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Manga: Professor Layton und seine lustigen Fälle - Band 1
Artikel verfasst von Heiko Ellinger am 14.03.2011

Einer der beliebtesten Videospielcharaktere der jüngeren Geschichte ist Professor Layton aus dem Hause Level 5. Die Nintendo-exklusiven Rätselabenteuer gehören zu den Highlights im Nintendo DS Spiele-Portfolio und Layton erfreut sich einer derartigen Beliebtheit, dass er es mittlerweile auch schon zum Filmstar geschafft hat.

Ganz neu ist aber der Ausflug in die Welt des geschriebenen Wortes. Mit dem ersten Band von „Professor Layton und seine lustigen Fälle“ veröffentlicht der deutsche Verlag TOKYOPOP einen Manga zur Spielreihe im April 2011. Die Veröffentlichung der weiteren zwei bisher produzierten Bände ist dann im zweimonatigen Rhythmus geplant. Seit 2008 können sich bereits japanische Layton-Fans neue Abenteuer von Layton und seinem Assistenten Luke anlesen.

Im Gegensatz zur ebenfalls bei TOKYOPOP veröffentlichten Manga-Reihe zu „The Legend of Zelda“ handelt es sich hierbei nicht um eine geschlossene Geschichte, sondern um mehrere Kurzgeschichten. In der Tradition des Videospiels müssen außerdem ein paar Rätsel gelöst werden, deren Schwierigkeitsgrad aber ganz klar an eine jüngere Leserschaft angelehnt wurde.

Der Untertitel verrät es eigentlich schon: So ganz ernst nehmen darf man die Geschichten in diesem Manga nicht. Stattdessen bietet sich an der einen oder anderen Stelle ein Lacher, etwa wenn Professor Layton und Luke mal wieder völlig unterschiedlicher Meinung sind oder sich gegenseitig eines Verbrechens beschuldigen (eine Situation, die in den Spielen undenkbar ist, hier sind Layton und Luke stets ein Herz und eine Seele).

An die Illustrationen der japanischen Manga-Zeichnerin Naoki Sakura muss man sich zunächst gewöhnen, verzieht Professor Layton in den Spielen als wahrer englischer Gentleman doch selten eine Miene. Die überzogene Mimik der Figuren gehört aber dazu und unterstützt die zahlreichen gewollt ironischen Momente.

Wer sich bei „Professor Layton und seine lustigen Fälle“ ein klassisches Layton-Abenteuer im Leseformat verspricht, dürfte enttäuscht werden. Wer an lustigen Geschichten mit bekannten Charakteren wie Don Paolo, Flora oder Inspektor Chelmey aber seinen Spaß hat, sollte einen Blick riskieren. Für 6,50 € gibt es auf 146 Seiten jede Menge Layton, in ungewohnter Form und mit 25 Rätseln zum Selberlösen.


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