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Mega Man Zero Collection
verfasst von Aljoscha Reuther
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Mega Man ist sicherlich eine der bekanntesten Jump 'n' Run Serien, die es gibt. Gerade die letzten Ableger der Serie, Mega Man 9 und 10, halten die Tradition der alten 8- und 16-Bit Spiele aufrecht und fordern die Spieler mit geradezu unmenschlichen Schwierigkeitsgraden. Doch diesmal geht es nicht um den blauen Roboter mit der Wumme im Arm, sondern um einen seiner „Sidekicks“: Zero. Mega Man Zero erschien 2002, auf dem Gameboy Advance. Bis 2005 erschienen insgesamt 4 Spiele, die Capcom nun für den DS in einer Karte zusammengefasst hat. Ein bloßer Aufguss, um mit alten Spielen noch einmal Geld zu verdienen, oder die Möglichkeit, einen echten Klassiker erneut spielen zu können?
Von guten und bösen Androiden
Die Handlung von Mega Man Zero setzt im Jahre 23XX an, also nach der Handlung von Mega Man X. Die Reploiden wurden kurzerhand zu Vogelfreien erklärt und gejagt. Die einzige Hoffnung besteht in Zero, der sich allerdings in einem 100 Jährigen Tiefschlaf befindet. Die Wissenschaftlerin Ciel findet ihn schließlich und erweckt ihn wieder zum Leben, woraufhin Zero gegen die von X selbst erschaffene Stadt Neo Arcadia kämpft, von der aus die systematische Auslöschung der Reploiden gesteuert wird. Und schon befinden wir uns im ersten der vier Titel, wobei der Wechsel auf dem DS fließend ist. Man merkt nicht wirklich, wenn man vom ersten in den zweiten Teil übergeht. Einen Hinweis bieten nur die großen Bosskämpfe und die sich abschließenden Storystränge.
Von der Spielmechanik hat sich im Vergleich zu den Spielen der Originalserie nichts geändert. Immer noch können wir frei wählen, welche Level wir wann spielen, der Schwierigkeitsgrad ist recht happig, auch wenn für den DS eine Art Hilfe eingebaut wurde, bei dem wir uns keine Sorge machen müssen, irgendwann vor dem endgültigen Game-Over zu stehen. Wir haben so viele „Continues“ wie wir wollen, der Counter bleibt immer bei 9 stehen. Auch Zero's Durchhaltevermögen wurde verbessert und die Endgegner sind leichter einzuäschern. Das ist in den ersten Spielstufen zwar nicht wirklich nötig, aber besonders in den letzten Leveln des Spieles wird jeder gefrustete Spieler, der das Spiel nicht wieder aus dem DS heraus nimmt und sich stattdessen „einfacheren“ Spielen widmet, diese Regelung durchaus bevorzugen. Denn besonders die Sprungeinlagen, in die sich Zero immer wieder stürzen muss, führen immer wieder dazu, dass wir die komplette Stufe erneut spielen können. Komfortfunktionen wie Speicherpunkte innerhalb der Level gibt es höchstens bei Endgegnern – wenn man Glück hat.
Viel gibt es auch schon nicht mehr zu sagen, denn bis auf die gerade erwähnte Spielhilfe ist nichts am Spiel verändert worden. Selbst das Format wurde beibehalten und so gibt es links und rechts neben dem Spielbildschirm dunkle Balken, als ob man mit dem DS (Lite) ein GBA-Spiel spielen würde. Der Touchscreen kommt nicht zum Einsatz, höchstens um das Spie zu beenden. Sonst sehen wir nur ein Portrait, entweder von Zero oder vom gerade bekämpften Endgegner, auf dem unteren Bildschirm. Technisch gesehen haben wir hier also wirklich nur eine einfache Zusammenfassung von 4 guten Spielen, die nahtlos aneinander geknüpft wurden. Allerdings kann jedes Spiel auch einzeln ausgewählt und gespielt werden, wie im Original. Allerdings wächst hier auch der Schwierigkeitsgrad wieder, denn der große Storymodus schraubt, durch die eben genannten Spielhilfen, selbigen sehr weit runter.
Insgesamt ist die Zero-Collection jedem zu empfehlen, der entweder eine Vorliebe für Mega Man oder für schwere Jump 'n' Runs hat. Viele könnten allerdings auf dem Gefühl sitzen bleiben, eine einfache Aneinanderreihung von alten GBA-Spielen vor sich zu haben – was ja eigentlich auch stimmt.
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Etwas mehr hätte ich schon erwartet, allerdings sind die 4 Zero-Spiele echte Spieleperlen und man kann Capcom eigentlich nur danken, dass sie diese Spiele erneut veröffentlicht haben, besonders da die neuen DS-Varianten keine GBA-Spiele mehr abspielen können. Eine klare Empfehlung für Fans, aber vielleicht nicht das beste für die breite Masse der Spieler, auch wenn die Spiele damals wie heute eine gute Alternative zu den Abenteuern mit Samus Aran oder Mario darstellen. |
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