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Jahresrückblick 2011: Nintendo, die Spiele und ein Blick auf 2012
Artikel verfasst von Sascha Geldermann / Gennaro Grippo / Aljoscha Reuther am 31.12.2011

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und meine Hose neigt sich dem Platzpunkt. Weihnachten ist eben für den Diätplan wie Schnee für die Deutsche Bahn oder Weihnachten für die Deutsche Post: ein Desaster. Nur dass Schnee und Briefe nicht so lecker sind wie das Weihnachtsessen. Und was kommt unweigerlich nach Weihnachten? Im Idealfall das Abspecken – aber das kann auch bis zum nächsten Jahr warten.

1. Ein Rückblick auf das Jahr 2011

Nicht warten kann der Jahresrückblick, sozusagen ein spezieller ReCap, in dem wir nochmal das ganze Jahr hinter uns lassen – in Kurzform, natürlich! Gennaro und Sascha gehen mir dabei zur Hand und werden sich genauer mit den besten Titeln des Jahres und einem kleinen Ausblick auf 2012 befassen! Bedeutet für mich deutlich weniger Arbeit – fast wie Weihnachten!

Ein beliebter Satz, um so einen Rückblick einzuleiten, lautet natürlich: „Was war das für ein Jahr!“, woraufhin ein ellenlanger Text folgt, der nicht erklärt, was das „für ein Jahr“ war, sondern nur, was in diesem Jahr passiert ist. Deshalb spare ich mir einfach mal das „Was war das für ein Jahr!“, denn es war ein Jahr wie jedes andere. Nur dass eben eine 11 hinter der 20 stand.

Naja, ein bisschen ist da doch passiert. Zum Beispiel ging dieses Jahr unsere neue Seite online, die sich nun im gewohnt orangenen Stil präsentiert. Kurz vor dem Release des 3DS haben wir – bzw. unser Chef – es endlich geschafft, N-Life eine Stammzellenkur zu verpassen.

Hachja, der 3DS, dem ging es dieses Jahr gar nicht gut. Wenig Spiele, wenig Support – und noch wichtiger: wenig Käufer. So wenig, dass Nintendo ganz knapp an einer Krise vorbeigerauscht ist. Oder wirklich tief drinsteckte – je nach Sichtweise. Zwischenzeitlich sprachen Analysten sogar vom Ende der Ära Nintendo... naja, Analysten müssen nun einmal reden, das ist schließlich ihr Job. Nintendo senkte in der Folge den Preis, von 250 Euro (mal erwähnt, soviel kostete die Wii auch zu Beginn) auf knapp 150 Euro. Wobei ich in einem wundervollen Geschäft nahe meiner derzeitigen Wohnung noch einen 3DS für 250 Euro gesehen habe – aber da kostet auch die GameCube Version von Super Mario noch 50 Euro. Nostalgie ist ja was Schönes, oder?

Mittlerweile hat sich der 3DS wieder etwas erholt, was daran liegt, dass Nintendo auch endlich gemerkt hat, dass sie einen Handheld auf den Markt gebracht haben. Mario gibt sich wieder die Ehre auf den Systemen und verhilft, unterstützt von Link, dem Handheld doch wieder zu einigermaßen guten Verkaufszahlen. Aus diesen Fehlern will Nintendo lernen – und zwar mit der nächsten Konsole: der Wii U. Ganz ehrlich, als ich den Namen auf der Pressekonferenz der E3 gehört habe, nach einer eher seltsamen Erklärung von Reggie Fils-Aime, dachte ich nur: „Ach du Sche*sse, meinen die das ernst?“ Nun, sie meinten es ernst, und das tun sie immer noch, denn die Wii U, mit der Nintendo auch in der „Next Generation“ ankommen möchte, kommt – und zwar im nächsten Jahr.

Wobei, wenn man nach den ersten Meldungen geht, wird das überhaupt die nächste Konsole? Denn Nintendo hat bei seiner Präsentation auf der E3 zwar darauf geachtet, möglichst viele Fackeln im Publikum zu verteilen, doch das ganze bringt nix, wenn man das Feuerzeug zum Anzünden vergessen hat. Da ich auf Metaphern stehe, hier die Auflösung: aus Nintendos groß aufgezogener Präsentation, bei der auch Zelda nicht zu kurz kam (die Spielereihe feiert in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum, genau wie Metroid), ging nicht wirklich hervor, ob es um einen neuen Controller für die Wii ging (es wurde die ganze Zeit von „the new controller“ gesprochen) oder um eine neue Konsole – und das hat Nintendo dann hinterher auch bereut. Man entschuldigte sich.

Und trotzdem: ich war sauer auf Nintendo. Erst dick die Konsole mit bescheuertem Namen ankündigen und dann nicht einmal etwas Spielbares auf der gamescom zeigen können. Schlimmer noch, auf der gamescom könnte man bei Nintendos Aufbauten vermuten, dass es überhaupt keine Wii U geben wird, denn sie wurde dezent aus sämtlichen Messeangelegenheiten rausgehalten. Nirgends gab es eine Wii U zum Angucken und eine angebliche Präsentation von Nintendo, die heimlich mit dem Handy gefilmt worden sein soll, stellte sich als Fake heraus. Ein cleverer Fake, denn Studenten von „irgendeiner“ Universität wollten untersuchen, wie schnell sich ein Video im Internet verbreiten kann. Experiment geglückt, aber haben die sich da wirklich Freunde mit gemacht? Wie man von RTL hörte, sind Spieler ja höchst gewaltbereit – und müffeln. Oder so. Aber dafür wurde sich auch entschuldigt und jetzt können alle Zocker weiter das höchst anspruchsvolle Programm von RTL schauen. Hurra.

Hachja, die gamescom. Mein erstes „offizielles“ Jahr dort, und es war toll. Zumindest bis zum Samstag. Da war es dann nicht mehr so toll. Viele interessante Stände, gute Gespräche und viele Würstchen im Pressezentrum sind das, was mir im Hinterkopf geblieben ist. Das und die grässliche, grausame und alle anderen negativen Worte mit „g“ beginnende Verkehrsführung in Köln. Göln, sozusagen. Doch nach der gamescom ist es recht ruhig geworden, und neben vielen Spielen, die dann auch langsam wieder aus den Löchern gekrochen kamen, um sich ihre guten Bewertungen abzuholen, ist kaum etwas passiert. Neben den vielen, vielen, vielen Hackerangriffen auf diverse Spieleunternehmen und deren Servern. Vor allem der Angriff auf Sony war... aufsehenerregend. Aber Nintendo haben die Hacker in Ruhe gelassen: Sie mochten den N64 zu sehr.

Fehlt Euch eine Meldung hier, oder wollt ihr noch mal genauer nachlesen, was dieses Jahr alles passiert ist? Schaut in unserer Newsarchiv, das mittlerweile stolze 30 Seiten füllt. Ist also doch einiges passiert!

2. Die besten Spiele der vergangenen zwölf Monate

Der Nintendo 3DS konnte sich bereits in seinem ersten Jahr über einige wirklich gute Spiele freuen und auch die Wii bekam in den vergangenen zwölf Monaten den einen oder anderen Hit serviert, während der Nintendo DS wenigstens nicht vollkommen in der Versenkung verschwunden ist. Hier präsentieren wir euch die drei besten Spiele für jedes der Nintendo-Systeme:

Nintendo 3DS

1. Super Mario 3D Land
Ein weiteres Mal wurde die Prinzessin von Bowser entführt. Ein weiteres Mal muss Mario über acht Welten reisen und sie retten. Ein weiteres Mal also dasselbe altbackene Abenteuer, nur diesmal auf dem Nintendo 3DS? Überhaupt nicht! Mit „Super Mario 3D Land“ liefert Nintendo nämlich ein wirklich einzigartiges Spielerlebnis ab, das es in dieser Form noch nie gegeben hat. Dass das Spiel eine Hommage an die guten alten Anfangszeiten des italienischen Klempners ist, lässt sich nicht bestreiten. Ganz im Gegenteil: Die zahlreichen Parallelen zu den Klassikern lassen Nostalgie aufkommen und unterstreichen den zeitlosen Charakter dieser überaus erfolgreichen und beliebten Videospielreihe. Es ist Nintendo erstklassig gelungen, das Spiel in einem ganz neuen Licht, oder besser gesagt, in einer ganz neuen Perspektive erstrahlen zu lassen. Keinem anderen Hersteller ist es seit der Markteinführung des Nintendo 3DS im März dieses Jahres gelungen, die perspektivischen Möglichkeiten des Handhelds derart imposant in Szene zu setzen. Unzählige Details, ein hervorragendes Gameplay und die liebenswerten Mario-Melodien belegen, dass Nintendo hier ein Meisterwerk gelungen ist. Ein Meisterwerk, welches in keiner Nintendo 3DS-Sammlung fehlen darf!

2. Mario Kart 7
Wer an „Mario Kart“ denkt, erinnert sich an unzählige Stunden voller Spaß, liebevoll designten Strecken und das kultige Fluchen im unterhaltsamen Multiplayer. Kaum ein anderer Arcade-Racer hat die Jugend zahlreicher Spieler derart geprägt wie „Mario Kart“. Demnach verwundert es niemanden, dass Nintendo auch nach so vielen Jahren weiterhin an dieser Marke festhält und pünktlich zu Weihnachten „Mario Kart 7“ veröffentlicht. Im neuesten Teil des Arcade-Racer dürfen Spieler erstmalig überhaupt das Kart modifizieren und es ihren Wünschen anpassen. Gänzlich neu sind auch Streckenabschnitte unter Wasser oder per Paragleiter in der Luft. In traditioneller Manier treffen 16 neue Strecken auf eine Sammlung der 16 bewährtesten Pisten aller vorhergegangenen „Mario Kart“ – Teile. Nach und nach lassen sich neue Charaktere und Kartteile freispielen, wodurch für Langzeitmotivation allemal gesorgt ist. Einen weiteren Grund für monatelangen Spielspaß liefert der Online-Multiplayer, in dem acht Spieler aus aller Welt gegeneinander antreten können. Das Ganze läuft unfassbar flüssig und problemlos ab und die Gründung richtiger Communities komplettiert den gelungenen Online-Part. Wer „Mario Kart 7“ verpennt, verpasst den bislang besten und rundesten Teil der Serie.

3. The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D
Nach so vielen Jahren kehrt die Legende in einem neuen Gewand zurück und begeistert prompt alte Veteranen wie frische Nachwuchsspieler gleichermaßen. Als Link zum ersten Mal in 3D auf dem Nintendo 64 erstrahlte, ging Millionen von Spielern das Herz auf. Wie der kleine Kokiri-Junge aus seinem Schlaf gerissen wird, um Hyrule und die Prinzessin zu retten, ist und bleibt unvergesslich. Es soll noch heute Mütter geben, die ihren Kindern Zeldas Wiegenlied vorspielen um sie sanft in den Schlaf zu begleiten. Und selbst als Name muss die Prinzessin heute herhalten, Robin und Zelda Williams lassen grüßen. Dass dieser Titel eine zeitlose Legende ist, hat Nintendo in den letzten Jahren mit gefühlten 1000 Remakes immer wieder aufs Neue bewiesen. Doch erst auf dem Nintendo 3DS fasziniert das Remake „Ocarina of Time 3D“ wie noch nie zuvor. Die Grafik ist um Welten detaillierter, Animationen noch geschmeidiger und nicht zuletzt die autostereoskopische Darstellungsweise vermitteln endlich die Größe und Weite, die die hylianische Steppe wahrlich verdient. „The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ ist auf dem Nintendo 3DS genau die Art von Remake, die man sich wünscht: Frisch, aber dennoch vertraut.

Wii

1. Xenoblade Chronicles
Klassische Japano-RPGs haben es in der westlichen Hemisphäre ungemein schwierig. Meist begründen die Hersteller ein Nichterscheinen damit, dass im Westen andere Geschmäcker dominieren und das Interesse an solchen Titeln schlichtweg gering ist. Umfragen, Statistiken und Meinungsforschungen hin oder her, dass solche Spiele hierzulande genauso erfolgreich akzeptiert werden wie in Japan beweist „Xenoblade Chronicles“. Die fantasievolle Gestaltung der Spielwelt, die schier unendlichen Möglichkeiten und der immense Umfang sowie ein epischer Soundtrack markieren bei diesem Meisterwerk aus dem Hause Monolith Soft lediglich die Eckdaten. Derart viele Freiheiten können zumeist nicht einmal die ganz großen RPG-Highlights bieten. In „Xenoblade Chronicles“ lässt sich jeder Hügel in der weiten Ferne erklimmen und jede noch so kleine Insel im Meer erreichen. Der beeindruckende Tag-und-Nacht-Wechsel und die Dynamik der Spielwelt vermitteln eine Atmosphäre von der Sorte, die ein unbeschreibliches Gänsehaut-Gefühl aufkommen lässt. „Xenoblade Chronicles“ hat sich auf der Wii ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt und zählt zu Recht zu den besten Rollenspielen nicht nur der Wii-Generation, sondern der letzten Jahren überhaupt. Mehr Spiel für sein Geld bekommt man nur noch in den seltensten Fällen, „Xenoblade Chronicles“ ist solch eine Perle.

2. The Legend of Zelda: Skyward Sword
„Every game has a story, only one is a legend“ - Mit diesen Worten wurde der erste Trailer zu „Twilight Princess" auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles im Rahmen der Nintendo Pressekonferenz eingeleitet. Ein unvergesslicher Moment, der sowohl die Massen vor Ort als auch unzählige leidenschaftliche Nintendo-Fans vor dem Live-Stream zum Jubeln brachte. Beim neuesten Ableger der Reihe widmet sich Nintendo endlich der Geschichte, mit der die Legende ihren Lauf nahm. In „Skyward Sword“ erfahren die Spieler erstmalig von der Erschließung Hyrules, das Schmieden des Master-Schwertes und einem mysteriösen Volk hoch über den Wolken. Genau hier beginnt Links Abenteuer und entführt die Spieler in beeindruckende Tempel und Dungeons, konfrontiert sie mit cleveren Rätseleinlagen und lässt sie herausfordernde Kämpfe bestreiten. Dabei profitiert „Skyward Sword“ zu jeder Zeit von der erstklassigen Bewegungssteuerung, die dank MotionPlus unglaublich intensiv ist. Genauso erstklassig ist übrigens auch der enorme Umfang des Titels sowie die orchestrale Musikbegleitung gelungen, die „Skyward Sword“ eine hohe Qualität bescheinigen. Wie kann man mit einer Legende groß werden und sie lieben, wenn man nicht ihren Ursprung kennt? Demnach ist „The Legend of Zelda: Skyward Sword“ ein klares Must-have!

3. Rayman Origins
Wenn wir an die ganz großen Schöpfer der Videospielgeschichte denken, fallen unter anderem Namen wie Shigeru Miyamoto, Richard Garriott, Hideo Kojima, Bill Roper, Peter Molyneux, Will Wright oder Warren Spector. Doch insbesondere ein Schöpfer scheint noch heute zu wenig Anerkennung für das Werk zu erhalten, das er erschaffen hat: Michel Ancel. Der Franzose hat mit Rayman einen der beliebtesten Jump & Run–Figuren erschaffen, die allerdings in den letzten Jahren aufgrund der lustig kranken Invasion der Rabbids zunehmend in den Hintergrund trat. Nun meldet sich aber das Maskottchen von Ubisoft in Bestform zurück und lässt den Spieler in „Rayman Origins“ ein kunterbuntes Abenteuer erleben, das im Hinblick auf Spielbarkeit, Spaßfaktor und einzigartigem Stil seinesgleichen sucht. Das Team rund um Michel Ancel besinnt sich beim neuesten Teil auf altbewährte Stärken des Titels und präsentiert folglich ein 2D-Jump’n’Run der alten Schule, gepaart mit tolle Melodien, einer hervorragend simplen Steuerung und unzähligen Levels. Für stundenlangen Spielspaß mit Rayman in seinem comic-haften Universum ist demnach bestens gesorgt. Dazu trägt nicht zuletzt auch der unterhaltsame Multiplayer-Modus bei, in dem bis zu vier Spieler die liebevoll gezeichnete Spielwelt erforschen.

Nintendo DS

1. Professor Layton und der Ruf des Phantoms
Auch wenn „Professor Layton und der Ruf des Phantoms“ mittlerweile schon der vierte Teil der Reihe auf dem Nintendo DS ist, besitzt der Titel doch den Charakter eines Erstlingswerkes. Mit dem Rätselmeister und Archäologen Professor Layton werden die Spieler in diesem Abenteuer zu den Anfängen der beliebten Anime-Reihe geführt. Dem Hilferuf eines guten Freundes folgend, wird Layton mit über 170 kniffligen Rätseln konfrontiert, um schlussendlich das Geheimnis des Phantoms zu lüften. Die Geschichte fesselt von Anfang bis Ende auf höchstem Niveau. Trotz des vertrauten Gameplays wirkt der neueste Teil keinesfalls angestaubt. Die Möglichkeit wöchentlich neue Rätsel per Nintendo WiFi-Connection herunterzuladen hält selbst die besten Rätselexperten auf Trab und vermittelt zu keiner Zeit das Gefühl, dass hier krampfhaft versucht wird, den Titel künstlich in die Länge zu ziehen. Selbstverständlich sind diese DLCs (Download Contents) kostenlos, davon könnten sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden. Das Auge wird obendrein mit bewundernswerten und hochqualitativen Anime-Sequenzen verwöhnt, die Ohren hingegen dank orchestraler Musikuntermalung und deutscher Sprachausgabe von jedem Tinnitus befreit.

2. Kirby Mass Attack
Nintendos rosa Allesschlucker hat schon viele Abenteuer erlebt und ist bereits durch unzählige, kunterbunte Welten und Levels gehüpft. Aber dass er eines Tages mit neun Klonen durch virtuelle Welten springen und schlucken würde, dass hätte er wohl selbst nicht wirklich geglaubt. Auch das Konzept ist nicht an klassische Kirby-Teile angelehnt, vielmehr sind hier Grundzüge eines „Pikmins“ zu erkennen. Dies tut dem Spiel aber keinesfalls schlecht, Liebhaber des rosa Kugelheldens werden sich nichtsdestotrotz sofort heimisch fühlen. Liebevoll, clever designte 2D-Levels und traditionelle Kirby-Herausforderungen stellen schlichtweg ein unschlagbares Rezept dar. Die Spieler werden zudem durch eine kleine Münzenjagd motiviert jeden noch so kleinen Winkel eines Levels zu erkunden, insgesamt sind nämlich fünf Münzen pro Level gut versteckt. Selbst wenn das Abenteuer erfolgreich absolviert zu sein scheint und alle Münzen ergattert wurden, lassen sich ungemein viele Minispiele freischalten. Demnach können sich die Spieler an einem unterhaltsamen Shooter wagen, ein kleines aber fesselndes Rollenspiel bestreiten oder unzählige Stunden in einem genialen Kirby-Flipper opfern. „Kirby Mass Attack“ beweist souverän, dass Kirby nach all den Jahren immer noch in Topform ist und sich jedem Spielkonzept perfekt anpasst.

3. Dragon Quest Monsters: Joker 2
Wer „Pokémon“ mag, wird „Dragon Quest Monsters“ lieben. Es grenzt schon an einem unbeschreiblichen Phänomen, dass ein solch simples Spielprinzip trotz so mancher Ableger unterschiedlichster Marken immer noch zu faszinieren weiß. Square Enix hat mit der „Dragon Quest Monsters – Reihe“ eine eigene Welt geschaffen, die sich nicht hinter Pikachu oder den jüngeren Spectrobes zu verstecken braucht. Als junger Monsterscout durchstreift der Spieler eine schier unendlich große Insel auf der Suche nach wilden Monstern, die er sammeln und trainieren kann um sie später in fesselnden Kämpfen loszulassen. Der Sammelwahnsinn setzt im Prinzip schon vor dem Starten des Spiels an, indem man sich im Vorfeld bereits über unterschiedliche Monster, Attribute und Attacken informiert und mit Gleichgesinnten austauscht. Einmal in das Abenteuer eingetaucht, verlässt der Spieler die Insel erst dann wieder, wenn er sie alle gesehen und auch alle gefangen hat. Dass die Spielzeit dadurch exorbitant in die Länge gezogen wird, ist für die Scouts ein Segen. Trotz kleinerer inhaltlicher Schwächen weiß der Titel in technischer Hinsicht zu überzeugen und vor allem für längere Zeit an den Nintendo DS zu fesseln.

3. Vorschau auf 2012

Nachdem wir auf das vergangene Jahr zurückgeblickt haben, werfen wir nun noch einen Blick in die Zukunft. Vor allem 3DS-Besitzer können optimistisch ins Jahr 2012 blicken. In Nintendos Lineup geben sich große Marken schließlich die Klinke in die Hand, sodass im März Kid Icarus endlich sein Comeback feiert und „Luigi's Mansion 2“ später im Jahr zur Geisterjagd lädt. Capcom setzt für eine gesunde Portion Gänsehaut-Feeling derweil nicht auf Gespenster, sondern auf Mutanten. Direkt im Januar erscheint schließlich „Resident Evil: Revelations“, das den Hauptteilen der Serie in nichts nachstehen soll. Wir haben im vergangenen Juli auf Nintendos Post-E3-Event bereits mit Jill Valentine ums Überleben gekämpft und sind sehr optimistisch, dass uns spielerisch wie grafisch ein Top-Titel erwartet. „Metal Gear Solid: Snake Eater 3D“ konnte uns bei dieser Veranstaltung aufgrund von Steuerungsproblemen weniger überzeugen, doch die Entwickler hatten seitdem ja auch noch ein bisschen Zeit. So hat das Remake des Playstation 2-Klassikers immer noch das Potential, eines der wichtigsten Dritthersteller-Spiele für den 3DS im Jahr 2012 zu werden. Aber auch andere Publisher haben große Marken angekündigt, sei es nun „Tekken“, „Kingdom Hearts“ oder das Crossover „Professor Layton vs. Ace Attorney“. Und nicht nur in Sache Software möchte Nintendo Fehler des Jahres 2011 ausbügeln: Mit dem Circle Pad-Aufsatz dürfen 3DS-Besitzer ihrem Handheld ab Januar auf Wunsch noch einen zweiten Analog-Stick verpassen.

So viel Euphemismus wie beim 3DS ist auf Wii nicht angesagt. Der einzig richtig große Titel auf den Releaselisten ist „The Last Story“. Das Rollenspiel vom „Final Fantasy“-Schöpfer Hironobu Sakaguchi konnte uns bereits auf der vergangenen gamescom mit seinem ungewöhnlichen Kampfsystem überzeugen. Aber was kommt danach? So richtig vielversprechend und fest für das Jahr 2012 eingeplant ist eigentlich nur noch „Pandoras Tower“. Abseits davon bleibt noch die Hoffnung darauf, dass das Online-Rollenspiel „Dragon Quest X“ rasch für die Wii im Westen erscheint. Und es bleibt das Vertrauen in das Versprechen von Reggie Fils-Aime, dass im Januar noch einige große Spiele enthüllt werden. Was für den Präsidenten von Nintendo of America „große Spiele“ sind, bleibt allerdings noch abzuwarten. Ähnliches hatte er schließlich schon für den Sommer 2011 versprochen - und damit Titel wie „Wii Play Motion“ gemeint. Letztendlich müssen sich Wii-Besitzer wohl damit abfinden, dass die Konsole in ihren letzten Atemzügen liegt und Platz für die Wii U machen wird.

Wann Nintendos nächste Heimkonsole genau erscheint, ist noch nicht bekannt. Auf der E3 im Juni soll die HD-Konsole mit Touchscreen- Controller vollständig enthüllt werden, sodass ein Release im Herbst gut vorstellbar ist. Sichere Starttitel: „Darksiders II“ und „Batman: Arkham City“. Zu den ersten Spielen werden sicherlich auch „Ninja Gaiden 3: Razor´s Edge“ und „Metro Last Light“ gehören, während Nintendos Lineup noch fast vollständig im Dunkeln liegt. Immerhin sind schon Namen wie „Super Smash Bros.“ oder „Pikmin 3“ gefallen. Und auch wenn das Zelda-Video auf der E3 nur eine Techdemo und nicht die Grundlage für ein richtiges Spiel war, hat es doch Appetit auf einen Ausflug ins HD-Hyrule gemacht. Es bleibt aber noch viel zu klären, unter anderem der Preis. Reggie Fils-Aime sprach von einem teureren Vergnügen als noch bei der Wii, aber auch davon, dass man so ein Preis-Debakel wie beim 3DS vermeiden wolle. Und so bleibt abzuwarten, ob es der nächsten Heimkonsole beim Erscheinen besser ergeht als dem 3DS im vergangenen Frühjahr. Das wir auch ein wichtiger Faktor dafür sein, ob es für Nintendo im Jahr 2012 finanziell wieder bergauf geht. Gleichzeitig sucht das Unternehmen auch nach anderen Einnahmequellen, sodass es wohl auch auf kostenpflichtige Zusatzinhalte setzen wird.

Aber was auch passieren mag: N-Life.de wir euch darüber informieren und natürlich auch die Spiele des Jahres 2012 unter die Lupe nehmen. In diesem Sinne wünscht die Redaktion ein frohes neues Jahr.


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