Nintendo 3DS - Willkommen in der 3. Dimension
Artikel verfasst von Gennaro Grippo am 26.03.2011
Seit der offiziellen Ankündigung des Nintendo 3DS auf der E3 2010 in Los Angeles ist knapp ein Jahr vergangen. Selten fühlten sich neun Monate so lange an, der Launch wurde von der gesamten Zockergemeinde sehnlichst erwartet. Während die Japaner bereits Ende Februar ihre Hände auf die kleine Handheld-Revolution legen durften, kamen Europäer erst am gestrigen Freitag zu der Ehre. Nächste Woche dürfen sich anschließend auch Australier und Amerikaner ins Zeitalter des brillenlosen 3D stürzen. Wir haben uns mit dem neuen Handheld aus dem Hause Nintendo intensiv beschäftigt und werden Euch kategorieweise jedes noch so kleine Detail vom portablen 3D-Wunder aus Kyoto vorstellen.
Die ersten Schritte: Unboxing
Bereits die Verpackung des Nintendo 3DS macht eine tolle Figur, wirkt aber doch entschieden zu groß für eine kleine portable Videospielkonsole. Nach dem Auspacken stellt sich in der Tat kurzzeitig eine gewisse Ratlosigkeit ein: Wurde nun eigentlich eine portable Konsole erworben oder ein umfangreiches Kompendium? Der „obere Schacht“ besteht tatsächlich nur aus reinem Lesewerk, dem sich womöglich sowieso kaum jemand widmen wird. Allerdings finden sich hier zwei wichtige Gimmicks. Zum Einen die Augmented Reality – Karten, mit denen atemberaubende 3D-Minispiele bestritten werden können. Sechs Stück sind es an der Zahl, jedes mit einem eigenen Motiv. Zum Anderen die Sterne-Karte, die Euch 750 Sterne bei der Registrierung des Handhelds auf der offiziellen Nintendo-Website bescheren. Dringen wir nun aber etwas tiefer in die Verpackung ein, und schauen uns das Herzstück dieses Kartons an. Mit ordentlicher Sorgfalt hat hier Nintendo platzsparend den Nintendo 3DS, darunter die Ladestation und daneben das Netzteil untergebracht. Einen zweiten Stylus oder eine Trageschlaufe, wie einst bei den anderen Nintendo DS – Modellen, sucht man diesmal vergeblich.
Äußere Werte: Hardware
Auch beim Nintendo 3DS hat sich Nintendo nicht lumpen lassen und optisch ein hochqualitatives Produkt abgeliefert. Das komplette Gehäuse ist mit einem hochglänzenden Metallic-Finish überzogen und wirkt unglaublich edel. Nimmt man das Gerät schließlich in die Hand, bestätigt sich der Eindruck auch. Der Nintendo 3DS ist äußerst kompakt, die Materialverarbeitung gut und alles sitzt fest. Selbst der Stylus und die SD-Kartenabdeckung sind mit einem Einrastmechanismus optimal mit dem Gerät verbunden. Die obere Außenseite kommt recht schlicht daher. Einziger Blickfang sind die beiden Kameras, die in der Lage sind 3D-Bilder aufzunehmen. Da bekommt doch die Redewendung „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ eine ganz neue, intensivere Bedeutung. Auf der Innenseite gibt es übrigens eine weitere Kamera. Leider sind diese qualitativ betrachtet nicht sonderlich leistungsfähig, gerade einmal 0,3 Megapixeln bei VGA-Qualität gehören in der heutigen Zeit eigentlich verboten. Auf der Rückseite befindet sich der obligatorische 3DS-Kartenslot sowie die Stylusscheide. Selbst der Stylus wurde diesmal überarbeitet und lässt sich nun um 3cm auf eine Gesamtgröße von 10cm verlängern. Damit sollte nun wirklich jede Altersklasse zurecht kommen.
Auf der linken Seite befindet sich die linke Schultertaste, darunter ein Volume-Regler sowie der SD-Kartenslot. Dem Nintendo 3DS liegt bereits im Lieferumfang eine 2GB SD-Karte bei. Diese entspricht 15000 Blöcke, die, ähnlich wie bei der Nintendo Wii, für Speicherstände und herunterladbare Inhalte aufgebraucht werden können. Etwas Platz werden auch die für Mai durch das System-Update zugesagten Features wie Browser und eShop benötigen. Auf der Unterseite befindet sich zentriert der 3,5mm Klinkenstecker für die Kopfhörer. Zu guter Letzt die rechte Seite, die mit der rechten Schultertaste und einem Wireless-Regler ausgestattet ist.Soweit eigentlich kein Grund für übertriebene Freudensprünge. Erst beim Aufklappen des Nintendo 3DS können wir die wahren Werte bestaunen. Am Touchscreen hat sich nichts verändert abgesehen von der Auflösung, die nun etwas hochgeschraubt wurde. Ein Steuerkreuz ist ebenfalls wieder mit von der Partie, allerdings als Sub-Steuerung gedacht. In der Tat befindet sich das Steuerkreuz unter dem Slider (früher pflegte man hierzu noch Analogstick zu sagen). Hält man das Gerät erst in der Hand, stellt man relativ zügig fest, dass das Steuerkreuz etwas schwer zu erreichen und bedienen ist und mit der Zeit nur mit einem Krampf im linken Daumen einher geht. Aber keine Sorge, der Slider ist eine willkommene Alternative und wesentlich intuitiver und leichter zu handhaben. Wo uns das Steuerkreuz mit der 4-Wege-Steuerung Grenzen setzte, haben wir dank des Analogsticks die volle Freiheit. Wenn wir uns einmal vor Augen führen, wie der Slider in Einklang mit dem Beschleunigungssensor und dem Gyroscope gebracht werden kann, dürfen wir uns wahrlich auf rosige Zeiten einstellen. Die klassische Eingabesteuerung über die Tasten A, B, X und Y ist beibehalten worden. Neu hinzugekommen ist lediglich die Taste Home, die nun zusammen mit dem Start- und Select-Button unterhalb des Touchscreens angebracht ist. Diese erfüllt ähnliche Funktionen wie schon bei der Wii. So können Bedienungsanleitungen eingeblendet, ins Systemmenü gewechselt oder das Spiel beendet werden. Das volle Potential dieser Funktion lässt sich vorerst nur erahnen. Nintendo soll angeblich an einem System-Update arbeiten, welches richtiges Multitasking ermöglichen soll. Dies würde es beispielsweise ermöglichen ein Spiel zu pausieren, ins 3DS-Menü zu wechseln, den Browser zu öffnen und sich Hilfestellungen zum Spiel anzusehen, um dann wieder ins Spiel zurückzuschalten und eine scheinbar unmögliche Passage zu meistern.
Kommen wir nun aber auf das ganz große Feature des neuen Handhelds zu sprechen. Der obere Bildschirm ist dank Autostereoskopie in der Lage 3D-Bilder zu visualisieren, ohne eine lästige 3D-Brille aufsetzen zu müssen. Klingt zwar futuristisch, ist aber tatsächlich real. Dieser verblüffende Effekt wird obendrein von einem großzügigen 3,53 Zoll Widescreen-Display im 16:9-Format unterstützt. Ein Regler an der rechten Seite ermöglicht es den 3D-Effekt stufenweise zu justieren. Doch wie ist so etwas überhaupt möglich und warum gaukeln uns die Elektronik-Pioniere vor man bräuchte 3D-Brillen? Der 3D-fähige Bildschirm beim Nintendo 3DS besteht im Grunde genommen aus zwei Schichten. Dabei zeigt die untere Schicht das eine, die obere Schicht das andere Bild. Durch ein Prisma wird nun ein bestimmter Punkt erzeugt, der beide Bilder übereinander legt. Der einzige Nachteil bei dieser interessanten Technik ist, dass dieser Punkt nur beim Einhalten einer bestimmten Reichweite zum Auge und eines klaren Blickwinkels registriert werden kann. Neigt oder kippt man das Gerät außerhalb dieser Parameter, werden die beiden einzelnen Bilder deutlich und ein spielen unter diesen Konditionen unangenehm. Was dieser 3D-Effekt im Praxisgebrauch taugt, wird die Zeit zeigen. Zum Launch gibt es noch eine eingeschränkte Auswahl an Titeln, doch bereits an „Super Street Fighter IV - 3D Edition“ kann erahnt werden, was Button-Mashing auslösen kann. Außerdem sollte erwähnt werden, dass exzessives Spielen mit eingeschaltetem 3D-Effekt die Augen deutlich schneller ermüden lässt. Kinder, deren Sehvermögen noch nicht vollständig entwickelt ist, sollten es mit der Wow-Spielerfahrung ebenfalls nicht übertreiben. Aber selbst mit abgeschaltetem 3D brauchen sich die Spiele nicht zu schämen. Dank stärkere Hardware-Power sehen diese in direkter Konkurrenz zu den DS-Titeln um Längen besser aus.
Bis hierhin macht der Nintendo 3DS seinen Namen alle Ehre und wird den hohen Erwartungen größtenteils gerecht. Allerdings lässt die mitgelieferte Ladestation im Vorfeld schon Böses mutmaßen. Und dies bestätigt sich leider auch im Praxistest. Sei es die 3D-Fähigkeit oder die aufgebohrte Hardware im Inneren, der Akku wird leergesaugt als gäbe es kein Morgen mehr. Mit durchgehend eingeschaltetem 3D-Effekt hält das gute Stück gerade einmal drei bis vier Stunden durch. Schalten wir die Autostereoskopie aus, erreichen wir locker fünf Stunden aufwärts. Kleinere Einstellungstricks wie Helligkeit herunterregeln oder den Energiesparmodus aktivieren holen nochmal das Letzte aus dem Akku heraus und ermöglichen es uns etwas länger zu spielen. Wenn die Lichter gänzlich ausgehen bleibt schließlich nur noch eins, den Nintendo 3DS wieder in die Ladestation zu legen und zwei bis drei Stunden fürs Aufladen zu investieren. Wer aber nicht so lange warten möchte, kann den Ladestecker kurzerhand direkt am Nintendo 3DS anstöpseln und mit Stromzufuhr weiterspielen.
Innere Werte: Software
Nachdem wir den Nintendo 3DS hinsichtlich der Hardware bis ins kleinste Detail beleuchtet und uns von der hohen Qualität überzeugt haben, widmen wir uns nun im Folgenden der Software. Starten wir den Nintendo 3DS zum ersten Mal, führt uns ein Tutorial durch die wichtigsten Einstellungen. Spitzname, Geburtstag, Datum und Uhrzeit sowie die Interneteinstellungen und die Kalibrierung des 3D-Effekts sind mit wenigen Klicks definiert. Nintendo DS – Fans der ersten Stunde werden sich sofort heimisch fühlen, ein Touchscreen ist nun mal klasse. Zum ersten Mal stürzt die Kinnlade zu Boden, als der 3D-Effekt kalibriert werden muss. Anhand eines simplen Nintendo 3DS – Logos wird der Unterschied zwischen 2D und 3D beträchtlich erkennbar. Doch die ersten Minuten werden womöglich, zumindest für all diejenigen die noch nie ein 3D-Bild beziehungsweise Film gesehen haben, etwas gewöhnungsbedürftig ausfallen. Das Menü auf dem Touchscreen ist leicht zu bedienen und mit lauter Icons versehen. Diese können mit dem Stylus hin- und hergeschoben werden. Selbst das umfangreiche Lesewerk aus der Verpackung hat es in digitaler Form auf den Nintendo 3DS geschafft, nennt sich „Gesundheits- und Sicherheitsinformationen“. Des Weiteren ist folgende Software auf den Nintendo 3DS vorinstalliert, auf die wir nun kurz eingehen werden.
Karten-Slot: Von hier aus lässt sich das Spiel, welches im Karten-Slot eingeführt wurde, starten.
Nintendo 3DS-Kamera:Die klassische Kamera-Software um Bilder mit den beiden Außenkameras oder der Innenkamera zu schießen. Die äußeren Kameras ermöglichen es zudem 3D-Bilder aufzuzeichnen. Eine richtige Einstellungsoption gibt es dafür nicht, lediglich der 3D-Regler muss justiert werden. Anschließend gibt es dank diverser Werkzeuge die Möglichkeit die Bilder zu verfremden, ähnlich wie beim Nintendo DSi.
Nintendo 3DS-Sound: Auch diese Software kennen wir vom Nintendo DSi. Hierbei könnt Ihr Lieder auf die mitgelieferte SD-Karte laden und am Nintendo 3DS abspielen. Dank eines Mikrofons könnt Ihr auch selbst Musik oder Sprachnotizen aufzeichnen.
Mii-Maker & StreetPass Mii-Lobby: Was auf der Nintendo Wii begonnen hat, wird nun auf dem Nintendo 3DS fortgeführt. Die virtuellen Avatare Mii können nun auch in 3D bestaunt werden. Neues Feature ist, dass Ihr Euren Mii nun mit einem geschossenen Foto Euer Gesicht verleihen könnt. Die automatische Erkennung funktioniert ziemlich gut, leichte Veränderungen lassen sich dann anschließend im Editor vornehmen. Dank des Features StreetPass werden automatisch die Miis anderer Spieler ausgetauscht und in Eure Galerie aufgenommen, ähnlich wie WiiConnect24. Je nach Spiel kommen die Miis dann zum Einsatz, wie beispielsweise bei „Pilotwings Resort“.
AR-Games Die sechs mitgelieferten AR-Karten ermöglichen Euch eine Spielerfahrung der besonderen Art. Legt Ihr eine Karte auf den Tisch und fangt diese mit den Front-Kameras ein, verwandelt sich diese. Ein Block taucht auf und springt lustig herum. Im nächsten Moment reißt sich aus dem Tisch ein Drache heraus und greift Euch mit Feuerbällen an. Es gibt mehrere Levels und das Spiel ist größtenteils aufs Schießen beschränkt. Dank Beschleunigungssensor, Gyroscope und 3D-Effekt wird Euch hier ein wirklich neuartiges Spielerlebnis geboten.
Face Raiders: Ein lustiges Minispiel für all diejenigen, die Freunde oder Familienangehörige schon immer einmal eins auswischen wollten. Mit der 3DS-Kamera wird erst ein Bild gemacht, welches dann auf einen fliegenden Helm geklebt wird. Dieser „Boss“ greift Euch mit Knutsch-Attacken und Steinen an. Eure Aufgabe ist es diesen auszuweichen und mit Tennisbällen ihn den Mund zu stopfen und am Kopf zu bombardieren.
Aktivitätsblog: Ein Blog, der sämtliche Interaktionen mit dem Nintendo 3DS registriert und auflistet. Hier finden sich Statistiken zu gespielten Titeln, den tagtäglichen Aktivitäten am Handheld sowie Eure zurückgelegten Schritte. Diese werden übrigens in eine virtuelle Währung umgerechnet und ermöglichen es Euch später im eShop neue Inhalte zu erwerben. Sich viel zu bewegen und den Nintendo 3DS immer dabei zu haben lohnt sich diesmal also umso mehr!
Download-Spiel: Hier verbirgt sich ein Feature, das man bereits aus den älteren DS-Editionen her kennt, damals noch als Singlecard- oder Multicard-Play bekannt. Der Multiplayer eines Spiels bedarf demnach nicht zwingend mehrerer Cartridges um zu funktionieren. Via Download-Spiel können nötige Daten und Inhalte transferiert werden und Multiplayer-Partien bestritten werden.
Systemeinstellungen: Allgemeine Einstellungen lassen sich hier neben Optionen zur Altersbeschränkung und der Datenverwaltung kinderleicht vornehmen. Die Internet-Funktionalität des Nintendo 3DS kommt diesmal auch mit den sicheren Protokoll WPA2 zurecht.
Ebenfalls im Menü finden sich weitere Zugänge zu nützlichen Anwendungen. Hinter einer kleinen Sonne am linken oberen Touchscreen-Rand verbirgt sich das Menü für die Helligkeitseinstellung sowie das Ein- und Ausschalten des Energiesparmodus‘. Ferner haben wir Zugang zu „Spielnotizen“: Muss ein Spiel schnell beendet werden, weil der Bus kommt oder ein Termin ansteht aber der nächste Checkpoint zu weit entfernt ist, können nützliche Infos in dieser Anwendung hinterlegt werden, die beim Fortsetzen des Spiels einen leichteren Einstieg ermöglichen als zu Beginn noch minutenlang NPC X und die Quest Y oder Gegenstand Z zu finden. Die Icons lassen sich übrigens in diversen Stufen skalieren, entweder einzeln nebeneinander oder maximal in einer 6x10 Matrix. Außerdem gibt es nun eine übersichtliche Freundesliste mit Karteikarten. Das System mit den Freundescodes wurde nun erfreulicherweise bei den Spielen über Bord geworfen, der Nintendo 3DS verfügt jedoch über einen unverwechselbaren Code. Dieser kann mit Freunden ausgetauscht werden um Nachrichten zu versenden und online zu kommunizieren. Vielleicht erwartet uns bald mit einem System-Update ein Messenger? Wenn Ihr mit dem Internet verbunden seid, lassen sich, wenn gewünscht, Online-Status und Aktivitäten für Freunde anzeigen. Ein weiterer Reiter im Menü ist „Mitteilungen“. Diese bestehen zu Beginn Eurer 3D-Erfahrung größtenteils aus Systemnachrichten, die Euch die Steuerung und Handhabung des Handhelds erleichtern sollen. Später gesellen sich in dieser Rubrik auch die StreetPass- und SpotPass-Nachrichten hinzu. Letzter Reiter am rechten oberen Eck des Touchscreens ist der Browser. Dieser lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht aufrufen. Ein System-Update im Mai, wie weiter oben bereits erwähnt, wird den von NetFront entwickelten Browser aktivieren.
Zwei große Neuerungen beim Nintendo 3DS hören auf den Namen StreetPass und SpotPass.
Mit StreetPass ist es möglich im Vorbeilaufen Duelle auszutragen und Informationen auszutauschen. Dies ist wohlbemerkt im Standby-Modus möglich, bei dem der Nintendo 3DS ständig Signale aussendet und empfängt. Wenn nun bei einer Busfahrt oder in der Stadt jemand seinen Nintendo 3DS in der Tasche mitschleppt, kommunizieren diese Einheiten miteinander. Hierbei wird beispielsweise der Mii der jeweiligen Person in die eigene Galerie aufgenommen oder bei Spielen wie „Pro Evolution Soccer 3D“ oder „Super Street Fighter IV – 3D Edition“ ein Match ausgetragen um zu sehen, wer die bessere Mannschaft oder eben den stärkeren Kämpfer besitzt. Mit dem Feature SpotPass ist es hingegen möglich Community-Nachrichten zu erhalten und so auf dem Laufenden zu bleiben.
Dank Abwärtskompatibilität spielt der Nintendo 3DS alle Nintendo DS – Titel ab. Allerdings werden diese aufgrund der höheren Auflösung der Bildschirme hochskaliert, wodurch die Titel wesentlich pixeliger werden. Wer hingegen in Original-Auflösung spielen möchte, muss beim Starten der DS-Software den Start- und Select-Knopf gleichzeitig gedrückt halten bis das Bild erscheint. Dieses ist zwar nun deutlich kleiner, dafür aber nicht mehr stark verpixelt. Spiele, die über einen Online-Modus verfügen, lassen sich auch auf dem Nintendo 3DS online zocken. Die neue Features wie StreetPass oder der 3D-Effekt lassen sich natürlich nicht aktivieren.
Das abschließende Fazit
Der Nintendo 3DS fasziniert in wirklich jeder Hinsicht. Ich konnte vor lauter Staunen die Kinnlade kaum noch richtig zuklappen. Das Gerät ist unglaublich edel und kompakt. Auch der Slider macht einen tollen Eindruck und ermöglicht ein noch präziseres Steuerungsgefühl. Aber erst der 3D-Effekt hat mir wirklich den Atem geraubt. Als Brillenträger gehöre ich leider zu der Bezugsgruppe, die womöglich ebenfalls noch nie wirklich ein 3D-Film im Kino gucken gehen konnten. Zu verschwommen, nahezu blind würde man Filme wie „Avatar“ gucken und die 3D-Brille über meine eigentliche Sehhilfe zu legen ist für mich keine ernsthafte Option. 3D ohne Brille ist aber tatsächlich möglich und ich bin restlos begeistert. Für viele mag das Einhalten der richtigen Reichweite und des Blickwinkels ein zu starker Zwang sein, allerdings geht diese Eigenheit mit der Zeit wie von selbst in Fleisch und Blut über. Die Hand wird automatisch ruhiger und man genießt das Spiel intensiver. Einziger Wermutstropfen, die geringe Akkulaufzeit fällt dem sonst astreinen Rundumpaket negativ ins Gewicht. Wer sich aber nicht daran stört, wird seinen Nintendo 3DS lieben. Ich freue mich tierisch auf die Zukunft und auf all die Spiele, die von diesem einzigartigen Feature Gebrauch machen werden. Aktuelle News


