Das Launch-Lineup des Nintendo 3DS – Ein Überblick
Artikel verfasst von Sascha Geldermann am 17.03.2011
Die nächste Handheld-Generation ist zum Greifen nahe: Ab dem 25. März dürfen Europäer den Nintendo 3DS für rund 250 Euro mit nach Hause nehmen. Gleichzeitig werben 15 Launch-Titel um die Gunst der frischgebackenen 3DS-Besitzer. Wir geben euch einen Überblick über das Start-Lineup, zu dem viele große Serien gehören.
Asphalt 3D: Nitro Racing (Ubisoft)
Racing-Freunde werden zum 3DS-Launch gleich doppelt bedient. Gameloft schickt “Asphalt 3D” gegen Namco Bandais „Ridge Racer“ ins Rennen und wartet dabei mit einem stattlichen Fuhrpark auf. Mit mehr als 40 lizenzierten Rennwagen und Motorrädern lassen sich 17 Strecken unsicher machen. Dabei kämpft ihr in Berlin, Madrid oder Tokio nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern müsst bei den Straßenrennen auch mit dem Gegenverkehr klarkommen. Mit gewonnenem Geld solltet ihr eure Karren aufrüsten, um in allen Modi zu bestehen, bei denen es unter anderem um Straßenduelle, Verfolgsjagden oder Drift-Events geht. Im Zweifelsfall können euch aber auch die vielen Abkürzungen einen Vorteil verschaffen. Die solltet ihr kennen, bevor ihr euch lokal mit bis zu sechs Freunden messt - oder euren StreetPass mit anderen 3DS-Besitzern tauscht, um Ergebnisse abzugleichen und unkompliziert zu klären, wer den Asphalt am meisten zum Glühen bringt.
Die Sims 3 (Electronic Arts)
Noch am Launchtag bauen die Sims ihre ersten dreidimensionalen Häuser. Vorher müsst ihr aber natürlich erst einmal ein virtuelles Ego erschaffen, wofür euch ein umfangreicher Editor zur Verfügung steht. Schießt ihr mit der Kamera des Handhelds ein 3D-Foto, habt ihr schon einmal eine gute Grundlage. An dieser könnt ihr dann natürlich noch so ziemlich alles verändern, was durch die 3D-Darstellung erleichtert werden soll. Der frisch erstellte Sim stürzt sich dann in das serientypische Gameplay, verdient also Geld, richtet seine Wohnung ein, knüpft Kontakte und gründet vielleicht eine Familie. Befehle erteilt ihr dabei ganz bequem mit dem Stylus. Wie in den anderen Konsoleversionen hebt sich auch die 3DS-Fassung dabei durch besondere Karma-Kräfte von der PC-Fassung ab. Mit dem Einsatz verdienter Karmapunkte dürft ihr Gott spielen und ein bisschen Aufregung in das Leben eurer Sims bringen. Ob im Guten oder im Schlechten ist eure Entscheidung: Mit einem Fingerschnipp könnt ihr einen unattraktiven Mann in einen Frauenschwarm verwandeln – oder einen Meteoritenhagel auf sein Haus prasseln lassen.
LEGO Star Wars III: The Clone Wars (LucasArts)
Wolltet ihr immer schon einmal einen Gegner mit dem Lichtschwert in tausend Stücke zerhauen und seine Einzelteile in wirklich alle Richtungen fliegen sehen? Dann könnte euch die 3D-Version von „LEGO Star Wars III: The Clone Wars“ interessieren. Hier präsentieren sich die Klonkriege in Bauklotz-Form und mit viel Humor. Jede Menge Charaktere stehen bereit, um von euch in den Kampf geschickt zu werden. So setzt Yoda seine Macht ein, schwingt Obi-Wan Kenobi sein Lichtschwert oder schießen Klonkrieger wild um sich. Der Schlüssel zum Sieg sind nicht nur schnelle Reflexe, sondern auch der gezielte Wechsel zwischen den verschiedenen Charakteren. Nur wenn ihr ihre individuellen Fähigkeiten bei den Rätseln, Kämpfen und Geschicklichkeitspassagen klug einsetzt, wird die Macht mit euch sein. Und wenn der Feind wirklich mal die Überhand gewinnt, dann könnt ihr auch einfach noch einen Freund anheuern, um der dunklen Seite einen kooperativen Arschtritt zu verpassen.
NintenDogs + Cats (Nintendo)
Drei der 15 Launch-Titel tragen den Namen „NintenDogs + Cats“. Die Haustier-Simulation erscheint nämlich in den drei Versionen „Französische Bulldoge“, „Golden Retriever“ und „Zwergpudel“. Diese Hunde müssen sich die Liebe ihres neues Herrchens oder Frauchens allerdings mit anderen Vierbeinern teilen, vertraut euch die 3DS-Version doch erstmals auch Katzen an. Am eigentlichen Spielprinzip ändert sich aber im Vergleich zu den NDS-Vorgängern nicht viel. Die Haustiere wollen inmer noch gestreichelt, gebürstet, gebadet, Gassi geführt und auf Turniere vorbereitet werden. Die Interaktionen laufen dabei über den Touchscreen ab, sodass ihr eure Schützlinge mit dem Stylus tätschelt oder bürstet. Zeigt ihr euch nicht allzu geizig, dürfen sich die Vierbeiner über jede Menge Spielzeug oder Kleidungsstücke freuen. Dank der Kamera reagieren Hund und Katz dieses Mal auch auf eure Bewegungen, sodass sie sich synchron zu eurem Kopf bewegen und euch gezielt abschlabbern – und dank des 3D-Effekts könnt ihr die Haustier-Spucke sogar fast auf eurem Gesicht spüren.
PES 2011 3D – Pro Evolution Soccer (Konami)
Fußball-Fans gehen beim 3DS-Launch nicht leer aus: Bei „Pro Evolution Soccer 2011 3D“ warten mehr als 170 lizenzierte Vereine darauf, von euch auf den Platz geschickt zu werden. Dort erstrahlt dann die serientypische Fußball-Simulation zum ersten Mal in 3D. Die Entwickler haben die Vorteile der dritten Dimension im Vorfeld immer wieder gelobt, da es so einfacher sein soll, Entfernungen abzuschätzen. Damit der 3D-Effekt richtig zur Geltung kommt, werden Torschüsse, Steilpässe und andere spektakuläre Aktionen von Kamerafahrten in Szene gesetzt. Wer nun Angst um die Übersichtlichkeit hat, kann beruhigt werden: Auch eine klassische Kameraansicht steht bereit. Ansonsten bleibt alles wie gewohnt, sodass es neben zahlreichen Vereinen auch viele Ligen in das Spiel schaffen und natürlich auch ein Mehrspieler-Modus nicht fehlt – Fußball ist eben auch in 3D immer noch ein Mannschaftssport.
Pilotwings Resort (Nintendo)
Die Miis lernen fliegen: Nintendo belebt eine fast schon in Vergessenheit geratene Serie nach 14 Jahren wieder und schickt 3DS-Käufer in den Himmel über Wuhu Island. Auf dieser Insel fühlen sich „Wii-Fit“- oder „Wii Sports Resort“-Spieler längst heimisch, nun lernt ihr sie also auch von oben kennen. Für euren Himmelsritt stehen verschiedene Fluggeräte vom Raketenrucksack bis hin zum Flugzeug für euch bereit. Mit diesen könnt ihr dann im Free-Flight-Modus entspannt vor euch hin gleiten oder euch aber auch in Missionen stürzen, bei denen es unter anderem um gekonnte Landungen oder das Ansteuern von schwebenden Punkten geht. Dabei bewertet das Spiel eure Flugleistung selbstverständlich, was sich am Ende in einem Rank niederschlägt. Wollt ihr überall Platin ergattern, müsst ihr die Fluggeräte im Schlaf beherrschen, gekonnt mit Bremse und Turboboost umgehen – und mutig der Schwerkraft trotzen.
Rayman 3D (Ubisoft)
Irgendwie hat Rayman den Kampf gegen die Rabbids letztendlich doch verloren. Zumindest hatten die Langohren in letzter Zeit deutlich mehr Auftritte als der Helikopter-Haarschopf. Auf dem 3DS lassen die verrückten Hasen ihm allerdings den Vortritt, denn bevor am 1. April „Rabbids 3D“ erscheint, steht direkt zum Launch „Rayman 3D“ bereit. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein ganz neues Spiel, sondern um eine Umsetzung von „Rayman 2: The Great Escape“. Die Entwickler versprechen neben einer aufpolierten Grafik noch viele andere Verbesserungen. So soll der Einstieg leichter, die Lernkurve ausgeglichener und die Steuerung präziser sein. Am eigentlichem Gameplay ändert sich aber nichts, 3DS-Besitzer können sich also auf ein waschechtes Jump’n’Run freuen. Rayman hat dabei keine seiner alten Fähigkeiten verlernt, sodass er durch die 45 Abschnitte rennt, klettert, springt, fliegt und gelegentlich sogar Wasserski läuft. Unterwegs trifft er viele Bekannte wie seinen Freund Globox oder den Schurken Admiral Klingenbart – aber garantiert keine Rabbids.
Ridge Racer 3D (Namco Bandai)
„Ridge Racer“ ist neben „Asphalt“ die zweite große Rennspiel-Serie, die direkt am Launchtag den Sprung auf den Nintendo 3DS schafft. Auch hier geht es mit Vollgas auf die Straße, wobei das serientypische Spielprinzip durch den 3D-Effekt bereichert werden soll. Die Entwickler sprechen davon, dass sich die Entfernung zu anderen Autos nun viel besser einschätzen ließe. Außerdem betonen sie immer wieder die überarbeitete Steuerung, die dank Circle-Pad und neuem Drift-Button zu zugänglich wie noch nie sein soll. Ihr zeigt auf den zahlreichen Strecken mit den noch zahlreicheren Fahrzeugen nicht nur Computergegnern eure Rücklichter, sondern auch bis zu drei Mitspielern. Vorher muss nur jeder Spieler einen Mii, ein Foto oder ein Symbol festlegen, damit jeder Fahrer eindeutig identifiziert werden kann. Außerdem wird die StreetPass-Funktion unterstützt, sodass ihr eure Ghost-Daten an andere Spiele schicken oder selbst gegen solche Geisterfahrer antreten könnt.
Samurai Warriors: Chronicles (Tecmo Koei)
Erstmals schnetzeln sich Tecmo Koeis Samurai-Kämpfer in 3D durch Gegnerhorden. Das Hack&Slay-Spiel wird dabei wohl wenige Überraschungen bieten. Wie gewohnt stehen euch ein Haufen Krieger zur Seite, mit denen ihr euch in 400 Missionen durch ganze Armeen kämpft. Über den Touchscreen wechselt ihr dabei blitzschnell zwischen den einzelnen Kämpfern. Vorteile verschaffen euch in diesem regelrechten Krieg verschiedene Waffen sowie mächtige Spezialattacken. Mit der Zeit schaltet ihr immer mehr Charaktere und Gegenstände frei – unter anderem durch automatische Kämpfe über die StreetPass-Funktion des neuen Handheld. Dank eines Editors dürft ihr aber auch eigene Kämpfer erstellen, sowie vorgegebene verändern. Es stehen also zahlreiche Möglichkeiten bereit und wenn ihr doch einmal nicht weiterwisst, könnt ihr immer noch Unterstützung anfordern: In einem kooperativen Modus ziehen nämlich zwei Spieler zusammen in den Kampf – auch online.
Super Monkey Ball 3D (Sega)
Ganz egal wie viele Dimensionen es gibt, Segas Affenbande wird immer hinter Bananen her sein. Auch auf dem Nintendo 3DS werden AiAi und Co. in Kugeln gestopft, die ihr dann sicher durch Geschicklichkeitslevels manövrieren müsst. Das läuft entweder über das Circle-Pad ab oder aber über die Bewegungssensoren des Handhelds, sodass ihr ihn einfach nur zu neigen braucht, um die Bälle mit affiger Füllung zum Ziel zu lenken. Neben diesen Geschicklichkeitsaufgaben gibt es aber auch noch zwei weitere Modi. Während beim Affen-Kampf ordentlich Prügel verteilt wird, geht es beim Affen-Rennen auf die Piste. Die Rennen werden dabei nicht in Kugeln ausgetragen, sondern in richtigen Fahrzeugen, wobei auch das eine oder andere Item zum Einsatz kommt. Wie auch beim Affen-Kampf lassen sich hier auch bis zu drei Freunde einladen, um im Duell gegen sie Ruhm und Ehre zu ergattern – und vielleicht auch ein paar Bananen.
Super Street Fighter IV: 3D Edition (Capcom)
35 Kämpfer versammeln sich zum Launch des Nintendo 3DS, um sich windelweich zu prügeln. „Super Street Fighter IV“ schafft den Sprung auf den 3DS, um auch Handheld-Besitzer in den Genuss des hochgelobten Beat’em Ups kommen zu lassen. Neben einer klassischen Ansicht von Seite gibt es auch eine Schulter-Perspektive, bei der der 3D-Effekt besser herauskommen soll. Neu ist auch eine vereinfachte Steuerung, bei der ihr euren Gegnern nun Hadoukens so komfortabel wie noch nie vor den Latz hauen könnt. Attacken lassen sich nun nämlich einfach auf den Touchscreen legen. Wer es lieber klassisch mag und auf Tastenkombinationen setzt, kann auf diese Funktion aber auch verzichten. Auch im Online-Modus des Spiels lässt sich beim Erstellen eines Duells die Touchscreen-Unterstützung streichen – damit alles aus schön sportlich fair bleibt. Ihr müsst übrigens nicht einmal aktiv spielen, um euch mit anderen zu messen. Ihr könnt nämlich kleine Figuren sammeln, die sich bei aktiviertem StreetPass mit den Figuren anderer Spieler prügeln – und euch so ganz automatisch die eine oder andere Belohnung bescheren.
Tom Clancy’s Ghost Recon: Shadow Wars (Ubisoft)
Die Ghosts stürmen den Nintendo 3DS: Die beste Spezialeinheit der Welt verschlägt es dabei nach Russland, Kasachstan und die Ukraine, um die Machtübernahme des russischen Ultra-Nationalisten Yuri Treskayev zu verhindern. Sinnloses Geballere führt dabei wohl kaum zum Sieg, stattdessen ist taktisches Vorgehen gefragt. Jede Menge Möglichkeiten sollen eurem Kampftrupp offen stehen. Das fängt schon mit der Wahl der richtigen Klasse an, denn ob ihr euch für „Commando“, „Sniper“ oder „Medic“ entscheidet, beeinflusst den gesamten Spielablauf deutlich. Nur wer mit bedacht vorgeht, wird die 37 regulären und die 20 besonders herausfordernden Skirmish-Missionen überstehen. Die Entwickler sprechen dabei von mehr als 30 Stunden Spielzeit im Solo-Modus und kündigten daneben auch noch kriegerische Auseinanderstetzungen gegen einen Freund an, die notfalls auch auf einem einzigen Nintendo 3DS ausgetragen werden können.
Tom Clancy’s Splinter Cell 3D (Ubisoft)Ubisoft will wohl ganz sicher gehen: Neben den Ghosts schickt der Publisher auch Sam Fisher, um Nintendos neuen Handheld zu infiltrieren. Bei „Splinter Cell 3D“ handelt es sich um eine Umsetzung des dritten Serienablegers „Chaos Theory“, bei dem Fisher nicht weniger als den Dritten Weltkrieg verhindern muss. Dafür setzt er wieder auf Lautlosigkeit sowie eine Hightechausrüstung: ein Nachsichtgerät garantiert auch bei Dunkelheit Durchblick, ein OCP-Gerät blockiert elektronische Systeme und Rauchgranaten vernebeln Gegnern die Sicht. Auch das Knacken von Schlössern und das Hacken von Computern stehen wieder auf dem Programm, wobei euch letzteres nicht mehr Nummer-Codes zur Entschlüsselung vorsetzt, sondern 3D-Puzzles. Auch an vielen anderen Stellen kommt der 3D-Effekt zum Einsatz: vom Spielgeschehen, über das Interface bis hin zur Karte. Wer das Einzelkämpfer-Dasein satt hat, kann sich mit einem Freund auch durch kooperative Missionen schleichen oder im Versus-Modus alles daran setzen, das Einsatzziel vor dem Gegner zu erreichen.
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