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Percy Jackson - Diebe im Olymp
verfasst von Aljoscha Reuther
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Die griechischen Götter in New York? Ein Teenager als Halbgott, so wie Herkules? Ein Krieg zwischen den Göttern, ihren Sprösslingen und der Unterwelt? Klingt seltsam, ist aber der Stoff für eine Fantasy-Buchreihe, und außerdem für einen Kinofilm: Percy Jackson – Diebe im Olymp. Exklusiv für den DS erscheint das Spiel zum Film, doch was steckt hinter dem Lizenztitel? Wieder nur eine lieblose Umsetzung, wie es sie schon zu Hauf für den DS gibt, oder doch mal ein Lichtblick?
Von Blitzen und Bestien
Im Gegensatz zu vielen Spielen, die für den DS erscheinen, überrascht Percy Jackson's Reise: das Spiel ist mal kein langweiliges Jump 'n' Run durch die Filmstory, sondern ein Kampfspiel auf Rundenbasis. Was das im Klartext heißt? Nun, ähnlich wie in bekannten (meist asiatischen) Rollenspielen sind die Kämpfe nicht in Echtzeit, sondern unsere Gruppe wechselt sich mit der des Gegners ab. Der, der am Ende noch steht, hat gewonnen – logisch. Unsere Party hat bis zu 3 Mitglieder, die des Gegners Variiert (jedoch auch bis zu 3). Ich will hierbei aber auch nicht zu sehr ins Detail gehen. Percy muss übrigens immer mit von der Partie sein – schließlich geht es um ihn.
Das ganze klingt für den Anfang recht spannend – ein Kampfspiel zu einem Kinofilm, das ist doch mal was. Am Anfang macht das Spiel auch richtig Laune, und man kann kaum erwarten, in den nächsten Kampf verwickelt zu werden. Das dauert auch nicht lange, denn das Spiel besteht nur aus Kämpfen... und dem abklappern von Punkten auf der ab und an erscheinenden Karte. Kämpfe... Kämpfe, Kämpfe. Immer das selbe Schema, immer und immer wieder. Und genau das ist der Haken an dem recht viel versprechenden Spielprinzip.
Wer von der Geschichte, die hinter dem Titel steckt, nicht mehr viel erwartet, entweder weil er bereits den Film gesehen oder das Buch gelesen hat, wird mit Sicherheit nach einiger Zeit einfach nur gelangweilt sein. Denn bis auf die durch Dialoge erzählte Geschichte und dem (mehr oder weniger sinnlosen) Herumlaufen auf der Wegpunktkarte gibt es nur die immer gleich ablaufenden Kämpfe. In den Kämpfen gibt es dann zwar etwas Variation, weil wir mal gegen Monster, mal gegen andere Halbgötter kämpfen, doch vom Grundaufbau her ist es leider immer das selbe.
Unsere Party besteht, wie schon erwähnt, aus 3 Mitgliedern. Percy ist immer dabei, bleiben also 2 weitere Charaktere, die wir frei besetzen können. Insgesamt haben wir 5 Figuren aus dem Film (Buch) zur Auswahl, alle mit verschiedenen Fähigkeiten, die wir nach und nach durch Stufenaufstiege ausbauen. Mehr bleibt da eigentlich nicht zu sagen.
Grafisch laufen nur die Kämpfe in einigermaßen ansehnlichem 3D ab, je nach Situation auch mit entsprechendem Hintergrund. Die Figuren der Geschichte, die leider auch als Icons für unsere Party gelten, sind da wesentlich unansehnlicher. Große Köpfe und Augen, dabei ein entweder manischer oder gelangweilter Gesichtsausdruck, wirken ebenso öde wie das Spielprinzip selbst. Bei der Steuerung bleiben wir auf dem Touchscreen, tippen und auswählen funktioniert soweit ganz gut.
Ab und an kommen wir zu der Chance, einen Volltreffer zu landen und müssen mit dem Stylus in verschiedene Richtungen zeigen – hier ist die Erkennung etwas ungenau.
Großes Kompliment hat allerdings die Soundabteilung des Entwicklers verdient – eine ähnlich stimmige Musikuntermalung findet man nur selten in einem DS Spiel, dass dazu noch auf einem Film basiert.
Einen Multiplayer gibt es nicht.
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Ich muss zugeben, ich habe am Anfang richtig Spaß am Spiel gehabt – endlich mal was anderes als ein ödes Jump 'n' Run durch die Spielwelt. Was dann allerdings daraus wurde, ist leider nicht das, was man unter einem spaßigen Spiel versteht. Von den hässlichen Zeichnungen abgesehen, wird das Spiel nie wirklich spannend und die Kämpfe, die immer nach dem selben Schema ablaufen, nerven schon lange bevor überhaupt 50% der Spielzeit herum sind. Schade. |
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