben mit dem Stylus gezielt gelichtet werden, aber da dieses in jeder Runde auch nur in einem begrenzten Maße möglich ist, kann es schwer werden, innerhalb der Rundenvorgabe alle Feine ausfindig zu machen. Ungeplante Züge könnt Ihr Euch daher nicht leisten.
Langweilig werden die Missionen nie. Auf der einen Seite müssen unter dem Druck der begrenzten Rundenanzahl die Gegner gefunden werden, auf der anderen gilt es auch die Great Fox zu beschützen. Euer Mutterschiff ist nämlich das bevorzugte Ziel eurer Feinde. Erreichen diese das Schiff, wird es zerstört und die Mission ist für Euch vorbei. Oft schießen feindliche Basen auch noch Raketen ab, die schnell und zielsicher die Great Fox anpeilen. Um allen Aufgaben gerecht zu werden, müssen die Piloten intelligent verteilt, eingenommene Basen zur Verlängerung der eigenen Flugroute genutzt und auch Items eingesammelt werden. Praktisch sind dabei vor allem Raketen für die Great Fox, mit der sie in der Nähe befindliche Gegner im Notfall auch selbst unschädlich machen kann. Der Schwierigkeitsgrad steigt von Mission zu Mission an und ist sehr knackig gehalten. Gelegentlich kann es auch zu Frust kommen, wenn ein Gegner im Schutze des Nebels überraschend die Great Fox erreicht oder eine Rakete nicht aufgehalten werden kann. Das ist aber selten und kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Strategiepart des Spiels auf ganzer Linie überzeugen kann.
Wo ist die Action?
Während Strategen hellauf begeistert von diesem Spiel sein werden, fragen sich Fans der Serie sicherlich was aus den actionreichen Luftkämpfen geworden ist. Auf diese muss zum Glück nicht verzichtet werden, denn sobald Ihr auf der Strategiekarte auf einen Feind trefft, andet Ihr auf einem 3D-Schlachtfeld. Hier könnt Ihr Euch frei bewegen und müsst in altbekannter Manier einen Feind nach dem nächsten vom Himmel holen. Die Anzahl der zu besiegenden Feinde ist dabei vorgegeben. Gegen Euch arbeitet nicht nur eure Lebensanzeige, sondern auch eine Zeitlimit. Dieses ist so bemessen, dass Ihr nicht absolut hetzen müsst, Euch aber auch nicht übermäßig viel Zeit lassen dürft. Schade dabei ist, dass die Kämpfe nur in kleinen Arenen ausgetragen werden, die sich alle sehr ähnlich sehen und an deren Ränder der jeweilige Pilot automatisch eine Wende vollführt. Ein Kampf gilt als gewonnen, wenn alle angegeben Gegner besiegt wurden. Verliert Ihr den Kampf, kann der Gegner auf der Taktikkarte weiter in Richtung der Great Fox vorrücken. Außerdem verliert Ihr ein Leben, deren vollkommener Verlust eine weitere Möglichkeit darstellt, eine Mission zu verlieren.
Bei der Steuerung macht Star Fox Command vollen Gebrauch von dem Touchscreen. Während die Luftkämpfe auf dem oberen Bildschirm in drei Dimensionen ausgetragen werden, wird auf diesem ein Radar dargestellt. Ähnlich wie bei vielen Egoshootern für den Nintendo DS wird mit dem Stylus das Zielkreuz gesteuert, in deren Richtung nicht nur eure Lasersalven abgefeuert werden, sondern auch das gesamte Schiff fliegt. Diese Art von Steuerung ist gewöhnungsbedürftig, ermöglicht aber eine intuitive Kontrolle über das Schiff. Leider haben die Entwickler aber auch so ziemlich jedes andere Manöver auf den Touchscreen gelegt. Eine Rolle, die feindlichen Beschuss abblockt, wird mit einer ruckartigen Bewegung ausgeführt. Tippt Ihr kurz auf den oberen Rand des Touchscreen aktiviert Ihr den Boost, mit der Berührung des unteren Randes bremst Ihr. Außerdem gibt es am Rand des Bildschirms Schaltflächen für Wenden, Loopings oder das Abwerfen von besonders kraftvollen Bomben. Die Steuerung wird mit der Überstrapazierung des Touchscreens etwas zu kompliziert. Warum viele der Funktionen nicht auf die Knöpfe gelegt wurden ist vollkommen unverständlich, denn diese erfüllen mit dem Abfeuern des Lasers allesamt die selbe Aufgabe.
Insgesamt können die Luftkämpfe nicht so überzeugen, wie der Strategiepart des Spiels. Das liegt nicht nur an der sehr gewöhnungsbedürftigen Steuerung, sondern auch an der ihrer Kürze. Richtig viel Action kommt nicht auf, wenn in einer kleinen Arena drei Gegner eliminiert werden müssen. Vor allem, da diese kaum über KI zu verfügen und sich manchmal freiwillig abschießen zu lassen scheinen. Besonders abwechslungsreich sind die meisten Kämpfe leider auch nicht. Allerdings wird Monotonie durch das Einnehmen von Basen und das Abfangen von Raketen verhindert. Um Basen einzunehmen müssen zuerst einige Gegner besiegt werden. Dann tauscht ein Leitsignal zum Mutterschiff auf, dem Ihr folgen müsst. Kommt Ihr von der Bahn ab, ist der Kampf verloren, tut Ihr es nicht, könnt Ihr das Mutterschiff erreichen und mit einer Rolle einnehmen. Bei den Raketen wird das Prinzip mit dem Leitsignal extremer genutzt. Dieses muss dabei nämlich mit einer hohen Geschwindigkeit verfolgt werden bis die Rakete in Sicht kommt. Dann müsst Ihr dem Signal weiterhin folgen, aber zusätzlich noch auf die Rakete feuern, um diese vom Himmel zu holen. Langweilig sind die Luftkämpfe damit zwar nicht, doch Action im Sinne der Vorgänger wird nicht geboten, was Fans enttäuschen könnte.
Online-Schlachten im Weltraum
Mehr Action kommt bei Schlachten im Mehrspieler-Modus auf. Hier können bis zu sechs Spieler mit nur einer Cartridge in die Luftarena steigen. Zwischen diesen entbrennt dann eine Schlacht, bei der die meisten Abschüsse errungen werden müssen, um als Sieger hervorzugehen. Vorteile können mit verschiedenen Items gesichert werden, wie stärkeren Lasern, Tarnvorrichtungen oder Bomben. Wer in näherer Umgebung keine Mitspieler findet, kann sich über die Wi-Fi Connection auch mit Gegnern aus aller Welt treffen. Bis zu vier Mitspieler können dabei eine Schlacht bestreiten, an deren Ende jeder Spieler für sein Können bewertet wird. Die dadurch erhaltenen Ränge werden statistisch genauso festgehalten, wie die Anzahl der errungenen Siege. Neben den verschiedenen Enden bilden die Mehrspieler-Schlachten einen weiteren Grund dafür, warum Star Fox Command nicht allzu schnell im Regal verstauben sollte.
Die Grafik des Spiels hat zwei Seiten. Für die Effekte bei den Luftkämpfen und dem flüssige Ablauf selbst bei hohem Gegneraufkommen gebührt den Entwicklern Lob. Auf der anderen Seite wirkt die Grafik aufgrund von groben Texturen und sehr wenigen Details aber auch nicht wirklich hübsch. Die zweidimensionale Taktikkarte wurde natürlich nur sehr einfach gestaltet, allerdings ist das nicht zu bemängeln, da auf diese Art und Weise die wichtige Übersichtlichkeit garantiert wird. Die musikalische Untermalung wird sowohl Neueinsteiger, als auch Serien-Fans überzeugen können. Oft wurden Lieder der Vorgänger in überarbeiteter Form übernommen. Aber auch die neuen Untermalungen passen sehr gut zu dem Szenario. Die Kämpfe werden von überzeugenden Soundeffekten untermauert. Aber nicht nur diese sorgen für eine dichtere Atmosphäre, sondern auch die Unterstützung des separat erhältlichen Rumble Pack, das Treffer deutlich erkennbar macht.
Sascha Geldermann meint...
Star Fox Command kann durch seinen überaus gelungenen Strategiepart überzeugen. Dieser verlangt viel taktisches Geschick und bietet fesselnde Spannung und viel Abwechslung. Die Luftkämpfe an sich kommen allerdings leider zu kurz und leiden unter einer geringen KI und einer gewöhnungsbedürftigen Steuerung. Fans der Serie könnten daher vielleicht enttäuscht werden, doch Anhänger des Strategiegenres werden nicht nur viel, sondern dank der Internet-Schlachten und verschiedenen Enden auch lange Spaß mit diesem Weltraumspektakel haben.
Star Fox Command kann durch seinen überaus gelungenen Strategiepart überzeugen. Dieser verlangt viel taktisches Geschick und bietet fesselnde Spannung und viel Abwechslung. Die Luftkämpfe an sich kommen allerdings leider zu kurz und leiden unter einer geringen KI und einer gewöhnungsbedürftigen Steuerung. Fans der Serie könnten daher vielleicht enttäuscht werden, doch Anhänger des Strategiegenres werden nicht nur viel, sondern dank der Internet-Schlachten und verschiedenen Enden auch lange Spaß mit diesem Weltraumspektakel haben.

GRAFIK
Das Kampfgeschehen läuft flüssig und wartet mit netten Effekten auf. Die Texturen sind aber grob und es fehlt an Details.
Das Kampfgeschehen läuft flüssig und wartet mit netten Effekten auf. Die Texturen sind aber grob und es fehlt an Details.

SOUND
Die Soundeffekte passen zum taktischen Geschehen.
Die Soundeffekte passen zum taktischen Geschehen.

BEDIENUNG
Das Zielen per Touchscreen klappt sehr gut. Die Steuerung ist aber erst einmal gewöhnungsbedürftig.
Das Zielen per Touchscreen klappt sehr gut. Die Steuerung ist aber erst einmal gewöhnungsbedürftig.

UMFANG
Verschiedene Enden und Online-Schlachten motivieren lange.
Verschiedene Enden und Online-Schlachten motivieren lange.
SPIELSPASS
Strategische Weltraumschlacht, der es an Action fehlt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Strategische Weltraumschlacht, der es an Action fehlt.
* kein Durchschnitt der einzelnen Kategorien
Informationen zum Spiel